Was sind die Pat werte bei Hund und Katze?
Hund: P = 60-160 – Puls messen
Arteria femoralis ( innenseite Oberschenkel)
A = 10-40 – Atmung zählen
Flanke
T = 38,0-39,0 – Rektum
Katze: P = 120-240 – Arteria femoralis
A = 20-40 – Flanke
T = 38,0-39,3 – Rektum
Temp kann bei stress leicht erhöht sein.
Erläre das Impfschema beim Hund?
6 Lebenswochen:
bei Bedarf passive Immunisierung gegen Parvovirose
8 Lebenswochen:
Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Zwingerhusten
12 Lebenswochen:
Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Zwingerhusten, Tollwut
Auffrischung je nach impfstoff jährlich oder alle 3 Jahre.
Erkläre das Impfschema bei der Katze?
• RCPCh: felines Herpesvirus, felines Calicivirus, Chlamydophila felis, felines
Panleukopenievirus (Parvo)
• FeLV: Felines Leukämievirus
• RCPCh +FeLV
Tollwut & FIP Impfung optional
Jährliche Auffrischung
Was ist Staupe? Wie wird es übertragen und welche Tiere sind betroffen?
Hoch ansteckende Viruserkrankung
verschiedener Organsysteme
• Betrifft viele Tierarten, auch Zoo- und Wildtiere
(Löwen, Marderartige, Seehundsterben)
• Übertragung: direkt (Hund zu Hund) & indirekt (z.B.Schuhe)
• Tiere die Staupe überlebt : häufig lebenslange Schäden!
Impfung schützt!
Welche Formen von Staupe gibt es und deren Symptome?
Pneumonische Form: Husten, Schnupfen
Augen- & Nasenausfluss, Lungenentzündung
(Lungenstaupe)
• Magen-Darm-Form: Mandelentzündung,
Erbrechen, Durchfall (Darmstaupe)
• Nervale Form: Krämpfe, Lähmungen (Nervenstaupe)
• Hautform: Rötungen, Knötchen, Blasen,
Hyperkeratosen (=„hard pad disease“)
• Zähne: Zahnschmelzdefekte
Was ist Hepatitis bei Hunden, wie wird es übertragen und was sind die Symptome?
Ansteckende virale Leberentzündung (Hepatitis
contagiosa canis)
• Übertragung: direkt (Hund zu Hund) & indirekt
(z.B.Schuhe)
• Symptomatik: hohes Fieber, Inappetenz, starke
Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall
• Tiere die Hepatitis überlebt: häufig Trübungen der Augenhornhaut, die zur Erblindung führen können.
Was ist Parvovirose beim Hund? Wie wird es übetragen und was ist die Symptomatik.
Wie wird es behandelt?
• häufig auftretende Krankheit
• Erreger extrem widerstandsfähig (Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben) – Überlebt auch im fell der tiere lange (quarantäne beachten)
• Übertragung: direkt (Hund zu Hund) & indirekt (z.B.Schuhe, kot)
• Hochansteckende Viruserkrankung des Magen-Darmtraktes
• Hauptsymptom: blutiger durchfall, Erbrechen
• Hohe Sterberate ohne Behandlung
• Kann innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen
– Symptomatische Behandlung, Infusionen, Wohlfühltherapie, evtl Bluttransfusion
! Hunde und Katzen können sich gegenseitig anstecken !
Was ist der Unterschied zwischen Vene und Arterie?
Arterie – Transportiert Sauerstoffreiches Blut vom Herz weg mit hohem Druck. Sie haben dicke, elastische wände.
Venen – Transportieren sauerstoffarmes Blut zum Herz entgegen der Schwerkraft. Sie haben weniger druck und dünne Wände. Sie haben venenklappen um rückfluss zu verhindern.
Was ist Tollwut? Welche Tiere sind betroffen? Wie erfolgt die Ansteckung? Was sind die Symptome und Behandlung?
Für alle Säugetiere lebensgefährlich
• Empfänglichkeit: Fuchs, Wolf, Kojote – Katze – Rind – Hund – Schaf – Ziege – Pferd – Mensch etc.
• Sichere Diagnose erst nach dem Tod möglich; aus Kopf und Speicheldrüsen
• Ansteckung: durch Biss infizierter Tiere (Speichel) auch Urin wenn in Wunden gelangt.
• Krankheitsdauer: 4 – 7 Tage
• Symptome:
- Stille Wut: Tiere verlieren Scheu vor Menschen, Lähmungserscheinungen
- Rasende Wut: Reizbarkeit, aggressives Verhalten, Lähmungserscheinungen, Speicheln
• Endet in der Regel tödlich nach 10-14 Tagen
Postexpositionelle Therapie und Impfung bei
Tieren ist verboten!
– Nur Impfung schützt
ANZEIGEPFLICHTIG! ZOONOSE!
Was ist Zwingerhusten? Übertragung, Symptome und Behandlung?
• Faktorenerkrankung
• verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Parainfluenza-Virus
• übertragung durch intensive Hundehaltung
• klarer Nasen- bzw. Augenausfluss und starker, trockener Husten
• Nicht behandelt: Lungenentzündung
• Selten tödlich, kann sich aber über Wochen
hinziehen
Symptomatische behandlung
Impfung schützt
Was ist Leptospirose beim Hund? Ansteckung, Symptome und Behandlung.
Bakterielle Erkrankung
Betroffen können auch Nutztiere ( Schwein, Rind, Pferd) oder Wildtiere (Fuchs, Waschbär) sein.
• Übertragung: oral, kontaminiertes Futter & Wasser über Schleimhäute und auch durch kleine Nager (ratten, mäuse) und Urin. Auch über kontaminierte Erde.
Besiedelung von v.a. Leber und Niere
• Symptome: Toxinproduktion führt zu
Gefäßschäden; IKZ 4-12 Tag, oft subklinischer
Verlauf ( kaum symptome)
• Therapie: Penicillin, Tetrazyklin, in der Frühphase hilfreich
Zoonose:
- Infektion über Harn von infizierten Tieren
- Symptome von milden, aber langandauernden
grippeähnlichen Erscheinungen bis ZNS-
Störungen, Leber- und Nierenerkrankungen
mit Magen-Darm Erscheinungen
Welche Formen von Leptospirose gibt es?
• Haemorrhagische Form: plötzlich hohes Fieber, Anorexie, petechiale Blutungen, blutiger Durchfall, Erbrechen, Muskelsteifheit, Tod nach 2-10 Tagen
• Ikterische Form: Fieber, Apathie, Schwäche,
Blutungen, Gelbsucht (nach ca 7 Tagen), häufig Tod nach 7 Tagen bis mehreren Wochen
• Nieren-Form: hohes Fieber, dann Erholung, Urämie durch Nierenversagen mit Schmerzen, Durchfall, Erbrechen, Tod binnen 3-14 Tagen
• Mischformen
Was ist Borreliose? Ansteckung, Symptome und Behandlung?
– Betrifft Hauptsächlich Hunde und Pferde
Übertragen: Zeckenstich und Bluttransfusion
• sehr langer Inkubationszeit (Wochen bis Monate)
• Symptome: hohes Fieber, verminderten Appetit, Schwellungen und Schmerzhaftigkeit Gelenke (akute Gelenksentzündung) und resultierender Lahmheit
• Therapie: mehrwöchige Gabe von Antibiotika
• Impfung für exponierte Hunde möglich (z.B. Jagdhunde), kein vollständiger Schutz da verschiedene Arten
• Zeckenschutz essentiell!
• Zoonose!
Wie oft sollte man Entwurmen bei Katzen und Hunden?
Was sind symptome für Parasietenbefall?
Symptome: • Erbrechen, Durchfall
• Juckreiz um den Anus („Schlittenfahren“)
• Aufgeblähter Bauch
• Gewichtsverlust
• Mattes Fell
Behandlung:
• Hund – Alle 3 Monate / Katze je nach haltung 1-4x im Jahr
• Tablette ,Paste, Spot On
• richtige Dosierung!
• Wahl des Präparates nach Anamnese
• Kotuntersuchungen am besten
Was ist der Echinococcose – Fuchsbandwurm?
Echinococcose – Fuchsbandwurm:
• Zoonose! übertragung von Hund, Fuchs, Wolf, Katze
• Vorkommen: Mitteleuropa (Süd-D, AUT, CH)
• Größe: ca. 5 mm
• Entwicklung:
Zwischenwirt: Maus, Bisamratte, Mensch
Endwirt: Fuchs, Katze, Hund (lebt i. Dünndarm und meist Harmlos)
• Mensch als Fehlwirt! Oft Zysten in der Leber aber kann auch andere Organe befallen ( Lunge, Hirn) unbehandelt – tödlich
• Ansteckung: oral, Zwischenwirte durch Nahrung, Waldfrüchte, Kot
Diagnose durch Ultraschall (Bauchraum) oder CT ( hirn, schlechte sicht)
Was sind Ektoparasiten bei Hund und Katze?
• Zecken
• Flöhe
• Milben
Schutz durch Spot Ons, Zeckenhalsband etc.
Was sind häufige Vergiftungen bei Hunden?
Rosinen und Weintrauben: Durchfall,
Erbrechen, Magenkrämpfe, Teilnahmslosigkeit
(Lethargie), Nierenversagen
• Alkohol: Atemnot, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Koordinationsschwierigkeiten, Krampfanfälle
• Avocados: Atemnot, Bauchwassersucht,
Durchfall, Erbrechen, Husten
• Knoblauch & Zwiebeln: Blasse Schleimhäute,
Blutarmut, Durchfall, Erbrechen, Verweigerung von Wasser und Futter
• Nachtschattengewächse (rohe Kartoffeln, Auberginen und Tomaten): Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizung
• Obstkerne: Atembeschwerden und Atemnot,
Durchfall, Erbrechen, Fieber, Krämpfe, Speicheln
• Rohe Hülsenfrüchte: Blutungen im Magen-Darm- Trakt, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Krämpfe
Rohes Schweinefleisch: Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber, Koordinationsprobleme, Speicheln, starker Juckreiz, Tobsuchtanfälle, Unruhe, Wesensveränderungen, zentrale Störungen (Pseudotollwut), Bewusstlosigkeit. Innerhalb von zwei Tagen nach Auftreten der Symptome führt die Krankheit zum Tod.
• Schokolade und Kakao: Atembeschwerden,
Bewusstseinsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen
– Birkenzucker! tödlich, z.b Kaugummi.
Ursachen für Adipositas bei Hunden und wozu kann es führen?
Ursachen:
• Futter
• Aktivität
• Krankheiten
• Kastration
• Alter
• Rasse
Folgeerkrankungen:
• Diabetes mellitus
• Organverfettung: v.a. der Leber
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Eingeschränkte Atemkapazität
• Gelenkserkrankungen; Lahmheiten
• (Harnkristalle)
Was ist Diabetes bei Hunden und wie äussert es sich? Behandlung.
• Diabetes Typ 1 : Insulinmangel durch
autoimmunbedingte Zerstörung der B-Zellen
• Diabetes Typ 2 : Insulinresistenz, + B-Zell-
Dysfunktion
• Sekundärer Diabetes: Verschiedene
Grundkrankheiten
Hauptsymptome:
• Polydipsie ( übermäßiger durst )
• Polyurie ( übermäßige urin ausscheidung)
• Polyphagie (vermehrter Hunger)
• Gewichtsverlust ( Glucose kann nicht verwerted werden)
=> hochgradige Störungen des Allgemeinbefindens
Behandlung: Spezielles Futter, tägliche Insulininjektionen
Was sind ausslöser für allergien bei Hunden und ihre Symptome?
Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe
Hauptauslöser:
• atopische Dermatitis (Reaktion auf Umweltallergene)
• Futtermittelallergie
• Flohallergie
wichtigsten Symptome:
• Juckende, wund gekratzte oder geleckte Hautstellen
• Futtermittelallergien: Magen Darm Probleme (v.a.Durchfall) ( Pferd füttern)
• 50% der Ohrenentzündungen haben eine allergische Ursache
Behandlung: Therapie der Symptome mit dem Ziel einer guten Lebensqualität für Tiere; Hyposensibilisierung,
Was ist eine Magendrehung beim Hund?
Notfall!
Ursache: unklar
multifaktoriell:
• Rasseprädisposition (größere Hunde)
• Körperform
• Störungen der Magenmotilität
• Stress
Symptome: Ballonartig aufgeblasen,apatisch, blasse schleimhäute, fressen und trinken nicht.
Therapie: OP – zurück drehen
Prophylaxe: öfter kleinere mengen füttern ( antischlingnapf) und Gastropexie ( Magen an Bauchwand annähen lassen)
Was sind Zahnfleisch entzündungen beim Hund, Ursache, Behandlung und Symptome?
= Gingivitis, teilweise oder komplett
• Entzündung des Zahnhalte-Apparats
(Paradontitis)
• Zahnfleisch-Schwund (Paradontose)
Hauptursachen:
• Zahnbeläge und Zahnstein
• Verletzungen
• Weichfutter
• Mundgeruch
• Zahnfleisch gerötet, geschwollen, kann bluten
Was ist OCD: Osteochondrosis dissecans?
= Entwicklungsstörung des Skeletts von Hunden
• degenerative Störung der Knorpelbildung
• Verknöcherung des Knorpels
=> Knorpel kann nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden
• Längenwachstum des Knochens ist verzögert
• Lösen sich vom Knorpel Fragmente (Dissekat)
=> Entzündung, diese greift den Knochen
=> schränken die Beweglichkeit des Gelenks ein
=> Schmerzen bei der Bewegung
• V.a. Schultergelenken, den Ellenbogen und den Knie- und Sprunggelenken
• betrifft vor allem große und schwere
Hunderassen
• tritt durchschnittlich im Alter von 4-7 Monaten auf
• Späterkennung: irreversible Folgen
• Wichtigstes Symptom: Lahmheit
des Hundes
Was ist Hüftgelenksdisplasie bei Hunden?
HD: Hüftgelenksdysplasie
= Fehlentwicklung des Hüftgelenks
• zu großen Teilen genetisch bedingt
• falsche Ernährung und Haltung
= multifaktorielles Geschehen
• nicht heilbar
• Schmerzen reduzieren
• Fortschreiten der Krankheit hinauszögern
Was ist FIP? Wo kommt es vor und was sind die Symptome? Therapie? Prävention?
FIP - Feline Infektiöse Peritonitis
• Erreger: Feline Coronaviren (FCoV)
• Krankheit durch Mutation
Betroffen:
Jungtiere o meist < 4 Jahre
• Rassekatzen
• Mehrkatzenhaushalte
• Immunsuppression – Tierpension, Chir. Eingriff, Koinfektionen z.B. FeLV
• auch bei Großkatzen, v.a. im Zoo (z.b Geparden)
• Symptome: sehr variabel & unspezifisch, Abhängig von Organbeteiligung
• Fieber, durchfall, erbrechen
• Allgemeines Kümmern
• Anämie, Ikterus
Diagnose durch
• Blutbild
o Alb/Glob < 0,8
• Körperhöhlenergüsse
–Liquor
–Serologie (FCoV)
• Sektion
Therapie:
• Meist nur Symptomatisch
• Theoretisch:
o Antiinflammatorisch, Immunsuppressiv
o Immunstimulation
o Virostatika
• GS-441524 – Medikament in Ö nicht –zugelassen – Kontakt FIP help Austria
Prävention:
• Hygiene! – Mind. 1 Katzentoilette pro Ktz
– Fress- & Trinknäpfe räumlich getrennt von
Katzentoiletten – Mehrmals tgl reinigen
• Besatzdichte reduzieren ( Gruppen <3 )
• Stressreduktion
Impfung vorhanden!
Welche formen von FIP gibt es?
• Feuchte Form: effusiv
• Trockene Form: nicht-effusiv/granulomatös
Häufig Überlappung beider Formen
Feuchte Form: Bauchfellentzündung
(Peritonitis): Aszites, Umfangsvermehrtes Abdomen, gelbe, fadenziehende Flüssigkeit
• Brustfellentzündung
(Pleuritis): Liquidothorax, Dyspnoe
Trockene Form:
• Vergrößerte Lymphknoten,v.a. mesenterial Lk
• Uveitis und Chorioretinopathien
• Granulome in Peritonealhöhle und Darmwänden
• ZNS-Beteiligung: Bei jungen Katzen mit neurologischer Erkrankung sollte immer auch
an FIP gedacht werden
Was ist Katzenschnupfen komplex?
Infektiöse Entzündungen des oberen Respirationstrakt bei Katzenwelpen ausgelöst durch verschiedene Viren und Bakterien.
Teile der Krankheit sind Herpes, Calicivirusund Chlamydien
• Viren: Felines Calicivirus + Felines Herpesvirus-1
• Bakterien: Chlamydophila felis
•Vorkommen:
v.a. Mehrkatzenhaushalte oder Zuchten
Veränderungen an:
• Maulhöhle
• Nasenhöhle
• Kehlkopf
• Trachea
• Lunge
Diagnose durch:
Tupfer & Geschabsel von Konjunktiven, ulzerativen Läsionen
• Viren: PCR
• Bakterien: Kultur
Therapie: • Antibiotika: Tetrazykline
• Virostatika: Famciclovir
• (Lysin)
• Symptomatisch: Augensalben, Schleimlöser,
Enzündungshemmer, Inhalation, Infusion...
• Prophylaxe: Impfung
Herpesviren bei Katzen? (feline Rhinotracheitis)
• Herpesvirus-Infektionen gehören zu den
bedeutendsten Erkrankungen in Zuchten und gehören zu dem Katzenschnupfen komplex.
- Konjunktivitis
- Rhinitis (Schnupfen): Niesen, Nasenausfluss
- Pneumonie
• Chronisch-latente Träger: Virusreaktivierung
möglich
Calicivirus bei Katzen? ( felines calicivirus)
Caliciviren sind Teil des Katzenschnupfenkomplexes
Ausscheidung: Speichel, Kot
- Fieber
- Humpeln
- Zahnfleischentzündung
- Läsionen im Mund (Zunge, Lippen, Nase)
Chlamydien bei Katzen? (Chlamydophilia felis)
Teil des Katzenschnupfenkomplexes
• Besonders Katzen im Absetzalter
• Orale Aufnahme, Ausscheidung im Kot und Sekreten
• Geheilte Tiere: Gute Immunität, aber Träger
- eventuell Abort
Was ist Feline Panleukopenie (Katzenseuche) (FPV)und welche tiere sind betroffen?
Felines Parvovirus (FPV)
• Befällt Zellen die sich schnell teilen z.B.
Knochenmark, Enterozyten ( zellen im dünndarm zur nährstoffaufnahme)
• Symptome: Durchfall,
Erbrechen, KM- Suppression (Panleukopenie)
Betroffene Tiere:
• v.a. Tiere aus Tierheimen • Junge, ungeimpfte Kätzchen (bis fünf Monate)
• Ältere Katzen • Chronische Trägertiere:
–Nach Infektion –Virusträger
Was sind die Pathogenese, Übertragung, Symptome, Behandlung und Diagnose von Feline Panleukopenie (Katzenseuche) (FPV)?
• Ausscheidung: Mit Faeces & allen
Körperflüssigkeiten
• Aufnahme: Oral oder Inhaliert
• Übertragung: direkt oder indirekt
• Hohe Tenazität des Virus, kann Monate bis
Jahre in Umwelt überleben
• Virusreplikation in Mandeln und Lymphknoten
• Verteilt sich über Blut in Knochenmark und
Magen-Darm-Trakt
Symptome:
• Verlaufsformen:
Perakut, akut, subakut,sublklinisch
• Plötzlicher Tod bei jungenKätzchen
• Fieber • Erbrechen • Anorexie
• Schmerzhaftes Abdomen (Bauch) • Durchfall
• Ataxie (Taumeln) • Sehstörungen
Diagnose:
• Blutbild: massive Leukopenie
• Kot:
– Schnelltest (FASTest Parvo-Strip ®), – PCR
– (Elektronenmikroskop)
• Blut:
– PCR, – Serologie (bei ungeimpften Tieren)
• Sektion nach Tod der Katze
• Infusionstherapie
• Wiederholte Gabe von Interferon
• Symptomatische Therapie
o Antiemetika
o Antibiotika
• Eventuell Bluttransfusion
• Sicherstellung der Nahrungsaufnahme
• Prophylaxe: IMPFUNG
Was ist FeLV?
– Felines Leukämie Virus
• Virus, das dazu neigt, Tumoren der lymphoiden Zellen(Bestandteile des Blutes) und
der Stammzellen des Knochenmarks zu verursachen
• Wirtspektrum: Feldiae (auch Luchs)
• Risikofaktoren:
o Alter: v.a. Jungtiere, o Freigang
o Mehrkatzenhaushalte ,o Verminderte Hygiene
Übertragung:
• Ausscheidung: Speichel, Milch, Harn, Kot,
Nasensekret
• Übertragung:
o Direkt: enger Kontakt, Fellpflege, Säugen,...
o Indirekt: Futter- & Wasserschüssel
• Infektion über Nasenrachenraum
• Virusvermehrung im lokalen lymphatischen
Gewebe
• Knochenmarks-/Immunsuppression
o sekundär Infektionen: Durchfall, Inappetenz, ZNS-Symptome
• Anämie
• Neoplasien ( v.a. Lymphome)
• Trübe Augen
• Antigennachweis (ELISA, SNAP)
• Antikörperbestimmung • PCR
Therapie und Profylaxe?
• Bis zu 96 % der Katzen entwickeln innerhalb von zwei Wochen Antikörper
• Keine Heilung bei persistent infizierten Tieren
• Prophylaxe: IMPFUNG (Bieten etwa 70% Schutz)
• Management:
o Infizierte Tiere: Kein Freigang, Einzelhaltung, Verminderung des Infektionsdruck
o Test: Neuzugang, kranke Tiere, vor FeLV Impfung
Was ist FIV?
Felines Immundefizienz Virus ("Katzen AIDS")
• Erreger: Retrovirus( Verwandt mit HIV)
• Besonders hoch in Ländern mit vielen
„wilden“ Katzen
• Erregerausscheidung: Milch, Speichel, Markierung von Katern, Mutter in GBM
o Bissverletzungen
o vertikal (intrauterin, post partem)
• Keine indirekte Übertragung
• Keine Ansteckung durch soziale Kontakte
• Betroffen: Freigänger • Unkastrierte Kater
• Katzen mit anderen Erkrankungen
• Zunehmendes Alter
• Ab ca. der 8. Woche nach Infektion
• Fieber, Lymphknotenschwellung, Inappetenz, Entzündungen der MSH • Leukopenie, Anämie
• Neurologische Symptome: Ataxie, Krämpfe
• Infektiöse Erkrankungen, da Immunsuppression
• Neoplasien• Katze kann sich von klinischer Erkrankung erholen, bleibt aber immer FIV-Träger!
