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III Grundlagen des Personalmanagements

MM
by Marceline M.

Kritik Assessment-Center

  1. Subjektivität: Ein großer Nachteil von Assessment-Centern ist ihre Subjektivität. Die Beurteilung der Verhaltensweisen und Fähigkeiten der Bewerber hängt stark von den persönlichen Eindrücken und Meinungen der Beobachter ab, was zu unterschiedlichen Beurteilungen führen kann.

  2. Künstlichkeit: Die Situationen und Aufgaben, die in einem Assessment-Center verwendet werden, sind oft sehr künstlich und haben keine direkte Beziehung zur tatsächlichen Arbeit des Bewerbers. Dies kann dazu führen, dass die Bewerber sich unwohl fühlen und nicht so gut abschneiden wie in einer realen beruflichen Situation.

  3. Starke Beanspruchung der Bewerber: Assessment-Center sind oft sehr anspruchsvoll für die Bewerber. Sie werden oft über mehrere Tage hinweg beobachtet und müssen sich in verschiedenen Situationen beweisen. Dies kann zu einer hohen Belastung der Bewerber führen und möglicherweise dazu führen, dass sie ihr Potenzial nicht vollständig ausschöpfen können.

  4. Selektivität: Manchmal kann es sein, dass Assessment-Center nur bestimmte Bewerber bevorzugen, die bestimmte Eigenschaften oder Erfahrungen haben. Dies kann dazu führen, dass andere Bewerber, die möglicherweise auch qualifiziert sind, nicht berücksichtigt werden.

  5. Kostenaufwand: Assessment-Center sind oft sehr teuer und aufwändig für Unternehmen. Sie erfordern die Anmietung eines geeigneten Raums, die Vorbereitung der Aufgaben und die Anwesenheit mehrerer Beobachter über mehrere Tage hinweg. Dies kann sich negativ auf das Budget des Unternehmens auswirken.


Personalbeurteilung Grenzen, Probleme und Fehlerquellen der Beurteilung

  • situative Störfaktoren

    —> wie z.B. gesundheitliche Probleme, Scheidung usw. die die Leistung beeinflussen, sodass der Kanidat nicht seine eigentliche Leistung erbringen kann

  • bewusste Verfälschung

    —> wie z.B. bewusst eine bessere Beurteilung für bestimmte Mitarbeiter, damit dieser besser abschneidet

  • Vorurteile über Personen oder Gruppen

    —> wie z.B. wenn die Führungskraft denkt, dass junger Mitarbeiter aufgrund von mangelnder Erfahrungen Tätigkeiten nicht so gut ausführen kann oder wenn Frauen bestimmte Fähigkeiten abgeschrieben werden

  • Maßstabsanwendung

    • Tendenz zur Mitte

      in der empirischen Sozialforschung die Tendenz von Befragten, bei mehrstufigen Skalen (z. B. Likert-Skalen) eher die mittleren Skalenpunkte auszuwählen als die Extrema.

    • Strenge- oder Mildefehler

      Der Beobachter neigt dazu, erwünschten Verhaltensweisen beim Zu- und Beobachtenden mehr Gewicht zu geben und ignoriert unerwünschtes Verhalten.

      Dieser Beurteilungsfehler steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Anspruchsniveau der beurteilenden Führungskraft. Dabei neigt der eine zu einer durchweg zu milden Beurteilung (Ursache kann Angst sein), während ein anderer zu unangemessener Strenge bei der Einschätzung neigt (Ursache kann u. U. ein eigenes hohes Leistungsniveau sein, aus dem die Meßlatte für alle anderen erwächst - besonders ausgeprägt bei exzellenten Fachkräften, die befördert werden).

    • Reueeffekt

    • Beurteiler macht sich selbst zum Maßstab

  • Wahrnehmungsverzerrungen

    • Überlagerungseffekt (HALO-Effekt)

      Heiligenschein, systematischer Fehler der Personenbeurteilung (Urteilsfehler), bei dem ein einzelnes Merkmal einer Person so dominant wirkt, daß andere Merkmale in der Beurteilung dieser Person sehr stark in den Hintergrund gedrängt bzw. gar nicht mehr berücksichtigt werden.

    • zeitliche Verzerrungen

      Wenn man immer konstant eine gute Arbeit abliefert, aber dann kurz vor einer Beurteilung einen Fehler macht, der anschließend berücksichtigt wird bei der Personalbeurteilung, weil dieser kürzlich erfolgt ist und somit noch frisch in den Köpfen der Beurteilenden ist.

    • intensivere Beobachtung ausgewählter Mitarbeiter

      Nicht alle Mitarbeiter werden gleich intensiv beobachtet, da es Mitarbeiter gibt, welche besonders auffallen, da sie beispielsweise polarisieren.

  • begrenzte Informationsverarbeitungskapazität des Menschen

    Man kann Dinge vergssen oder sich nicht ganz an die Leistungen von Mitarbeitern erinnern.


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Marceline M.

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