Was besagen die Aufzugsrichtlinie und die DIN 81-20 zu den Definitionen von Aufzügen in Bezug auf die Antriebsart
Aufzugsrichtlinie:
keine Einschränkung der Antriebsart
nur grundlegende Sicherheitsanforderungen je nach Antriebsart
DIN EN 81-20:
behandelt Treibscheiben- Trommel- Ketten- und hydraulische Antriebe
schließt unter anderem Zahnradbahnen und Baustellenaufzüge (Zahnstange) aus
Wie ist die Definition eines Trommelaufzugs und Kettenaufzugs nach EN 81-20?
Aufzug, der nicht durch Reibung, sondern direkt mittels Trommel und Seilen oder Kettenrätern+Ketten angetrieben wird
Was für technische Anforderungen stellt die 81-20 an Trommel- und Kettenaufzüge?
min. 50cm geführte Fahrwegsfreiheit bevor die oberen Puffer wirken
Bei Ausgleichsgewichten müssen bei maximaler Auslenkung noch mindestens 30cm zusätzlicher geführter Fahrweg zur Verfügung stehen
Was sind die technischen Anforderungen an Lastenaufzüge nach DIN 81-20?
Bei Treibscheiben- Trommel- und Kettenaufzügen muss die Dimensionierung der wesentlichen Bauteile auf die Nennlast+Beladeeinrichtung (zB. Ameise) ausgelegt sein.
Wie hoch muss das Verhältnis von Treibscheiben-/Trommeldurchmesser zu Seildurchmesser mindestens sein laut DIN EN 81-20?
Trommel muss das 40-fache des Durchmessers des Seils messen.
Wie hoch muss der Sicherheitsfaktor von Tragmitteln mindestens sein?
min. 12-fach bei Trommel und Hydraulik mit Seilen
Was gibt die DIN 81-20 für die Befestigung der Seile an Trommeln vor?
Keilklemmen oder mindestens zwei Klemmen
Anforderungen der DIN 81-20 zum Aufwickeln von Seilen auf Trommeln? (5)
Schraubenförmige Rillen entsprechend der zu verwendenden Seile
Bei maximaler Auslenkung des Fahrkorbs muss noch min. 1,5 Windungen auf der Trommel verbleiben
nur eine Lage Seil pro Trommel
nicht mehr als 4Grad Schrägzug der Rillenebenen
Schlaffseilerkennung die das Triebwerk stillsetzt
Trommel und Kettenaufzüge müssen Puffer auf dem Fahrkorb zum Schutz am oberen Ende der Fahrbahn haben. (keine Frage)
DIN EN-81-20
Allgemeine Bestimmungen an Trommel- und Kettenaufzüge? (Geschwindigkeit, Gewichte)
Geschwindigkeit nicht über 0,63m/s
keine Gegengewichte, höchstens Ausgleichsgewichte
Wie müssen die Notendschalter bei Trommel und Kettenaufzügen geartet sein?
Getrennte Betätigungseinheiten für Betriebsendschalter und Notendschalter
Betätigung durch Einrichtung am Triebwerk oder
Betätigung am oberen Ende des Schachts durch Fahrkorb und Ausgleichsgewicht oder
Betätigung am oberen & Unteren Ende des Schachts durch den Fahrkorb wenn es kein Ausgleichsgewicht gibt
Nenne weitere Antriebsarten im Sinne der Maschinenrichtlinie
Treppenschrägaufzüge
Zahnstangenantriebe
Traktionsantrieb
Seil-Kugelantrieb
vertikale Plattformaufzüge
Zahnstangenantrieb
Drahtseile, Ketten
Spindel und Mutter
Spindeln
Traktion zwischen Rädern und Führungsschiene
Plattformaufzüge müssen mit einer Fangvorrichtung ausgerüstet sein, außer wenn die Plattform durch eine selbsthemmende Drehspindel oder -mutter in Kombination mit einer Sicherheitsmutter angetrieben wird
(keine Frage)
Wie sind die Getriebeantriebe von Plattformaufzügen auszuführen? (Maschinenrichtlinie)
Auslegung der Sicherheitsfaktoren über die gesamte Lebensdauer des Aufzugs
Wenn die Antriebselemente nicht ein Teil mit der Welle sind müssen sie befestigt sein durch:
Nutenkeil
Keilverzahnung
Kreuzzapfen
Getriebe müssen vollständig umschlossen sein
Gegen welche Formen der unkontrollierten Bewegung müssen Aufzüge mit Spindelantrieb gesichert sein und mit welchen Maßnahmen muss dies umgesetzt werden?
