Nennen Sie die 6 Hauptgruppen der Fertigungstechnik nach DIN 8580 und ordnen sie die folgenden sechs Verfahren zu.
Läppen, Gasschweißen, Maskenformen, Tiefziehen, Fräsen, Feuerverzinken
-> Trennen: Läppen, Fräsen
-> Fügen: Gasschweißen
-> Urformen: Maskenformen
-> Umformen: Tiefziehen
-> Beschichten: Feuerverzinken
-> (Stoffeigenschaften ändern: Härten, Glühen, Anlassen)
Ordnen sie die Verfahren den erreichbaren IT Qualitäten zu:
Rundschleifen, Gießen, Planfräsen
IT: 5 bis 7, 7 bis 12, 11 bis 16
IT 5 bis 7: Rundschleifen
IT7 bis 12: Planfräsen
IT11 bis 16: Gießen
Skizzieren sie in einem Diagramm die folgenden Fertigungsverfahren und stufen sie diese nach fixen (y) und variablen (x) Kosten ein.
Fügen und Montage, Urformen, spanende Fertigungsverfahren, Beschichten, Urformen, Stoffeigenschaften ändern.
Gliedern sie die Form und Gießverfahren auf ihre Formen und Modelle. Bennen sie zusätzlich je zwei Verfahren.
Formen und Gießverfahren:
-> Gießen in verlorene Form:
-> mit Dauermodellen:
-> Handformen, Maskenformen, Vakuumformen, Maschienenformen
-> mit verlorenen Modellen:
-> Feingießen, Vollfromgießen
-> Gießen in Dauerform (Wiederverwendbar -> Kosten sparend):
-> ohne Modell:
-> Druckgießen, Kokillengießen, Schleudergießen, Stranggießen
Beschreiben Sie die folgenden 6 Begriffe:
Siebkern, Anschnitt, Lauf, Kokille, Lunker, Schwindmaß
-> Siebkern: Durch einsetzen des Siebkerns kann das Mitreisen von Schlake (beim Gießen) unterbunden werden.
-> Anschnitt: Der Anschnitt ist ein Kanal, der dazu dient das flüssige Metall in die Gussform zu leiten
-> Lauf: Der Lauf mündet in das herzustellende Gussteil, vom Speiser hin zum Gussteil. Er sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Schmelze.
-> Kokille: Dauerform, wird beim mechanischen Kokillengießen genutzt
-> Lunker: Das sind Fehler im Gussteil. Diese schwächen das Gefüge.
-> Schwindmaß: Die prozentuale Volumenänderung eines Materials während des Abkühlens, vom Gießzustand zur Raumtemperatur.
Wie hoch ist das jeweilige Schwindmaß der folgenden zwei Gusswerkstoffe in %. Gusseiesen mit Lamellengrafit, Stahlgus
Gusseisen mit Lamelengrafit: 1%
Stahlguss: 2%
Skizzieren und Beschreiben sie ein Gießverfahren der folgenden 3.
Vakuumformen, Maskenformen, Feingießen
Skizzieren sie einen Schneidkeil, welcher ein wErkstück spanend bearbeitet.
Skizzieren sie die Zusammensetzung der Fertigungskosten Kf in Bezug auf die Schnittgeschwindigkeit Vc. Verwenden sie dabei Kw Werkzeuggebundene Kosten Maschienengebundene Kosten Fertigungszeit Kml * te. WO befindet sich der Bereich der Kostenoptimierten Schnittgeschwindigkeit?
Nennen sie 3 Verfahren nach DIN 8589 (Drehen)
-> Abstech- bzw EInstechdrehen
-> Querplandrehen
-> Gewindedrehen
Nennen und beschreiben sie welche zwei Hauptaufgaben ein Kühlschmierstoff (KSS) hat. Nennen sie zudem zwei Zusatzaufgaben.
Hauptaufgaben:
-> Kühlwirkung: beim Beabreiten/Zerspannen kommt es zu Reibung wodurch Wärme entsteht und das KSS bringt eine Wärmeabfuhr.
-> Schmierwirkung: Verminderung der Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück.
Zusatzaufgaben:
-> Spanabfuhr: KSS nimmt die Späne auf / schlägt diee ab und transportiert diese ab sodass sie den Spanprozess nicht stören
-> Korrosionsschutzbildung für Maschie und Werkstoff
Die Einteilung der Fertigungsverfahren erfolgt nach DIN 8580. Wie wird das Spanen in Bezug auf die Schneide unterteilt? Geben sie zusätzliche je 2 Beispiele (Fertigungsverfahren) an.
Spanen mit mit geometrisch bestimmter Schneide:
-> Drehen, Bohren, Senken, Reiben, Fräsen, Sägen, Hobeln, Feilen, Meißeln
Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide
-> mit gebundenem Korn
-> Schleifen (bahngebunden), Honen (bahn/kraftgebunden)
-> mit losem Korn
-> Gleitspanen, Läppen (raumgebunden), Strahlspanen (energiegebunden)
Läppen Wirkbewegung ins Bauteil und beim Schleifen entlang des Bauteil
Nennen sie drei Spanarten und zwei Spanformen.
Spanarten:
Reißspan (Bröckelspan): Bei spröden Werkstoffen
Fließspan /Gelitspan): Entsteht bei zähen Werkstoffen& hohen Schnittgeschw.. Werkstoff wird plastisch verformt
Scherspan (Lamellenspan): Der Span wird in einzelnen Segmenten (Lamellen) abgeschert, die aber noch aneinander haften und einen zusammenhängenden Span bilden.
Spanform:
Spiralspäne (Wendelspäne): Spiralförmige oder korkenzieherartige Späne. Sie sind oft bei mittleren Vorschüben anzutreffen und können, wenn sie zu lang werden, problematisch sein.
Kurzspäne: Kurze, gebrochene Spanstücke. Sie sind die angestrebte Idealform in der automatisierten Fertigung, da sie leicht abzuführen sind und keine Gefahr (z. B. durch Verfangen in der Maschine) darstellen.
Längsdrehprozess Schnittgeschw Vc berechnenm Spanungsquerschnitt A, Zeitspanvolumen Q, Schnittkraft Fc in kN und spezifische Schnittkraft.
