Buffl

WS 2020

JG
by Jennifer G.

Frage: Kind 6 Monate alt, Fieber bis 39°C seit drei Tagen, trinkt wenig und ist schlapp.. Die Mutter berichtet/hat das Gefühl, die Nase des Kindes ist verstopft.. Was tun Sie?

  1. Sie machen umgehend einen Röntgen-Thorax, da sie eine Pneumonie vermuten

  2. Ich gebe ein Antibiotikum, Hustenlöser und Nasentropfen

  3. Sie untersuchen den Urin, um einen HWI auszuschließen

  4. Sie geben ein Paracetamolzäpfchen, erneute Vorstellung am nächsten Tag

  5. Sie untersuchen den Stuhl auf calprotectin, um eine chron.-entzündl. Darmerkrankung  auszuschließen


Antwort: Die Antwort ist B: Vgl. Amboss-Artikel: Neugeborenen-Infektion (Late-onset): “(...) Klinischer Verdacht ausschlaggebend (...) Gabe von Breitbandantibiotika; Indikation: Klinischer Verdacht” 

+in der Antwortmöglichkeit stand nicht “kalkulierte” oder “Breitband” es stand lediglich: “Ich gebe EIN ANTIBIOTIKUM! -> Und wir haben doch gelernt, dass man nicht einfach ein Antibiotikum gibt.. kann ja auch viral sein.

 ! denke c

Kommentar: die Frage war echt weird; denke aber auch C

Wieso denn HWI? Hab D

Nicht die zwei Fragen durcheinander bringen! Einmal war das Kind 6 Monate alt, Fieber bis 39°, Trinkschwäche.

Das andere Mal war es 3 Wochen, Fieber 38,2°, Trinkschwäche, HF 140/min, SpO2 95% → dem ging es wesentlich schlechter! Ja genau und das eine Kind hatte auch schon seit mehreren Tagen Fieber.

Bei dem 6 Monate alten würde ich PCM geben. Direkt die Diagnostik auf Pneumonie, HWI oder CED macht keinen Sinn.

Ich sag jetzt einfach mal A

D ist korrekt. Von Late Onset kann bei 6 Monaten keine Rede mehr sein. 

Warum nicht A? 

Frage: Ihnen wird in der Praxis ein 4-jähriger Junge vorgestellt. Das Kind reagiert nicht auf seinen Namen, das Spiel wirkt hochgradig stereotyp. Die Eltern berichten, dass das Kind gelegentlich englische Sätze von sich gebe, die es aus Internetvideos aufgeschnappt hätte. Allerdings würde er diese Sätze nie im richtigen Kontext verwenden. 

  1. Asperger

  2. Frühkindlicher Autismus

  3. Angststörung

  4. Mutismus

  5. Hochbegabung


Fach: KinderPsych

Antwort: B

Kommentar:

  • Gab da ja schon in anderen Altfragen “Diskussionen”, aber ich würde eher B sagen, weil ja die Sprachentwicklungsstörung im Vordergrund steht.

  • Ich denke A (frühkindlicher Autismus hat doch starke sprachliche Einschränkungen, warum sollte das Kind dann auf Englisch reden)?

  • Naja aber der hat ja eine starke sprachliche Einschränkung… sh. Echolalien (Amboss) da stand ja auch: er benutzt diese englischen Sätze nie im richtigen Kontext - der ahmt also quasi nur die Laute nach (Echolalie) - laut Amboss bei frühkindl Autismus

  • Ich denke auch, dass es B ist, weil extra betont wird, dass er die englischen Begiffe nicht sinngemäß verwendet. Bei Aspergern ist es ja im Gegenteil eher so, dass sie oft sprachbegabt sind (siehe Greta Thunberg z.B.) Greta Thunberg ist außergewöhnlich sprachbegabt? Guck an, wusste ich auch noch nicht :D - wenn man sich mehr mit ihr beschäftig fällt es schon auf. ;) Da geht es ja v.a. darum, dass sie sehr früh sprachlich sehr weit sind, im Vergleich mit gesunden Kindern.

  • Frühkindlicher Autismus ist definiert als auftreten vor dem 3. LJ aber das Kind kann IMMER NOCH NICHT sprechen! Das heißt die Symptomatik besteht nicht seit gestern. Ich bin daher für B

  • Exakt, nur weil das Kind mittlerweile 4 Jahre alt ist, heißt es nicht, dass sich die Störung auch gerade erst manifestiert hat. Außerdem stand in der Frage, dass das Spielverhalten des Kindes HOCHGRADIG stereotyp sei

  • bin auch für B, da die Symptome ja nicht einfach verschwinden, nur weil der Junge jetzt vier Jahre alt ist… die Symptome sind ja auch nicht erst gestern aufgetreten, sondern bestehen schon seit einiger Zeit, also schon vor dem 3. Lebensjahr! 


 Frage: Ein 6 Tage alter Säugling fällt mit einer Trinkschwäche und Tachypnoe auf. Die untere Extremität sieht leicht zyanotisch aus, was sich dann auch in der Pulsoxymetrie bestätigt: Es besteht eine Sättigungsdifferenz. Sättigung am Arm 99%, Sättigung am Bein 75%. Woran denken Sie? Leistenpulse sind beidseits tastbar

A) Ventrikelseptumdefekt

B) Fallot-Tetralogie

C) Präduktale Aortenisthmusstenose

D) Persistierender Ductus arteriosus 

E) Transposition der großen Arterien

Fach: Pädiatrie

Antwort: C

Kommentar: Ich glaube eher D weil exlipizit stand, dass Leistenpulse tastbar sind, wer sieht es auch so?!?

Jup sehe ich auch so. → Es gibt aber offensichtlich eine Differenzialzyanose zwischen oberer und unterer Extremität, also wird es eine Aorthenisthmusstenose sein. Das stimmt! guckt euch einfach den Amboss-Artikel an, da steht explizit bei der Aortenisthmusstenose “Differentialzyanose”, beim PDA nicht. Es ist ganz sicher C die präduktale Aortenisthmusstenose!!! 

Ok warum dann dieser bescheuerte Zusatz mit Leistenpulse, was ist deren Intention bitte???

Leistenpulse können bei der Aortenisthmusstenose schon tastbar sein, meine, das wäre in der VL erwähnt worden, dass sie evtl “vermindert tastbar” sind, aber nicht “auf jeden Fall fehlen”... deswegen bin ich wegen der Sättigungsdifferenz auch für die Stenose gegangen, weil das bei Amboss explizit stand

Bin auch für D

bei einem persistierenden DA hat man einen links rechts shunt, es kommt also nicht zu einer Zyanose, es sei denn es ist gleichzeitig eine pulmonale Hypertonie vorhanden. Aber bei Aortenisthmusstenose immernoch pulse tastbar, daher C

Antwort D steckt doch auch in C wenn von einer PRÄDUKTALEN aortenisthmusstenose gesprochen wird^^

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Jennifer G.

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