Buffl

Fernerkundung

SO
by Stina O.

Fragen am Ende der VL 1.1

  1. Wie verändert sich die Emission elektromagnetischer Strahlung mit der Temperatur?

  2. In welchen Wellenlängen liegen die Emissionsspitzen der Sonne und der Erde?

  3. Wie beeinflusst die Atmosphäre die einfallende Sonnenstrahlung?

  4. Was sind die wichtigsten spektralen Eigenschaften und räumlichen Auflösungen von Landsat-8, AVHRR, MODIS und Sentinel-2? (siehe Tab.)

  5. Warum eignen sich Landsat‑7, Landsat‑8, ASTER, MODIS und Sentinel‑2 besonders gut zur Beobachtung von Vegetation?


—> Je heißer, desto mehr Strahlung insgesamt (Stefan-Boltzmann-Gesetz: F=εσT^4) und desto „kurzwelliger“ —> vom Infrarot Richtung sichtbares Licht (Wien'sche Verschiebungsgesetz).



—> Sonne: Oberflächentemperatuur: 6.000K; emitiert kurzwellige Strahlung mit einem Maximum im sichtbaren Bereich (VIS) (ca. 0.4-0.7 µm).

—> Erde: Oberflächentemperatur: 300 K (ca. 27°C); emitiert langwellige Strahlung mit einem Maximum im thermische Infrarot (TIR) (ca. 10 µm).

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Die Atmosphäre absorbiert, streut und reflektiert Teile der Sonnenstrahlung:

  • Absorption:

    • Durch Gase wie Ozon (O₃), Wasserdampf (H₂O) und Kohlendioxid (CO₂) in bestimmten Wellenlängenbereichen.

  • Streuung:

    • Rayleigh-Streuung (an Luftmolekülen) betrifft kurze Wellenlängen → der Himmel erscheint blau.

    • Mie-Streuung (an Aerosolen, Staub) wirkt auf längere Wellenlängen gleichmäßiger.

  • Reflexion:

    • Durch Wolken und die Erdoberfläche (Albedo-Effekt).


Welche Wellenlängen lässt die Atmosphäre durch?

Atmosphärische Transmission = Fenster

Das Transmissionsfenster (hellblaue Fläche) zeigt, welche Wellenlängen die Atmosphäre durchlassen:

  • Sichtbarer Bereich (VIS): 0,4–0,7 µm ✓ gut durchlässig

  • Nahes Infrarot (NIR): 0,7–1,3 µm ✓ gut durchlässig

  • Kurzwelliges Infrarot (SWIR): 1,3–3 µm ✓ teilweise durchlässig

  • Mittleres Infrarot (MIR): 3–5 µm ✗ starke Absorption

  • Thermales Infrarot (TIR): 8–14 µm ✓ gut durchlässig

  • Mikrowellen (MW): > 0,5 cm ✓ sehr gut durchlässig

Die schwarzen Bereiche zeigen, wo die Atmosphäre fast vollständig absorbiert (Wasserdampf, CO₂, Ozon).

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Die Sensorbänder liegen gezielt dort, wo Vegetation wichtige spektrale Merkmale hat (Blau, Rot, NIR, SWIR) und wo die Atmosphäre relativ transparent ist – genau deshalb sind diese Satelliten besonders gut für das Vegetationsmonitoring geeignet

—> (Blau, Rot, NIR, SWIR) + Atmosphärische Fenster

Elektromagnetische Strahlung

Folie 1:

Was sind die Hauptbereiche?


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Für mich zum Verständnis:


Wie stehen elektromagnetische Strahlung und Fernerkundung im Zusammenhang?


Was beeinflusst elektromagnetsiche Strahlung, bezogen auf das Objekt?


Woran wird sie definiert?


Hauptbereiche des elektromagnetischen Spektrums sind…

  • Gamma- und Röntgenstrahlung

  • Ultraviolett (UV): Liegt knapp unterhalb des sichtbaren Bereichs, nur selten für Fernerkundung verwendet.

In Fernerkundung genutzt werden…

  • VIS-Bereich nimmt menschliche Auge als Licht wahr, typischerweise etwa von 0,4 bis 0,7 µm (also ca. 400–700 nm).

    Wichtig für optische Sensoren, klassische Luft- und Satellitenbilder.

    —> Sturmschäden/Kahlflächen

  • Infrarot: Unterteilt in nahes (NIR), mittleres (MIR) und thermisches Infrarot (TIR).

    Wird häufig für Vegetationsanalysen, Temperaturmessungen und Wasserhaushaltsstudien benutzt.

    —> gesund vs. gestresst oder “dicht vs licht”

  • MW-Bereich = Mikrowellen: Wird in der Radar-Fernerkundung und für aktive Systeme verwendet (z.B. Bodenfeuchte-Messungen).

    —> Kartierung trotz Wolken (und unabhängig von Sonnenlicht)

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Wie stehen elektromagnetische Strahlung und Fernerkundung im Zusammenhang?

Das Ziel der Fernerkundung besteht darin, zu verstehen, wie EM-Energie mit der Oberfläche interagiert, um aus den Bildern besser relevante Informationen extrahieren zu können.


Was beeinflusst elektromagnetsiche Strahlung?

  1. chemische

  2. physikalische

  3. biologischen

    ….Eigenschaften des Objekts.

    Beispiele: Pigmentstatus der Blätter wirkt sich auf die blauen und roten Bereiche des VIS-Spektrums aus.

    Wassergehalt beeinflustt die kurzwelligen Infrarot- (SWIR) und thermischen Infrarotbereiche (TIR).


Woran wird sie definiert, anhand:

  • Wellenlänge oder

  • Frequenz



Elektromagnetische Strahlung

Folie 2:


Wie verändert sich die Emission elektromagnetischer Strahlung mit der Temperatur? (Stefan-Boltzmann-Gesetz und Wien'sches Verschiebungsgesetz)


> Je heißer, desto mehr Strahlung insgesamt (Stefan-Boltzmann-Gesetz: F=εσT^4) und desto „kurzwelliger“ —> vom Infrarot Richtung sichtbares Licht (Wien'sche Verschiebungsgesetz).


Stefan-Boltzmann-Gesetz

= Strahlung nimmt mit steigender Temp. zu

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz beschreibt die Abhängigkeit der Strahlungsemission von der Temperatur eines Körpers.

Die Formel lautet:

F=εσT^4

Dabei ist:

  • F die emittierte Strahlungsenergie (Strahlungsflussdichte)

  • ε (Epsilon) die Emissivität des Körpers (für einen idealen schwarzen Körper gilt ε = 1)

  • σ (Sigma) die Stefan-Boltzmann-Konstante mit dem Wert 5.67×10^-8

  • T die absolute Temperatur in Kelvin

Dieses Gesetz zeigt, dass die Strahlungsleistung proportional zur vierten Potenz der Temperatur ist - eine kleine Temperaturerhöhung führt also zu einer erheblichen Zunahme der emittierten Strahlung.


Wien'sches Verschiebungsgesetz

Das Diagramm auf der rechten Seite illustriert das Wien'sche Verschiebungsgesetz, welches beschreibt, wie sich die Wellenlänge der maximalen Strahlungsemission mit der Temperatur verändert.

Je heißer ein Körper ist, desto kürzer ist die Wellenlänge, bei der die maximale Strahlung emittiert wird.

Die Kurven zeigen die spektrale Verteilung der Strahlung für verschiedene Temperaturen (300 K bis 6000 K):


Sonnenstrahlung (ca. 6000 K)

Die Sonne, mit einer Oberflächentemperatur von etwa 6000 K, emittiert kurzwellige Strahlung mit einem Maximum im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums (ca. 0.4-0.7 µm).


Erdstrahlung (ca. 300 K)

Die Erde hat eine durchschnittliche Oberflächentemperatur von etwa 300 K (ca. 27°C). Bei dieser viel niedrigeren Temperatur emittiert die Erde langwellige Strahlung mit einem Maximum bei etwa 10 µm. Dieser Bereich liegt im thermischen Infrarot (TIR), weit außerhalb des für uns sichtbaren Spektrums.


Bedeutung für die optische Fernerkundung

Diese physikalischen Prinzipien sind fundamental für die Fernerkundung:

Passive optische Sensoren nutzen das von der Sonne reflektierte Licht im sichtbaren und nahen Infrarotbereich. Sie können nur tagsüber bei ausreichender Sonneneinstrahlung arbeiten und erfassen hauptsächlich Oberflächeneigenschaften wie Vegetation, Bodentypen oder Wasserqualität.

Thermische Infrarotsensoren erfassen die von der Erde selbst emittierte langwellige Strahlung. Diese Sensoren können Tag und Nacht arbeiten, da sie nicht auf Sonnenlicht angewiesen sind, und liefern Informationen über die Oberflächentemperatur.

Elektromagnetische Stahlung:

Folie 6:


Wie beeinflusst die Atmosphäre die einfallende Sonnenstrahlung?


Welche Wellenlängen lässt die Atmosphäre durch?


Was messen Optische Sensoren, Thermale Sensoren und Radar?