42CrMo4, d=100mm, ap=2,5mm, f=0,6mm/U, x=60°, n=500 1/min
Nennen sie je zwei Ursachen und zwei Auswirkungen des Werkzeugverschleißes beim Drehen
Ursache: Abrasion (mech. Abrieb -> Auswirkung: Kantenbruch
Ursache: Adhaision -> Auswirkung: ankleben von Teilen des Spanes als Pressschweissung
Nennen sie zwei Vorteile und einen Nachteil einer Klebeverbindung
Pro:
Man kann verschiedene Werkstoffe mit einandere verbinden
geringe bis keine Gewichtzunahme
Con:
Aufwendige Vorbereitung der Oberfläche
Nicht Hitzebeständig
Durch welche zwei Kärfte werden Klebeverbidnugen gehalten?
Durch Adhaision -> zwischen Bauteil und Klebstoff und Kohäsion -> innerhalb des Klebstoffs
Fertigungskosten in Abhängigkeit der Toleranzklassen
Einteilung der Toleranzklassen nach Fertigungsverfahren
Eigenfertigung vs Zukauf Pro & Con
Fixe und variable Kosten
Ausführungsmöglichkeiten der Formschräge
Schrumpfung und Schwindung beim Abkühlen von Metallen
Lunkerarten & Entstehung
Lunker = Lufteinschlüsse, passiert beim erstarren. Schwindungshohlräume
Entstehen Lunker bei Gussteilen = Ausschuss, da diese Festigkeit vermindern und einen nicht druckdichten Guss ergeben.
Speiser sorgen dafür, dass die Schwindung ausgeglichen werden kann und keine Lunker entstehen.
Außenlunker:
Da von oben noch Material nachfließt erstarrt es erst unten und seitlich. Das Metall erstarrt von den kühleren Außenwänden nach innen. Da die Schmelze im Inneren schrumpft, sinkt der Spiegel der noch flüssigen Schmelze ab.
Innenlunker:
Diese Hohlräume befinden sich im Inneren des Werkstücks und sind von außen oft nicht sichtbar. Sie bilden sich in sogenannten Wärmezentren (die dicksten Stellen des Bauteils). Wenn die äußere Schale bereits erstarrt und fest ist, aber das Innere noch flüssig bleibt, zieht sich der Kern beim Erstarren zusammen. Da von außen kein flüssiges Material mehr nachfließen kann (weil die Wege bereits "zugefroren" sind), entsteht im Zentrum ein Vakuum bzw. ein Hohlraum.
Mikrolunker:
Hierbei handelt es sich um winzige, oft mikroskopisch kleine Poren, die im gesamten Gefüge verteilt sein können. Sie treten vor allem bei Legierungen auf, die über einen weiten Temperaturbereich erstarren. Während der Erstarrung bilden sich tannenbaumartige Kristallstrukturen (Dendriten). Zwischen den feinen Armen dieser Dendriten bleiben winzige Reste von Flüssigkeit eingeschlossen. Wenn diese kleinen Taschen erstarren und schrumpfen, können sie nicht mehr mit Schmelze "gespeist" werden, da die Dendritenarme den Fluss blockieren.
Anschnittsystem einer Sandgussform, beschreiben und skizzieren können
Was ist eine Kokille?
Eine Kokille ist eine wiederverwendbare Gussform. Dauerform
Vorteile:
Hohe Maßgenauigkeit: Die Bauteile sind sehr präzise.
Gute Oberflächenqualität: Die Gussteile haben eine glatte Oberfläche.
Feines Gefüge: Durch die schnelle Abkühlung an der kalten Metallwand der Kokille entsteht ein feinkörniges und dichtes Materialgefüge, was oft zu besseren mechanischen Eigenschaften (z.B. höherer Festigkeit) führt.
Wirtschaftlichkeit: Durch die Wiederverwendbarkeit der Form ist das Verfahren bei mittleren bis hohen Stückzahlen sehr wirtschaftlich.
Typische Produkte aus dem Kokillenguss sind beispielsweise Motorkolben, Zylinderköpfe oder Gehäuseteile im Maschinenbau.
Nachteile
Hohe Werkzeugkosten: Die Herstellung einer Kokille ist sehr teuer und aufwändig. Lohnen sich erst bei mittleren bis hohen Stückzahlen.
Begrenzte geometrische Freiheit: Da die Kokille wiederverwendbar sein muss, muss das erstarrte Gussteil auch wieder aus der Form entnommen werden können
Lange Vorlaufzeiten: Die Anfertigung der Kokille selbst dauert oft mehrere Wochen oder Monate.
Eingeschränkte Werkstoffauswahl: Das Verfahren eignet sich nicht für alle Metalle. Metalle mit sehr hohen Schmelzpunkten (z. B. Stahl) würden die Kokille zu stark thermisch belasten und ihren Verschleiß extrem beschleunigen.
Hohes Gewicht der Form
Werkstückzeichnung und ausgeformtes Gussstück
Handformen mit Kasten
Vakuumformen / Vakuumgießen
Maskenformen
Feinguss
Warmkammer Druckguss
Kaltkammerdruckguss
Schwerkraftkokillengießen
Schleuderguss
Spanende Fertigungsverfahren mit geom. bestimmter und geom. unbestimmter Schneide
Alle bestimmt, nur Schleifkorn nicht
Keil als Grundform der Werkzeugschneide
Schneiden und Flächen am Schneidteil
Winkel am Schnittkeil
Welche Spanarten sind Vorteilhaft / unerwünscht?
Späne nach ihrer Entstehung in 4 Gruppen eingeteilt: Reisspäne (spröde Werkstoffe), Scherspäne (zähe Werkstoffe), (Lamellenspäne), Fließspäne.
Erwünscht:
Scherspäne am besten, da schöne Abführung und gute Oberfläche, bricht leicht
Unerwünscht:
Reisspan unschöne Oberfläche, aber gute Hitze abführung
Fließspan & Lamellenspäne, Oberfläche zwar sehr gut aber unhandlicher und zusammenhängender Span -> ungünstig für Automatisierung der Fertigungsprozesse.
Formgebungsprinzipien
Spanformen bei Drehbearbeitung
Zerspanprozess
Fertigungskosten Kf eines durch Zerspanung gefertigten Werkstücks
Bereich kostengünstiger Schnittgeschwindigkeiten
Die kostenoptimierte Schnittgeschwindigkeit ($v_{k, \text{opt}}$) liegt genau dort, wo die Summe dieser beiden Kostenkurven am niedrigsten ist.