• Stadium 1: akute Phase
Fieber, Lymphknotenschwellung
Katze hat noch genug Immunität, um Erkrankung zu bekämpfen
• Stadium 2: asymptomatische Trägerphase
Keine Symptome, kann jahrelang dauern
• Stadium 3: = Immundefizienz; AIDS-ähnlicher Komplex, Krankheitsausbruch: Infektionen des Mauls und der Haut, etc. ,bis hin zum Tot
--> viele Katzen erreichen dieses Stadium niemals!
Diagnose: • Antikörperbestimmung im Blut
o ELISA, SNAP
• Kein Kontakt zu infizierten Katzen, Wohnungshaltung
• Kastration von Katern • Stressreduktion
• Alle anderen Erkrankungen aggressiv therapieren und rglm tierärztliche Kontrollen
• Niemals Euthanasie aufgrund positiver Serologie
Was ist Toxoplasmose?
• Erreger: Toxoplasmagondii
(Einzeller/Protozoon)
• Symptome: Bei Ktz meist subklinisch
Je nach Lokalisation der Zysten (z.B. in gut
durchblutetem Gewebe):
• ZNS
• Muskulatur
• Augen
• Endwirt: Katze
• Zwischenwirt: Beutetiere (v.a. Nager)
• Fehlwirt: Mensch ( gefahr für immunsupresive menschen und schwangere)
Diagnose: • Klinische Untersuchung
• Kotuntersuchung • Direkter Erregernachweis: PCR
• Indirekter Erregernachweis: Antikörper
• Postmortem: Immunhistochemie
Antibiotikum:
• Sulfonamide
• Clindamycin
Prophylaxe!!
• Schädlingsbekämpfung
Welche entzündungen der Maulhöhle gibt es bei Katzen?
• Gingivitis (Zahnfleischentzündung)
• Stomatitis (Maulschleimhaut)
• Glossitis (Zunge)
• Zahnstein
Was ist Gingivitis (Zahnfleischentzündung) bei Katzen?
Maulschleimhaut, Zahnfleisch
• Zusätzlich oft: Zahnbeläge
Diagnose: • Gründliche Anamnese
• Klinik: Rötungen,Blutungen
• Blutuntersuchungen
(FeLV-und FIV-Test)
• Tupferprobe
• Zahnröntgen
• Gründliche Zahnbehandlung
• Eventuell Zähne ziehen
• Entzündungshemmer
• Schmerztherapie
• (Antibiotikum)
Was sind häufige Allergien bei Katzen?
• Flohbiss-Allergie
• Futtermittel-Allergie
• Allergie gegen Umwelt-Allergene,
z.B. Pollen, Staubmilben
Was ist die Flohbiss allergie bei Katzen?
Allergie bei Katzen
• Aber selten findet man Flöhe auf dem Tier
• Starker Juckreiz
• Haarausfall
• Krustenbildung
• Wunden
• Gründliche Floh-Kontrolle!
Erkläre Futtermittel Allergie bei Katzen?
• Allergie gegen Proteine
– meist Rind, Weizen, Ei
• Plötzliches Auftreten
• Ohrentzündungen
• Durchfall / Erbrechen
• Diagnose & Therapie:
– Eliminationsdiät
(Umstellung des Futters)
– Cortison
Was ist Atopische Dermatitits bei Katzen?
Pollen, Staubmilben
• Jahreszeit abhängig (Pollenflug)
• Juckreiz
• Diagnose:
– Allergietest intrakutan vs. Blut
• Therapie:
– Desensibilisierungstherapie mit Allergenkonzentraten
– Antihistaminika
– Fettsäuren
Was sind die PAT werte beim Pferd?
P = 28-40 – a fascialis ( innen Ganasche)
A = 10-14 – Flanke
T = 37,5-38,0 – Rektum
Welche Impfungen sollte ein Pferd haben?
• Tetanus
• Influenza
• Herpes
Non-CORE
• Pilz
• „Immunbooster“
Wie verläuft Tetanus beim Pferd?
= Wundstarrkrampf
• Bakterielle Infektion: Clostridium tetani durch Wunden
• schnell verlaufende Erkrankung des
Zentralennervensystems (ZNS)
• Erreger sind weltweit verbreitet (ubiquitär)
– Muskelkrämpfe, Atemnot, Lähmungen, festlegen
– Symptom behandlung aber oft tödlich
Was ist influenza beim pferd? ( Maultier, Zebra)
= Virale Infektion
Equines Influenzavirus H3N8
• schnell verlaufende, sehr stark ansteckende
(hochkontagiöse) Allgemeinerkrankung
• Atemwege bevorzugt befallen
• gefürchtet sind die Komplikationen, z.B. bakteriellen
Superinfektionen
• Spätfolgen Lungenschädigungen und
Herzmuskelerkrankungen
• verschiedenen Influenza-A-Equi-Subtypen – Mutationen!
Was ist Herpes beim Pferd?
Virale Infektion (Equinen Herpesvirus)
• mittlerweile 5 verschiedene Herpesvirus-
Stämme - großer Bedeutung EHV 1 + EHV 4
• EHV1: bekannt als der Erreger des Virusabortes
und der Encephalomyelitis
• EHV4: bekannt als der Erreger der
Rhinopneumonitis ( Respirationstrakt ( husten, nase, augen))
Erläutere das Impfschema beim Pferd?
ACHTUNG: Bei nicht geimpfter Mutter-
stute bzw. fehlender Kolostrumauf-
nahme oder erwiesener geringer Anti-
körpermenge im Fohlen erfolgt die
erste Impfung gegen Tetanus, Pferde-
grippe und Equines Herpesvirus 1
und 4 im vierten Lebensmonat.
6 . L e b e n s m o n a t
» Tetanus
» Pferdegrippe
» Equines Herpes-virus 1 u n d 4
2. IMPFUNG 7.-7,5. Lebensmonat
» Equines Herpes-
virus 1 und 4
3. impfung 2 - 1 6 . L o b e n s m o n a t
4. IMPFUNG
19.-21. Lebensmonat
Auffrischung halb jährig außer tetanus alle 2-3 jahre.
Welche nicht Key Impfungen gibt es beim Pferd?
Pilz:
„Insol“ Impfstoff
• aktiven Immunisierung gegen Trichophyton und
Mikrosporum
„Immunbooster“:
„Zylexis“ Impfstoff
• Nicht-spezifische Stimulation des Immunsystems, für
Prophylaxe oder Therapie
Wie funktioniert die Entwurmung bei Pferden?
Konventionelle Entwurmung:
• Alle 3 Monate
• Präparate wechseln
• Alle Pferde im Bestand am selben Tag
• Mit Ausmisten und Düngen abstimmen
Selektiv bzw. gezielt Entwurmung:
• höchstens 1/3 des Pferdebestandes 80 % der Parasiten
beherbergen
• nur die befallenen Pferde mit einer Wurmkur behandelt
• die Wahl der richtigen Wurmkur für das Pferd
• Kontrolle über Kotproben
Was sind die wichtigsten Würmer bei Pferden?
o Zwergfadenwürmer: Strongyloides
westeri
o Spulwürmer: Parascaris equorum
o Pfriemenschwänze: Oxyuris equi
o Kleine Strongyliden: Cyathostominae
o Große Strongyliden: Strongylinae
o Bandwürmer: Anoplocephalidae
o Magendasseln: Gasterophilus spp.
Was sind häufige Verletzungen bei Pferden?
• Abrasionsverletzungen ( schürfwunden)
• Sehnenzerrungen (24h kühlen!) – Grade 1–4
4=Muskelfaserriss. Ultraschall zur bestimmung.
• Gabelstich ( je nach lokalisation oft schlimme infektionen)
• Nageltritt ( Je nach lokalisation unproblematisch oder schlimme infektinen) – Röntgen!
Wie erkennt man schmerzen beim Pferd?
Horse Grimace Scale!
– Lahmheit
– Vermehrtes ablegen
– Futter verweigerung
– Verminderte Reaktion
– gg. Abwehrhaltung
Was sind Hufrehe?
= aseptische diffuse Huflederhautentzündung, wobei
sich die Hufkapsel von der Lederhaut ablöst
• Akut: Notfall!
• Chronisch: Hufbeinrotation
• Extremfall: Ausschuhe
Ursachen
• Endotoxisch:
o Kolik
o Geburtsrehe (Nachgeburtsverhalten)
o Infektionskrankheit z.B. Salmonellose
• Endokrinologisch:
o Cushing
o EMS
o Cortisongabe
• Belastungsrehe
• Fütterungsrehe
• Vergiftungrehe (Eibe)
• Folge- oder Begleitkrankheit
Ursache therapieren
• KÜHLEN – Eiswasser!
• Ruhigstellen
• Box tiefeinstreuen
• Kein Kraftfutter, gewaschenes Heu
• Schmerzmittel
• Antiendotoxische Therapie
• Hufschuh, Hufkorrektur
Was ist ein Hufabszess?
= eitrige Entzündung der Huflederhaut
• entsteht durch Eindringen von Bakterien meist durch
kleine Hornrisse oder Spalten
• Gute Prognose wenn behandelt
• Schlechte Hufpflege!
• Pferde des Öfteren mit Hufabszessen: meist schlechte
Hornqualität
• Klassischer Notfall: hgr . Schmerzhaft, Lahmheit
Behandlung: Abdrücken des Hufes zur lokalisation (zangenprobe)
– Öffnen des Abszesses – Hufverband und Schonung
Was ist Mauke?
= bakterielle Hautentzündung in der
Fesselbeuge des Pferdes
• Meist multifaktorielle Krankheit
• häufigsten in den Wintermonaten
• übel riechenden Sekretes
• teilweise stark juckenden Haut
• Unbehandelt: chronischer Verlauf
• Behandlung: Verbesserung der
hygienischen Situation; schonende
Säuberung mit mild desinfizierenden
Lösungen
Was sind häufige Zahnerkrankungen bei Pferden?
Sehr häufig, v.a. bei älteren Pferden
• Infundibularkaries – Karies beim Pferd durch Zementhypoplasie in Oberkieferbackenzähnen – Nasennebenhöhlenentzündungen
• EOTRH – = Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis
• Hgr. schmerzhafte, progressiv fortschreitende
Parodontalerkrankung der Schneide- u. Hengstzähne älterer
Pferde
• Zahnmaterial wird übermäßig resorbiert und dann "repariert" mit ganz viel Zahnzement
• Folge: o Taschenbildung – Abszessen u. Fistel-Gängen in Maulschleimhaut und dicke Zementzubildungen
• Therapie: Zahnextraktion
• Erkrankungen des Zahnhalteapparates
(Paradontium): Parodontitis – Gingivitis - Pulpitis
• nur Backenzähne
• beginnt mit Zahnfleischentzündung
• bilden sich Taschen -> Futter hängen bleibt und von Bakterien zersetzt
• Entzündung befällt knöcherne Zahnfach -> Knochen wird aufgelöst
• Von dort aus auch Pulpainfektionen möglich
• häufig Eiter- und Fistelbildung
• Fehlstellungen
Leitsymptome:
• Kaustörungen
• Zahnfleischentzündung
• Nasenausfluss
• Abmagerung
Was ist Kolik beim Pferd?