—> Ein Teil des Sonnenlichts wird an Luftteilchen, Staub und Wolken zurückgeworfen oder in viele Richtungen gestreut.

Deshalb kommt am Boden weniger Licht direkt von der Sonne an, dafür mehr diffuse Strahlung.


—-> Ein anderer Teil wird von Gasen wie Wasserdampf, CO₂ und Ozon aufgenommen und geht dadurch verloren.


Atmosphärische Transmission = Fenster

Das Transmissionsfenster (hellblaue Fläche) zeigt, welche Wellenlängen die Atmosphäre durchlassen:

  • Sichtbarer Bereich (VIS): 0,4–0,7 µm gut durchlässig

  • Nahes Infrarot (NIR): 0,7–1,3 µm gut durchlässig

  • Kurzwelliges Infrarot (SWIR): 1,3–3 µm teilweise durchlässig

  • Mittleres Infrarot (MIR): 3–5 µm starke Absorption

  • Thermales Infrarot (TIR): 8–14 µm gut durchlässig

  • Mikrowellen (MW): > 0,5 cm sehr gut durchlässig

Die schwarzen Bereiche zeigen, wo die Atmosphäre fast vollständig absorbiert (Wasserdampf, CO₂, Ozon).


  1. Optische Sensoren (Optical scanners):

    • Messen die reflektierte Sonnenstrahlung

    • Arbeiten in sichtbarem und nahinfrarotem Bereich

    • Funktionieren nur tagsüber

    • OLI

  2. Thermale Sensoren (Thermal scanners):

    • Messen die von der Erde emittierte Wärmestrahlung

    • Arbeiten im thermalen Infrarotbereich (8–14 µm)

    • Funktionieren Tag und Nacht

    • TIR

  3. Radar:

    • Arbeitet im Mikrowellenbereich

    • Durchdringt Wolken (Atmosphäre ist für MW transparent)

    • Aktiver Sensor (sendet selbst Strahlung aus)

    • SAR

Diese Kombination ermöglicht eine umfassende Erdbeobachtung in verschiedenen atmosphärischen Bedingungen!

!!!! Satelitten und Sensoren !!!

  • Satelitten:

Optische/thermische Systeme:

  1. Landsat-8 und -9

Optische Systeme:

  1. Sentinel-2-A

  2. Sentinel-2-B

  • Sensoren

Optische/thermische Systeme:

  1. AVHRR

  2. MODIS

  3. ASTER

Aktive Mikrowellen-Sensoren

Synthetic Aperture Radars (SAR)

Side looking airborne Radar (SLAR)

  • Satelitten: Landsat-7, Landsat-8 und Sentinel-2-A, Sentinel-2-B.

  • Sensoren: AVHRR, ASTER und MODIS → (auf Satelliten)

Aufgabe 3. Fernerkundung von Veränderungen der Vegetation, Landbedeckung und Waldbiomasse (15 Punkte)

Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Abholzung der tropischen Regenwälder im Amazonasgebiet in Brasilien zwischen 2015 und 2023 mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden kartieren und untersuchen.

 

(a) Vergleichen Sie zwei geeignete Ansätze, d.h. Satellitensysteme oder bestehende Erdbeobachtungspunkte, die Sie für Ihre Untersuchung verwenden könnten, indem Sie die untenstehende Tabelle ausfüllen. (12)


Ansatz 1

Ansatz 2

Ansatz 3

Ansatz 4

Ansatz 5

Satelittensensor oder Fernerkundungsprodukt

Satelit: Landsat 8 und 9

Sensor: OLI + TIRS (—> optisch + thermisch)

Satelitensensor: Sentinel-2-A und Sentinel 2-B

optische Systeme

Sensor: MODIS

auf zwei Satelitten:

Terra und Aqua

Sensor:

AVHRR

Sentinel‑1A und Sentinel‑1B (SAR)

Bereich des elektromagnetischen Spektrums, der für den Ansatz verwendet wird

OLI: misst reflektierte Sonnenstrahlung, in 9 Spektralbändern (Bänder 1–9)

—> optisch (VIS, NIR, SWIR)


TIRS: misst emittierte thermale (Wärme-)Strahlung, in 2 Spektralbändern (Bänder 10–11)

—> thermisch (TIR)

13 Spektralbänder

VIS, NIR, SWIR,

36 Spektralbänder


misst:

VIS

IR

TIR

NIR

Mikrowellen, C‑Band (≈5,5 cm Wellenlänge)

Abgeleitete spektrale Eigenschaft, biophysikalische Variable oder Vegetationseigenschaft

ableiten:


OLI: spektrale Eigenschaften (z. B. NDVI, NDWI) Vegetationseigenschaften (z.B. LAI)

Biophysikalische Variable

(z.B. Vitalität, Biomasse)


TIRS: spektrale Eigenschaften (z. B. LST)

Vegetationseigenschaften (z.B. Evapotranspiration)

Biophysikalische Variable

(z.B. Wasser- & Hitzestress)

spektrale Eigenschaften (z. B. NDVI, EVI, NBR) Vegetationseigenschaften (z.B. LAI)

Biophysikalische Variable

(z.B. Vitalität, Biomasse)

spektrale Eigenschaften (z. B. NDVI, EVI, NBR) Vegetationseigenschaften (z.B. LAI)

Biophysikalische Variable

(z.B. Vitalität, Biomasse)

Wolken und Wolkenbedeckung (VIS & NIR)

Oberflächentemperaturen von Land und Meer bestimmen (TIR)

Vegetation und Landbedeckung analysieren (NIR & Rot-Bänder)

Eis und Schnee (IR & VIS)

Polarisation: VV+VH oder HH+HV


Vegetationstruktur

Oberflächenrauhigkeit

Bodenfeuchte

LAI

Räumliche Auflösung

OLI: 30 m

TIRS: 100 m

10 m → 4 Bänder,

20 m → 6 Bänder,

60 m → 3 Bänder

1 km (8-36 Bänder)

1,1 km

Azimuth: 5 m, Range: 20 m

Zeitliche Auflösung

16 Tage

5 Tage (bei Kombination von Sentinel‑2-A + 2-B)

1-2 Tage

1-2 Tage

12 Tage

Zeitliche Abdeckung

((1972))

Seit 2013 (Landsat 8), fortgeführt mit Landsat 9


Sentinel‑2A: seit 2015

Sentinel‑2B: seit 2017

Äquatorüberflug am Vormittag, seit 1999

Aqua: Äquatorüberflug am Nachmittag, seit 2002

seit 1978 auf dem Satelitten NOAA-POES

Sentinel‑1: seit 3. April 2014

Sentinel‑1: seit 25. April 2016

(b) Bewerten Sie anschließend für welchen Ansatz Sie sich für Ihre Untersuchung entscheiden würden. (3)

Problem im Amazonas: Regen und Wolkendecken —> weder Landsat 8/ 9 noch Sentinel-2-A/B dringen durch.

  • Sentinel‑2-A startet zwar erst 2015, hat aber höhere räumliche Auflösung (10 m) → kleine Abholzungsflächen lassen sich besser erkennen

  • Hohe zeitliche Wiederholrate (5 Tage) → schnelle Erkennung von Veränderungen

  • Geeignete Bänder für Vegetationsindices → NDVI, NBR sehr gut für Abholzungs-/ Brandrodungsmonitoring, red edge —> nützlich für Vegetationszustand/Stress

  • Landsat bietet zwar zusätzliche thermale Bänder (TIRS → LST), aber gröber (30–100 m) und langsamer (16 Tage)

Fazit: Sentinel‑2A/B ist für diese Aufgabe praktischer und genauer.

Optische/thermische Systeme


Satelitten


Landsat-8 und Landsat-9


Welche Sensoren besitzt Landsat?

Was ist der Bereich des elektromagnetischen Spektrums?

Was sind die wichtigsten spektralen Eigenschaften?

Wie ist dir räumliche Auflösung?

Landsat- 8 und 9 …besitzt zwei Sensoren:


OLI: Operational Land Imager

—> misst reflektierte Sonnenstrahlung in 9 Spektralbändern (Bänder 1-9) (—> optisch (VIS, NIR, SWIR))

—> spektrale Eigenschaften (z. B. NDVI, NDWI) sowie indirekt Vegetationseigenschaften

—> 30 m räumliche Auflösung


TIRS: Thermal Infrared Sensor

—> misst emittierte thermale (Wärme-) Strahlung in 2 Spektralbändern (Bänder 10–11) (—> thermisch (TIR))

—> Biophysikalische Variable (z. B. LST)

—> 100 m räumliche Auflösung.


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🌈 Was sind Spektralbänder?

Ein Spektralband ist ein bestimmter Bereich von Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums, den ein Satellitensensor misst.

👉 Stell dir das Licht wie einen Regenbogen vor – der Regenbogen besteht aus vielen Farben (= Wellenlängen). Ein Satellit „schneidet“ aus diesem Regenbogen bestimmte schmale Bereiche heraus und misst nur diese.

Diese Bereiche nennt man Spektralbänder (engl. spectral bands).

📷 Warum braucht ein Satellit mehrere Bänder?

