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Makroökonomie

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by Tobias R.

SEHR WICHTIG!

(Erklärung siehe weit unten)

  • Wenn G > T, verschuldet sich der Staat → weniger Kapital für Unternehmen → Crowding-out.

Haushalte

  • erhalten von den Unternehmen Bruttoeinkommen (Y) (z. B. Löhne, Gewinne, Zinsen).

  • zahlen davon Steuern (T) an den Staat → bleiben Nettoeinkommen (Y − T).

  • sie konsumieren (C) einen Teil und sparen (Sₚᵣᵢᵥ) den Rest.

Das private Ersparnis (Sₚᵣᵢᵥ) fließt in das Bankensystem bzw. den Kapitalmarkt.

Unternehmen

  • erhalten Geld durch Konsumausgaben (C) der Haushalte, Investitionen (I) (über den Kapitalmarkt finanziert) und Staatsausgaben (G).

  • stellen Güter her und zahlen Einkommen (Y) an Haushalte zurück.

Staat

  • erhebt Steuern (T).

  • tätigt Staatsausgaben (G) (z. B. für Infrastruktur, Löhne, Bildung).

  • ergibt sich ein:

    • Budgetüberschuss (+), wenn T > G, oder

    • Budgetdefizit (–), wenn T < G.

    Ein Budgetdefizit bedeutet: der Staat leiht sich Geld, um seine Ausgaben zu finanzieren.

Kapitalmarkt / Bankensystem

  • sammelt das private Ersparnis (Sₚᵣᵢᵥ) der Haushalte.

  • finanziert damit:

    • Investitionen (I) der Unternehmen, und/oder

    • Staatsverschuldung (G – T), wenn der Staat ein Defizit hat.

    —————————————————————————————

    💰 3. Staatliche und private Ersparnis

Die Gesamtersparnis einer Volkswirtschaft lässt sich darstellen als:

S{ges} = S{priv} + (T - G)

  • Wenn T > G, spart der Staat → mehr Geld für Investitionen frei.

  • Wenn G > T, verschuldet sich der Staat → weniger Kapital für Unternehmen → Crowding-out.

Was sind die 4 wesentlichen Schwachpunkte des BIP?

(Siehe unten)

1.Schwarzarbeit

➡️ Das BIP erfasst nur offiziell gemeldete wirtschaftliche Aktivitäten.

Arbeiten, die ohne Anmeldung oder Steuerzahlung stattfinden (z. B. Schwarzarbeit, Nachbarschaftshilfe), werden nicht gezählt.

→ Dadurch wird die wahre Wirtschaftsleistung unterschätzt, besonders in Branchen mit viel informeller Arbeit (z. B. Bau, Gastronomie).

2. Externe Effekte

➡️ Das BIP berücksichtigt keine positiven oder negativen Begleitwirkungen der Produktion, z. B. Umweltverschmutzung, Lärm oder Bildungseffekte.

→ Negative externe Effekte (z. B. Schadstoffausstoß) können das BIP künstlich erhöhen, obwohl sie Wohlstand mindern.

→ Positive Effekte (z. B. Wissensaustausch) bleiben unberücksichtigt.

3. Preise, Güter und Dienstleistungen über längere Zeit schwer vergleichbar

➡️ Das BIP vergleicht Werte in Geld, doch Preise ändern sich, und neue Produkte entstehen.

Ein Smartphone heute ist nicht mit einem Telefon von 1990 vergleichbar.

→ Daher sind zeitliche Vergleiche des BIP oft ungenau, weil Qualitätsänderungen und Preisniveaus schwer korrekt anzupassen sind (→ real vs. nominales BIP).

4. Konsum ist nicht alles – Nutzensteigerung nicht nur durch BIP steigerbar

➡️ Das BIP misst materielle Produktion und Konsum, aber nicht alle Quellen des Wohlstands (z. B. Freizeit, Gesundheit, Bildung, soziale Beziehungen).

→ Eine Gesellschaft kann wohlhabender und zufriedener werden, ohne dass das BIP wächst.

→ Das BIP ist also kein vollständiges Maß für Lebensqualität oder Nutzen.

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Tobias R.

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