Buffl

2. Mittelalter

AB
by Anja B.

WISSEN

Wege und Zentren des Kulturtransfers im Mittelalter sowie die wichtigsten Vermittlungspersönlichkeiten

Wege und Zentren des Kulturtransfers im Mittelalter sowie die wichtigsten Vemittlungspersönlichkeiten

  • Byanz als Erbe Roms

    • ab 330 Konstantinopel

    • Bewahrer traditionellen antiken Wissens, übernahme hellenistischer Konzepte

    • Bibliotheken, Enzyklopädien, Nosokomien (Einrichtungen für Kranke, in denen eine intensive Ausbildung am Krankenbett durchgeführt wurde)

    • Persönlichkeiten (nach Buch, nicht von R. gelesen)

      • Oribasios aus Pergamon (325-400)

      • Aetios von Amida (480-556)

      • Alexander von Tralleis (525-600)

      • Paulos von Aegina (600-650, hatte chirurgische Kentnisse)

  • Arabisch-islamischer Kulturkreis

    • Mohammed (570-632): Regeln zur Lebensführung, erlaubte Anknüpfung an Diätetik

  • Christliche Nestorianer (ab etwa 600)

    • christliche Sekte, in oströmischen Reich (griechisch), Syrien und Persien (hebräisch, arabisch, persich) verbreitet

    • Vermittlerrolle durch mehrsprachige Mitglieder als Übersetzer

  • Arabische Übersetzerzentren (ab etwa 800)

    • Bagdad, Damaskus, Antiochia, Basra, Kairo

    • bedeutendste Leistung: Übersetzung Galens (Johannitus (809-873))

  • Salerno

    • gegründet um 900; civitas hippocratica (Medizinschule); “vier Meister” (4 Wissenschaftssprachen: latein, griechisch, hebräisch, arabisch)

    • evtl. Frauen an der Lehre beteiligt: Trotula (für Gynäkologie und Geburtshilfe)

    • Konstantin von Afrika (1018-1087) als wichtigster Übersetzer, z.B. Isaak Judaeus

    • 1140: Prüfungsreglement Rogers II von Sizilien (fordert mehrjährige Ausbildung von Ärzten mit Examen)

    • 1240 Edikt von Salerno (Friedrich II) = Abgrenzung des Arztberufes vom Apothekerstand

  • Toledo

    • Gerhard von Cremina (1134-1187) als wichtigster Übersetzer

      • Albucasis (gest 1013): Chirurgie

      • Avicenna (980-1037): “Canon medicinae”

      • Avenzoar (gest.1162): Entdeckung der Krätzemilbe

      • Averroes (1126-1198): Aristotelesrezeption und -Kommentar

    • Moses Maimonides (1135-1204), Rabbi und Rechtsgelehrter

      • Ärztliche Ethik

WISSEN


Aufgaben und Charakteristika des mittelalterlichen Hospitals

Aufgaben und Charakteristika des mittelalterlichen Hospitals


Charakteristika

  • Parallele zum klösterlichen Leben

    • Tagesstruktur: bete und arbeite (ora et labora)

    • gemeinsame Tracht, bescheidenes Leben (Askese)

    • Bauformen

  • Sicherung des Seelenheils

    • Praktizierte Nächstenliebe (Caritas) -> Krankenpflege

    • Für die Stifter: memoria (praktizierte Nächstenliebe und Barmherzigkeit)

    • Für die Insassen: Gebet/ Gottesdienst- wurde konstant aufrecht erhalten

  • Problem der “würdigen Armen” (zunächst Aufnahme Betroffener, die sich nicht selbst helfen können, ab Spätmittelalter auch Arbeitsscheue und Kleinkriminelle)


Träger

  • Kirche (Papst, Bischhöfe, Klöster, Orden)

  • Ritterorden

  • Bruderschaften

  • Landsherren (“hohe Hospitäler” in Hessen)

  • Stadt (ab dem 13.Jahrhundert, Entfernung aus monastischer Tradition)

  • (bürgerliche) Stiftungen

  • Landsmannschaften an Pilgerorten


Insassen

  • Hospitäler als Unterkunft für Bedürftige, Medizin als sekundärer Faktor (aus Notwendigkeit)