Weil verschiedene Materialien (Wasser, Pflanzen, Schnee, Boden, Beton…) bei verschiedenen Wellenlängen unterschiedlich aussehen bzw. unterschiedlich reflektieren oder emittieren.

Beispiele:

  • Pflanzen reflektieren sehr stark im nahen Infrarot → Band 5 (Landsat OLI)

  • Wasser absorbiert stark im kurzen Infrarot → kaum Signal in Band 6

  • Wärmeabstrahlung liegt im thermischen Infrarot → TIRS-Band 10/11

🛰️ Beispiel mit Landsat 8 (OLI + TIRS)

Der Sensor hat 11 Spektralbänder, jedes mit einer bestimmten Aufgabe:

Band

Wellenlänge

Aufgabe

1–4

sichtbar

Farbe der Oberfläche, Atmosphäre

5

nahes IR

Vegetationsanalyse

6–7

kurzes IR

Bodenfeuchte, Gesteine

8

Pan-Band

Schärfe (15 m)

9

Cirrus

Wolkenfilter

10–11

thermisches IR

Temperaturmessungen


Fragen aus der VL 1.2

  1. Was sind die spektralen Signaturen verschiedener Oberflächenmaterialien?

  2. Welche Blatteigenschaften beeinflussen die spektrale Signatur von Vegetation?

  3. Wie man den NDVI berechnet und interpretiert.,


Verschiedene Landoberflächen haben eine typische Verteilung in spektralen Bändern:

  • Vegetation hat eine hohe Reflexion im nahen Infrarot (NIR) und eine geringe Reflexion in den roten Spektralbändern (Chlorophyll).

  • Böden NIR und roter Bereich moderate bis hohe Reflexion.

  • Die Reflexion von Böden im roten und im NIR‑Bereich ist stark korreliert (Bodenlinie):

    • Wenn ein Boden im roten Band hell ist, ist er im NIR fast immer auch hell. Wenn er im roten Band dunkel ist, ist er im NIR fast immer auch dunkel.

    • So kann man Boden von Vegetation trennen. Wird für NDVI genutzt.

  • Wasser: Reflektiert vor allem im sichtbaren Bereich (klares Wasser besonders im Blau). Sehr geringe Reflexion im NIR und darüber hinaus (starke Absorption).

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Die Reflexion ist abhängig von…

  • Wellenlänge

  • Oberflächenmaterial, chemische Zusammensetzung

  • Zustand: Rauigkeit und Feuchtegehalt

Typische spektrale Signatur von Vegetation

  • Sichtbares Licht (0,4–0,7 µm): Chlorophyll

    • Blau + Rot: starke Absorption durch Chlorophyll → geringe Reflektanz.

    • Grün: weniger Absorption → „Green peak“, Blätter erscheinen grün.

  • Red Edge (ca. 0,68–0,75 µm):

    • Reflexion im roten Bereich niedrig, direkt danach im NIR hoch

    • Übergang von starker Absorption (Rot) zu starker Streuung (NIR).

    • Sehr steiler Anstieg der Reflektanz; wichtig für Vegetationsindizes.

    • weil die Chlorophyll‑Absorption nachlässt und gleichzeitig die Streuung im Blattinneren zunimmt.

  • Nahes Infrarot, NIR (ca. 0,75–1,3 µm): Blattstruktur

    • Hohes „NIR‑Plateau“.

    • Ursache: starke Streuung an Blattzellen, geringe Absorption.

  • Kurzwellige IR, SWIR (ca. 1,3–2,5 µm): Wassergehalt

    • Reflektanz sinkt wieder deutlich.

    • Zellwasser absorbiert stark (v. a. um 1,4 und 1,9 µm) → Info über Wassergehalt.

      -- - - - - - - - - - - —- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

    Blattflächenindex (LAI) und Bestandsdichte

    Beeinflussen die Gesamtreflexion: dichtere Bestände → höhere NIR-Reflexion, geringere sichtbare Reflexion.

    Pigmente (Carotinoide, Anthocyane)

    Verändern die Reflexion im sichtbaren Bereich, besonders bei Herbstfärbung oder gestresster Vegetation.

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(a)    Nennen Sie einen gebräuchlichen spektralen Index (Vegetationsindex). (1)

—> Der NDVI misst, wie vital und dicht Vegetation ist.

(b)    Nennen Sie zwei Satellitenmissionen, die eine Berechnung dieses Indizes ermöglichen. (2)

Landsat 8 und 9 mit dem Sensor OLI/TIRS; Sentinel-2-A (MIS); NOAA‑Satelliten mit dem Sensor AVHRR


(c)    Eine optische Satellitenmission hat folgende Reflektanzwerte für eine bestimmte Oberfläche gemessen. Berechnen Sie den Index für die beiden Oberflächentypen A und B. (3)

 

 

Reflektanz (%)

Spektrales Band

Blue

Green

Red

NIR

SWIR1

SWIR2

Oberfläche A

10

20

10

70

30

10

Oberfläche B

5

10

5

0

0

0

 

Oberfläche A

  • Sehr hohe NIR-Reflektanz

  • Niedrige Red-Reflektanz

  • Hoher NDVI (0,75)

👉 Voraussichtlich: Dichte, gesunde Vegetation (z. B. Wald oder gut bewachsene Felder)

Oberfläche B

  • Keine Reflektion im NIR

  • Sehr niedrige Reflektanz insgesamt

  • NDVI = −1

👉 Voraussichtlich: Wasserfläche (z. B. See, Fluss) → Wasser

absorbiert stark im NIR und hat negative NDVI-Werte



(d) Begründen Sie kurz welche Oberflächentype A und B voraussichtlich sind. (4)

Der Wert liegt immer zwischen −1 und +1.

—> dadurch Index weitgehend unabhängig von Beleuchtungsbedingungen und Sensorgeometrie.

  • Vegetation liegen sie meist zwischen 0,1, und 0,7

  • NDVI < 0: meist Wasser, Schnee oder Wolken.​

  • NDVI ~ 0 bis 0,1: kaum Vegetation, häufig nackter Boden/Fels/Sand.

  • NDVI ~ 0,2 bis 0,3: spärliche Vegetation wie Busch-/Grasland.​

  • NDVI ~ 0,6 bis 0,8 (bis nahe 1): dichte, stark „grüne“ Vegetation (z. B. Wald/kräftige Bestände)


Folie 5


Was sind typische spektrale Signaturen der Vegetation?


Welche Blatteigenschaften beeinflussen die spektrale Signatur von Vegetation?


Typische spektrale Signatur von Vegetation

  • Sichtbares Licht (0,4–0,7 µm): Chlorophyll

    • Blau + Rot: starke Absorption durch Chlorophyll → geringe Reflektanz.

    • Grün: weniger Absorption → „Green peak“, Blätter erscheinen grün.

  • Red Edge (ca. 0,68–0,75 µm):

    • Übergang von starker Absorption (Rot) zu starker Streuung (NIR).

    • Sehr steiler Anstieg der Reflektanz; wichtig für Vegetationsindizes.

    • weil die Chlorophyll‑Absorption nachlässt und gleichzeitig die Streuung im Blattinneren zunimmt.

  • Nahes Infrarot, NIR (ca. 0,75–1,3 µm): Blattstruktur

    • Hohes „NIR‑Plateau“.

    • Ursache: starke Streuung an Blattzellen, geringe Absorption.

  • Kurzwellige IR, SWIR (ca. 1,3–2,5 µm): Wassergehalt

    • Reflektanz sinkt wieder deutlich.

    • Zellwasser absorbiert stark (v. a. um 1,4 und 1,9 µm) → Info über Wassergehalt.

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sichtbaren Spektralbereich (0,4–0,7 µm) wird Licht unterschiedlich stark von Blattpigmenten absorbiert. Blaues und rotes Licht werden besonders stark durch Chlorophyll aufgenommen, weshalb in diesen Wellenlängen nur wenig Licht reflektiert wird. Grünes Licht wird dagegen deutlich schwächer absorbiert. Dadurch entsteht ein sogenannter „Green Peak“ in der Reflektanz, und Blätter erscheinen für das menschliche Auge grün.

Der Red-Edge-Bereich (etwa 0,68–0,75 µm) beschreibt den Übergang vom roten sichtbaren Licht zum nahen Infrarot. In diesem Bereich nimmt die Chlorophyll-Absorption rasch ab, während gleichzeitig die Streuung des Lichts im Inneren des Blattes stark zunimmt. Das führt zu einem sehr steilen Anstieg der Reflektanz. Dieser Bereich ist besonders wichtig für Vegetationsindizes, da er empfindlich auf den Zustand und die Vitalität der Vegetation reagiert.

Im nahen Infrarot (NIR, ca. 0,75–1,3 µm) zeigen gesunde Blätter eine sehr hohe und relativ konstante Reflektanz, das sogenannte „NIR-Plateau“. Der Grund dafür ist, dass das Licht in diesem Spektralbereich kaum von Pigmenten absorbiert wird, sondern stark an den Zellwänden und Lufträumen im Blattgewebe gestreut wird.

