3. Was regelt die VOB? Nennen Sie mind. Einen Teil und die darin enthaltenen Reglungen
Allgemeines zur VOB
VOB = Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen
Gilt verbindlich für öffentliche Auftraggeber, in der freien Wirtschaft nur bei vertraglicher Vereinbarung
Ziel: einheitliche, faire und rechtssichere Regelung von Vergabe und Durchführung von Bauaufträgen
Teil A – Vergabe
Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen durch AG
Regelt Ablauf und Verfahren der Ausschreibung
z. B. öffentliche, beschränkte, freihändige Vergabe
Lose oder Gesamtvergabe
Eignungsnachweise, Wertung der Angebote, Zuschlagserteilung
Teil B – Vertragsbedingungen
Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen
Enthält Rechte und Pflichten von Auftraggeber & Auftragnehmer
z. B. Ausführungsfristen, Abnahme, Mängelhaftung, Zahlung, Vertragsstrafe, Kündigung
Ca. 19 Paragrafen, Grundlage für die Bauausführung und Abrechnung
Teil C – Technische Vertragsbedingungen
Allgemeine technische Vertragsbestimmungen Für die Bauleistungen spezifisch fürs Gewerk
Enthält DIN-Normen und technische Mindestanforderungen
Dient der Qualitätssicherung und definiert, wie Bauleistungen technisch auszuführen sind
Kurzmerkformel zum Einprägen
A = Ausschreibung, B = Bauvertrag, C = Check technischer Anforderungen
4. Was versteht man allgemein unter dem Begriff Bauunterhalt
Definition
Bauunterhalt = Maßnahmen zur Erhaltung der baulichen Anlagen
Ziel: Gebrauchstauglichkeit, Sicherheit und Wert eines Gebäudes bewahren
Merkmale
Keine wesentlichen Änderungen an der Bausubstanz
Dienen der Instandhaltung, Instandsetzung und Schadensbeseitigung
Umfasst regelmäßige Pflege, Wartung und kleinere Reparaturen
Abgrenzung
Bauunterhalt ≠ Neubau / Umbau / Modernisierung → keine grundlegende Änderung der Konstruktion oder Nutzung
5. Was besagt die aktuelle Rechtsprechung des EuGH zur HOAI
Urteil vom 4. Juli 2019
Verbindliche Mindest- und Höchstsätze der HOAI verstoßen gegen EU-Recht (Dienstleistungsrichtlinie)
Daher nicht mehr zwingend anwendbar
HOAI bleibt aber gültig in ihren Leistungsbildern und Strukturen – nur die Preisbindung entfällt
Betrifft vor allem öffentliche Auftraggeber → mehr Verhandlungsspielraum bei Honoraren
Kurzmerkformel:
„Seit 2019 keine verbindlichen Honorarsätze mehr – aber HOAI gilt als Orientierung weiter.“
6. Die AHO-Schrift Nr. 9 gliedert das Leistungsbild der Projektsteuerung in fünf Handlungsbereiche. Nennen Sie bitte mindestens drei Handlungsbereiche
Allgemein
AHO-Heft Nr. 9: „Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft“
Gliedert das Leistungsbild der Projektsteuerung in fünf Handlungsbereiche
Ich habe das AHO-Heft in meiner Bachelorarbeit verwendet
Musste die fünf Handlungsbereiche im Modul „Projektsteuerung“ auswendig lernen
Heft basiert auf dem magischen Baudreieck → Kosten, Termine, Qualität
Die 5 Handlungsbereiche
Organisation, Information, Koordination und Dokumentation
Qualitäten und Quantitäten
Kosten und Finanzierung
Termine, Kapazitäten und Logistik
Verträge und Versicherungen
O – Q – K – T – V (Organisation, Qualität, Kosten, Termine, Verträge → Bauzeit Baukosten Bauqualität)
7. Was sind Aufgaben eines SiGeKos
Während Baumaßnahmen komtrollieren ob Maßnahmen, die Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz betreffen Eingehalten werden
Persönlicher Bezug
In meinen Bewerbungsunterlagen erkennbar: zwei SiGeKo-Scheine
Absolviert mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) während des Studiums
Schulungen nach RAB 30 – Baustellenverordnung