  • Aufnahmevoraussetzung: kein stützendes familiäres Umfeld und nicht in der Lage, sich selbst zu helfen

  • Pilger, Reisende, Fremde (hospites)

  • Obdachlose

  • Alte Arme ohne Familie

  • Mittellose, gebrechliche Erwerbsunfähige

  • Pflegebedürftige, körperlich und geistig behinderte

  • Arme Kranke, kranke Dienstboten


Spezielle Aufgaben

  • Anfänge: Abteilung für kranke Klosterinsassen

  • Kreuzzüge: Verwundete und alte Soldaten (Ritterorden)

  • wichtige Einnahmequelle: Alterspfründer (wohlhabende Alte, die sich einkauften)

  • Isolation: Aussatz, “Pest”, “Franzosenkrankheit”

  • Frühe Neuzeit: Arbeitsscheue, Kleinkriminelle

  • Findelkinder, Waisen (ungern gesehen: mittellose Schwangere)


WISSEN


Aussatz: Bewältigungsstratregien, organisatiorische und religiös-kulturelle Aspekte

AUSSATZ


Organisatorische Aspekte

  • Sensibilisierung: Anzeigepflicht

  • Diagnostik: Lepraschau (durch Leprosius, überwacht von einem Arzt)

  • Dokumentation: Lepraschaubrief

  • Unterbringung (viele in Wanderschaft, “stationäre” Unterbringung sehr teuer)

  • Aufsicht, Überwachung

  • Sicherung des Lebensunterhaltes

  • Finanzierung der “Organisation”

  • Rechtsstellung: Sonderrechte (z.B. Bettelprivilegien an großen Feiertagen auf dem Kirchplatz), Rechteverluste

  • evtl. Wiedereingliederung


religiös-kulturelle Aspekte

  • Verantwortung der Gemeinschaft: Caritas

  • Deutung:

    • Moral, Sünde, Strafe

    • Prüfung, Bewährung, Fegefeuer (Leprafriedhöfe nahezu heilig, Freisprache von Fegefeuer durch zu Lebzeiten ertragenes Leid)

  • Seelenheil, Trost

  • Vorbilder: “Christus pauper”, Schutzheilige

  • Sequestrationsriten (= Riten zur Aussonderung der Kranken, Leprösen wurde Totenmesse zu Lebzeiten gelesen, gesellschaftliche Sonderstellung)

  • Rechte in der Gemeinschaft der Gläubigen


Therapie(versuche)

  • Diätetik, “Reinigung”

  • lokal: chirurgisch, dermatologisch (Heilwasser, Thermalquellen, Schwefelquellen)

  • Wundermittel, Gnadenmittel

  • Moderne Chemotherapie

    • Diamino-Diphenyl-Sulphon (DDS)

    • Rifampicin (RMP)

    • Ethambutil (EMB)

    • Isoniacid (INH)

    • Prothionamid (PTH)

    • Kombinationstherapie


Der berühmte Lepra-Helfer: Albert Schweitzer (1875-1965)

  • Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe Organist, Pazifist

  • 1913: Gründung eines Urwald-Krankenhauses in Lambaréné (Gabun)

    • Village de Lumiére für ca 70 Leprapatienten

  • 1953 Friedensnobelpreis

    • “Ethik der Erfurcht vor dem Leben”

  • seit den 1960er Jahren in der Kritik wegen Paternalismus und Rassismus


WISSEN


Pest: Krankheitszeichen, zeitgenössische Erkennungsmuster und Bewältigungstrategien

PEST


Ausbreitung

  • 1346 “Ferner Osten”, Caffa/Krim

  • 1347 Konstantinopel, Sizilien, Genua, Vendig

  • Nov 1347 Provence

  • Jan 1348 Avignon, Apulien

  • 1348 ganz Italien, Frankreich, restliches Europa, Nordafrika


Symptome

  • Abgeschlagenheit -> Apathie

  • heftige Kopfschmerzen

  • Lymphknotenschwellung (“Pestbeulen”)

    • besonders in der Leiste und unter der Achselhöhle

  • Blauschwarze Hautflecken als Ausdruck der Pestsepsis

  • Lungenpest: Husten mit blutig-schaumigem Auswurf (hochansteckend, Hauptansteckungsweg)