Bauchschmerzen:
sehr häufiges Problem, weil: Magen nicht dehnbar und einige Engstellen im Darm
Pferde können nicht erbrechen ( starkerschließmuskel und abgewinkelte Einmündung der Speiseröhre verhindern Rückfluss)
Häufige Ursachen:
– Gaskolik: gasansammlung und Blähungen durch verdorbene oder zu schnelle futteraufnahme
– Krampfkolik: Darmverkrampfungen durch stress, Parasiten
– Sandkolik: Sandaufnahme = reizung und darmverstopfung
– Verstopfungskolik: Futterstau durch wenig trinken oder schlechtes heu
– Darmdrehung: spontane verdrehung, blockiert durchgang
– Magenkolik: Futterüberladung durch z.b zu viel Kraftfutter oder Gastritis
Symptome: je nach Art der Kolik
– Entlastungstellung, Unruhe, Scharren, zum Bauch schauen und treten, Schwitzen, Appetitlos, Flehmen, Hin legen und aufstehen, wälzen, erhöhter puls, Apathie, keine darmgeräusche oder kotabsatz
Behandlung: Je nach Art
– Futter und Wasser entziehen
–Bewegung im schritt
– bei kälte – Abschwitzdecke
– Pferd zum aufstehen animieren wenn wältzt
– Nach TA absprache evtl Colosan
– OP
– Gallenkolik durch Gallensteine
– Nierenkolik durch Harnsteine
Was ist RAO: Recurrent Airway Obstruction
Früher COPD (chronic obstructive pulmonary disease), „Dämpfigkeit“ ) =Equines Asthmasyndrom
= periodisch auftretender, teilweiser oder kompletter
Verschluss der Atemwege
Am häufigsten auftretende Lungenerkrankung bei
Pferden!
Es kommt zum Bronchospasmus (Krampf der Muskulatur, die die Atemwege umspannt) und zu übermäßiger Schleimproduktion und Schwellung der Atemwege führt.
• chronischer Husten
• verminderte Leistungsfähigkeit
• erschwerte Atmung/Atemnot
• Bauchpressen
(Beteiligung der Bauchmuskulatur bei der Ausatmung)
• Dampfrinne (in schweren Fällen)
• schleimig-eitriger Nasenausfluss
• abnormale Atemgeräusche
• Nüsternblähen
–Staub reduzieren, frische luft, Inhalieren, Entzündungshemmer, Bronchodilatoren, Schleimlöser
Was ist Cushing?
Equine Cushing Syndrom:
= häufigste Hormonstörung bei Pferden
gutartiger Tumor der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)
• betrifft überwiegend ältere Pferde und Ponys
• chronisch fortschreitend und kann nicht geheilt, aber
erfolgreich behandelt werden
• ungehemmten Überproduktion von ACTH und Cortisol
• nicht rechtzeitig erkannt und behandelt -> schwerwiegenden Folgeerkrankungen (Hufrehe, Infektionen)
• Fellwechselstörung
• Hufrehe
• Veränderung des Erscheinungsbildes
Weitere Symptome:
• Schwitzen ohne körperliche Belastung
• Leistungsschwäche
• Teilnahmslosigkeit / Apathie
• Wiederkehrende infektiöse Erkrankungen durch eine
geschwächte Immunabwehr
• Übermäßiges Trinken und Wasserlassen
• Schlechte Wundheilung
• Fruchtbarkeitsstörungen bei Stuten
Medikamentelle Therapie:
- Dopaminagonist (Pergolid)
- Oder Serotoninantagonist
Was ist EMS?
EMS: Equines Metabolisches Syndrom
= „Wohlstandskrankheit“
Starkes Übergewicht bei Pferden führt zu EMS
• chronische Entzündungsreaktion des Fettgewebes
• Auslöser:
o Stärke- & fettreiche Fütterung (Kraftfutter)
o übermäßige Aufnahme von Rohfaser (Heu, Stroh)
o Weidegang (innerhalb 2 Stunden 10 Kilogramm Gras, saftiges Gras)
o Spurenelementen unterversorgt
o Bewegungsmangel
• Folge: Insulinresistenz & Glukoseintoleranz, Hufrehe
Futter umstellung ( Kein Zucker)
Bewegung anpassen ( langsame Steigerung)
Evtl. Medikamente
–Umstellung der Lebensweise! Evtl. Stallwechsel!
Was ist Kreuzschlag?
= Erkrankung der quergestreiften Muskulatur, durch Entgleisungen des Muskelstoffwechsels hervorgerufen
• Bei akuter Belastung nach längeren Ruhephasen in den ersten Minuten der Bewegung
• Übersäuerung der Lendenmuskulatur!
• Zuviel Glycogen im Muskel, wird auf einmal zu Milchsäure abgebaut
--> Muskelschäden
• NOTFALL!
• Symptome
o Hochgradig schmerzhaft
o Steifheit bis zum Festliegen
o Zittern
o Starkes Schwitzen
o Brauner Harn
• akute Form: Überforderung eines nicht
entsprechend trainierten Pferdes oder zu hohen
Kraftfuttergaben trotz geringer oder fehlender
Arbeitsbelastung
• Chronische Form: vererbliche Störungen des
Muskelstoffwechsels
Behandlung: Bewegung stoppen, Pferd wärmen, Ta rufen, Medikamente, Ruhe und Training und Fütterunganpassen
Was ist die Homoöstase?
Die aufrechterhaltung der konstanten Verhältnisse in einem offenen System – Das gleichgewicht alle essenziellen Funktionen eines Organismus oder Organs.
Bei Krankheit ist die Homoöstase gestört.
Was macht Tiere Krank?
Äußere Faktoren – Parasiten, Umfeld, Strahlung, lebende Krankheitserreger in der Umwelt
Innere Faktoren – Vieren, Organe
Krankmachende Besitzer: Hording, Mönchshausersyndrom (Hypochonder, erfindung und einbildung von Krankheiten)
Was sind Multifunktionelle Krankheiten?
Das gleichzeitige Vorhandensein von 2 oder mehreren Krankheiten.
1 Erreger und 1 Krankheit sind selten – z.b Tollwut
Was ist eine Qualzucht und Nenne Beispiele für Qualzuchten in der Medizin?
Qualzucht ist die Zucht von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit schmerzen, leiden, schäden oder verhaltungsstörungen für die Tiere einher gehen.
Brachyzephalie: ( Kurzköpfigkeit)
– Möpse, Französiche/englische Bulldogge, perserkatzen – Verkürzte schnautze, großer kopf und vorstehende Augen – schwere atemnot, Augenprobleme, Geburtsprobleme, hitzschlaggefahr
Chondrodystrophie: ( kurzbeinigkeit)
– Dackel, Corgis, Basset Hound– Verkürtze beine bei langem rücken – Bandscheibenvorfälle, schmerzen, lähmungen
Faltenbildungen:
– SharPei, Bodeux Dogge, pekinese, – Falten in Gesicht und Körper – Hautentzündungen, Juckreitz, Schmerz
Felllosigkeit:
– Sphynx Katze, Nackthunde – Kein Fell – Hautprobleme, gestörte Wärmeregulation, Infektionsanfälligkeit
Ohrenfehlstellungen:
–Scottish Fold – Nach vorne gecknickte Ohren, Schmerzhafte, degenerative Gelenkserkrankungen
Haut und Augenprobleme:
– Ektropium ( auswärtsgedrehte augenlieder) – cocker spaniel, bernhardiner
– Entropium ( eingerllte Augenlieder) – chow chow, pudel, bullterrier
Knochen und Gelenkserkrankungen:
– Hüftgelenksdysplasie ( Schäfer, Retriever, Labrador, Boxer etc.)
Tea/Cup Hunde:
– Chihuaua, Malteser, Zwergpinscher, Spitz,etc. – Wasserkopf, herzkreislauft, gebiss/kieferanomalien, etc.
Riesenwuchs:
– Deutsche Dogge, Mastiff, Bernhardiner, Irisher wolfshund– Gelenksprobleme, Knochentumore, Magendrehung
Welche Art von Krankheiten und verläufen gibt es?
Subklinisch – Fast sympthomlos
subakut – akuter verlauf
intermittierender verlauf – sympthome zeitweise mit unterbrechungen anstatt durchgehend. z-b Mondblindheit ( periodisch wiederkehrende augenentzündung beim pferd), FIP
Nenne die Hauptsympthome von Entzündungen?
Rötung, Schwellung, Schmerz,Wärme, Funktionsstörung
Was ist Immunität? Welche vormen gibt es und was ist Immunologisches Gedächtniss?
DIe Fähigkeit des Körpers sich gegen krankheitserreger und schädliche Stoffe zu wehren!
Angeborene Immunität – Fresszellen, Entzündungen. Sofortige abwehr auf erreger durch Haut, Schleimhäute, Körperflüssigkeiten (magensäure, tränen), Mechanismen (husten,niesen, erbrechen, stuhlgang) etc.
Erworbene Immunität –– aktiv: Impfung, infektion,
passiv: Bei Geburt mit gegeben durch die Eltern bzw. Kolostrum
Zellulare Immunantwort – durch T zellen die infizierte körperzellen direkt angreifen und zerstören ( durch zelle innerhalb der zelle)
Humorale immunantwort – bekämpft Erreger ausserhalb der Zelle mittels B-Zellen die antikörper in die körperflüssigkeiten abgeben um erreger wie bakterien und vieren zu markieren und neutralisieren.
Immunologisches Gedächtniss: Zellen merken sich eindringlinge undmit jeder infektion wird die bekämpfung schneller und effektiever.
Lymphozyten ( teil der leukozyten) bilden Antikörper
Viren können mit UV strahlung geschwächt werden
Was für Krankheiten betreffen das Herz?
Probleme mit Herzkranzgefäßen (verkalkungen, thrombosen und embolien) , Herzmuskel, Herzklappen, Herzrhytmusstörungen, Herzbeutel,
Herzmuskel = Kardiomyophatie:
Hypertrophe – Herzmuseklwände verdicken sich (blutfluss vermindert)
Dilatation – Ausweitung der herzkammern (schwächung)
Restriktive – Herzwände versteifen (herz füllt nicht richtig)
Degenrativ – Vitamin E/Selen Mangel (vorallem bei Pflanzenfressern im Winter)
Herzinsuffizientz (herzklappen schließen nicht gut)
Myokarditis – Entzündung des Herzmuskels
Herzparasieten: Herzwurm zb. Hund (von mücken übertragen)
Nenne Die Blutbildenden Organe und Ihre Krankheiten?
Knochenmark: (bildet Blutzellen (rot, weiß) )
– Knochenmarkbiopsie erkennt störungen der blut und Blutzellen bildung. z.b Leukämie, Osteosarkom (knochenkrebs), Blutarmut, Blutgerrinungsstörungen
Thymus: ( T-zellen produktion), hinter dem brustbein,
– Tumore, Autoimmunerkrankungen bei versagen der T zellen
Milz: Speicher für rote und weiße blutkörperchen und blutplättchen, filtert fremdstoffe, bakterien und beschädigte blut und thrmobozyten aus dem Blut.