Im kurzwelligen Infrarot (SWIR, etwa 1,3–2,5 µm) sinkt die Reflektanz wieder deutlich. Ursache dafür ist die starke Absorption durch Wasser im Blattgewebe. Besonders ausgeprägt sind diese Absorptionsbanden um etwa 1,4 µm und 1,9 µm. Dieser Spektralbereich liefert daher wichtige Informationen über den Wassergehalt und den physiologischen Zustand der Vegetation.

Fragen am Ende der VL 1.2.1:


(Hier reichen die Fragen)


  • Welche Wellenlängen werden in der Mikrowellenfernerkundung verwendet?

  • Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Mikrowellenfernerkundung?

  • Wie interagieren Mikrowellen mit der Atmosphäre?

  • Wie ist die grundlegende Geometrie eines SLAR- und eines SAR-Systems?

  • Wie interagieren Mikrowellen mit der Topografie?

  • Welche typischen Polarisationen werden in der Mikrowellenfernerkundung verwendet?

  • Was sind die wichtigsten Eigenschaften von Sentinel‑1?

    (siehe Tab.)


Mikrowellenbereich in der Fernerkundung

Der rot markierte Bereich zeigt den Mikrowellenbereich, der für Radar und Radiometer genutzt wird.

  • Wellenlängen: 1 mm bis 1 m

  • Frequenzen: 300 MHz bis 300 GHz

👉 Mikrowellen können:

  • Wolken, Rauch, Regen und teilweise Vegetation durchdringen

  • Bodenfeuchte, Rauigkeit und Struktur erfassen

  • unabhängig vom Sonnenlicht

Radar-Bänder (P, L, C, X …)

Die verschiedenen Radar-Bänder unterscheiden sich durch ihre Wellenlänge:

Band

Typische Wellenlänge

Bedeutung

P

sehr lang (~70 cm)

tiefe Penetration (Boden, Wald)

L

~23 cm

Vegetation, Bodenfeuchte

C

~5,6 cm

Standard (z. B. Sentinel-1)

X

~3 cm

feine Strukturen

Ku/Ka

sehr kurz

Atmosphäre, Schnee

👉 Je länger die Wellenlänge, desto tiefer dringt sie in Vegetation oder Boden ein.

Längerwellige Bänder (P/L) durchdringen tiefer, da sie weniger mit kleinen Partikeln streuen.

Kürzere Wellen (X-Band) bleiben oberflächlich und bieten feinere Details.


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Aktive Sensoren

Sie senden selbst Strahlung aus und messen das zurückgestreute Echo.

  • Sentinel-1: Mikrowellen

  • Scatterometer

  • Synthetic Aperture Radars (SAR)

    —> Side looking airborne Radar (SLAR

  • Radar: Mikrowellen

➡️ Vorteil:

  • unabhängig von Sonnenlicht

  • Radar kann durch Wolken messen

  • Stuktur, Rauhigkeit, hochauflösende Bilder

Passive Sensoren

Sie messen natürlich abgestrahlte oder reflektierte Strahlung.

  • Mikrowellenradiometer: natürliche Mikrowellenemission

➡️ Vorteil:

  • liefern physikalische Informationen (z. B. Temperatur) aus denen kann man dann ableiten

  • Ebenfalls wolkenunempfindlich

  • ✅ Energieeffizient (kein Senden nötig)


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Vorteile von Mikrowellen (MWs) im Vergleich zum optischen/infraroten Bereich

  • Mikrowellen durchdringen die Atmosphäre und – bis zu einem gewissen Grad – Wolken und Regen.

  • Unabhängig von der Sonne als Beleuchtungsquelle.

  • Größere Eindringtiefe in Vegetation und Boden

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SLAR

Radar: seitlich Flugrichtung, begrenzte Auflösung

  1. Range: senkrecht zur Flugbahn (Schrägentfernung).

  2. Azimutrichtung: entlang der Flugbahn.

SAR = gleiche Geometrie, aber viele Messungen entlang der Flugbahn → virtuelle Verlängerung der Antenne → viel höhere Bildauflösung im Azimut.

Azimutauflösung hängt nicht mehr von der realen Antennenlänge ab, sondern von:

  • Wellenlänge

  • Beobachtungsgeometrie

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Wie interagieren Mikrowellen mit der Topografie/ Geometrische Effekte in SAR‑Bildern

  1. Foreshortening (Verkürzung)

    • Zur Antenne hin geneigte Hänge erscheinen im Bild verkürzt.

    • Foreshortening‑Effekte nehmen mit größer werdendem Blickwinkel (look angle) ab.

  2. Layover (Überlagerung)

    • Der Berggipfel wird im Bild auf den Boden vor dem Berg projiziert.

    • Layover‑Effekte nehmen mit größer werdendem Blickwinkel ab.

  3. Shadow (Schatten)

    • Der Bereich hinter dem Berg kann vom Sensor nicht gesehen werden.

    • Schatteneffekte nehmen mit größer werdendem Blickwinkel zu.

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Typischen Polarisationen in Mikrowellenfernerkundung

  • HH: Horizontal gesendet, horizontal empfangen.

  • VV: Vertikal gesendet, vertikal empfangen.

  • VH: Vertikal gesendet, horizontal empfangen.

  • HV: Horizontal gesendet, vertikal empfangen.


Mikrowellenbänder


  • Welche Wellenlängen werden in der Mikrowellenfernerkundung verwendet?

  • Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Mikrowellenfernerkundung?


Mikrowellenbereich in der Fernerkundung

Der rot markierte Bereich zeigt den Mikrowellenbereich, der für Radar und Radiometer genutzt wird.

  • Wellenlängen: 1 mm bis 1 m

  • Frequenzen: 300 MHz bis 300 GHz

👉 Mikrowellen können:

  • Wolken, Rauch und teilweise Vegetation durchdringen

  • Bodenfeuchte, Rauigkeit und Struktur erfassen


Radar-Bänder (P, L, C, X …)

Die verschiedenen Radar-Bänder unterscheiden sich durch ihre Wellenlänge:

Band

Typische Wellenlänge

Bedeutung

P

sehr lang (~70 cm)

tiefe Penetration (Boden, Wald)

L

~23 cm

gute Penetration

Vegetation, Bodenfeuchte

C

~5,6 cm

mittlere Penetration

Standard (z. B. Sentinel-1)

X

~3 cm

feine Strukturen

Oberflächennahe Messungen, hohe Auflösung

Ku/Ka

sehr kurz

Atmosphäre, Schnee

👉 Je länger die Wellenlänge, desto tiefer dringt sie in Vegetation oder Boden ein.

Aktive Sensoren

Sie senden selbst Strahlung aus und messen das zurückgestreute Echo.

  • Sentinel-1: Mikrowellen

  • Radar: Mikrowellen

➡️ Vorteil:

  • unabhängig von Sonnenlicht

  • Radar kann durch Wolken messen

Passive Sensoren

Sie messen natürlich abgestrahlte oder reflektierte Strahlung.

  • Mikrowellenradiometer: natürliche Mikrowellenemission

➡️ Vorteil:

  • liefern physikalische Informationen (z. B. Temperatur, Feuchte)

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Weltraumgestützte Sensoren zur Erdfernerkundung mit elektromagnetischen Wellen


Aktive Sensoren

  • Lidar

  • Radar

Passive Sensoren

  • Optische Sensoren

  • Mikrowellenradiometer

Spektralbereiche (unten dargestellt):

  • sichtbar

  • infrarot

  • thermisches Infrarot

  • optische Sensoren

Mikrowellenbereich

  • Frequenzen: 300 MHz – 300 GHz

  • Wellenlängen: 1 m – 1 mm

Radar-Frequenzbänder:

  • P-, L-, S-, C-, X-, Ku-, Ka-, K-Band

Quelle: Moreira et al.

Erklärung der Folie

1. Zusammenhang zwischen Wellenlänge und Frequenz


  • hohe Frequenz → kurze Wellenlänge

  • niedrige Frequenz → lange Wellenlänge

Das ist wichtig, weil unterschiedliche Wellenlängen unterschiedlich mit der Erdoberfläche interagieren.


2. Einordnung im elektromagnetischen Spektrum

Die Grafik zeigt einen Übergang von:

  • optischen Bereichen (sichtbar, Infrarot)

  • hin zu Mikrowellen

👉 Optische Sensoren arbeiten im nm–µm-Bereich, 👉 Mikrowellensensoren im mm–cm–m-Bereich.

Übertragung durch Wolken und Regen


Was sind die Vorteile von Mikrowellen im Vergleich zum optischen/infraroten Bereich?



Nenne aktive und passive Sensoren.

Vorteile von Mikrowellen (MWs) im Vergleich zum optischen/infraroten Bereich

  • Mikrowellen durchdringen die Atmosphäre und – bis zu einem gewissen Grad – Wolken und Regen.

  • Unabhängig von der Sonne als Beleuchtungsquelle.

  • Größere Eindringtiefe in Vegetation und Boden.