Vemutungen zur Ätiologie

  • Planetenkonstellation von 1356 (“siderisch”)

    • Saturn, Jupiter und Mars zur gleichen Zeit im Zeichen des Wassermanns

  • Giftige Dämpfe aus dem Erdboden (“terrestrisch”)

    • Starkes Erdbeben im Januar 1347

    • Miasma-Therorie “Pesthauch” -> schädliche Ausdünstungen aus Spalten im Boden nach einem großen Erdbeben

  • Ausdünstungen Erkrankter und Toter

    • Atemluft, “Kontagium” (= Übertragung von Mensch zu Mensch)

  • Abgelehnte Erklärungen

    • Zorn Gottes

    • Vorzeichen der Apokalypse

    • Brunnenvergiftung


Empfohlene Prävention

  • Abstand von Erkrankten und Leichen

  • Luft reinigen

    • Feuerwälle oder Räucherungen

    • Lüften und Ausräuchern der Räume, Mundschutz und Parfüm

  • Geregelte Lebensweise, Diätetik

    • Erlesene Speisen, bester Wein

    • “sportliche” Betätigung, aber keine Überanstrengung

    • Maßhalten

    • Aderlass, lauwarme


Öffentliche Hygiene

  • Quarantäne, Isolierung, Kontrolle von Fremden (Reisepass!)

  • Regulierung von Menschenansammlungen

  • Beseitigung der Leichen und ihrer Kleider

  • Kontrolle der Brunnen

  • Räucherfeuer, Feuerwachen

  • Sicherstellung medizinischer und pflegerischer Betreuung, einschließlich Versorgung mit Arzneimitteln

  • Sicherstellung seelsorgerischer Betreuung

  • Sicherstellung der öffentlichen Ordnung

  • Neue Erkentnisse:

    • Krankheiten können über den Autoritäten stehen

    • Individualmedizin kann das nicht lösen -> Gesundheitsmanagement als politische Aufgabe


Die wichtigsten Pestschriften

  • “Pariser Pestgutachten” (Compedium de epidemia)

    • “Sinn der höchsten Meister von Paris”

    • “Prager Sendbrief” (Missum imperatori)

    • Pestbrief an die Frau von Plauen

  • Hans Andree, Pestgedicht

  • Aderlasstraktate, Pestlassmännlein

  • Theriak-Pesttraktate

  • Heinrich Steinhöwel, Pestbüchlein


WISSEN


Mittelalterliche Therapieansätze und ihre Begründung

Mittelalterlichen Therapieansätze und ihre Begründung

Therapieansatz

Begründung

Räucherungen, Mund-Nasenschutz

Miasmatheorie (Pest), Schutz vor tödlichen Dämpfen aus Boden

Absonderung von Kranken, schnelle Beseitigung der Leichen, Vermeidung großer Menschenansammlungen, Quarantäne

Kontagienlehre - Vermeidung einer möglichen Übertragung von Mensch zu Mensch

Diagnostik, Meldepflicht, Dokumentation, Unterbringung, Überwachung (Lepra)

Erkennen und eindämmen der Krankheit (Massen an Erkrankten politisches Problem)

Medikamentengabe nach Signaturenlehre

(“Rotes Pulver”, Apostelsalbe, …)

Analogiebildung, Zusprechen heilender Effekte durch ähnliche Eigenschaften von Erkrankung und Medikament

Individualmedizinische Therapie nach der erweiterten Viersäftelehre

(z.B. Melancholiker = kalt+trocken, schwarze Galle im Übermaß -> Gleichgewicht durch warme, feuchte Medikamente”)

Krankheit ist ein Abweichen vom Gleichgewichtszustand der Säfte, Medikamente und Speisenwahl dient dem Ausgleich und damit der Wiederherstellung der Gesundheit

Wundbehandlungen, Einrichten von Verrenkungen und Brüchen, Aderlass, Schröpfen, Abszessspaltung