Freier Fall
durch eine Sicherheitsmutter
Abwärtsbewegung mit Übergeschwindigkeit:
Sicherheitshalteeinrichtung mit Geschwindigkeitsbegrenzer
ODER selbsthemmendes Spindel-System
Andere Einrichtungen und Kombinationen dürfen verwendet werden wenn sie den gleichen Sicherheitsgrat erreichen
Wie hoch darf der Reibungskoeffizient bei einem selbsthemmenden Spindelantrieb sein
0,06
Welche Funktionen erfüllt die Sicherheitsmutter eines Spindelantriebs?
Sie trägt den Fahrkorb und seine Last im Falle dass die Antriebsmutter versagt und betätigt in diesem Fall eine elektrische Einrichtung, die den Antrieb und die Bremse von der Energie trennt.
Was gibt es für technische Anforderungen an Spindelantriebe? (12)
müssen direkt wirken
bei mehreren Spindeln müssen auf Unausgeglichenheiten Rücksicht genommen werden
bei über 1% Neigung muss der Aufzug angehalten werden
keine Ausgleichsgewichte
bei mehrteiligen Spindelsäulen müssen Formschlüssige mechanische Einrichtungen ein Lösen der Segmente verhindern
Segmente müssen genau angeordnet werden damit die Mutter nicht beschädigt wird
Bei Zugbeanspruchung: Sicherheitsfaktor 5+
Bei Druckbeanspruchung: Sicherheitsfaktor 3+ gegen Knickung
weichere Mutter als Spindel
Mutter muss auf Verschleiß inspiziert werden können
Auslegung der Mutter: Sicherheitsfaktor 5+ bei maximalem Verschleiß+max. Drehmoment+max. Last
Sicherheitsmutter: Sicherheitsfaktor 5+ bei Kräften während Versagen der Mutter
Was sind die Anforderungen an Zahnstangenantriebe nach DIN 12159 (8)
min. 1 Triebwerk pro Aufzug
Formschlüssige Verbindung zwischen Antriebselementen
Bewegung des Fahrkorbs bei Normalbetrieb nur durch Motorkraft
Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Belastungsfällen unter 15% der Nenngeschw.
Sicherheitsabstand von ü 0,5m zwischen Antrieb und anderen Teilen
Antriebssystem muss feste Schutzeinrichtung gegen Verschmutzung haben
Schutz gegen Verschmutzung bei Aufhängungselementen
Inspektions- und Instandhaltungsfähigkeit von Aufhängungselementen
Zahnstangenantriebe müssen Modul 4 oder 6 sein und wenn sich mehrere ZahnRÄder im Eingriff befinden muss eine Lastenverteilung stattfinden oder die einzelnen Zahnräder müssen stabil genug ausgelegt sein
nach DIN 12159
Zahnräder müssen mindestens 2/3 Modulkontaktfläche im Eingriff haben und max. 1/3 des Moduls außerhalb des korrekten Zahneingriffs abseits stehen
Zahnräder müssen auf 90% der Eingriffsbreite greifen
Auch wenn eine Antriebsart für einen Aufzug nicht in einer bestimmten Norm gelistet ist, heißt das nicht, dass man diese Antriebsart nicht verwenden darf! - Eine Begutachtung durch eine notifizierte Stelle mit einem Zertifikat für die Antriebslösung ist für die Markteinführung erleichternd und hilfreich
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