Fährt man langsamer, steigen die Fertigungskosten (Maschinenlaufzeit) stärker an, als die Werkzeugkosten sinken.
Fährt man schneller, steigen die Werkzeugkosten (häufiger Wechsel) stärker an, als die Fertigungskosten sinken.
Maß-, Form- und Lagetoleranzen
EB und EW bedeutung?
EB = System Einheitsbohrung:
Bei diesem Passsystem wird grundsätzlich die Bohrung als einheitliches Bezugselement gewählt. Da für die Bohrung hierbei das Nennmaß als Mindestmaß festgelegt ist, wird das Toleranzfeld des Systems EB das H-Feld
EW = System Einheitswelle:
Hier ist die Welle einheitliches Bezugselement, d. h. die Welle hat für jedes Nennmaß das einheitlich gleichbleibende Maß, und das Passmaß der Bohrung wird je nach Passcharakter größer oder kleiner ausgeführt. Da beim System EW für die Welle das Nennmaß als Höchstmaß festgelegt wurde, ist das Toleranzfeld für das System EW das h-Feld.
Oberflächengestalt / Gestaltabweichungen
Spanen mit geom. bestimmter schneide
Wirkprinzipien beim Schleifen und Läppen (Spanen mit geom. unbestimmter schneide).
Wie wird das geeignete Fertigungsverfahren ausgewählt?
Entsprechend der erforderlichen Genauigkeit
Woraus bestehen Dauer- und verlorene Modelle
Dauermodelle:
Holz, Metall, Kunststoff
Verlorene Modelle:
Wachs, Polystrolschaumstoff
Die Schnittdarstellung zeigt einen Schneidkeil mit positivem und einen Schneidkeil mit negativem Spanwinkel. Ordnen Sie diese richtig zu. Wie groß ist die Summe aus Spanwinkel, Keilwinkel und Freiwinkel? Was ist der Vorteil eines negativen Spanwinkels?
Die Summe aus Freiwinkel (alpha), Keilwinkel (beta) und Spanwinkel (gamma) am Schneidkeil beträgt in der Ebene der Schnittdarstellung immer 90°.
Der Hauptvorteil eines negativen Spanwinkels ist die erhöhte Stabilität und Robustheit der Schneidkante.
Da der Spanwinkel (gamma) negativ ist, wird der Keilwinkel (beta) bei gleichem Freiwinkel (alpha) größer. Dieser massivere Keil kann deutlich höhere Schnittkräfte und Stöße aufnehmen, ohne zu brechen.
Wie wirkt sich eine Erhöhung der Schnitttiefe qualitativ auf die 3 Zerspankraftkomponenten aus. Skizzieren Sie den Verlauf.
Eine Erhöhung der Schnitttiefe (ap) führt zu einem näherungsweise linear proportionalen Anstieg aller drei Zerspankraftkomponenten (Fc, Ff und Fp).
Die Zerspankräfte hängen direkt vom Spanungsquerschnitt (A) ab, der abgetrennt werden muss. Der Spanungsquerschnitt berechnet sich (vereinfacht beim Drehen) aus: A = ap * f
(wobei: ap = Schnitttiefe und f = Vorschub). Wenn sie also die Schnitttiefe ap linear erhöhen während der Vorschub f gleich bleibt, verdoppelt sich auch der abzuspaltende Spanungsquerschnitt A. Da alle drei Zerspankraftkomponenten (Schnittkraft, Vorschubkraft, Passivkraft) direkt von der Größe dieses Querschnitts abhängen, steigen sie ebenfalls (fast) linear mit der Schnitttiefe an.
Über welchen Teil des Systems Werkstück, Werkzeug und Span wird die meiste Energie bei der Stahlbearbeitung abgeführt, wenn kein Kühlschmierstoff genutzt wird? Bitte geben Sie auch den prozentualen Anteil an.
Die meiste Energie wird über den Span abgeführt.
Bei der Trockenbearbeitung von Stahl (ohne KSS) werden etwa 80 % der gesamten Zerspanungsenergie (die fast vollständig in Wärme umgewandelt wird) mit dem abfließenden Span aus der Schnittzone transportiert.
Die Struktur eines tribologischen Systems besteht aus 4 Grundelementen. Nennen Sie diese Grundelemente.
+ 2 : Grund- und Gegenkörper sind die beiden Festkörper, die sich in relativem Kontakt zueinander befinden (z. B. Bremsbelag und Bremsscheibe)
Der er Zwischenstoff befindet sich zwischen den beiden Körpern. Dies kann ein Schmierstoff (Öl, Fett), aber auch Verunreinigungen, Luft oder Verschleißpartikel sein.
Das Umgebungsmedium ist die Atmosphäre, die das System umgibt (z. B. Luftfeuchtigkeit, Umgebungstemperatur, Gase).
Erläutern Sie, warum es sich beim Zerspanprozess um ein offenes tribologisches System handelt.
Ein tribologisches System gilt als offen, wenn es sowohl Energie als auch Materie (Stoff) mit seiner Umgebung austauscht.
Weil das System (die Schnittzone) ständig Materie – insbesondere den Span – an die Umgebung abgibt und gleichzeitig Stoffe (wie KSS oder Luft) aufnimmt, handelt es sich um ein klassisches offenes System.
Nennen Sie 3 Verschleiß-(erscheinungs-)formen am Schneidkeil.
Freiflächenverschleiß (VB)
Dies ist der Abrieb an der Freifläche des Werkzeugs (die Fläche, die an der neu erzeugten Werkstückoberfläche reibt).
Kolkverschleiß (KT)
Dies ist eine mulden- oder kraterförmige Vertiefung auf der Spanfläche (die Fläche, über die der Span abläuft).
Kerbverschleiß (VC oder VBN)
Dies ist eine lokale, verstärkte Abnutzung (eine Kerbe) direkt an der Schnitttiefengrenze.
Skizzieren Sie den typischen Verlauf der Verschleißmarkenbreite in Abhängigkeit von der Zeit. Wie verändert sich der Verlauf bei Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit.
Bei einer Erhöhung von $v_c$ wird die Kurve „nach links oben“ gestrafft – der Verschleiß erfolgt schneller und das Ende der Werkzeuglebensdauer wird in kürzerer Zeit erreicht.
Welche Anforderungen werden an Schneidstoffe gestellt? Nennen Sie 4 Anforderungen an Schneidstoffe.
