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by Tom A.

Nenne die Kurz-Definitionen der Vera-Stufen zur Analyse von Produktionstätigkeiten (5 Ebenen)

Ebene 1: Sensumotorische Regulation

  • Stufe 1: Für den Entwurf der zu regulierenden Abfolge von Arbeitsbewegungen bedarf es keiner bewussten Planung, obwohl mitunter ein anderes Werkzeug verwendet werden muss.

  • Stufe 1R: Für den Entwurf der zu regulierenden Abfolge von Arbeitsbewegungen bedarf es keiner bewussten Planung. Es werden stets die gleichen Werkzeuge verwendet.

Ebene 2: Handlungsplanung

  • Stufe 2: Die Abfolge der Arbeitsschritte muss vorab geplant werden, die Planung reicht jedoch bis hin zum Arbeitsergebnis.

  • Stufe 2R: Die Abfolge der Arbeitsschritte ist festgelegt. Sie ist jedoch immer wieder so unterschiedlich, dass sie vorab gedanklich vergegenwärtigt werden muss.

Ebene 3: Teilzielplanung

  • Stufe 3: Es kann vorab nur eine grob bestimmte Abfolge von Teiltätigkeiten geplant werden. Jede Tätigkeit erfordert eine eigene Planung (im Sinne der Stufe 2). Nach Abschluss einer Teiltätigkeit muss erneut das weitere Vorgehen durchdacht werden.

  • Stufe 3R: Vorab liegt eine Abfolge von Teiltätigkeiten fest. Jede Teiltätigkeit erfordert eine eigene Planung.

Ebene 4: Koordination mehrerer Handlungsbereiche

  • Stufe 4: Mehrere Teilzielplanungen (im Sinne der Stufe 3) von sich gegenseitig bedingenden Teilen des Arbeitsprozesses sind miteinander zu koordinieren.

  • Stufe 4R: Zwar ist nur eine Teilzielplanung erforderlich, hierbei sind jedoch Bedingungen für andere (nicht selbst zu leistende) Teilzielplanungen zu beachten.

Ebene 5: Erschließung neuer Handlungsbereiche

  • Stufe 5: Neu einzuführende, ineinandergreifende Arbeitsprozesse, ihre Koordination und materiellen Bedingungen sind zu planen.

  • Stufe 5R: Wie Stufe 5. Die neuen Arbeitsprozesse sind Ergänzungen zu bestehenden Arbeitsprozessen, welche möglichst wenig verändert werden sollen.


Beschreibe den Ablauf einer Arbeitsanalyse (9)

  1. Festlegung der Untersuchungsziele

    • Klärung von Untersuchungsanliegen und -zielen mit jeweiligem Auftraggeber

    • Überblick über die Gesamtorganisation und Untersuchungseinheit verschaffen (z. B. Abteilung oder Produktionseinheit)

    • Überblick über Arbeitstätigkeiten im zu untersuchenden Bereich verschaffen

  2. Auswahl und Anpassung der Erhebungsinstrumente

    • Bestimmung ausgewählter Analysemethoden und -instrumente zur Arbeitsanalyse (z. B. Fragebogen oder Beobachtungsverfahren)

    • Anpassung der Analyseinstrumente an Untersuchungskontext bzw. Schulung der Untersucher

  3. Durchführung der Arbeitsanalyse

    • Durchführung einer psychologischen Aufgaben- und Tätigkeitsanalyse (z. B. zur Ermittlung des Material- oder Informationsflusses, Behinderung im Arbeitsprozess, Aufdeckung von Schwachstellen, etc.)

  4. Auswertung der gewonnenen Daten

    • Erhobene Daten werden ausgewertet, die Ergebnisse werden dokumentiert und grafisch aufbereitet

  5. Rückmeldung der Ergebnisse an die Organisation

    • Rückmeldung der Ergebnisse an die Auftraggeber bzw. an betroffene Mitarbeiter evtl. unter Einbezug der Verantwortlichen (z. B. Management)

    • Diskussion der Ergebnisse

  6. Ableitung von Gestaltungsmaßnahmen für die Organisation

    • Entwicklung von betrieblichen Gestaltungsmaßnahmen auf Grundlage der gewonnenen Ergebnisse und idealerweise Zusammenarbeit mit den betrieblichen Instanzen, die diese später umsetzen wollen

