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Okruch Allgemeine BWL

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by anne K.

4.) Erläutern Sie die Begriffe

  • Grenzkosten

  • Betriebsminimum

  • Betriebsoptimum

  • Gewinnschwelle

  • Gewinnmaximum


  • Grenzkosten

    • Grenzkosten sind der Kostenzuwachs, der entsteht, wenn eine zusätzliche Einheit produziert wird (Ableitung der Kostenfunktion K′(x)K′(x)).

    • Solange der Preis über den Grenzkosten liegt, lohnt sich eine Ausweitung der Produktion, bei Preis unter Grenzkosten sollte die Menge verringert werden

  • Betriebsminimum

    • Das Betriebsminimum ist die Ausbringungsmenge, bei der die Grenzkosten ihr Minimum erreichen (Wendepunkt der Kostenfunktion).

    • Unterhalb des Betriebsminimums ist Produktion oft technisch oder wirtschaftlich wenig sinnvoll, da die Kosten je zusätzlicher Einheit wieder steigen

  • Betriebsoptimum

    • Das Betriebsoptimum ist die Menge, bei der die durchschnittlichen Gesamtkosten (Stückkosten) minimal sind; dort schneiden Grenzkosten die Durchschnittskostenkurve im Minimum.

      Dieses Outputniveau entspricht langfristig der Preisuntergrenze, weil hier die Gesamtkosten gerade zu minimalen Stückkosten gedeckt werden können

  • Gewinnschwelle

    • Die Gewinnschwelle ist der Punkt, an dem Erlös und Gesamtkosten gleich sind, also weder Gewinn noch Verlust entsteht (E(x)=K(x)E(x)=K(x))

      In der Absatzmenge ist dies der erste Schnittpunkt von Erlös‑ und Kostenfunktion; ab dieser Menge beginnt die Gewinnzone.

  • Gewinnmaximum

    • Das Gewinnmaximum liegt bei der Ausbringungsmenge, bei der der Abstand zwischen Erlös und Kosten am größten ist, also die Gewinnfunktion ihren Hochpunkt hat.

      In der Preistheorie gilt als Bedingung für das Gewinnmaximum: Grenzerlös = Grenzkosten (MR=MCMR=MC); bei vollständiger Konkurrenz ist MRMR gleich dem Preis.


4.) Inwieweit lässt sich aus der Kostentheorie ein “Zwang zur Größe” ableiten?

Aus der Kostentheorie lässt sich ein gewisser „Zwang zur Größe“ ableiten, aber nur unter bestimmten Bedingungen: Wenn mit wachsender Ausbringungsmenge die durchschnittlichen Stückkosten dauerhaft sinken (Skalenerträge, Erfahrungseffekte), entsteht ein Druck, größer zu werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wo dagegen nach einem bestimmten Punkt steigende Stückkosten auftreten oder andere Restriktionen greifen (Marktgröße, Finanzierung, Managementkapazität), endet dieser Zwang.

Argumente für einen „Zwang zur Größe“

  • Bei steigenden Skalenerträgen (economies of scale) sinken die durchschnittlichen Kosten mit wachsender Unternehmensgröße, etwa durch Spezialisierung, bessere Auslastung von Anlagen oder Fixkostendegression

  • Solange ein kleiner Betrieb unterhalb des Betriebsoptimums produziert, kann er durch Wachstum seine Stückkosten senken und damit seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern; große Anbieter können so Kostenvorteile realisieren und kleine verdrängen.


    Grenzen dieses Zwanges

  • Ab einer bestimmten Größe können Koordinations‑, Organisations‑ und Kontrollkosten stark steigen, sodass die Durchschnittskosten wieder zunehmen und kein weiterer Kostenvorteil durch Wachstum entsteht.

  • Zusätzlich begrenzen Marktnachfrage, Kapitalverfügbarkeit, technologische Sprünge oder regulatorische Vorgaben das Wachstum, sodass die Kostentheorie höchstens einen partiellen, keinen absoluten „Zwang zur Größe“ begründet.


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anne K.

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