    Aktive und passive Mikrowellensensoren

    Aktive Mikrowellensensoren = Radare (RAudio Detection And Ranging)

    • Scatterometer

    • Synthetic Aperture Radars (SAR)

      —> Side looking airborne Radar (SLAR)

    Passive Mikrowellensensoren

    • Radiometer

    Erklärung aktive Sensoren

    Aktive Mikrowellensensoren senden selbst Mikrowellenimpulse aus und messen das von der Erdoberfläche bzw. Atmosphäre zurückgestreute Signal. Dadurch liefern sie unabhängig von Sonnenlicht Informationen über Eigenschaften wie Rauigkeit, Struktur oder Feuchtigkeit der Oberfläche. Scatterometer messen vor allem die Stärke der Rückstreuung, z.B. um Windgeschwindigkeiten über dem Meer abzuleiten, während Synthetic Aperture Radar (SAR) hochauflösende Bilder produziert, in denen sich Formen wie Gebäude oder Felder erkennen lassen.

    Erklärung passive Sensoren

    Passive Mikrowellensensoren senden keine Strahlung aus, sondern registrieren die natürliche Mikrowellenstrahlung, die Erde und Atmosphäre selbst emittieren. Radiometer messen diese Strahlungsintensität und wandeln sie in physikalische Größen wie Helligkeitstemperatur um, aus der sich etwa Bodenfeuchte, Meereis-Eigenschaften oder Niederschlagsmengen ableiten lassen.

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    Was ein Scatterometer macht

    Ein Scatterometer ist ein aktiver Radarsensor, der Mikrowellen zur Erdoberfläche sendet und die Stärke der zurückgestreuten Signale misst. Aus dieser Rückstreuung werden vor allem Oberflächeneigenschaften wie Windgeschwindigkeit über dem Meer, Rauigkeit der Wasseroberfläche oder Eigenschaften von Landflächen abgeleitet (z.B. Vegetationsbedeckung, Bodenfeuchte).

    Was ein Synthetic Aperture Radar macht

    Ein Synthetic Aperture Radar ist ebenfalls ein aktives Radar, erzeugt aber hochaufgelöste Bilder der Erdoberfläche. Es bewegt sich (z.B. auf einem Satelliten) entlang einer Bahn, nimmt viele Radarechos nacheinander auf und kombiniert sie rechnerisch zu einer „synthetischen“ großen Antenne, wodurch eine sehr hohe räumliche Auflösung erreicht wird. Damit kann man z.B. Geländeformen, Städte, Wälder, Gletscher, Flutgebiete oder Bodenbewegungen (Erdbeben, Hangrutschungen) sehr genau erfassen – unabhängig von Tageszeit und Bewölkung.


Sensoren

Aktive Mikrowellen-Sensoren

Synthetic Aperture Radars (SAR)

Side looking airborne Radar (SLAR)


Was ist ein Side looking airborne Radar (SLAR)?


Wie macht man aus einem Side looking airborne Radar (SLAR) einen Synthetic Aperture Radars (SAR)?



SLAR = seitlich blickendes Radar mit begrenzter Auflösung durch reale Antennenlänge

SAR = gleiche Geometrie, aber viele Messungen entlang der Flugbahn → virtuelle Verlängerung der Antenne → viel höhere Bildauflösung im Azimut.

1️⃣ SLAR – Side Looking Airborne Radar

  • Was es tut: Schickt Radarwellen seitlich vom Flugzeug oder Satelliten auf den Boden.

  • Einfaches Bild: Stell dir vor, du stehst auf einem Balkon und wirfst einen Ball schräg nach unten – du siehst nur die Seite vom Boden, nicht direkt darunter.

  • Eigenschaften:

    • Liefert breite Streifenbilder vom Boden

    • Auflösung nicht superfein, weil das Radar nur „einfach schaut“

    • Gut für Übersichtskarten oder grobe Geländeabbildung

2️⃣ SAR – Synthetic Aperture Radar

  • Was es tut: Macht das gleiche wie SLAR, aber durch bewegte Antenne über die Zeit wird die Radarantenne „künstlich größer“ → viel schärfere Bilder.

  • Einfaches Bild: Stell dir vor, du machst ein Panorama mit deinem Handy, aber statt Fotos nimmst du Radarwellen. Am Ende bekommst du ein superfeines Bild, viel detaillierter als mit einem einzigen „Schuss“.

  • Eigenschaften:

    • Hohe Auflösung, auch über große Entfernungen

    • Kann oft durch Wolken und Regen „sehen“



Ein „Side-looking airborne Radar (SLAR)“ ist ein konkretes Beispiel für einen aktiven Mikrowellensensor, wie auf der vorherigen Folie genannt (Radar/SAR). Es zeigt, wie so ein Radar auf einem Flugzeug seitlich auf den Boden schaut, wie der Radarstrahl verläuft und wie sich daraus die geometrische Auflösung des Radars ergibt. Damit wird praktisch veranschaulicht, wie ein Radarsystem arbeitet, das dann – mit geeigneter Verarbeitung – auch als Synthetic Aperture Radar (SAR) betrieben werden kann.


Erklärung der Folie

  • Das Flugzeug trägt ein Radar, das seitlich nach unten auf den Boden schaut; dadurch wird ein Streifen (Swath) entlang der Flugbahn abgetastet. Die Schrägentfernung R misst die Distanz entlang des Radarstrahls, während die Bodenentfernung (ground range) die horizontale Entfernung auf dem Boden ist.

  • Die Schrägentfernungsauflösung hängt von Pulsdauer und Lichtgeschwindigkeit ab: je kürzer der Puls, desto kleiner der auflösbare Abstand entlang der Strahlrichtung. Durch die Projektion auf den Boden wird diese Auflösung bei flachen Einfallswinkeln schlechter.

  • Die Azimutauflösung wird durch Wellenlänge, Antennenlänge und Entfernung bestimmt: eine längere Antenne oder kürzere Wellenlänge verbessert die Auflösung quer zur Blickrichtung; mit zunehmender Entfernung R wird sie schlechter. Diese Zusammenhänge sind die Grundlage dafür, dass man bei SAR die „synthetische Apertur“ nutzt, um im Azimut eine viel bessere Auflösung zu erreichen.

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Die neue Folie erklärt, wie man aus dem „normalen“ Side‑looking Radar (SLAR) ein Synthetic Aperture Radar (SAR) macht und warum dadurch die Auflösung besser wird. Auf der SLAR‑Folie hast du die Azimutauflösung ρAZ=λ/L×RρAZ=λ/L×R: sie ist umso besser, je länger die Antenne LL ist – bei einem echten Flugzeug ist LL aber begrenzt. Die SAR‑Folie zeigt nun, dass man während des Fluges viele Einzelaufnahmen desselben Punktes P macht und diese so kombiniert, als hätte man eine viel längere Antenne („synthetic aperture“), wodurch die Azimutauflösung stark verbessert wird.

Kurz: SLAR = seitlich blickendes Radar mit begrenzter Auflösung durch reale Antennenlänge; SAR = gleiche Geometrie, aber viele Messungen entlang der Flugbahn → virtuelle Verlängerung der Antenne → viel höhere Bildauflösung im Azimut.

Sensoren

Aktive Mikrowellen-Sensoren


Nenne Geometrische Effekte in SAR‑Bildern

Foreshortening, Layover und Shadow entstehen, weil SAR seitlich schaut und Punkte nur nach ihrer gemessenen Entfernung entlang der Radar‑Sichtlinie im Bild anordnet, nicht nach ihrer wahren Bodenlage.

Geometrische Effekte in SAR‑Bildern

  1. Foreshortening (Verkürzung)

    • Zur Antenne hin geneigte Hänge erscheinen im Bild verkürzt.

    • Foreshortening‑Effekte nehmen mit größer werdendem Blickwinkel (look angle) ab.

  2. Layover (Überlagerung)

    • Der Berggipfel wird im Bild auf den Boden vor dem Berg projiziert.

    • Layover‑Effekte nehmen mit größer werdendem Blickwinkel ab.

  3. Shadow (Schatten)

    • Der Bereich hinter dem Berg kann vom Sensor nicht gesehen werden.

    • Schatteneffekte nehmen mit größer werdendem Blickwinkel zu.

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Foreshortening (Verkürzung)

Ein zum Sensor geneigter Hang wird zuerst am Fuß und kurz danach am Gipfel getroffen, die Echozeiten liegen also eng beieinander.

​Da SAR diese Punkte in Reichweitenrichtung nach Echozeit sortiert, rücken sie im Bild zusammen und der Hang wirkt verkürzt und steiler, oft als helle, „zusammengedrückte“ Zone.

Layover (Überkippen)

Wird der Hang so steil, dass der Gipfel dem Radar näher ist als der Fuß, kommt das Echo vom Gipfel sogar früher an als das vom Fuß.

​Im Bild wird der Gipfel daher vor den Fuß gelegt, der Berg scheint in Richtung Sensor „umgekippt“, und Signale von Vordergrund, Hang und ggf. Dach überlagern sich zu einer sehr hellen, verzerrten Struktur.

Shadow (Radarschatten)

Die dem Sensor abgewandte Seite eines steilen Objekts wird von den Radarstrahlen nicht erreicht, ebenso der Boden direkt dahinter.

​Dort kommen keine Echos zurück, daher entstehen im SAR‑Bild schwarze bzw. sehr dunkle Bereiche ohne Textur; ihre Ausdehnung wächst mit steilerem Gelände und größerem Blickwinkel.