(ggf. größere Eingriffe wie Amputationen)

mittelalterliche Chriurgie sehr konservantiv, der Medizin nachgeordnet, da weniger theoretisch-wissenschaftlich, wurde neben Chirurgen auch von Badern durchgeführt; v.a. große Eingriffe ungern gemacht und mit geringer Erfolgsaussicht

-> allopathischer Ansatz: Ausgleich mittels auf Gegensätzen beruhendem Herangehen (Viersäftelehre)

-> homöopathischer Ansatz: auf Ähnlichkeit und Analogie setzendes Herangehen (Signaturenlehre)

WISSEN


Die wichtigsten Vertreter der mittelalterlichen Chirurgie, der damalige Leistungsstand und Einschränkungen für Geistliche

Die wichtigsten Vertreter der mittelalterlichen Chirurgie

  • Roger Frugardi (12.Jahrhundert)

    • Rotes Pulver

      • Beinwell, “Consolida”, “Symphytus”, “Walwurz” -> Allantoin (aus Purinabbau, fördert Hautregeneration/-wachstum), Schleimstoffe

      • Blutstein (Hämatit) -> Name+”Beobachtung (silbriger Stein, “blutet” -> Wasser färbt sich rot beim Schleifen

      • Harze: Kolophonium, Mastix, Weihrauch, Drachenblut -> “trocken”, desinfizierend

    • Mehl-Eiweiß-Verband bei Knochenbrüchen

    • Schüler: Guido d’Arezzo, Roland von Parma

  • Hugo und Teodorico Borgogni (13.Jahrhundert)

    • Weinverbände, Schlafschwämme (unkontrollierbare Narkose durch eigeriebene, getrocknete Kräuter, Wirkung durch Befeuchten)

  • Bruno von Longoburgo (13.Jahrhundert)

    • Früheste Albucasis-Rezeption

    • Trockenhalten der Wunden

  • Wilhelm von Saliceto (13.Jahrhundert)

    • Ablehnen des Glüheisens zur Wundheilung, z.T Anwendung zur Blutstillung

  • Lanfrank von Mailand, Heinrich von Mondeville: Paris

  • Bedeutende Chirurgen im Spätmittelalter

    • Niederlande: Jan Yperman (1260-um 1320)

    • Ortolf von Baierland (Ende 13.Jahrhundert)

      -> Verbreitetstes deutschsprachiges Lehrbuch des Mittelalters

    • Guy de Chauliac (14.Jahrhundert)

      • auch Theologe, päpstlicher Leibarzt

      • Pestmanagement 1348

      • “Chirurgia magna” (1363), noch in der Neuzeit benutzt von Hans von Gersdorf

    • Heinrich von Pfalzpaint (15.Jahrhundert)

      -> evt. Nasenersatzplastik und Narkosemittel


Der damalige Leistungsstand

  • “konservative” Einstellung

  • beschränkt auf Wundbehandlung, das (nur teilweise erfolgreiche) Wiedereinrichten von Verrenkungen und Frakturen

  • kleine Eingriffe wie Aderlass, Schröpfen, Eröffnen von Abszessen

  • große OPs nur im äußersten Notfall

  • Bauchverletzungen galten als tödlich, “Schlafschwämme” zur Narkose nie nachgewiesen, laut Geschichten Wunden mit siedendem Öl ausgegossen


Einschränkungen für Geistliche

  • Synode von Lerida (524/46)

    • “Ecclesioa abhorret a sanguine”

    • die Kirche schreckt vor Blut zurück -> Geistliche dürfen nicht chirurgisch tätig werden

  • Konzil von Clermont (1130)

    • Praktizierverbot für Mönche und Geistliche

  • Konzil von Tours (1163)

    • Ausbildungsverbot für Mönche in Medizin

    • Bestätigung: “Ecclesia abhorret a sangiune”

    • wer mit dem Tod eines Menschen zu tun hatte, darf kein geistliches Amt mehr ausüben

  • IV. Laterankonzil (1215)

    • Ausbildungsverbot bzgl. Medizin für alle Geistlichen

    • Verbot der Chirurgie für geistliche wegen Lebensgefahr

    • wer mit dem Tod eines Menschen zu tun hatte, darf nicht in geweihter Erde bestattet werden


