1) Tinbergens Fragen:
Welche vier klassischen Fragen kann man an Verhaltensleistungen stellen?
Erläutern Sie jede der vier Fragen jeweils in einem Satz anhand eines von Ihnen gewählten Beispiels aus der Vorlesung!
(4P)
2) Was versteht man unter einer Efferenzkopie?
Erläutern Sie das an einem Beispiel Ihrer Wahl!
Erklären Sie dabei, was die Afferenz und was die Efferenz wäre und womit die Efferenzkopie verrechnet wird.
Welche konsequenzen hat die Verrechnung mit der Efferenzkopie in Ihrem Beispiel?
(8P)
3) Beschreiben Sie mit jeweils einem Satz und/oder einem Bild den Inhalt dreier wichtiger Entdeckungen des Verhaltensforschers Konrad Lorenz.
Machen Sie dabei deutlich, warum das wichtige Einsichten waren.
Schlagworte reichen nicht!
(6P)
4) Zeichnen Sie für die folgenden Situationen ein, wie der Tanz einer Sammlerin von Apis mellifera aussehen würde.
(Gehen Sie einfach davon aus, dass das Blatt der vertikal stehenden Wabe entspricht: oben auf dem Blatt entspricht oben auf der Wabe).
(3P)
5) Wie wird im Schwänzeltanz von Apis mellifera die Entfernung einer ergiebigen Nahrungsquelle angezeigt?
(2P)
6) Wie funktioniert die Richtungsweisung im Schwänezltanz von Apis florea?
7) Verschiedene inhibitorische Prozesse spielen im Mauthner-Netzwerk eine entscheidende Rolle.
Nennen Sie (i) einen Inhibition-vermittelnden Zelltyp des Mauthner-Systems.
Was macht dieser im Netzwerk: (ii) Woher bekommt er seinen Input? (iii) Was ist sein Zielsubstrat und was verhindert er?
8) Inwiefern unterscheidet sich der Adultgesang eines Dachsammer-Männchens, wenn diesem während der sensiblen Phase immer gleichzeitig arteigener Gesang und artfremder Gesang vom Tonband vorgespielt wurde?
Welche Schlussfolgerung lässt diese Beobachtung zu?
9) Inwiefern unterscheidet sich der Gesang einer isoliert aufgezogenen männlichen Sumpfammer, die nie den Gesang eines Artgenossen gehört hat, vom Adultgesang eines normal aufgewachsenen Männchens?
Welche Schlussfolgerung lässt dies zu?
10) Eine Cataglyphis unternimmt einen Suchlauf (gestrichelte Linie) und findet Futter bei (F).
Zeichen Sie in die Skizze ein, (1) auf welchen Weg die Ameise zum Nest (N) zurückkehrt.
(2) Wie heißt die von Cataglyphis angewandte Strategie, mit deren Hilfe sie zum Nest zurückfindet?
(3) Wie läuft die Ameise, wenn Sie diese an die Stelle (R) versetzen?
(4) Wie würde der Heimweg von (R) zum Nest aussehen, wenn Cataglyphis eine kognitive Karte ihrer Umgebung zur Verfügung stände.
Beschriften Sie die eingezeichneten Wege eindeutig mit den Zaheln (1), (3) und (4)!
11) Was kann man als Vorteil der Orthoptera für die Untersuchung von akustischer Kommunikation ansehen und was für Eigenschaften dieser Gruppe stellen eher Nachteile dar?
12) Weinhähnchen-Männchen (Oecanthus spec.) produzieren im Verhältnis zu ihrer Größe sehr tiefe Frequenzen.
a) Weshalb erwarten wir überhaupt einen Zusammenhang zwischen Körpergröße und verwendeter Frequenz?
b) Wie schafft es das Tier, trotzdem seine tieffrequenten Gesänge ausreichend laut zu produzieren?
c) Welchen Vorteil hat das Männchen dadurch und warum?
13) Ihnen werden eine Hamstermutante und ein Hamster-Wildtypstamm zur Verfügung gestellt.
Sie sollen prüfen, ob die Mutation Auswirkungen auf die circadiane Uhr der Tiere hat.
Beschreiben Sie, wie Sie vorgehen würden, um das zu klären, und was Sei aus den möglichen Ergebnisdaten jeweils schließen würden!
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