Der Schneidstoff muss deutlich härter sein als der zu bearbeitende Werkstoff (in der Regel etwa das 1,5- bis 2-fache), um in diesen eindringen zu können. Eine hohe Druckfestigkeit verhindert, dass die Schneidkante unter den hohen Schnittkräften plastisch verformt wird.
Da beim Zerspanen durch Reibung und Scherverformung Temperaturen von über 1000 °C entstehen können, muss der Schneidstoff seine Härte auch bei großer Hitze beibehalten. Werkstoffe mit geringer Warmhärte (wie unlegierter Werkzeugstahl) würden bei hohen Schnittgeschwindigkeiten sofort weich werden und versagen.
Die Schneide muss stoßartigen Belastungen (z. B. beim unterbrochenen Schnitt wie beim Fräsen) standhalten, ohne auszubrechen oder zu splittern. Zähigkeit ist das Gegenstück zur Härte – die Herausforderung für die Werkstoffentwicklung besteht darin, Materialien zu finden, die sowohl extrem hart als auch ausreichend zäh sind.
Erläutern Sie die beiden Verschleißmechanismen Adhäsion und Abrasion.
In der Zerspanungstechnik sind Adhäsion und Abrasion zwei der grundlegendsten Verschleißmechanismen, die die Lebensdauer eines Werkzeugs bestimmen. Während Abrasion eher ein mechanisches „Abkratzen“ ist, beschreibt Adhäsion ein „Ankleben und Abreißen“.
Abrasion ist ein rein mechanischer Abtragungsprozess. Er wird oft auch als „Furchverschleiß“ bezeichnet, da die Oberfläche des Werkzeugs durch härtere Partikel regelrecht eingeritzt wird.
Vorgang: Harte Bestandteile im Werkstückstoff (z. B. Karbide, Oxide oder Sandeinschlüsse bei Gussteilen) wirken wie kleine Schleifkörner. Wenn diese über die Werkzeugoberfläche gleiten, graben sie mikroskopisch kleine Furchen in den weicheren Schneidstoff.
Adhäsion entsteht durch die Neigung von Metallen, unter hohem Druck und bei bestimmten Temperaturen eine feste Verbindung einzugehen. Man spricht hier von Pressschweißungen oder Kaltverschweißungen.
Vorgang: Beim Zerspanen entstehen an den Kontaktstellen zwischen Span und Werkzeug extrem hohe lokale Pressungen. Dadurch nähern sich die Atome von Werkstück und Werkzeug so stark an, dass sie Bindungen eingehen – sie verschweißen punktuell. Wenn sich der Span weiterbewegt, werden diese Schweißstellen gewaltsam aufgebrochen. Dabei werden kleinste Partikel aus der Werkzeugoberfläche herausgerissen.
Wofür stehen die Bezeichnungen PKD, PKB, HW? Welcher dieser Schneidstoffe eignet sich aus technologischer Sicht am besten für die Drehbearbeitung von gehärtetem Stahl (größer 47 HRC)? Welcher der genannten Schneidstoffe kann nicht verwendet werden?
PKD (Polykristalliner Diamant): Ein synthetisch hergestellter Schneidstoff aus Diamantpartikeln, die in einer metallischen Matrix versintert sind. Er ist der härteste bekannte Schneidstoff.
PKB (Polykristallines kubisches Bornitrid): Auch bekannt unter der englischen Abkürzung PCBN. Es ist nach Diamant der zweithärteste Werkstoff und besitzt eine sehr hohe Warmhärte sowie chemische Stabilität.
HW (Hartmetall): Ein Verbundwerkstoff, der primär aus Wolframcarbid (Hartstoff) und Kobalt (Bindemetall) besteht. Es ist der am weitesten verbreitete Universalschneidstoff in der Industrie.
PKB (Polykristallines kubisches Bornitrid)
Begründung: PKB behält seine Härte auch bei den extrem hohen Temperaturen, die beim Zerspanen von gehärtetem Stahl entstehen. Zudem ist es chemisch gegenüber Eisenwerkstoffen stabil.
PKD (Polykristalliner Diamant)
Ursache (Chemische Affinität): Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff. Bei den hohen Temperaturen, die im Kontaktbereich zwischen Werkzeug und Stahloberfläche entstehen, tritt eine chemische Reaktion (Diffusion) ein: Der Kohlenstoff des Diamanten wandert in das Eisen des Stahls ab (er „löst“ sich auf). Zudem findet eine Rückumwandlung des Diamantgitters in Graphit statt. Das führt zu einem extrem schnellen Verschleiß der Schneidkante innerhalb von Sekunden oder wenigen Minuten.
Was ist der Sinn einer Beschichtung hinsichtlich der Schneidstoffeigenschaften Zähigkeit und Verschleißfestigkeit?
Der Sinn einer Beschichtung liegt primär in der Auflösung des werkstofftechnischen Zielkonflikts zwischen Härte (Verschleißfestigkeit) und Zähigkeit.
In der Schneidstoffentwicklung gilt meist: Ein Werkstoff, der extrem hart ist, ist spröde (geringe Zähigkeit). Ein zäher Werkstoff hingegen ist meist weicher (geringe Verschleißfestigkeit). Die Beschichtung ermöglicht eine sogenannte Funktionstrennung.
Durch das Aufbringen einer dünnen Hartstoffschicht (ca. 2–20 µm) auf einen Grundkörper (Substrat) erhält man ein Verbundwerkzeug:
Das Substrat (Kern): Besteht meist aus einem zähen Material (z. B. Hartmetall mit hohem Kobaltanteil oder HSS). Es liefert die notwendige Zähigkeit, um mechanische Stöße und Biegebelastungen abzufangen, ohne dass das Werkzeug bricht.
Die Beschichtung (Oberfläche): Besteht aus extrem harten Stoffen. Sie liefert die Verschleißfestigkeit, um dem Abrieb und den chemischen Einflüssen an der Wirkstelle standzuhalten.
Die Beschichtung dient als "Schutzschild" und verbessert die Verschleißfestigkeit durch mehrere Mechanismen:
Abrasionsschutz: Die hohe Härte der Schicht verhindert das mechanische "Ritzen" durch harte Partikel im Werkstück.
Adhäsionsschutz: Beschichtungen wirken oft wie ein Gleitmittel. Sie senken die Reibung und verhindern, dass das Werkstückmaterial am Werkzeug festschweißt (Vermeidung von Aufbauschneiden).