Anlage B: Technische Kenntnisse für die Koordination nach Baustellenverordnung
Anlage C: Koordination während Planung und Ausführung
Inhalte der Schulungen
Arbeitsschutzrecht & rechtliche Grundlagen (Pflichten, Haftung, Verantwortung des Bauherrn)
Erste Hilfe & persönliche Schutzausrüstung (PSA)
baustellenbezogene Gefährdungen und deren Beurteilung
Organisation von Personen, Fahrzeugen, Tagesunterkünften, Arbeitsregelungen
Koordination der Planung und Bauausführung
Erstellung & Pflege des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplans (SiGe-Plan)
Unterlagen für spätere Arbeiten
Umgang mit Konfliktsituationen auf der Baustelle
Aufgaben eines SiGeKo
Umsetzung der Baustellenverordnung (§ 3 BauStellV)
Koordination von Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz auf der Baustelle
Erkennen, Vermeiden und Minimieren von Gefährdungen
Überwachung der Einhaltung von Schutzmaßnahmen während des Bauvorhabens
Abstimmung zwischen allen beteiligten Firmen und Gewerken
8. Was regelt die Landesbauordnung NRW
Regelt Bau-, Umbau-, Nutzungs- und Abbruchmaßnahmen auf Landesebene (NRW)
Ziel: Sicherheit, Ordnung und Gestaltung von Bauvorhaben
Enthält Vorschriften zu:
Standsicherheit
Brandschutz
Gesundheits- und Umweltschutz
Abstandsflächen & Gestaltung
Bauantrag & Genehmigungsverfahren
Gilt für alle Beteiligten: Bauherr, Entwurfsverfasser, Bauleiter
„Die BauO NRW legt fest, wie in NRW sicher und regelkonform gebaut wird.“
9. Es erreicht Sie morgens die Nachricht eines nächtlichen Sturmschadens an einer Schule, die Sie betreuen. Wie gehen Sie vor
· Sofortige Gefahreneinschätzung / Schadensbild ermitteln → Prüfung auf Einsturz- oder Verletzungsgefahr
· Sicherheitsmaßnahmen einleiten → Bereich absperren, Zutritt untersagen
· Hausmeister und Schulleitung informieren → Nutzung des Gebäudes vorerst untersagen
· Amts- und Arbeitsgruppenleitung sofort informieren → Abstimmung weiterer Maßnahmen
· Dokumentation des Schadens (Fotos, Notizen, Zeitpunkt)
· Fachfirmen / Gutachter beauftragen zur Schadensermittlung & Sicherung
· Versicherung und ggf. Gebäudemanagement benachrichtigen
10. Die Betreiberverantwortung ist Thema mit stetig wachsender Bedeutung. Welchen Beitrag kann der Bauunterhalt oder Neubau dazu liefern
Ziel: Sicherheit und Gesundheit der Gebäudenutzer gewährleisten
Bauunterhalt:
Regelmäßige Wartung, Prüfung, Instandhaltung
Beauftragung von Sachverständigen / TÜV
Sicherstellung der Verkehrssicherheit (Wege, Beleuchtung, Flächen)
Neubau:
Planung nach aktuellem Stand der Technik
Einhaltung von Brandschutz, Fluchtwegen, Barrierefreiheit, Verkehrssicherung
Integration von TGA-Anlagen (Brandmelde-, RWA-, Sprinkleranlagen)
Dokumentation & Übergabe für spätere Betreiberpflichten
Gemeinsames Ziel:
Rechtssichere Betreiberverantwortung
Vermeidung von Gefährdungen und Haftungsrisiken
„Durch sorgfältige Planung, Wartung und Dokumentation sichern wir die Betreiberverantwortung ab.“
Arten der Vergabe
Öffentliche Ausschreibung
Beschränkte Ausschreibung
Freihändige Vergabe
Direktvergabe
EU-Weite Vergabe
Wer ist der StädteRegionsrat?
Dr. Grüttemeier (CDU)
Janine Köster (SPD)
Aktueller Schwellenwert
ca. 5,5 Millionen Netto
Oberer Schwellenwert Kartellvergaberecht
Unterer Schwellenwert Haushaltsvergaberecht
Zielsetzungen der Vergabe
Wettbewerb
Transperenz
Wirtschaftlichkeit
Gleichbehandlung
Haushalt
Konstruktive Instandhaltung- und Sanierungsmaßnahmen
Investiver Bereich
Wertsteigerung
Neubau
Konzessionsvergabe
Wenn ein Gebäude genutzt wird durch die die es gebaut haben
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