Buffl

7. Sitzung - Bindung und Liebe

HM
by Hanna M.

Liebe - Harlow The Nature of Love

  • Klassische Theorie (Lerntheorie & Psychoanalyse)

  • Die Mutter befriedigt die Grundbedürfnisse des Neugeborenen (vor allem Hunger)

  • Liebe entwickelt sich aus dem entsprechenden Lernprozess heraus


Bedürfnisse vs. Körperkontakt

  • Harlow untersuchte Makaken-Affen (schnelle Entwicklung, dennoch hohe Ähnlichkeit zu Menschen)


Ergänzung Anne Rose:

  • In der Wissenschaft geht es super oft um romantische partnerschaftliche Liebe, jedoch ist die Liebe zwischen Mutter und Kind für Harlow als die relevanteste Liebe, da diese den Grundstein für alle anderen Arten von Liebe sät -> Liebe entsteht hierbei aus einem entsprechenden Lernprozess heraus

  • Die Mutter reduziert Hunger, Durst, Schmerz und daraus wird Liebe gelernt

  • Übliche Motive: Hunger, Durst, Überleben, Schmerz, Sex etc.

  • Forschung und Verhaltensexperimente mit Neugeborenen sind jedoch problematisch, deshalb Forschung mit Mackacken

  • Affen sitzen in Käfig in der Mitte und haben Zugang zu einer „Mutter aus Draht“ und einer „Mutter aus Stoff“; wenn sich die Klappe öffnet schaut man wo der Affe hingeht



Ergebnisse

Anne Rose:

  • die Zeit vom füttern zählt mit rein, d.h. selbst wenn die Affen bei der Drahtmutter gefüttert werden, verbringen sie dort wahrscheinlich fast keine Zeit außerhalb des Fütterns; wenn die Affen keine Angst haben sind sie lieber bei der Stoffmutter und wenn sie Angst haben auch


Seminar Ergänzung: The Nature of Love


  • Liebe unter Erwachsenen? Oder von Kindern?

  • Harlow: Es geht zu oft um Liebe von Erwachsenen

Seine Annahme:

  • Erste Liebe vom Neugeborenen zur Mutter

  • Daraus bilden sich mehrere gelernte und generalisierte Formen von Zuneigung


Weitere Annahmen

  • „Übliche Position“: Basis Motive = Grundtriebe (Hunger, Durst, Überleben, Schmerz, Sex, etc.)

  • Alles andere sekundär

  • Mutter reduziert Hunger, Durst und Schmerz; daraus wird Liebe gelernt


Wie kann man dazu forschen?


  • Verhaltensexperimente mit Neugeborenen problematisch

Warum?

  • Menschliche Neugeborene können kaum Verhalten zeigen

  • Deswegen: Forschung mit Makakenaffen

  • Bei explorativer Forschung mit Makakenaffen fiel auf, dass die Neugeborenen eine starke Bindung zu Stofflappen hatten („contactcomfort“?)




  • wenn Affe ohne Mutter aufgewachsen ist, reagiert er immer emotional in der strange situation; wenn er mit Mutter aufgewachsen ist, reagiert er weniger emotional wenn die Mutter mit im Raum ist

  • Hier wurde ein Affe in einen Raum mit einer Klappe gesetzt, sie konnten einen Knopf drücken um die Klappe/ das Fenster zu öffnen. Dahinter kann entweder ein Affe, eine Draht oder Stoffmutter sein oder nichts.

  • In der Kontrollgruppe sind die ohne Mutter aufgewachsen und reagieren am stärksten auf andere Affen. In den anderen beiden Gruppen wurden sie entweder von beiden Mutterersatzen gefüttert oder nur von einem. Man sieht hier jedoch, dass sie die natürliche Präferenz für ihre eigene Art ein wenig verlernen und am stärksten auf die Stoffmutter reagieren


  • Hier: Nur Affen, die mit beiden Mutterersatzen aufgewachsen sind

  • es wird am wenigsten schnell verlernt bei der Stoffmutter. Hier hoffen die Affen immer wieder das die Stoffmutter noch da ist.