VERSTEHEN


Grundannahmen und Realitätsbegriff der fühmittelalterlichen Mönchsmedizin im Vergleich mit den heutigen Vorstellungen

Grundannahmen und Realitätsbegriff der fühmittelalterlichen Mönchsmedizin im Vergleich mit den heutigen Vorstellungen


frühmittelalterliche Mönchsmedizin

heutige Vorstellungen

Autoritäten

  • Theologie und Medizin autoritätsorientiert

  • Kirchenväter

    • Augustinus

    • Gregor der Große

    • Ambrosius

    • Hieronymus

  • Medizin

    • Hippokrates

    • Galen

  • basiert auf Wissenschaft und Evidenz

  • Autorität nicht unumstritten

  • autoritäre Meinungen belegt mit naturwissenschaftlicher Forschung

  • geringe Rolle von Theologie (und Magie) für Staat und Medizin

Wahrheits-orientierung

  • Tradition und biblische Sprachen als Wahrheitsgaranten

  • Verschiedene Sprachen -> versch. Realitäten

  • schriftlich belegtes ist immer wahr

  • Vorliebe für das “Besondere”, rhetorische Effekte

  • Ambiguitätstoleranz

  • Forschung

  • Evidenz

  • Beobachtung und Auswertung

  • Begründete Maßnahmen mit vorhersehbarem und wiederholbarem Ergebnis


Erkenntnis-gewinnung

  • Allegorie

  • Signaturenlehre

  • Magie als Mittel der Naturbehersrchung

  • “Idealismus”, Bevorzugung des Typischen (curiositas vs. docta ignorantia)

  • Neigung zu Exempeln

  • Misstrauen gegen Einzelfall

  • Deduktive Argumentation

  • Analogiebildung zum Erkentnisgewinn

  • wissenschaftliche Forschung

  • Aufwarbeiten und Überprüfen der Anwendbarkeit dokumentieten vergangenen Wissens

  • keine Religion/ Magie zum Erkentnisgewinn

  • Sammlung, Dokumentation, Auswertung von Einzelfällen zu Gruppen und ziehen von belegbaren Schlussfolgerungen


Begriffe:

  • Allegorie = Form indirekter Aussage, bei der eine Sache aufgrund von ähnlichkeit als Zeichen einer anderen Sache eingesetzt wird; bildliche Darstellung eines abstrakten Begriffes

    -> Verweischarakter der Wirklichkeit, Zahlensymbolik

    • z.B. Physiologus, darin z.B. Hirsch als Todfeind der Schlange = Christus, der den Teufel bekämpft

  • Signaturenlehre= Lehre von Zeichen der Natur, die durch ihre Merkmale (Farbe, Charakter, Ort, Entstehenszeit, …) zu anderen Aspekten zugeordnet werden; Grundannahme ist, dass sämtliche Wesen und Erscheinungen miteinander in Beziehung stehen (universale Sympathie, Mikrokosmos-Makrokosmos-Denken)

    Beispiele:

    • Walnuss (Form) für die Behandlung des Gehirns

    • Bohne als Heilmittel für Nierenleiden

    • gelber Saft des Schöllkrauts - gegen Ikterus

  • Idealismus= philosophische Lehre, Existenz ist von Idee abhängig, das Sein führt allein zum Denken zurück

    • z.B. Platon: Ideen sind stabil und ewig, im Gegensatz zu konkreten, erfahrbaren Einzeldingen

  • Deduktive Argumentation= Argumentationsform, bei der vom Allgemeinen auf das Besondere geschlussfolgert wird

    • Bsp.: Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Sokrates ist sterblich.

  • Analogiebildung= nach dem Vorbild eines anderen Wortes/ einer anderen Form gebildetes Wort/Form; eine Sache wird durch ein ähnliches Merkmal auf eine andere bezogen, ohne, dass mehr Merkmale überein stimmen

    • Bsp.: siehe Signaturenlehre

  • Ambiguitätstoleranz= Fähigkeit und Vieldeutigkeit zur Kenntnis nehmen und ertragen können

    • Verehrung Jerusalems durch Christen und Muslime

    • Toleranz antikem griechichen Wissens neben den Texten der Bibel


Author

Anja B.

Information

Last changed