Buffl

Experimentelle Versuchspläne

HM
by Hanna M.

Kontrollgruppe: Passiv oder Aktiv

Ziel einer Kontrollgruppe: Konstanthaltenaller Randbedingungen

  • Unterschied nur bzgl. der UV (Wirksames Element des Treatments)

  • maximale Vergleichbarkeit bzgl. aller anderen Variablen (Aspekte des Treatments), ceteris paribus


Arten von Kontrollgruppen: KG erhält…

  • Passiv: keine Behandlung/Intervention; Wartelistenplatz

  • Aktiv: Standard-Behandlung; Placebo-Behandlung


Bsp. Placebo-KG (Medizin): Medikation ohne Wirkstoff, aber sensorisch nicht unterscheidbar; Proband:innenin KG erleben dieselbe Situation wie EG; Behandelnde Personen wissen nicht, welche Probanden Wirkstoff erhalten


  • je nach Fragestellung andere Typen von Kontrollgruppen sinnvoll

  • Gestaltung der Kontrollgruppe spezifisch für konkrete Untersuchung



Zwei Treatments, keine (passive) Kontrollgruppe

  • z.B. neues Treatment im Vergleich zu Standardtreatment, das bereits gut gegen passive KG abgesichert ist

  • z.B. unterschiedliche Ausprägungen (Dosierungen) des Treatments




Zwei Treatments und eine passive Kontrollgruppe

  • z.B. zwei inhaltliche Varianten des neuen Treatments vs. KG

  • z.B. unterschiedlich starke Ausprägungen des Treatments vs. KG

  • z.B. Vergleich EG mit aktiver (z.B. Placebo) und passiver KG


Kontrollgruppenplan mit Vortest



Randomisierung, Beobachtung AV vor & nach UV-Manipulation

  • Vorteil: vorher bestehende Unterschiede zwischen den Gruppen erfasst; reduziert Fehlervarianz (erhöht statistische Validität)

  • Nachteil: mögliche Wechselwirkung zwischen Vortest und Manipulation (z.B. Reaktivität, Sensitivierung, Übungseffekte; potentielle Gefährdung interne bzw. Konstruktvalidität) Kontrolle des Vortest-Effekts


Interpretationsmöglichkeiten

  • Beschreibung Merkmalsausprägung AV

  • Beschreibung Zusammenhang UV & AV

  • Schlussfolgerung über kausalen Einfluss von UV auf AV


Kontrolle von Vortest-Effekten: Solomons Vier-Gruppen-Plan



Kombination elementarer Versuchspläne (mit vs. ohne Vortest)


Vorteile

  • Ermöglicht Analyse möglicher Vortest-Effekte

  • Erlaubt Analyse möglicher Wechselwirkung zwischen Vortest& Treatment

  • Repliziert Treatment-Effekt (within: O2>O1; between: O2>O4, O5>O6)


Nachteile

  • Doppelter Erhebungsaufwand (4 statt 2 Gruppen); Auswertung nicht trivial

  • Notwendig für Untersuchung von Vortest-Treatment-Interaktionen

  • Empfohlen um Vortest-Effekte neuer Messmethode zu untersuchen



Author

Hanna M.

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