– Ohne Milz leben möglich aber erhöhte infektionsanfälligkeit
– Milzvergrößerung verursacht (infektionen, blutkjrankheiten, autoimunkr., lebererkr. ), Milzverletzungen ( risiko innere blutung), Milzentzündung, über und unterfunktion, tumore
Lymphknoten: Filtern schädliche substanzen aus dem lymphsystem, Immunabwehr durch lymphozyten (hals, achsel, leiste)
– Schwellung bei Infektionen im körper
Nenne die Atmungsorgane und Ihre Krankheiten?
Nase: Entzündungen (Sinus) zb. druse
Kehlkopf: Stimmbandlähmung z.b Pferd (kehlkopffeifen), Hund
Luftröhre: Parasieten ( Vögel, vr. hühnervögel )
Luftsack: bei Vögeln oder Pferden
Bronchien: Entzündungen – Dämpfigkeit, COPD, Staub, Allergien
Lunge: Emphysem – vermerter luftgehalt im lungengewebe – stenose ( chronische bronchitis)
Ödem – Wassereinsammlung im Gewebe
Embolie – verstopfte gefäße ( z.b thrombus, fett)
Entzündungen – Vieren, Bakterien
Parasieten – Lungenwürmer
Nenne Die verdauungsorgane und ihre Krankheiten?
Mund: Entzündungen, MKS (maul und klauenseuche), stomatitis( entzündung MSH) (katze), Fremdkörper
Mandeln: Mandel entzündung
Zähne: Paradont (zahnhalteapperat), Zahnwurzel, Zahnfleisch, Bruch, Karries
Magen: Lageveränderung ( Hund) Laabmagenveränderung (wiederkäuer), Abnormaler Inhalt (fremkörper,haarball), Entzündungen (Gastritis), Magenblähung, Tumore
Darm: Lageveränderung (drehung, knickung, bruch, mastdarmvorfall), Verstopfung (Fremdkörper, Parasieten, Tumore, Abszesse), Entzündungen (durchfall), Tumore, Parasieten, Morbus (psychosomatisch)
Leber:
Degenerative Lebererkrankungen (hepatose):
– Überfettung (z.b Vögel durch Nüsse und Sonnenblumenkerne)
– Lebervergiftung – Mykotoxicose (Pilze,Schimmel), Giftpflanzen, Chemikalien
Entzündliche Lebererkrankungen ( hepatitis):
– Infektiös (Viren, Bakterien, Leberabszesse)
–Parasiten ( Lebereegel) (säugetiere)
Gallenwege:
–Störung im Gallenfluss – Gallensteine, entzündungen
– Parasieten: Lebereegel, toxoplasmen, band/rundwürmer
–Leberzirrhose (vernarbung langjähriger leberschaden)
–Tumore
–Gelbsucht ( ikterus)
Bauchspeicheldrüse: produziert hormone wie insulin und glukagon, produziert verdauungsenzyme
– Entzündungen
–Atrophie (rückbildung, schrumpfung, verminderte funktion)
– Diabetes ( 1-angeboren, 2-erworben) (Katzen, hunde(katarakt (grauer star) , primaten)
Achtung bei Cortiosngabe (blutzuckertreibend)
Bauchfell und Bauchhöhle:
–Entzündungen z.b nach OPS
Pferde empfindlich (Mensch, schwein nicht)
Nenne die Harnorgane und Ihre Krankheiten?
Niere: Filtert Giftstoffe
– Nephrose, Vergiftungen, ABlagerungen (verkalkung, Gicht), Entzündungen
–Nierenversagen: verhmehrtes trinken und urinieren
Akut: Schockniere z.b sauerstoffmangel im gewebe
chronisch:
Folgen: Übersäuerung, Erbrechen, Blutarmut, Mungerucht durch harnstoff im Blut
Harnwege:
Harnblase: entzündungen, Harnsteine (katzen, meerschweinchen, schildkröten, schafe oft)
Nenne die Geschlechtsorgane und Ihre Krankheiten?
Störungen der Geschlechtsentwicklung:
– Echte Zwitter (hoden und eierstöcke gleich vollständig entwickelt) z.b regenwürmer, schnecken
– Unechte Zwitter ( ein geschlecht vollständig und das amdere unvollständig entwickelt)
– Zwicken ( genetisch weiblich entstehen bei zwillinggeburten mit männlichem fötus)
Hoden / nebenhoden:
– ausbleiben, ungenübender hodenabstieg (kryptochismus), hodentorsion ( verdrehung!!!), entzündungen/infektionen (z.b brucellen (bakterien)), tumore
Akzessorische Geschlechtsorgane:
Prostata: vergrößert, tumore, entzündungen, zysten
Penis:
–Pimose (vorhautverengung), Vorfall des Penis ( verkrümmung, bruch), Entzündungen (z.b herpes), Tumore (z.b sticker tumor beim deckakt übertragbar hund)
Eierstöcke: Zysten, Tumore
Eileiter: Entzündungen
Gebärmutter: Lagerveränderung (torsio uteri), Rupturen, Entzündungen ( störung der trächtigkeit, veränderung der platzenta, frucht tod/abort
Milchdrüsen: Mastitis (brustentzündung), Milchstau
Scheide/Scham: Lageveränderung, Ruptur, Entzündung, Tumor
Nenne Erkrankungen des Stütz und Bewegungsapparetes?
Muskeln: Myopathie (erkrankungen der muskeln)
Gelenke:
Knochen:
Nenne erkrankungen des Nervensystems?
–Entzündungen
– Neuropathien (Schlundlähmung, Ataxie)
Wie äussert sich Tuberkulose bei Wiederkäuern?
chronisch verlaufende Infektionskrankheit (Mykobakterien)
– Vögel – Säugetiere – Menschen erkranken können. ZOONOSE!
Symptome
• Sehrunterschiedlich,da alle Organsysteme befallen werden können
• Schleichender Beginn
• Erwachsene Rinder:Meist Lunge betroffen
• Leistungsrückgang
• Fieberschübe
• MatterHusten
• Kälber: Rachenraum und/oder Darmbetroffen
Am lebenden Tier
– Haut-Tuberkulintest
– Bluttests: Stimulation von Lymphozyten – Nachweis von Gamma Interferon
– Beide Tests beruhen auf der Immunität
Am toten Tier mittels PCR oder Kultur
Übertragung durch Wildtiere möglich – Hirsche auf hoch Almen und auch Dachs, Wildschwein, Büffel, Löwen, Füchse
Was ist Maul und Klauenseuche?
Foot-and-mouth Disease Meldepflichtig
Erreger: Virus
Klauentiere und auch Elefanten, Igel und Menschen
– Weltweite Verbreitung, mitAusnahme von Nordamerika, Australien und Neuseeland
– Erkrankungsrate Rinderpopulationen nahezu 100 –Todesfälleselten(<5%)
– Nach überstandener Krankheit könnenTiere längere Zeit (> 2 Jahre) Virusträger bleiben
• Inkubationszeit: 1-7Tage
• Fieber • Apthe(schmerzhafte Blasen in Schleimhaut)
• Speicheln
• AufreißenderMaulspalte(wegenSchmerzen)
• MKS-Bart:Schaumiger Speichel an Lippen
• Trippeln
• Zuckendes Anheben der Füße
• (Herzversagen)
– Im ausgeprägten Stadium ist die Krankheit klinisch mit hinreichender Sicherheit zu erkennen:
• Apthen
• Verhinderndes Schluckens, da es sehr schmerzt
• Klauen:Tiere wollen nicht stehen,trippeln,Anheben
Keine Behandlung!
Was ist BSE – Rinderwahn?
Meldepflichtig
Tödlich verlaufende Tierseuche
• Degenerative Veränderungen am Gehirn,verursacht durch Prionen (atypisch gefaltete Proteine)
• Übertragung durch Verzehr von infiziertem Futter
• Symptome: Verhaltensänderungen, Bewegungsstörugnen
Weitere Formen:
• TME – Nerze
– FSE – Katzen ( Haus, Puma, Ozelot, Tiger)
• CWD – chronic wasting disease bei Hirschen
• Scrapie – bei schafen und Ziegen
• Jakob-KreutzfeldKrankheit – Beim Mensch ( durch verzehr)
Welche Parasieten gibt es bei Wiederkäuern?
• Räudemilben – Gamsräude:
Erreger: Sarcoptesrupicaprae(Grabmilbe)
• oft tödlich verlaufende Hauterkrankung
• Räude=Faktorenkrankheit
> fördernd: Endoparasitenbefall, schlechte Kondition, Störung in Vitamin A Haushalt, Mineralstoffmangel,
Äsungsmängel, zu hohe Wilddichte, ungünstige Geschlechterverteilung
• Ausbreitung: natürliche Barrieren kein Hindernis! künstliche Barrieren: Räudezaun, Autobahn
• Magen-Darmwürmer – durchfall, abmagerung, leistungsabfall, struppiges fell, appetitlosigkeit
Labmagenwurm – blasse schleimhäuter ( Anämie) und Ödeme im Kehlgangsbereich durch eiweiß verlust ( flaschenhals)
• Lungenwürmer: Großer Lungenwurm ohne Zwischenwirt
• Entzündungen, Lungenödem-Herzversagen- Sekundärinfektion - Tod möglich
• Sauerstoffaustausch erschwert: erhöhter Energieaufwand für Atmung - Energiebilanz verschlechtert - Gewichtsverlust
Kleiner Lungenwurm: Zwischenwirt (z.b Schneke) – Brutknoten: ( entzündiche knötchen im lungengewebe) oft beträchtlicher Größe - chronische Lungenentzündung - Schwäche, Abmagerung
• Leberegel – durchfall, abmagerung, leistungsabfall, struppiges fell, appetitlosigkeit, Anämie und Ödeme, Gelbsucht
Was ist Milchsäure-Pansenazidose?
Durch Aufnahme ungewohnt großer Mengen leicht vergärbarer Kohlenhydrate (futterkise offen gelassen, defekter futterautomat)
• Alle Wiederkäuer betroffen
• Schwere Erkrankung abhängig von
- Menge und Art des Futtermittels
- Pansenepithel
- Pansenmikroflora (Mikroorganismen)
• Es kommt zu Veränderungen der Pansenmikroflora zugunsten von milchsäurebildender Bakterien
• Absterbende Mikroorganismen sinken pH-Wert
• Durch Milchsäure steigt Druck im Pansen
• Einstrom von Wasser
• Durchfall
• Ruminitis:Pansen-Entzündung
• Inappetenz
• Voller Pansen
• Kein Wiederkauen
• Kolik
• Schwere Störung des Allgemeinbefindens
• Festliegen
Behandlung: Sofortiger Futterentzung – TA ( evtl Medikamente oder Pansenspülung
Was ist Klauenrehe?
Degenerative Läsionen Lederhaut und Sohlenblutungen
Hornproduktion gestört – Horn: schlechte Qualität
Hornwachstum rascher – Formveränderung Hornschuh
Teufelskreis: => Hornschuhdeformation
=> anormale Belastung => Reizung/Quetschung Lederhaut
=> Hornproduktion gestört – Quetschung Lederhaut: Sohlenblutungen
Durch zu viel Kraftfutter und zu wenig Rohfaser ( Pansenazidose), Haltungsbedinbte Ursachen
Was ist Pansentympanie (Schaumige Gärung) bei Wiederkäuern?
Akute lebensbedrohliche Gasansamlung im Pansen.