Chemische Barriere: Sie verhindert Diffusionsvorgänge (Stoffaustausch) zwischen Span und Werkzeug, was besonders bei hohen Schnittgeschwindigkeiten entscheidend ist.
Obwohl die Beschichtung selbst meist spröde ist, trägt sie indirekt zur Erhaltung der Zähigkeit des Gesamtsystems bei:
Wärmeschutzschild: Beschichtungen wie Aluminiumoxid ($Al_2O_3$) wirken thermisch isolierend. Sie verhindern, dass die enorme Prozesshitze ungehindert in das Substrat fließt. Dadurch bleibt der zähe Kern kühler und behält seine Festigkeit, anstatt durch Hitze weich zu werden (Schutz vor plastischer Deformation).
Druckeigenspannungen (PVD-Verfahren): Spezielle Beschichtungsverfahren (PVD) können Druckspannungen in der Oberfläche erzeugen. Diese wirken der Rissausbreitung entgegen und erhöhen so die effektive Schneidkantenzähigkeit.
Betrachten Sie die beiden Fertigungsverfahren Schleifen und Gewinden. Bei welchem Verfahren ist die Schmierwirkung und bei welchem die Kühlwirkung entscheidender? Begründen Sie Ihre Entscheidung.
Begründung: Ein Großteil der aufgewendeten Energie wird in Wärme umgewandelt.
Gefahr von Schleifbrand: Da die Kontaktzone zwischen Schleifscheibe und Werkstück sehr heiß wird, besteht die Gefahr von thermischen Schäden in der Randzone des Werkstücks (sog. Schleifbrand). Dies kann zu unerwünschten Gefügeveränderungen, Härteverlust oder Eigenspannungen führen.
Maßhaltigkeit: Eine effiziente Kühlung verhindert zudem die thermische Ausdehnung des Werkstücks während der Bearbeitung, was für die beim Schleifen geforderten engen Toleranzen essenziell ist.
Begründung:
Hohe Reibung: Das Werkzeug hat beim Gewindebohren eine sehr große Kontaktfläche zum Werkstück (Flankenreibung). Ohne ausreichende Schmierung würde das Drehmoment drastisch ansteigen.
Vermeidung von Kaltverschweißungen (Adhäsion): Aufgrund der meist geringen Schnittgeschwindigkeiten und der hohen Pressung neigt das Material dazu, an den Werkzeugflanken festzukleben. Eine gute Schmierung verhindert diese Adhäsion und sorgt für glatte Gewindeflanken.
Werkzeugbruchgefahr: Ein zu hohes Drehmoment infolge mangelnder Schmierung führt bei Gewindebohrern schnell zum Werkzeugbruch, da diese aufgrund ihrer Geometrie empfindlich auf Torsionsbelastung reagieren.
Ordnen Sie die nachfolgen - den Fertigungsverfahren den Hauptverfahrens - gruppen nach DIN 8580 zu :
1. Clinchen/Durchsetzfügen
2. Feuerverzinken
3. Klipsen/Einrasten
4. Stranggießen
5. Strangpressen
6. Croningverfahren
7. Galvanisieren
8. Pressschweißverfahren
9. Sintern
10. Tiefziehen
Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten, Stoffeigenschaft ändern
Urformen
Stranggießen, Croningverfahren, Sintern
Umformen
Strangpressen, Tiefziehen
Fügen
Clinchen/Durchsetzfügen, Klipsen/Einrasten, Pressschweißverfahren
Beschichten
Feuerverzinken, Galvanisieren
Erläutern Sie die Begriffe und Funktion von: Einguss, Lauf, Anschnitt, Speiser oder Steiger und Kern
Nennen Sie 2 Verfahren zur Kernherstellung und vergleichen Sie diese 2.
Erläutern Sie die Begriffe Schrumpfung und 2 Schwindmaß.
Einguss (Sprue): Der vertikale Kanal, in den die Schmelze aus der Gießpfanne gegossen wird. Er dient als Zuleitung und baut den nötigen statischen Druck auf, um die Form zu füllen. Oft ist oben ein Eingusstrichter vorgeschaltet, um das Vergießen zu erleichtern.
Lauf (Runner): Ein meist horizontal verlaufender Kanal im Formsand, der die Schmelze vom Eingussfuß zu den verschiedenen Anschnitten verteilt. Er dient auch dazu, die Strömungsgeschwindigkeit zu beruhigen und Schlacke oder Sandeinschlüsse abzuscheiden.
Anschnitt (Gate): Die engste Stelle und der eigentliche Übergang vom Lauf in den Formhohlraum. Er steuert die Einströmgeschwindigkeit und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Schmelze in der Form.
Speiser oder Steiger (Riser): Ein Reservoir an flüssigem Metall außerhalb des eigentlichen Werkstücks.
Speiser: Kompensiert die Volumenabnahme (Schrumpfung) des Metalls während der Erstarrung, um Hohlräume (Lunker) im Gussstück zu vermeiden.
Steiger: Dient oft zusätzlich als Entlüftung und signalisiert dem Gießer, dass die Form vollständig gefüllt ist.
Kern (Core): Ein separat hergestellter Formkörper (meist aus Sand), der in die Gussform eingelegt wird, um Hohlräume, Bohrungen oder Hinterschneidungen im Werkstück zu erzeugen, die durch die Außenform allein nicht darstellbar wären.
Zwei gängige Verfahren:
Cold-Box-Verfahren: Die Aushärtung des Sand-Binder-Gemisches erfolgt bei Raumtemperatur durch das Einblasen eines gasförmigen Katalysators (meist Amine).
Hot-Box-Verfahren: Das Gemisch wird in einen beheizten Kernkasten geschossen. Die Wärme (ca. 200–300 °C) aktiviert den chemischen Härtungsprozess des Binders.
Vergleich der Verfahren:
Merkmal
Cold-Box-Verfahren
Hot-Box-Verfahren
Energiebedarf
Gering (keine Beheizung nötig)
Hoch (ständiges Heizen der Werkzeuge)
Taktzeit
Sehr kurz (schnelle Begasung)
Länger (Wärmedurchgang erforderlich)
Maßhaltigkeit
Sehr hoch (kein Verzug durch Hitze)
Gut, aber thermische Ausdehnung möglich
Umwelt
Geruchsbelastung durch Amine
Emissionen durch thermische Zersetzung
Diese Begriffe beschreiben die Volumenänderung des Metalls während des Abkühlens, betreffen aber unterschiedliche Phasen.