    • Schriftliche Fixierung der Maßnahmen, um deren Umsetzung sicherzustellen

  7. Einführung und Umsetzung der Gestaltungsmaßnahmen in die Organisation

    • Entwickelte Gestaltungsmaßnahmen werden in die Organisationseinheit/en eingeführt und umgesetzt

  8. Evaluation der Gestaltungsmaßnahmen

    • Evaluation der Arbeitsgestaltungsmaßnahmen nach deren Einführung; dies kann durch eine erneute Arbeitsanalyse geschehen


Erkläre kurz die Historische Entwicklung der Gruppenarbeit

  • Hawthorne-Studien (1930)

  • Tavistock Studien (1950)

  • Programme zur Humanisierung der Arbeit (1970)

  • Qualitätszirkel (1980)

  • MIT-Studie (1990)


Hawthorne-Studien (1930)

  • Untersuchte die Auswirkungen von Arbeitsbedingungen auf die Arbeitsleistung in einer Elektrofabrik

    -> Arbeitsleistung wird durch Faktoren wie sozialer Interaktion und persönlichen Einstellungen beeinflusst und nicht nur durch Arbeitsbedingungen

Tavistock Studien (1950)

  • Untersuchte die Auswirkungen von Gruppendynamiken und Teamarbeit auf die Arbeitsleistung und Gesundheit der Mitarbeitenden

    -> Teamarbeit trägt positiv zur Arbeitsleistung und Gesundheit der Mitarbeitenden bei, wenn bestimmte Faktoren, wie eine positive Arbeitsatmosphäre und effektive Führung vorhanden sind

Programme zur Humanisierung der Arbeit (PHP) (1970)

  • Verbessert die Arbeitsbedingungen und steigert die Arbeitsleistung

    -> Wenn Arbeitsbedingungen verbessert werden, führt das zu einer höheren Arbeitsleistung und -zufriedenheit

Qualitätszirkel (1980)

  • Gruppen von Mitarbeitenden, die sich regelmäßig treffen, um gemeinsam an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitsleistung zu arbeiten

    -> Mitarbeitende werden aktiv in die Verbesserung mit einbezogen, um höhere Motivation und Zufriedenheit zu erreichen

MIT-Studie (1990)

  • Untersuchte die Auswirkungen neuer Technologie und Automatisierung auf die Arbeitsbedingungen und Arbeitsleistung

    → positive Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und Arbeitsleistung, wenn es eine Schulung und sinnvolle Integration in den Arbeitsprozess gibt


Aus welchen Systemen besteht das Allgemeine Rahmenmodell der menschlichen Informationsverarbeitung? (5)


Erkläre das Modell anhand eines Beispiels, wie eine Person einen Text liest und das Gelesene versteht.

  • Sensorisches System (Rezeptorsystem)

    -> Informationsaufnahme aus der Umwelt, Weiterleitung an den zentralen Prozessor

  • zentraler Prozessor

    -> Informationskodierung, -verarbeitung und -weiterleitung

  • Gedächtnis -> Speicherung von Informationen

    • Kurzzeitgedächtnis

    • Langzeitgedächtnis

  • Antwortgenerator (Effektorsystem)

    • Ausführung von Verhalten und Handlungen auf Grundlage der verarbeiteten Informationen

Beispiel: Person liest einen Text und versteht das gelesene

  1. Sensorisches System: Die Augen nehmen visuelle Informationen aus dem Text auf.

  2. Zentraler Prozessor: Das Gehirn verarbeitet die visuellen Informationen, indem es Buchstaben zu Wörtern und Wörter zu Sätzen zusammenfügt, die Bedeutung des Textes analysiert und mit vorhandenem Wissen verknüpft.

  3. Kurzzeitgedächtnis: Die verarbeiteten Informationen werden im Kurzzeitgedächtnis gespeichert, um sie während des Lesens im Gedächtnis zu behalten.

  4. Langzeitgedächtnis: Bei bedeutungsvollen Informationen können Verknüpfungen im Langzeitgedächtnis gebildet werden, um langfristige Speicherung und spätere Abrufbarkeit zu ermöglichen.

  5. Antwortgenerator: Auf Grundlage der verarbeiteten Informationen kann die Person eine Antwort, ein Urteil oder eine Handlung formulieren oder ausführen, wie z. B. das Beantworten von Fragen zum Textinhalt oder das Weiterdenken über das Gelesene.


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Tom A.

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