Aktive Mikrowellen-Sensoren


Synthetic Aperture Radars (SAR)


Wahl der SAR Frequenz

Die Folie sagt: Für SAR‑Radar können Mikrowellen in Vegetation, Eis und trockenen Boden eindringen, und je länger die Wellenlänge, desto stärker bzw. tiefer ist die Penetration (X‑Band ≈ 3 cm, C‑Band ≈ 6 cm, L‑Band ≈ 23 cm).


„Wahl der SAR‑Frequenz“

  • „Mikrowellen können in Vegetation, Eis und trockenen Boden eindringen“.earthdata.nasa​

  • „Längere Wellenlänge = stärkere (tiefere) Penetration“.sciencedirect+1​

SAR‑Signalpenetration in Abhängigkeit von der Sensorwellenlänge:

  • X‑Band ~ 3 cm

  • C‑Band ~ 6 cm

  • L‑Band ~ 23 

Erklärung

Die Skizzen zeigen, dass kurze Wellenlängen (X‑Band) vor allem an der Oberfläche oder an den Baumkronen streuen, während längere Wellenlängen (C‑ und besonders L‑Band) tiefer in Vegetation, lockere Sedimente (Alluvium) oder Gletschereis eindringen und daher auch von Strukturen unter der Oberfläche zurückgestreut werden. Der Grund ist, dass Materialien ihre dielektrischen Eigenschaften mit der Frequenz ändern: Bei niedrigerer Frequenz (längerer Wellenlänge) ist die effektive Dämpfung kleiner, sodass das Radar weniger schnell abgeschwächt wird und weiter in das Medium hineinreicht.

Für die Praxis bedeutet das:

  • X‑Band ist gut, um Details der Oberfläche und der oberen Vegetationsschicht zu sehen, aber fast ohne Blick „unter“ die Oberfläche.

  • C‑Band liefert ein gemischtes Signal aus Krone und etwas tieferen Schichten; es wird z.B. von Sentinel‑1 genutzt.

  • L‑Band kann sogar den Boden unter lichter Vegetation oder Schichten in trockenem Boden und Eis erfassen und ist deshalb für Waldstruktur, Biomasse und Kryosphärenstudien besonders wertvoll.


Fragen am Ende der VL 1.2.2:


  • Welche Eigenschaften der Oberfläche beeinflussen das rückgestreute Signal?

  • Wie beeinflusst die Wellenlänge des Sensors das Eindringen von Mikrowellen in Boden und Vegetation?

  • Welche Streumechanismen treten an der Oberfläche auf?


Rückstreuung, Backscatter, beschreibt, wie stark eine Fläche das ausgesandte Radarsignal wieder zum Sensor zurückstreut.

Backscatter hängt ab von:

  • Objektgröße: größeres Objekt = stärkere Rückstreuung

  • Orientierung der Objekte (lokaler Einfallswinkel)

  • Lokale Topographie

  • Oberflächenrauigkeit

  • Relativer Permittivität des Oberflächenmaterials

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    Mikrowellen dringen in Vegetation, Eis und trockenen Boden ein – längerwellige Bänder (P/L) durchdringen tiefer, da sie weniger mit kleinen Partikeln streuen.

    Kürzere Wellen (X-Band) bleiben oberflächlich und bieten feinere Details.

    P-Band (~68 cm): Sehr tiefe Penetration, ideal für dichte Wälder

  • L-Band (~23 cm): Gute Boden- und Vegetationsdurchdringung

  • C-Band (~5,6 cm): Mittlere Penetration, vielseitig einsetzbar

  • X-Band (~3 cm): Oberflächennahe Messungen, hohe Auflösung

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Rough Surface = Raue Oberfläche

  • diffus verschiedene Richtung

  • Oberfläche erscheint heller od. dunkler

Volume = Volumenstreuung

  • dringt in Volumen aus vielen kleinen Streuelementen ein z.b. Baumkrone

  • Welle wird mehrfach an Blättern, Zweigen und Stämmen gestreut

Double Bounce = Doppelte Reflexion / Double-Bounce-Streuung

  • Welle refelektiert zwischen zwei nahezu senkrechten Flächen hin‑ und her


Was sind radar cross section und normalized radar cross section?


Wovon ist backscatter=Rückstreuung abhängig?

Backscatter = Rückstreuung:

Fähigkeit eines Objekts, Radarsignale zum Sensor zurückzuwerfen


Radarquerschnitt:

Verhältnis zwischen empfangener und einfallender Signalintensität


Backscatter hängt ab von:

  • Objektgröße: größeres Objekt = stärkere Rückstreuung

  • Orientierung der Objekte (lokaler Einfallswinkel)

  • Lokale Topographie

  • Oberflächenrauigkeit

  • Relativer Permittivität des Oberflächenmaterials

Was bedeuten diese Punkte?

Die Objektgröße beeinflusst, wie viel Radarenergie ein Objekt insgesamt zurückstreut: große Gebäude oder Bäume erzeugen meist ein stärkeres Signal als kleine Steine oder Grashalme. Die Orientierung ist wichtig, weil Flächen, die dem Radar „entgegengekippt“ sind, mehr Energie in Richtung Sensor spiegeln als Flächen, die vom Radar weg geneigt sind.

Lokale Topographie (Hänge, Täler, Exposition) verändert den effektiven Einfallswinkel und damit die Stärke des Backscatters. Eine raue Oberfläche streut das Signal in viele Richtungen und liefert daher oft ein stärkeres, aber diffuseres Rückstreusignal als eine sehr glatte Fläche, die wie ein Spiegel viel Energie in eine andere Richtung lenkt und im Bild dunkel erscheint.

Die relative Permittivität beschreibt, wie gut ein Material elektrische Felder „durchlässt“ oder speichert und hängt stark vom Wassergehalt ab. Nasse Böden oder feuchte Vegetation haben eine hohe Permittivität und streuen das Radarsignal deutlich stärker zurück als trockene, was in Radarbildern meist als hellere Pixel sichtbar wird.


VL. 3.1

Fragen am Ende der Vorlesung

(Hier reichen Fragen)

  1. Wie verändert sich die Konzentration von CO₂ in der Atmosphäre?

  2. Welche Prozesse des Kohlenstoffkreislaufs steuern die Konzentration des atmosphärischen CO₂?

  3. Welche Satellitenmissionen existieren, um Treibhausgase wie CO₂ und CH₄ zu überwachen?

  4. Was sind die grundlegenden Prinzipien zur Bestimmung von Treibhausgaskonzentrationen aus Satellitenmessungen?

    (nicht verstanden)



  • Saisonalen Zyklus des CO₂:

    • Sommer: CO₂ sinkt (Pflanzen nehmen CO₂ auf während des Wachstums)

    • Winter: CO₂ steigt (Pflanzen sterben ab, Verrottung setzt CO₂ frei)

—-> Keeling-Kurve

Ansonsten: Der übergeordnete Trend ist steil ansteigend – deutlicher Beweis für den Treibhausgasanstieg.

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  1. Fossile Brennstoffe und Zementproduktion:

    Nettobeitrag +7,8 ± 0,6 PgC/Jahr

  2. Netto-Landnutzungsänderungen: Nettobeitrag +1,1 ± 0,8 PgC/Jahr

  3. Ozeane: Nettoaufnahme - 2,3 ±0,7 PgC/Jahr

  4. Land: Nettoaufnahme -2,6 ± 1,2 PgC/Jahr


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CO2 Kombination —> SCIAMACHY, GOSAT, OCO-2


Aktuell in Betrieb befindliche Missionen

  • GOSAT (TANSO-FTS) (JAXA-NIES-MOE): Seit 2009 im Einsatz, misst sowohl CO₂ als auch CH₄.

  • OCO-2 (NASA): Seit 2014 in Betrieb, spezialisiert auf die hochauflösende Überwachung von CO₂.

  • Sentinel 5P (TROPOMI) (ESA): Seit Oktober 2017 aktiv, primär für die Überwachung von CH₄.


    Vergangene Missionen

    • ENVISAT (SCIAMACHY) (ESA): War bis 2012 in Betrieb und lieferte Daten zu CO₂ und CH₄. Es war einer der ersten abbildenden Spektrometer für diese Gase.


Geplante und zukünftige Missionen

  • GOSAT-2 (TANSO-FTS) (JAXA-MOE-NIES): Geplant für die Messung von CO₂ und CH₄.

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Welche Satellitenmissionen existieren, um Treibhausgase wie CO₂ und CH₄ zu überwachen?


CO2 Kombination —> SCIAMACHY, GOSAT, OCO-2


Aktuell in Betrieb befindliche Missionen

  • GOSAT (TANSO-FTS) (JAXA-NIES-MOE): Seit 2009 im Einsatz, misst sowohl CO₂ als auch CH₄.

  • OCO-2 (NASA): Seit 2014 in Betrieb, spezialisiert auf die hochauflösende Überwachung von CO₂.

  • TanSAT (CAS-MOST-CMA): Seit Ende 2016 zur Messung von CO₂ im Einsatz.