Schrumpfung: Bezeichnet die Volumenabnahme des Metalls während der flüssigen Phase und während der Erstarrung (Übergang flüssig zu fest). Da sich die Atome beim Festwerden enger anordnen, sinkt das Volumen. Ohne Speiser würden hierbei "Lunker" (Hohlräume) entstehen.
Schwindmaß (Schwindung): Bezeichnet die lineare Verkleinerung des bereits festen Körpers beim Abkühlen von der Erstarrungstemperatur auf Raumtemperatur. Da sich Festkörper bei Kälte zusammenziehen, muss das Modell in der Gießerei um diesen Prozentsatz (z. B. 1 % bei Gusseisen oder 2 % bei Stahlguss) größer gebaut werden, damit das fertige Teil die korrekten Maße hat.
Gießen nach dem Maskenformverfahren:
a) Zu welcher Kategorie von Gießverfahren gehört es?
b) Nennen Sie zwei Einsatzgebiete, in denen diese in a) gefragte Kategorie von Gießverfahren typischerweise zum Einsatz kommt !
Es ist ein Gießverfahren in verlorenen Formen mit Dauermodellen
Automobil- und Motorenbau: Herstellung von komplexen, dünnwandigen und präzisen Bauteilen wie Zylinderköpfen, Kurbelwellen, Nockenwellen oder Getriebeteilen.
Allgemeiner Maschinenbau: Produktion von hochwertigen Gehäusen für Hydraulikkomponenten, Pumpenteilen oder Armaturen, bei denen enge Toleranzen und glatte Innenkanäle gefordert sind.
Feingießen (Wachsaus - schmelzverfahren)
Welche Vor - und Nachteile hat das Feingießen ?
Nennen Sie 2 Produktbeispiele
Höchste geometrische Freiheit
Exzellente Oberflächengüte:
Hohe Maßgenauigkeit:
Freie Werkstoffwahl
Keine Formteilung
Hohe Prozesskosten
Lange Durchlaufzeiten
Größen- und Gewichtsbeschränkung
Hoher Energiebedarf
Turbinenschaufeln: Für Flugzeugtriebwerke oder Gasturbinen. Diese bestehen oft aus einkristallinen Superlegierungen und besitzen komplexe interne Kühlkanäle, die nur durch Feinguss realisierbar sind.
Medizintechnische Implante: Beispielsweise künstliche Hüftgelenke oder Knieprothesen aus Kobalt-Chrom-Legierungen, die biokompatibel sein müssen und eine perfekte Oberfläche benötigen.
Giessen in Dauerformen Schleuderguss
Erläutern Sie die Herstellung und den Vorgang
Nennen Sie 2 Vorteile
Nennen Sie 2 Beispiele für vorteilhaft herstellbare Teile
Vorbereitung: Eine metallische Hohlform (Kokille) wird in eine Rotationsvorrichtung eingespannt. Die Innenwand wird meist mit einer Schlichte beschichtet, um das Anhaften des Metalls zu verhindern und die Kokille zu schützen.
Rotation: Die Kokille wird in schnelle Drehung versetzt. Je nach Bauteilgeometrie geschieht dies horizontal (für lange Rohre) oder vertikal (für kurze Ringe oder Buchsen).
Gießen: Die flüssige Schmelze wird in die rotierende Form gegossen. Durch die wirkende Zentrifugalkraft wird das Metall radial nach außen gegen die Formwand geschleudert und nimmt deren Innenkontur an. Die Rotationsgeschwindigkeit wird so gewählt, dass eine Beschleunigung vom 30- bis 80-fachen der Erdbeschleunigung wirkt.
Erstarrung und Trennung:
Die Erstarrung erfolgt gerichtet von der gekühlten Außenwand nach innen.
Da Verunreinigungen und Gaseinschlüsse (Schlacke) eine geringere Dichte als das Metall haben, werden sie durch die Zentrifugalkraft zur freien Innenoberfläche gedrängt.
Entnahme: Nach dem Erstarren wird die Rotation gestoppt und das fertige Gussstück (z. B. ein Rohr) axial aus der Form gezogen.
Hohe Gefügequalität
Wirtschaftlichkeit (Kernloses Gießen): Zur Herstellung von zylindrischen Hohlräumen sind keine Sandkerne erforderlich. Zudem entfällt ein komplexes Vergieß- und Speiserrisystem, was die Materialausbeute deutlich erhöht.
Selbstreinigungseffekt: Oxyde und Schlackepartikel sammeln sich an der inneren Oberfläche und können dort durch eine einfache mechanische Bearbeitung (Ausdrehen) leicht entfernt werden.
Druckrohre und Abwasserrohre
Zylinderlaufbuchsen
Gleitlagerbüchsen und Ringe
Worin unterscheidet sich das Kokillengießen vom Druckgießen?
Für welche Arten von Gussteilen ist der Druckguss besonders gut geeignet?
Komplexe Geometrien
Dünnwandige Leichtbauteile
Bauteile mit hoher Oberflächengüte
Großserienprodukte
Durch welche Kräfte werden Klebeverbindungen gehalten?
Nennen Sie 3 wesentliche Vorteile und 3 Nachteile der Klebeverbindungen im Vergleich zu anderen Verbindungstechniken
Für eine überlappende Klebeverbindung zweier Bleche (5 mm stark) mit 50 mm Breite wurde eine Überlappungslänge von 30 mm ermittelt. Skizzieren Sie den Kräfteverlauf und den Spannungsverlauf
Diese Klebeverbindung soll zukünftig die doppelte Zugbeanspruchung übertragen. Welche Klebefläche wird benötigt
Machen Sie 2 Vorschläge unter Nennung der Vorbzw. Nachteile Vergleichen Sie den jeweiligen Spannungsverlauf
Adhäsion (Anhangskraft): Dies sind die Kräfte zwischen der Werkstoffoberfläche (Fügeteil) und der Klebstoffschicht. Sie beruhen auf molekularen Wechselwirkungen (z. B. Van-der-Waals-Kräfte) und mechanischer Verklammerung in den Oberflächenporen.
Kohäsion (Innere Festigkeit): Dies beschreibt die Bindungskräfte innerhalb des Klebstoffs selbst. Sie bestimmen, wie gut der Klebstoff in sich zusammenhält.
Vorteile
Verbindung ungleicher Stoffe: Metalle, Kunststoffe, Glas etc. lassen sich problemlos kombinieren.