Ursache: zu viel und schnelle aufnahme von Proteien/Kohlehydraten (junger Klee, Luzerne, Nasses gras, angefrorenes gras) – Ausstoß von Gasen verhindert
• Symptome: Blähungen, Unruhe, häufiges Schlucken und Würgen, Stöhnen, erhöhte Atem- u. HerztäBgkeit
• Pathologie: Panseninhalt sieht wie grüner, steifgeschlagener Eischnee aus
Was ist Milchfieber?
• Störung des Calcium - Haushalts kurz nach der Geburt
• Zu wenig Ca im Blut, da sehr viel Ca in der Milch gebraucht wird
I. Phase: - Leichtes Fieber, Bewegungsunlust - Trippeln, Überempfindlichkeit, Nervosität
II. Phase: - Festliegen in Brustlage, trockenes Maul, - kompletter Körper fühlt sich kalt an
III. Phase: - Festliegen in Seitenlage, röchelnde Atmung - sehr hohe Herzfrequenz, Koma
- Tod innerhalb weniger Stunden
Calciuminfusion!!!
Was ist Mastitis?
Entzündliche Erkrankung des Euters
• Bakterien gelangen über Strichkanal ins Euter
• Rasante Vermehrung der Bakterien
• Körper reagiert mit einer Entzündung
• Fieber
• Warme Zitzen
• Umfangsvermehrung
• Schmerzhaftigkeit
• Verweigerung von Futter und Wasser
• Milchrückgang
Diagnose: Schalmtest
Behandlung: Energie gehalt des Futters senken
• Gründlichausmelken
• Vantibiotischer Trockensteller
• Zitzen reinigen und kuppen desinfizieren
• Kuhkennzeichnen und von de nLaktierenden trennen
Prophylaxe:
• Melkhygiene!!
• Vormelken
• Genügend Platz für einzelne Kühe, damit keine Nebenkuh auf Zitze tritt
• Fütterungsmanagement
• Antibiotische Trockensteller
Was sind Zoonosen und wie kann ich mich schützen?
= Infektionen und Krankheiten die von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragbar sind.
• Zooanthroponosen: Die Infektion wird ausschließlich vom Tier auf den Menschen übertragen (z.B.: Toxocara canis).
• Anthropozoonosen: Die Infektion wird beinahe ausschließlich vom Menschen auf Tiere übertragen (z.B.: Entamoeba histolytica).
• Amphixenosen: Die Infektion kommt sowohl beim Menschen als auch beim Tier vor und wird in beide Richtungen übertragen (z.B.: Taenia saginata).
Bei der Tierhaltung gilt Hygiene (saubere Ställe und Gehege, Reinigen der Hände, Desinfektion, etwa
durch Kochen und Bügeln von Textilien) als wich=gste Vorbeugungsmaßnahme.
Auch zu inniger Kontakt zwischen Tier und Mensch kann eine Infektionsübertragung provozieren.
Bekämpfung von Erregern durch regelmäßige Behandlungen, wie zum Beispiel Impfungen oder Entwurmung
Nenne Virale Zoonosen?
• Tollwut –Infiziertes tier (biss, kratzer, kot)
• Geflügelpest/Vogelgrippe – Kot
• FSME – Mücken
• West-Nile Virus: – Erreger: Flavivirus
• Grippe-ähnliche Symtome, Enzephalits,
• Reservoir: verschiedene Vogelarten – In Österreich: Habicht aus Zoohaltung
• Übertragung: Mücken
• Usutu (Amselsterben) – Usutu fieber durch mücken
• SIV (Simian immundeficiancy virus) – Retrovirus von Affen
• Div. Herpesviren
Nenne Bakterielle Zoonosen?
• TBC – Wiederkäuer, Hirsche, Dachs, Fuchs oft rohmilch oder rohes fleisch
• Brucellose – Gleich wie TBC
• Tularämie – Hasen, Kaninchen, Nager, Bieber, Mücken (Kot, Tot)
• Psittakose – Vögel – Einahtmen Kot, Federstaub
• Leptospiren – Urin Ratten, Mäuse, Nager, Nutztiere, Hunde durch kleine wunden
• Salmonellen – Lebensmittel (Ei, Rohes geflügel, Rohmilch)
! Bei reptilien und Vögel teil der normalen Darmflora
• Milzbrand – Haut , lunge, magen/darm durch Rind, Schaf, Ziege, Pferd
• Chlamydien – Vögel, Katzen, Hunde, Nutztiere
• Campylobakter – Geflügel, Rind, Schwein, Hund, Katze, (Rohes fleisch, milch)
• Rotlauf – schwein
Nenne Parasietäre Zoonosen?
• Fuchsbandwurm ( verunrreinigter Walfrüchte, Pilze, Gemüse, kontamieniertes Fell Hund/fuchs)
• Trichinen ( Verzehr von rohem Schwein/Wildschwein)
• Toxoplasmen ( Katzenkot, rohes schwein)
! Schwangerschaft!!!
Nenne Anzeigepflichtige Zoonosen?
Tollwut, Milzbrand, Salmonellose, Geflügelpest, Afrikanische Schweinepest, Brucellose, Rindertuberkulose, Maul und Klauenseuche, WestNilVirus
Was für Vogel Krankheiten gibt es?
▪ Aviäre Tuberkulose
▪ Aviäre Influenza
▪ Aspergillose
▪ Circovirus: PBFD
▪ Psittakose / Ornithose
▪ Pacheco
▪ Tumore
▪ Trichomonaden
▪ Schwermetallvergiftung
▪ Federpicken
Was ist Aviäre Tuberkulose?
▪ Bakterielle Erkrankung
▪ Krankheit des Geflügels
▪ Erreger: Mycobacterium avium
▪ Erreger der Tuberkulose der Vögel
– Vermindertes Allgemeinbefinden
– Aufgeplustert und matt
– Chronischer Durchfall
– Vermehrtes Urinieren
– Abmagern trotz erhaltenem Appetit
– Manchmal unverdautes Futter im Kot
– Umfang vermehrtes Abdomen
Übertragung: durch Oral, Kot und Luft – sehr resistent gegen desinfektion, Bleibt bis zu 8 Jahre am Boden lebensfähig
DIagnose: PCR und Kotprobe
▪ ZOONOSE – Euthanasie und Bestandstötung!
Was ist Aviäre Influenza?
Vogelgrippe / Klassische Geflügelpest
▪ Durch verschiedene Influenzaviren übertragen
Übertragung: Kot und beim Mensch durch staubparticel und mangelnde hygiene, federn, sekret, fleisch
Häufige Übetragung in Zugvogelzeit
Betroffene: – Hauptsächlich Wasservögel
– Hühner ▪ Truthühner ▪ Gänse ▪ Enten ▪ Tauben
▪ Fasane ▪ Rebhühner ▪ Wachteln ▪ Seeschwalben
Symptome: ▪ Inkubationszeit: wenige Stunden oder einigen Tagen
▪ Atembeschwerden bis zur Atemnot ▪ Niesen
▪ Störungen des Allgemeinbefindens
▪ Zentralnervale Symptome wie Schlenkern des Kopfes, Zittern, unkoordinierter Gang
▪ Milder Verlauf: Rapides Absinken der Legeleistung auf etwa 10%
Diagnose: Nur im Labor möglich
Tötung des Bestands!
Anzeigepflichtig!!!
– Momentaner stamm für menschen nicht sehr gefährlich, Stamm mutiert allerdings oft!
Was ist Aspergillose?
Schimmelpilz Aspergillus fumigatus
▪ Infektion durch Inhalation der Pilzsporen
▪ Pilze vermehren sich im Atmungstrakt
▪ Im fortgeschrittenen Stadium auch
Vermehrung in anderen Organen möglich
Ursache:
– Haltungsfehler (austrocknung der atemwege bei zu wenig luffeuchtigkeit)
– Fütterungsfehler ( z.b Erdnüssschalen enthalten pilzsporen)
– Stress ( haltung, platz, artgenossen, transport)
– Vit A unterversorgung
Auswirkungen: ▪ Einengung der Atemwege
▪ Entzündungsreaktion des Körpers
▪ Wirkung der Schimmelpilz-Toxine auf den Körper, besonders Magen-Darm-Trakt und Nervensystem
▪ Bakterielle Sekundärinfektionen
▪ Stimmveränderung oder -Verlust
▪ Deutliche Atemgeräusche
▪ Eventuell Atemnot
▪ Backenblasen: Vorwölben der Haut zwischen Auge und Schnabel während Ausatmen
▪ Allgemeine Schwäche, Apathie
▪ Abmagerung, Durchfall, Erbrechen
Diagnose: Röntgen, Endoskopisch, Klinisch, Schimmelwachstum in Nase
Therapie: Haltungsänderung und Nahrungsergänzungsmittel
Was ist Circovirus-Infektion (PBFD)?
Psitaccine Beak and Feather Disease
▪ Infektiöse und hoch ansteckende Viruserkrankung mit Circoviren / Sehr resistente Viren überleben auch ausserhalb des vogels Jahre
▪ Problem in Zuchtbeständen
– Bei Papagein ansteckend
Infektion: - Federstaub, inhaliert oder oral aufgenommen
- Kot
- Pflegepersonal, Lüftung, Futternäpfe
- Kontakt von Vogel zu Vogel
Verlaufsformen:
Periakut: Neugeborene: Durchfall, Pneumonie, Tod, Apathie, Abmagerung
Akut: Jungtiere: Durchfall, Tod, Apathie
Chronisch: Ältere, Haut und Feder veränderung, Sekundarinfektionen
Symptomloser verlauf möglich allerdings ansteckend!
Typische andere symptome: Schnabelverformungen, Deformierte Krallen, Symmetrischer federverlust, verfärbungen
Diagnose: Bluttest, PCR der federn
Therapie: Keine therapie, symptombehandlung, euthanasie
Hygiene! Desinfektion! Quarantäne! Testung von Neuzugängen und Bestand!
Was ist Psittakose?
Infektiöse, ansteckende Erkrankung der Papageienartigen
▪ Weit verbreitet
▪ Erreger: Chlamydophila psittaci
▪ ZOONOSE
▪ ANZEIGEPFLICHT bereits bei Verdacht!
Übertragung: ▪ Verbreitung über Ausscheidungen: Kot, Harn, Augensekret
▪ In Umwelt mehrer Monate überlebensfähig
▪ durch Staub auf andere Tiere oder Menschen
▪ Apathie ▪ Anorexie ▪ Abmagerung
▪ Gesträubtes Gefieder ▪ Konjunktivitis
▪ Atemgeräusche ▪ Wässriger gelb-grüner Durchfall
▪ Zittern ▪ Krämpfe – Schnabelverformung
Diagnose: Röntgen, Endoskop aber am beten PCR
Behandlung: ▪ Bestandssperre
▪ Seuchenrechtliche Maßnahmen
▪ Grundsätzlich ganzen Bestand behandeln
▪ Reinigung und Desinfektion!
▪ Kontrolle des Erfolges durch regelmäßige Kotproben
▪ Zukäufe immer auf Chlamydien testen!
Was ist die Pachecosche Krankheit?