  • Sentinel 5P (TROPOMI) (ESA): Seit Oktober 2017 aktiv, primär für die Überwachung von CH₄.

  • Feng Yun 3D GAS (CMA): Seit Ende 2017 im Einsatz für CO₂ und CH₄.

  • OCO-3 (NASA): Seit Mai 2019 auf der Internationalen Raumstation (ISS) installiert, um CO₂ zu messen.

Vergangene Missionen

  • ENVISAT (SCIAMACHY) (ESA): War bis 2012 in Betrieb und lieferte Daten zu CO₂ und CH₄. Es war einer der ersten abbildenden Spektrometer für diese Gase.

Geplante und zukünftige Missionen

  • GOSAT-2 (TANSO-FTS) (JAXA-MOE-NIES): Geplant für die Messung von CO₂ und CH₄.

  • MERLIN (DLR-CNES): Eine deutsch-französische Mission, die speziell auf Methan (CH₄) fokussiert ist.

  • MicroCarb (CNES): Geplant für die Überwachung von CO₂.

  • Copernicus CO2 Monitoring Serie (CO2M): Eine zukünftige europäische Serie zur kombinierten Überwachung von CO₂ und CH₄.

  • GEOCARB (NASA): Eine geplante geostationäre Mission zur Überwachung beider Gase.

  • MetOp Sentinel-5 Serie (Copernicus): Vorgesehen für die Messung von CH₄.

Diese Satelliten nutzen das Prinzip der abbildenden Spektrometrie, bei dem das von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenlicht analysiert wird. Die Gase in der Atmosphäre absorbieren Licht bei spezifischen Wellenlängen (z. B. CO₂ bei ca. 1,61 µm und 2,06 µm), wodurch deren Konzentration bestimmt werden kann.

VL. 3.1.2

Fragen am Ende der Vorlesung


  1. Was sind die wichtigsten Kohlenstoffflüsse und -speicher im globalen Kohlenstoffkreislauf und in terrestrischen Ökosystemen?

  2. Was sind Eddy-Kovarianz und FLUXNET?

  3. GPP, NPP, Ra, Rh, Reco, NEE, NEP, NBP

  4. Wie lassen sich Zeitreihen von NEE, GPP und Reco aus Eddy-Kovarianz-Messungen interpretieren?

  5. Welche Fernerkundungstechniken gibt es, um die Kohlenstoffspeicher und -flüsse von Ökosystemen zu beobachten?


Wichtige Kohlenstoffspeicher (Pools)

  1. Lithosphäre (größter Speicher)

    • Sedimentgesteine (Karbonate)

    • Fossile Brennstoffe

    • 👉 Zeitskala: Millionen Jahre

  2. Ozeane

    • Gelöster anorganischer Kohlenstoff (CO₂, HCO₃⁻, CO₃²⁻)

    • Marine Biomasse & Sedimente

    • 👉 Größter aktiver Speicher

  3. Atmosphäre

    • Vor allem CO₂ (≈ 420 ppm aktuell)

    • Kleiner Speicher, aber klimatisch extrem wirksam

  4. Biosphäre

    • Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen

    • Böden (Humus, organische Substanz)

🔹 Wichtige Kohlenstoffflüsse (Fluxe)

  • Photosynthese

    • CO₂ → organischer Kohlenstoff (Pflanzen)

  • Atmung (Respiration)

    • Pflanzen, Tiere, Mikroben → CO₂ zurück in Atmosphäre

  • Ozean–Atmosphäre-Austausch

    • Lösung & Ausgasung von CO₂

  • Sedimentation & Verwitterung

    • Langfristige Bindung in Gesteinen

  • Vulkanismus

    • Freisetzung aus der Lithosphäre

  • Anthropogene Emissionen

    • Verbrennung fossiler Brennstoffe

    • Landnutzungsänderungen (Abholzung)

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👉 Was ist das?

Die Eddy-Kovarianz-Methode ist ein mikrometeorologisches Messverfahren, mit dem man den Austausch von Gasen und Energie zwischen Landoberfläche (z. B. Wald, Acker) und Atmosphäre direkt und kontinuierlich misst.

Typische Flüsse:

  • CO₂ (Netto-Ökosystemaustausch, NEE)

  • Wasserdampf (Evapotranspiration)

  • Sensible & latente Wärme

🔬 Wie funktioniert das Prinzip?

  • Die Atmosphäre ist turbulent → Wirbel (eddies)

  • Diese transportieren Luftpakete aufwärts oder abwärts

  • Man misst hochfrequent (10–20 Hz):

    • Vertikale Windgeschwindigkeit (w)

    • Gaskonzentrationen (z. B. CO₂)

👉 Der Fluss ergibt sich aus der Kovarianz:

Flux=w′⋅c′

Beispiel:

Das ist der fertige CO₂-Fluss, der aus allen Messungen berechnet wurde:

  • Negative Werte → CO₂ fließt ins Ökosystem (Senke)

  • Positive Werte → CO₂ fließt aus dem Ökosystem (Quelle)

—> hier: Negatives Vorzeichen bedeutet:

  • CO₂-Fluss nach unten

  • Ökosystem nimmt CO₂ auf

→ Das Ökosystem ist eine CO₂-Senke


👉 Was ist FLUXNET?

FLUXNET ist ein weltweites Netzwerk von Eddy-Kovarianz-Messstationen, die standardisierte Messungen von:

  • CO₂-Flüssen (CO₂-Senken und -Quellen)

  • Wasser- & Energieflüssen

  • Meteorologischen Größen

  • Extremereignissen (Dürre, Hitze)

bereitstellen.

Satellitendaten z.B. Sentinel, MODIS

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GPP = gross primary production

NPP = net primary production: NPP = GPP – Ra

Ra = autotrophic (plant) respiration

Rh = heterotrophic respiration: Rh = Rsoil + Rlitter

Reco = ecosystem respiration: Reco = Ra + Rh

NEE = net ecosystem exchange: NEE = Reco – GPP = (Ra + Rh) – GPP

NEP = net ecosystem productivity: NEP = GPP – Reco = -NEE

NBP = net biome productivity NBP = GPP – Reco – Fire – Land use change emissions – harvest – river exports – …

—————————————————————————————————-

Tagesverlauf

NEE (Netto-CO₂-Austausch zwischen Ökosystem und Atmosphäre)

  • Tag: meist negativ → CO₂-Aufnahme (Photosynthese)

  • Nacht: positiv → CO₂-Abgabe (Respiration)

  • Ein positiver NEE bedeutet eine CO₂-Quelle,

    ein negativer NEE eine CO₂-Senke

Jahresverlauf

  • Frühling/Sommer: Senke (negativ)

  • Herbst/Winter: Quelle (positiv)

  • Jahresbilanz = NEP


GPP (z.B. CO2 Aufnahme)

  • 0 in der Nacht

  • Maximum um Mittag

  • Mittagsdepression möglich (Trockenstress)

Jahresverlauf

  • Beginn ↑ → Austrieb / Wachstumsbeginn

  • Maximum → volle Blattfläche

  • Abfall → Seneszenz / Dürre



Reco (z.B. CO₂-Freisetzung)

  • Tag & Nacht > 0

  • Nachts oft gut sichtbar

  • Tagsüber höher (Temperatur!)

Jahresverlauf

  • Folgt oft GPP zeitverzögert

  • Hohe Sommerwerte durch:

    • warme Böden

    • viel Substrat (Wurzeln, Streu)


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Beobachtung von Kohlenstoffspeichern (Biomasse, Struktur):

  • Optische Sensoren (Landsat, Sentinel-2): NDVI, EVI

  • LiDAR (z. B. GEDI): Vegetationshöhe → Biomasse

  • Radar (Sentinel-1): Struktur, Feuchte, Biomassemodelle

  • Hyperspektrale Sensoren: Pigmente, biochemische Eigenschaften

Beobachtung von Kohlenstoffflüssen (insb. GPP):

  • SIF – Solar-Induced Fluorescence (OCO-2, TROPOMI, FLEX) → direktes Maß für Photosynthese

  • Thermal-Infrarot (MODIS LST): Temperatur → Einfluss auf Respiration

  • Vegetationsindizes (NDVI, PRI): Aktivität, Stress, Lichtnutzungseffizienz

Bodenkohlenstoff:

  • indirekt über Vegetations- und Bodenmodelle, nicht direkt aus Satelliten messbar


Fragen am Ender der VL:

(Hier reichen Fragen)

  1. Was ist Licht (einschließlich PAR, APAR, PPFD)?

  2. Welche Hauptfaktoren steuern die Photosynthese?

  3. Wie beeinflusst die vertikale Verteilung der Blätter in Ökosystemen die Lichtabsorption?

  4. Was sind LAI und fAPAR?

  5. Wie hängen LAI, fAPAR und NDVI miteinander zusammen?

  6. Was ist ein Modell der Lichtnutzungseffizienz?


Licht = elektromagnetische Strahlung. Für Pflanzen zählt nur PAR = VIS (0,4-0,7 um)

Satelliten können PAR/PPFD nicht direkt sehen —> Satelitt misst stadessen: NDVI (Vegetationsdichte), LAI (Blattdichte) und fAPAR (Absorbiertes Licht)

Begriff

Bedeutung

Funfact

Wozu?