Geringe Warmfestigkeit: Viele Klebstoffe verlieren bei höheren Temperaturen an Festigkeit.
Gleichmäßige Krafteinleitung: Keine Querschnittsschwächung durch Bohrungen (wie beim Nieten/Schrauben) und keine Spannungsspitzen.
Alterungsanfälligkeit: Klebeverbindungen können durch UV-Licht, Feuchtigkeit oder Chemikalien mit der Zeit versagen.
Zusatzfunktionen: Kleben wirkt gleichzeitig abdichtend, isolierend und schwingungsdämpfend.
Lange Aushärtezeiten: Im Gegensatz zum Punktschweißen benötigen Klebstoffe oft Zeit und Vorrichtungen zum Abbinden.
Die theoretische Klebefläche beträgt aktuell1500 mm^2. Um die doppelte Kraft zu übertragen, müsste man theoretisch die Fläche auf 3000 mm² verdoppeln.
Vorschlag A: Verdopplung der Breite
Vorteil: Die Kraftübertragung steigt linear an. Da die Randbereiche (Spannungsspitzen) proportional mitwachsen, ist dies die sicherste Methode.
Nachteil: Oft ist bauraumbedingt kein Platz für breitere Bauteile.
Spannungsverlauf: Bleibt qualitativ gleich (Spitzen an den Enden), wird aber über eine größere Breite verteilt.
Vorschlag B: Konstruktive Änderung (Schäftung oder Doppellapschäftung)
Anstatt die einfache Überlappung zu verlängern, werden die Enden der Bleche abgeschrägt (Schäftung).
Vorteil: Der Kraftfluss erfolgt fast in einer Linie. Die schädlichen Schälspannungen und das Biegemoment werden massiv reduziert.
Nachteil: Aufwendige mechanische Vorbereitung der Blechkanten (Fräsen/Schleifen).
Spannungsverlauf: Der Spannungsverlauf wird deutlich gleichmäßiger über die gesamte Länge der Klebefläche. Dadurch kann die Klebeschicht viel effizienter genutzt werden.
Vergleich des Spannungsverlaufs:
Während bei der einfachen Überlappung eine Verlängerung der Klebefläche ab einem gewissen Punkt kaum noch Festigkeitsgewinn bringt (da die Mitte "tot" ist), führt eine Schäftung dazu, dass die Spannung nahezu konstant über die Fläche verteilt wird.
Definition Klebstoff
Def. Kleben:
Verbinden von Fügenteilen mittels eines Klebstoffs.
Def. Klebstoff nach DIN 16920:
Klebstoff ist ein nichtmetallischer Werkstoff, der Körper durch Oberflächenhaftung und innere Festigkeit (Adhäsion und Kohäsion) verbinden kann, ohne dass sich das Gefüge der Körper wesentlich ändert
Kräfte beim Kleben
Benetzung
Oberflächenbehandlung beim Kleben
Wirkungsweise physikalisch abbindender Klebstoffe
Wirkungsweise chemisch härtneder Klebstoffe
5 Verfahren zum Spanen mit geom bestimmter Schneide
Feilen, Hobeln, Drehen, Sägen, Bohren
3 Verfahren zum Spanen mit geom unbestimmter Schneide
Hohnen, Schleifen, Läppen, Strahlen
Nennen Sie Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen des Werkzeugverschleiß es beim Drehen
Ursachen:
- Abrasion, mechanischer Abrieb
- Oxidation, Verzunderung bei >800°C durch Sauerstoff i.d. Luft
- Adhäsion, Belagbildung durch Wiederaufschweißen
- Diffusion, Phasengrenzenflächen schwächen das Hartmetall
Auswikrungen:
- Anstieg der Schnitttemperatur
- Fertigungsfehler hinsichtlich Maß-, Formund Oberflächengüte
- Erhöhte Fertigungskosten durch Werkzeugkosten, Wechselzeiten und Stillstand bei Reparatur
Drehbearbeitung einer Welle (Schruppen)
Schruppen = Abheben von Werkstoff mit großem Spanvolumen grobzahnige Werkzeuge+große Schnitttiefe
Tragen Sie die festgelegten Größen in die Skizze ein und erläutern Sie diese!
Welche Größen sind vom Einstellwinkel abhängig?
Einstellwinkel K = Winkel zwischen der gedrehten Oberfläche und der Hauptschneide des Drehwerkzeugs.
Welchen Einfluss hat die Werkstückstabilität auf den die Wahl des möglichen Einstellwinkels?
Der Einstellwinkel Kappa ist eine der wichtigsten Kenngrößen bei der Werkzeuggeometrie, da er maßgeblich beeinflusst, wie die Schnittkraft auf das Werkzeug und das Werkstück verteilt wird und wie der Span geformt wird.
A. Geometrische Größen (Spanungsquerschnitt)
Effekt: Ein kleinerer Einstellwinkel führt zu einer größeren Spanungsbreite (die Kraft verteilt sich auf ein längeres Stück Schneide).
Effekt: Ein kleinerer Einstellwinkel führt zu einem dünneren Span (vorteilhaft für die Standzeit, da die thermische Belastung sinkt).
Ein großer Einstellwinkel leitet die Kraft primär in axialer Richtung (Vorschubrichtung) ab. Die Passivkraft ist gering.
Ein kleiner Einstellwinkel führt dazu, dass ein großer Teil der Kraft radial wirkt. Die Passivkraft ist hoch.
Die Stabilität des Werkstücks ist das entscheidende Kriterium für die Wahl des Einstellwinkels:
Bei geringer Werkstückstabilität (z. B. lange, dünne Wellen):
Wahl: Es muss ein großer Einstellwinkel gewählt werden (typischerweise kappa = 90 bis $95).
Begründung: Lange, dünne Werkstücke neigen zum Durchbiegen und zu Schwingungen (Rattern), wenn radiale Kräfte auf sie einwirken.
Da ein großer kappa die Passivkraft minimiert, wird das Werkstück weniger stark radial weggedrückt. Die Kraft wird stattdessen in die steife axiale Richtung der Hauptspindel geleitet.
Dies erhöht die Maßgenauigkeit (weniger Durchbiegung) und verhindert Oberflächenfehler durch Vibrationen.
Bei hoher Werkstückstabilität (kurze, dicke Werkstücke):
Wahl: Hier können kleinere Einstellwinkel (z. B. kappa = 45 bis 75) gewählt werden.