Erreger: Herpesviren
▪ Infektion: oral oder durch Luft
▪ Ausscheidung mit Kot oder Körpersekreten
▪ Herpesviren in Umwelt nicht sehr stabil
▪ 7 Tage Inkubationszeit
▪ Bei Aras und Amazonen meist tödlich
▪ Häufig so schnell tödlicher Verlauf, dass keine Symptome bemerkt werden
▪ Deutliche Störung des Allgemeinbefindens
▪ Grün-gelber Durchfall ▪ „Erbrechen“
▪ Atemprobleme ▪ Zittern
Diagnose: Definitive Diagnose durch Tupferproben aus Rachen und Kloake und / oder Sektion
In Europa kein Impfstoff, Prognose bei großpapagein schlecht.
Welche Tumorarten gibt es bei Vögeln?
▪ Hauttumor
▪ Nierentumor
▪ Lebertumor
▪ Tumor im Kopfbereich (Rachen, Schnabel)
▪ Lipom
▪ Papillomatose (Zubildungen der Schleimhäute)
▪ Bürzeldrüßentumor
▪ Virus-Erkrankungen
▪ Ernährung (Lipome)
▪ Genetische Ursachen
▪ Symptome hängen von Ort und Größe ab
▪ Abmagerung ▪ Durchfall ▪ Kotabsatzstörungen
▪ Entkräftung ▪ Nervenschäden ▪ Atemprobleme
Diagnose und Therapie:
▪ Röntgen ▪ Ultraschall ▪ Endoskopie
▪ Biopsie
▪ Eine chirurgische Entfernung des Tumors ist
anzuraten, besonders bei Hauttumoren
▪ Bei Organtumoren Euthanasie
Was ist Trichomoniasis?
Infektiöse und ansteckende Infektion des Kropfes
▪ Vor allem bei Wellensittichen, Nymphensittiche und
andere Papageienartige
▪ Jungtiere besonders anfällig
Protozoa (parasitische Einzeller) –Besiedeln den oberen
Verdauungsapparat
▪ Bilden gelbliche Beläge, die ins
Gewebe einziehen
▪ Übertragung: Durch Füttern und
Trinkwasser bei kleinen wunden in der schleimhaut
▪ Regurgitieren des Futters ▪ Vergrößerung des Kropfes
▪ Schleim und Veränderungen in Schnabelhöhle
▪ Atemnot ▪ Erschöpfung ▪ Abmagern
▪ Muffiger Geruch aus Schnabelhöhle
▪ Stress, Vitamin A-Unterversorgung und andere
Infektionen wirken begünstigend
Diagnose: Tupferprobe und Kropfspülung
▪ Gesamter Bestand behandeln!
▪ Antiparasitika
▪ Metronidazol!
▪ Desinfektion und Reinigung!
Was ist Schwermetalvergiftung bei Vögeln?
Häufige Vergiftungen bei Papageien
▪ Besonders nach Blei- oder Zinkaufnahme
▪ Führen zu zentralnervösen Symptomen
▪ Durch Knabbern an: - Gardinenschnüre
- Plomben
- alte Farbreste
▪ Großes Problem bei Greifvögeln, da sie von
geschossenem Wild mit Bleikugeln fressen
Akut: Fremdkörper: Schwere symptome – Blut im Kot – spontan tot möglich – Oft in wenigen stunden heilbar
Chronisch: Farbpartikel: Schwarzes gefieder, schleichend und unspezifischer symptomatik
– oft schlechte prognose
▪ Blutiger oder grünlicher Durchfall
▪ Grünliche Harnsäure
▪ Massive Störung des Allgemeinbefindens
▪ Apathie
▪ Anorexie
▪ Ataxie
▪ Kopf-Schiefhaltung
▪ Krampfanfälle
Diagnose: Xray
Behandlung: Aufnahme verhindertn, Flüssigkeit, Vit B, Calcium, Bariumsulfat
Was ist Federpicken?
Haltungsbedingte Verhaltensstörung bei Papagein
▪ Eintritt in die Geschlechtsreife
▪ Änderungen im gewohnten
Tagesablauf (Zuwachs...)
▪ Einzeltiere, aber auch ungeeignete Paarhaltungen
▪ Reizarme Umgebung
▪ Langweiliger Tagesablauf
▪ Ungeeignetes Klima
▪ Verstärkte Putzaktivität an Haut und Federn
▪ Putztrieb wird zu unkontrollierbarem Zwangsverhalten
▪ Federn werden angeknabbert, angebissen oder durch übertriebene Pflege geschädigt
Diagnose: Andere Juckende krankheiten ausschließen und KLU
Therapie: Halskragen, Anti rupf spray, änderung der Haltung / Gruppen konstelation
Welche Krankheiten gibt es bei Reptilien?
– Parasiten
– Häutungsprobleme
– Legenot
– MBD
– Herpesvirus bei Schildkröten
– Verletzungen
–Vitamin A Mangel bei Schildkröten
Medikamente bei Reptilien immer im vorderen drittel spritzen da sie sonst nicht durch die leber laufen
Wie äussern sich parasieten bei Reptilien?
Durch falsche Haltung, mangelende hygiene, überbelegung von tieren
Ektoparasiten:
Parasiten, welche auf der Oberfläche der Tiere leben Am häufigsten sind blutsaugende Milben
Bevorzugen Stellen, wo die Haut dünner ist (Kloake, Mundwinkel, um die Augen herum, Beine)
Schlangenmilbe (Ophionyssus natricis) kommt v.a. bei Schlangen und Echsen vor
– Verursachen Hautirritationen, Juckreiz, Häutungsschwierigkeiten, Blutarmut und Schwächung
Endoparasieten:
Magen-Darm-Parasiten – Fadenwürmer v.a. Oxyuren und Askariden
Einzeller v.a. Kokzidien, Kryptosporidien und Flagellaten
Parasiten entziehen Nährstoffe → Abmagerung, fehlende Gewichtszunahme
Weitere Symptome: Durchfall, Kloakenvofall
Winterruhe: Entwurmung vor winterruhe um nährstoffverlust zu verhindern
Entwurmung: Kot untersuchung, alle tiere im terrarium - reinigung und hygiene
Wie äussern sich Häutungsprobleme bei Reptilien?
Durch Haltungsfehler
– zuniedrigeLuftfeuchtigkeit
–fehlende rauhe Oberflächen im Terrarium
– zu tiefe Temperaturen (Stoffwechselerniedrigt)
– keine Rückzugsmöglichkeiten
Behandlung: – Baden
– In nasses Kopfkissenbezug tun
– Häutungsreste vorsichtig abzupfen
– Haut bei den Augen nicht abziehen
– Kein Öl verwenden
– Haltungsfehler korrigieren
Wie äußert sich Legenot?
2 Formen
– Eier können gegen Ende der Trächtigkeit nicht gelegt werden
– Follikel auf dem Eierstock entwickeln sich nicht weiter zu Eiern
Ursachen: körperliche Hindernisse, abnormale Eier, Haltungsfehler (z.B. fehlende Eiablageplätze), Mangelernährung, Stress
Diagnose: Vergrösserter Bauch und Eier: Unterscheidung ob physiologisch oder Legenot – Röntgen und Ultraschall
Symptome: Unruhe, Schwäche, Apathie, Pressen, fehlender Appetit, Kloakenvorfall, Ausfluss aus der Kloake
Therapie: Häufig Notfallsituation
Bei gutem Allgemeinzustand: Haltung verbessern
Medikamentöse Therapie mit dem Hormon Oxytozin → Kontraktionen des Eileiters → Eiablage
Chirurgische Entfernung der Eier
Was ist Metabolic Bone Disease?
Knochenstoffwechselerkrankung bei Echsen und Schildkröten
– Störung des Kalziumhaushaltes
– Kalzium zu 99% im Knochen gespeichert
– Jungtiere häufiger betroffen da sie im Wachstum sind
– Mangel an Kalzium oder VitaminD3
– Mangel an UVB
– Nieren, Darm, Nebenschilddrüßen erkrankungen
Echsen: Schwäche, Verformung der Knochen, weicher Unter- und Oberkiefer, Knochenbrüche, Zittern, weniger Appetit
Schildkröten: Gehstörungen, weicher Panzer, Verformungen des Panzers, weniger Appetit
Diagnose: Röntgen
Messung von Calcium und Phosphor im Blut, Vetlexicon
Therapie: Langwierig, Ruhe, Korrektur der Haltungs- und Fütterungsfehler, Zugabe von Kalzium und Vitamin D3, Zufütterung mit der Sonde, Bei Frakturen Stabilisation durch Verbände
Wie äußert sich Herpes bei Land Schildkröten?
Schildkrötenspezifische Herpesviren
Sehr ansteckend
Tiere können Träger sein, ohne daran zu erkranken → bleiben jedoch ein Leben lang eine Ansteckungsquelle für andere Schildkröten (speichel, kot)
Ausbruch der Erkrankung häufig ausgelöst durch Schwächung des Immunsystems
Symptome sehr unterschiedlich
Apathieu und Fressunlust
Nasenausfluss, Atemgeräusche, Maulatmung, Erstickungsanfälle
Eitrige Beläge im Maul
Todesfälle
Ab und zu Schnupfen oder Schluckstörungen
– Nachweis von Viren in einer Tupferprobe vom Maul
– Nachweis von Antikörper im Blut
– Pathologische Untersuchung nach tod
Therapie: Symptomatisch and antivirale Medis
Neuerwerb: 3 Monate quarantäne
Wie Behandelt man verletzungen bei Schildkröten?
Schildkröten in Aussengehegen: Bisse durch Hunde oder Füchse
– Unfachgerechtes Handling
– Bissverletzungen untereinander
– Bissverletzungen durch Lebendfütterung
(verboten bei Schlangen)
– Madenbefall im Sommer
Wundtoilette
Falls nötig Antibiose und Schmerzmittel
Amputation von Gliedmassen und Schwanz Panzerreparaturen
Wie äußert sich Vit A mangel bei Sumpfschildkröten?
Wichtiges Vitamin für die Sehkraft, Funktion der Haut und anderer Gewebe
Bei Mangel werden die Erneuerungsvorgänge in der Haut und anderen Organen gestört → Veränderung in der Schleimhautschichtung → anfälliger auf Infektionen
Entsteht durch Unterversorgung aufgrund einer nicht artgerechten Fütterung
Symptome: Augenveränderungen wie Lidödeme Ohrabszesse, Appetitlosigkeit, Atemwegserkrankungen, Häutungsprobleme, Nierenschädigung
Therapie: Vitamin ASpritzen
–VitaminA Augensalbe
– Ohrabszesse müssen gespalten werden
– Atemwegserkrankung – Antibiotika
– Appetitlosigkeit – Infusion
– Futterumstellung
Welche Quarantäne Maßnahmen sollte man bei Reptilien anwenden?
Dauer mind. 4 Wochen, besser 3 Monate
Klinischer Eindruck der Tiere beobachten
Mehrere Kotuntersuchungen
Bei Schildkröten: auf Herpesviren und Mykoplasmen testen
Bei Schlangen: auf IBD( schlangen Aids/ stargazing) , Adenoviren und Mykoplasmen( parasieten) testen
Bei Echsen: auf Adenoviren, Ranaviren und Reoviren testen
Viren bei Schlangen und Echsen?