Messung

PAR

Photosynthetisch Aktive Strahlung (VIS 400-700 nm)

macht nur ~50% der globale Strahlung aus.

Also nur ungefähr die Hälfte der gesamten Solarstrahlung ist für Photosynthese nutzbar.

Wie viel Licht grundsätzlich nutzbar?" (Eingang)

PAR-Sensor (Wetterstation)

PPFD

Photosynthetic Photon Flux Density

(= Anzahl der Photonen im PAR‑Bereich, die pro Zeit auf eine Fläche trifft.)

Fernerkundung misst PPFD NICHT – PPFD ist für lokale Messungen, Satelliten nutzen PAR + fAPAR

"Wie viel von diesem Licht tatsächlich am Blatt ankommt" (Verfügbar)

Quantensensor (am Blatt)

APAR

Absorbed PAR

(= der Teil der PAR, der von der Pflanze tatsächlich absorbiert wird (also nicht reflektiert oder durchgelassen).

Nur diese absorbierte Strahlung kann direkt zur Photosynthese beitragen.


"Licht, das vom Blatt wirklich absorbiert und damit genutzt werden kann" (Produktivität)

absolut

(Berechnung)

Satelitt misst NDV/LAI und berechnet dann:

PAR × fAPAR

fAPAR

= wie viel der verfügbaren APAR eine Pflanze bzw. ein Bestand wirklich aufnimmt

hängt u.a. von Blatt‑Albedo (Reflexionsvermögen der Blätter) und Blattfläche (Leaf Area) ab: hell reflektierende oder wenig dichte Blätter → kleineres fAPAR, dunkle, dichte Blätter → größeres fAPAR.

"Anteil der absorbierten photosynthetisch aktiven Strahlung" (Produktivität)

relativ

(Berechnung)

0 = nichts wird absorbiert

1 = alles wird absorbiert

fAPAR = APAR / PAR.

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Steuerfaktor

Zusammenhang mit Größe

Effekt auf Photosynthese

Lichtintensität

PAR, PPFD

mehr Licht → höhere Photosynthese bis Sättigung

Lichtabsorption

APAR, fAPAR

mehr absorbiertes Licht → höhere Photosynthese

Blattfläche

LAI

mehr Blatt → mehr Gesamtlichtaufnahme, aber untere Blätter können schattig werden

Vegetationsdichte

NDVI

hohe NDVI → viel Biomasse → hohes fAPAR → mehr Photosynthese

Faktor

Wirkung auf Photosynthese

Licht (PPFD, Spektrum)

Anstieg bis Sättigung; Photoinhibition möglich

CO₂

Limitiert C3-Pflanzen; steigert Rate bis Sättigung

Temperatur

Enzyme benötigen optimalen Bereich

Wasser

Stomata → CO₂-Eintritt

Nährstoffe

Enzyme & Chlorophyll notwendig

O₂ (Photorespiration)

Kann Effizienz reduzieren

Blattgesundheit

Alters- und Stressabhängig

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Beer-Lambert-Gesetz —> Licht nimmt im Pflanzenbestand exponentiell ab – je tiefer, desto dunkler.

  • Vertikale Blattverteilung bestimmt wie tief Licht in den Bestand eindringt.

    —>Horizontale Blätter oben maximieren die Absorption in der Krone, reduzieren aber das Eindringen tieferer Schichten.

    = hohes APAR/fAPAR oben, aber wenig unten.


    —>Aufrechte Blätter oben lassen mehr Licht durch, fördern eine gleichmäßigere Verteilung und erhöhen die Effizienz der gesamten Absorption.

    = gleichmäßigeres APAR-Profil über den kumulierten LAI


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LAI= Verhältnis der Gesamtblattfläche zur Bodenfläche

Einheiten: m² Blatt / m² Boden (dimensionslos)


Beispiel:

  • Wiese: LAI ≈ 3–5

  • Wald: LAI ≈ 5–10

Wird abgeleitet: Je höher NDVI, desto größer typischerweise LAI


3 Spektren:

  • Blau/Rot: Starke Absorption (Chlorophyll).

  • Red edge

  • NIR (Nahinfrarot): Hohe Reflexion (gesunde Blätter).

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Bedeutung:

Parameter

Niedriges LAI

Hohes LAI

NDVI-Bezug

fAPAR

Niedrig (~0.2–0.5)

Hoch (~0.8–1)

Steigt mit NDVI Sättigung bei hohem LAI ​

NDVI

Niedrig (~0.2–0.4)

Hoch (~0.7–0.9)

Schätzt LAI ab


(LAI⟶fAPAR⟶GPP

und NDVI liefert über Fernerkundung eine Schätzung von LAI/fAPAR.)

  • Höherer LAI → mehr Blattfläche

  • Mehr Blattfläche → höheres fAPAR

  • Höheres fAPAR → höherer NDVI

Zusammenhang ist positiv, aber nicht linear (Sättigung bei hohem LAI).

NDVI-fAPAR-Relation variiert je nach: (Pflanzenart, Boden, Sonnenstand)

Alternative: z.B. EVI


—> Diese Beziehungen ermöglichen Satelliten-basierte Abschätzungen: Aus NDVI leitet man LAI und fAPAR ab, z. B. für Ernteprognosen

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Modell der Lichtnutzungseffizienz (Light Use Efficiency, LUE):

  • Beschreibt, wie effizient Pflanzen das vom Blattdach absorbierte Licht (APAR) in CO₂-Fixierung (GPP) umwandeln (=Produktivität Ökosystem)

  • GPP= APAR×LUE

  • LUE hängt von Umweltbedingungen (Temperatur, Wasser, Nährstoffe, CO₂) und Pflanzenart ab.

Relevanz:

  • Grundlage globaler GPP-Modelle (z.B. MODIS GPP, CASA)


Folie 5

Begriffe zur Lichtabsorption für die Photosynthese


Wellenlängenbereich „Light“

  • Es geht um Strahlung von 400–700 nm, also ungefähr das sichtbare Licht.

  • Dieser Bereich wird als photosynthetisch aktiver Bereich bezeichnet, weil Pflanzen ihn für die Photosynthese nutzen.

PAR

  • PAR = Photosynthetic Active Radiation, Einheit: W m⁻².

  • Sie gibt an, wie viel Strahlungsleistung im Bereich 400–700 nm auf eine Fläche trifft.

  • Auf der Folie steht, dass PAR etwa 45–50% der einfallenden globalen Sonnenstrahlung ausmacht – also nur ungefähr die Hälfte der gesamten Solarstrahlung ist für Photosynthese nutzbar.

PPFD

  • PPFD = Photosynthetic Photon Flux Density.

  • Das ist die Anzahl der Photonen im PAR‑Bereich, die pro Zeit auf eine Fläche trifft, Einheit: mol m⁻² s⁻¹.

  • Unterschied zu PAR: PAR misst Energie (W m⁻²), PPFD zählt Photonen (mol Photonen pro Fläche und Zeit).

APAR

  • APAR = Absorbed Photosynthetic Active Radiation.

  • Das ist der Teil der PAR, der von der Pflanze tatsächlich absorbiert wird (also nicht reflektiert oder durchgelassen).

  • Nur diese absorbierte Strahlung kann direkt zur Photosynthese beitragen.

fAPAR

  • fAPAR = fraction of APAR to PAR.

  • Formel: fAPAR = APAR / PAR.

  • fAPAR ist also ein dimensionsloser Anteil zwischen 0 und 1 und sagt, wie viel der verfügbaren photosynthetisch aktiven Strahlung eine Pflanze bzw. ein Bestand wirklich aufnimmt.

  • fAPAR hängt u.a. von Blatt‑Albedo (Reflexionsvermögen der Blätter) und Blattfläche (Leaf Area) ab: hell reflektierende oder wenig dichte Blätter → kleineres fAPAR, dunkle, dichte Blätter → größeres fAPAR.

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Zahlenbeispiel: PAR zu APAR

Nehmen wir typische Werte aus der Folie und Forschung an:

Gegeben:

  • PAR = 500 W m⁻² (mittlere Einstrahlung an sonnigem Tag)

  • fAPAR = 0,85 (85% Absorption bei dichtem Wald, typisch für gesunde Vegetation)

Berechnung:

text

APAR = fAPAR × PAR APAR = 0,85 × 500 W m⁻² = 425 W m⁻²

Ergebnis: Von 500 W m⁻² verfügbarer photosynthetisch aktiver Strahlung nimmt die Pflanze 425 W m⁻² auf – der Rest (15%) wird reflektiert oder durchgelassen.


PPFD-Beispiel

Gegeben:

  • PAR = 500 W m⁻² entspricht ca. 1100 µmol m⁻² s⁻¹ PPFD (Umrechnungsfaktor: ~2,2 µmol pro Watt bei PAR)

  • fAPAR = 0,85

Berechnung:

text

Absorbierte PPFD = 0,85 × 1100 µmol m⁻² s⁻¹ = 935 µmol m⁻² s⁻¹

Das entspricht einer hohen Photosyntheserate – optimal für Wachstum!



Author

Stina O.

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