Allgemeine Zusammenfassung AR:

  • Komfort ist wichtiger als Nahungsgabe (Stoffmutter wird mit und ohne Angst öfter aufgesucht; Stoffmutter dient als Explorationsbasis; Stoffmutter wird auch in der Verlernphase öfter angesehen)


Zusammenfassung


  • Selbes Pattern auch für Affen, die erst 250 Tage nach der Geburt in die Situation gebracht werden (nach kurzer Angstphase)

  • Komfort wichtiger als Nahrungsgabe

  • Stoffmutter als Explorationsbasis (-> sichere Bindung = explorieren mehr

  • Stoffmutter wird mit und ohne Angst öfter aufgesucht

  • Stoffmutter wird öfter angesehen (auch in Verlern-Phase)


  • Gegenhypothese zu Annahme, dass Futtergabe (Befriedigung fundamentaler Bedürfnisse) die Liebe des Kindes zur Mutter ausmacht

  • seine Befunde: Creature Comfort -> durch Nähe, Wärme usw.

  • Fortschritt: nicht nur Versorgen mit Essen relevant für Liebe -> auch Bindung/ Nähe (Mütter keine Angst mehr haben vor Abstillen, auch Väter Zuneigung schenken)

  • Gegen Behaviorismus & psychoanalytische Theorien (aufsuchen der Fellmutter lässt sich aus B. Gründen nicht erklären -> Stahl Mutter hatte Bedürfnisse gestillt (Verstärkung( -> trotzdem aufsuchen der Fellmutter


Diskussion

  • Was bedeutet das für die Gesellschaft?

  • Abwägen: Kosten und Nutzen dieses Forschungsprojekts


Gender Differencesin ReceptivitytoSexual Offers (Seminar)

  • Kulturelles Stereotyp: Männer wollen Sex, Frauen begrenzen dies

  • Soziobiologie: Männer haben weniger Kosten als Frauen, deshalb

  • Männer: Möglichst viele Partnerinnen; möglichst jung; genetisch programmiert, möglichst vielen Frauen nachzustellen

  • Frauen: Nicht möglichst viele Partner; möglichst viel ökonomische und politische Macht; genetisch programmiert, zurückhaltend zu sein

  • Kulturelle Kontingenz: Alles sexuelle Verhalten ist kulturell gelernt


Stand der Forschung 1989


  • Im Selbstbericht: Männer rezipieren mehr Pornographie und finden diese erregender als Frauen

  • Mit „objektiven Messmethoden“: Erregung ähnlich zwischen Männern und Frauen

  • Männer geben mehr sexuelle Aktivität an als Frauen

  • Doppelstandard: Männer sollen so viel sexuelle Erfahrung wie möglich sammeln, Frauen sollen sich für die Ehe aufheben


Ergänzung Anne-Rose:


Theorie von Clark:

Stereotypische Annahmen:

  • Männer wollen Sex, Frauen begrenzen

  • Soziobiologie: Männer haben weniger biologische Kosten als Frauen und wollen deshalb mehr Sex und Frauen weniger und einen möglichst guten Partner

  • Alles sexuelle Verhalten ist kulturell gelernt

 Forschung 1989:

  • Männer gucken mehr Pornos und finden das erregender als Frauen; Männer geben mehr sexuelle Aktivität an als Frauen

Experiment:

  • SHKs wurden an einem Lehrstuhl rumgeschickt und haben die folgenden drei Fragen an Menschen auf den Campus gestellt


  • mögliche Erklärung: Männer wollen Sex und Frauen wollen Bindung; Risiken sind unterschiedlich da Frauen schwanger werden und häufiger von sexuellen Übergriffen betroffen sind


Author

Hanna M.

Information

Last changed