Vorteil: Man profitiert von der größeren Spanungsbreite und der geringeren Spanungsdicke, was die Schneidenecke schont und höhere Vorschübe oder Standzeiten ermöglicht.
Wie ändert sich der Wirkrichtungswinkel mit abnehmendem Bohrerdurchmesser?
Der Wirkrichtungswinkel wird mit abnehmendem Radius größer.
Skizziere Schnitt-, Vorschub- und Wirkgeschwindigkeit beim Bohren in einem Punkt der Hauptschneide
Nennen Sie die zwei grundsätzlichen Verfahren für das Umfangsfräsen ebener Flächen mit Walzenfräser
Stirnfräsen: Bei einem Walzenstirnfräser sorgen die Nebenschneiden an der Stirnseite für eine bearbeitete Werkstückoberfläche
Umfangfräsen: Nur die Hauptschneiden des Fräsers sind im Einsatz. Diese liegen am gesamten Fräserumfang.
Stirn-Umfangfräsen: Bei einem Walzenstirnfräser sind gleichzeitig Neben- und Hauptschneiden im Einsatz.
Vergleichen Sie diese anhand der Bewegungsrichtungen, Vorschubwinkel, wirkenden Kräfte, Spanbildung
An einer gegossenen Grundplatte soll eine ebene Auflagefläche gefräst werden.
a) Schlagen Sie 2 Fräsverfahren vor und vergleichen Sie diese
b) „Stirnfräsen geht vor Walzfräsen“ Begründen Sie diese Aussage
c) Es sind durchgehende Nuten einzufräsen, nennen Sie 2 dafür geeignete Fräser
a)
Umfangfräsen (Walzfräsen): Nur die Hauptschneiden des Fräsers sind im Einsatz. Diese liegen am gesamten Fräserumfang.
Stirn-Umfangfräsen: Bei einem Walzenstirnfräser sind sind gleichzeitig Neben- und Hauptschneiden im Einsatz.
b)
Man zieht Stirnfräsen vor, weil es schneller ist, glattere Oberflächen liefert und die Maschine weniger belastet. Walzfräsen wird nur dann eingesetzt, wenn die Geometrie das Planfahren von oben nicht zulässt.
c)
Scheibenfräser, Schaftfräser
Skizzieren Sie die typischen Oberflächentexturen beim Schleifen, Honen und Läppen.
Hohnen
Läppen
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| . ' , . ' , . ' , . ' , . ' , . ' , . |
| ' , . ' , . ' , . ' , . ' , . ' , . ' |
Schleifen
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Drehen Definition
Drehen ist Spanen mit geschlossener, meist kreisförmiger Schnittbewegung und beliebiger, quer zur Schnittrichtung liegender Vorschubbewegung. Die Drehachse der Schnittbewegung behält ihre Lage zum Werkstück unabhängig von der Vorschubbewegung bei.
Es gibt:
Plandrehen, Runddrehen, Gewindedrehen, Formdrehen.
Bestandteile einer Drehmaschiene
Bohren Definition
Bohren ist Spanen mit kreisförmiger Schnittbewegung, bei der die Drehache des Werkzeuges und die Achse des zu erzeugenden Innenfläche identisch sind und die Vorschubbewegung in Richtung dieser Achse verläuft. Die Drehachse der Schnittbewegung behält ihre Lage zum Werkzeug unabhängig von der Vorschubbewegung bei.
Arten: Spiralbohrer, Spiralsenker, Profilsenker, Zentrierbohrer, Kernbohrer, Gewindebohrer, Maschienenreibahle
Fräsen Definition
Fräsen ist Spanen mit keisförmiger, einem meist mehrschneidigem Werkzeug zugeordneter Schnittbewegung und mit senkrecht oder auch zur Drehachse des Werkzeuges verlaufender Vorschubbewegung zur Erzeugung beliebiger Werkstückoberflächen.
Arten: Stirnfräsen, Umfangsfräsen, Umfangsstirn…
Gleich und Gegenlauffräsen wirkende Kräfte
Aufbau Fräsmaschiene
Schleifen Definition
Schleifen ist ein spanendes Bearbeitungsverfahren mit einem vielschneidigem Werkzeug aus gebundenem Korn. Das Schleifen erfolgt mit rotierenden Werkzeugen (Schleifscheiben) oder Schleifbändern, meist unter nichtständiger Berührung.
Bindung beim Löten & Vergleich Weich- vs Hart-löten und Schweißen
Die Bindung beim Löten ist ein stoffschlüssiges Fügeverfahren, bei dem im Gegensatz zum Schweißen der Grundwerkstoff nicht aufgeschmolzen wird. Die Verbindung entsteht durch physikalische und chemische Prozesse an den Grenzflächen.
Damit eine Bindung entstehen kann, muss das flüssige Lot die feste Oberfläche des Werkstücks „benetzen“. Das Lot breitet sich dabei als dünner Film aus.
Voraussetzung: Eine metallisch blanke Oberfläche (frei von Oxiden, Fett und Schmutz).
Sobald das Lot die Oberfläche benetzt hat, setzt bei Erreichen der Arbeitstemperatur die Diffusion ein.
Vorgang: Atome des flüssigen Lots wandern in das feste Gefüge des Grundwerkstoffs ein, und Atome des Grundwerkstoffs lösen sich im flüssigen Lot.
An der Grenzfläche zwischen Lot und Grundwerkstoff entsteht durch die Vermischung der Atome eine neue Legierung.
Diese hauchdünne Zone (Intermetallische Phase) ist der eigentliche „Klebstoff“ der Verbindung. Sie ist stoffschlüssig und sorgt für die mechanische Festigkeit und die elektrische Leitfähigkeit.
Hartlöten (>450°C) die Atome aufgrund der höheren Energie tiefer diffundieren können, sind Hartlötverbindungen in der Regel deutlich belastbarer als Weichlötverbindungen.
Schweißen: Die Fugenkanten des Grundwerkstoffs werden bis zum Schmelzpunkt erhitzt und verflüssigt. Es entsteht ein gemeinsames Schmelzbad. Die Verbindung ist nach dem Erstarren ein einheitliches Gefüge.
Arten des Plandrehen
Arten des Runddrehen
Sägeverfahren
Womit ist eine Feinbeabreitung möglich?
Funktion Langhubhonen
Stoffschlüssiges Fügen
Schweißnähte
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