IBD – Schlangen Aids ( Arenaviren)
Meist tödlich, hoch ansteckend, neuroligsche störungen, erbrechen, hautprobleme. Keine Heilung
Adenoviren: chronische infektionen bei Schlangen
Gastro, Leber, neurologisch, Anorexie, durchfall, apathie, Keine behandlung, PCR test
Ferlaviren: Echsen, Schlangen, Schildkröten
Atem, Magen/Darm andere Organe, oft tödlich
Ranavirus: Amphibien und Reptilien
Meist tödlich, Hautveränderung, innere blutung, stomatitis, keine behandlung, pcr test
Nenne Krankheiten von Amphibien?
Chytridimykose: (BD PIlz)
Hautpilz – frösche, kröten, salamnder – oft tödlich
Salamanderpest:
Salamander und Molche – Hautpilz
Ranavirose: Virus – Amphibien und fische
Krötengoldfliege: Parasitäre larve bei kröten –tod
Herpesstämme die kröten und frösche befallen
Amphibiocystidium: einzellige Parasieten
manchmal ohne beeinträchtigung manchmal tödlich
Was ist der Unterschied Epidemie und Pandemie?
Epiedemie: begrenzt auf 1 Bereich
Pandemie: Weltweit
Wo kann beim Tier Blut abgenommen werden und wie viel?
Vena saphena ( Oberschenkel aussen)
Vena cephalica accessoria ( Vorderpfote)
Vena femoralis ( Oberschenkel innen)
Vena jugularis externa ( Hals)
Bei Reptilien oft keine sichtbaren Venen oder Schuppen, man muss wissen wo gestochen wird!
Bluabnahme 10ml pro Kg!
Wie wird Blut aufbereitet?
• Vollblut
◼ gesamtes Blut (zur Lagerung mit dem Gerinnungshemmer EDTA versetzt)
• Plasma
◼ mit Gerinnungshemmer (Lithium Heparin) versetztes Blut
◼ abzentrifugiert ergibt es Plasma
• Serum
◼ der Überstand wenn Vollblut (ohne Gerinnungshemmer) koaguliert
◼ Substanzen wie Fibrinogen und Glukose werden verbraucht
Welche Blut untersuchungen gibt es?
• Differentialblutbild
– Rote und Weiße Blutkörperchen
– Hämatokrit
• Blutchemie
– Organwerte / Enzyme
• Blutausstrich – zB für Blutparasiten
• Untersuchung auf Hormone
• Serologische Untersuchung – Antikörper
• Blutkultur – Nachweis (Vermehrung und Bestimmung) des Keimes (Bakterium) bei Blutvergiftung (Sepsis)
Was ist die Hämatologie?
Rotes Blutbild
Zell anzahl sollte prozentual in proportion zu flüssigkeit stehen.
Zu viele Zellen – Dehydriertes tier
zu viel flüssigkeit und zu wenig zellen – Blutarmut
zu wenig Blutplättchen – Blutungsrisiko!!
Was ist die Blutchemie?
Was ist der Unterschied zwischen Plasma und Serum?
Blut Plasma – • besteht zu 90 Prozent aus Wasser
• darin gelöst sind Salze, Fette, Eiweiße
- Albumin, Transferin, Immunglobulline, …
die gerinungs faktoren sind dabei – wird mit gerringungshemmern ( z.b edta, citrat, heparin) versetzt und zentrifugiert, enthält alle proteine inklusive fibrinogen
Anwendung: Oft bei zeitkritischen untersuchungen oder gerrinungstests ( keine wartezeit für gerrinung notwendig)
Serum – • entfibriniertes Blutplasma
- flüssiger Bestandteil des Blutes ohne Gerinnungsfaktoren
- Verwendung in der Diagnostik – Bluttest, Antikörpernachweis
- Verwendung in der Forschung & Labormedizin
Keine gerinungs faktoren – keine gerrinungshemmer zu gegegben – wird zentrifugiert – serum ist überstand nach dem alle gerrinungsfaktoren (fibrinogen) verbrauch wurden
Verwendung: Blutchemie
Egal welches zuerst abgenommen wird.
Bei Blutchemie und Hema muss bluchemie zuerst abgenommen werden da es bei hema sonst zu verfälschten kalium werten führen kann.
Was gibt es über Harn und Kot abnahmen zu sagen?
– Harn abnehmen – Becher, spezielles einstreu – spontan harn und nicht steril
– Harnstich – Harnabnahme mittels stich in die blase – zystoharn (steril). z.b bei blasenentzündung
Kot – Kot sammeln und auf parasieten testen
Was misst ein EKG?
Elektrocardiogram
Zur Herzdiagnostik – misst die elektrischen spannungsverhältnisse des Herzen.
Representieren verschiedene phasen des herzzyklus:
P-welle – Erregungsausbreitung in den 2 vorhöfen – Zeigt beginn des herzschlags vom sinusknoten ausgehend
QRS komplex – Erregungsausbreitung in den 2 herzkammern – führt zu mechanischer kontraktion der kammern
T-welle – Erregungsrückbildung der herzkammer – entspannung nach der kontraktion
Systole – Herzschlagphase – blut weg gepresst und schließt muskel (anspannungs und ausstoßphase – das blut wird in den kreislauf gepumpt)
Diastole – muskel öffnet und lässt blut fließen ( entspannungsphase und füllungsphase des herzens)
Was ist eine Sonographie?
Ein Ultraschall
– Tier sollte nüchtern sein ( kein kot vorhanden und blase nicht gefüllt – besserers bild)
– man sieht die Organe ( knochen nicht sichtbar)
Was ist Röntgen?
Elektromagnetische strahung
– Zeidimensionale schwarz weiß aufnahme des Körperinneren zur diagnose von Brüchen, Arthrosen, Tumoren, Fremdkörpern, Flüssigkeitsansammlungen und Entzündungen
– Knochen, Zähne und Metal sind weiß, weiches gewebe ( organe, blut, wasser, muskeln) grau und luft schwarz
– Hat eine negative wirkung ( schutzkleidung aus Blei (passend ) Schürtze, schilddrüsenschutz)
– Strahlung zwischen UV und gamma strahlung
– Dosimeter hinter schürtze tragen
Immer so weit wie möglich weg stehen und nicht in strahlung greifen
Veränderungen der Organe, muskeln, bänder nicht genau sichtbar
Was ist das CT?
Computertomographie
Strahlung wie beim Röntgen!!!
Meist Sediert, bei reptielien und Nagern oft nicht nötig
– Detailierter als Röntgen – präzise 3 Dimensionale schnittbilder von Gewebe und Organen möglich
Was ist das MRT?
Magnetresonanztomographie
– Diagnostik mittels magnetfelder und radiowellen (strahlungsfrei)
– Detailierte Diagnostik von Weichgewebe, Gehrin, Tumoren, Wirbelsäulen
– Kein Metal im raum erlaubt. ( magnetisch) (achtung bei schuss verletzungen von tieren)
Dauert wesentlich länger als CT oder Röntgen
Was ist eine Thermographie?
Eine Wärmebildkamera zur diagnostik von entzündungsstellen
Was ist der Unterschied zwischen Tierischer und Pflanzlicher Zelle?
Tierischezelle – besitzt keine zellwand dafür aber Lysosomen für den zellabbau und zentriolen für die zellteilung – rundliche und formbare zelle
– Heterotroph – energiegewinnung aus Nahrung
Pflanzliche zelle – Feste zellwand ( aus cellulose) – eckig und starre zelle – autotroph – energiegewinung aus photosynsthese
Beides Eukaryoten und besitzen Zellkerne
Prokaryoten ( kein zellkern)
Nenne Gleichwarme und wechselwarme tieregruppen mit beispielen?
Gleichwarm:
Säugetiere: Katze, Hund, Fuchs
Vögel: Mauersegler, Falke, Spatz
Wechselwarm:
Reptilien: Echsen, Schlangen, Schildkröten, krokodile
Amphibien: Froschlurche, Schwanzlurche
Fische: Temp nach wasser temp – Lachs, Annemonenfisch, Papageinfisch
Wirbellose Tiere: wie Insekten, Spinnen und Würmer: Ameisen, Bienen, Spinnentiere, Würmer, weichtiere, Krebse
Wie Atmen Fische?
Mit Kiemen
– Wasser wird mit offenem Mund aufgenommen während der kiemendeckel schließst, beim schließen des mauls wird der kiemendeckel geöffnet wodurch der sauerstoff mittels dünner kiemenlamellen direkt ins blut rausgefiltert wird ( gleichzeitig wird co2 und stoffwechselabfälle an das wasser gegeben ) und excess wasser durch die Kiemen rausgespült wird.
Das Wasser und Blut strömen in entgegengesetzte richtungen um optimale sauerstoffsättigung zu optimieren.
Kiemenatmung funktioniert nur im wasser – an der oberfläche verkleben die kiemenplättchen und der fisch erstickt.
Kiemen sind vorhanden bei allen Fischen, Krebstieren, Weichtieren und wasserlebenden würmern und ( amphiebien wie kaulquappen, axolottl )
Spritzloch / Spiraculum
• umgewandelte Kiemenöffnungen bei allen Rochen und bodenlebenden Haien
• liegt hinter den Augen
• ermöglicht Atmung ohne dass Wasser durch den Maulraum gesogen werden muss
Wie erfolgt der Stoffwechsel und welche einflüsse gibt es?
Was benötigt der Stoffwechsel?
• Proteine • Kohlenhydrate • Fette
• Mineralstoffe • Wasser • Vitamine
• Hormone • Sauerstoff
Aufnahme erfolgt über Osmose ( lösungen aus einer niedrigen konzentration werden durch membrane in eine lösung höher konzentrierter stoffe diffundiert
Aufnahme mittels Phagozytose ( aufnahme durch verdauung)
Aufnahme mittels Pinozytose ( aufnahme durch trinken)
Einflüsse:
• Wärme
➡ Fieber
• Kälte
➡ Winterschlaf
• Hormone
• Medikamente
➡ Cytostatika, Antibiotika
• Gifte, etc.
Was sind die Produkte des Zellstoffwechsels und wie werden sie ausgeschieden?
• körpereigene Eiweiße, Kohlehydrate und Fette
• Exkrete, Sekrete und Inkrete (Hormone)
• Schlackenstoffe, die teils ausgeschieden (CO2,
Harn, Schweiß), teils abgelagert werden (Gicht)
• Energie, Wärme und elektrische Energie zur
Reizübertragung und als Aktionsströme (EKG, EEG,
Myographie)
Die Ausscheidung erfolgt über:
• Nieren
• Darm
• Lungen
• Haut
• eventuell Speichel
Enegergieverwendung:
• ca. 2/3 gehen in die Wärmeproduktion
• ca. 1/3 geht in mechanische Arbeit
• ein kleiner Teil wird zur Erzeugung elektrischer
Energie verwendet
Was ist die Aufgabe von Blut?
• besteht aus Blutplasma (flüssig) & Blutzellen (fest)
• versorgt den Körper mit Nährstoffen
• versorgt den Körper mit Wärme
• verteilt Hormone, Elektrolyte, …
• wehrt Erreger ab
• entsorgt Stoffwechselendprodukte
Was sind Erythrocyten und deren aufgabe?
sind die häufigsten Zellen im Wirbeltierblut
• enthalten den eisenhältigen roten Blutfarbstoff Hämoglobin
• Hämoglobin erhöht die Löslichkeit des Sauerstoffs
• verantwortlich für den Sauerstofftransport ab Lunge /
Kiemen zu den Zellen
• Bohr-Effekt
- höherer pH-Wert (basischer in der Lunge): O2 wird gebunden
- niedrigerer pH-Wert (saurer im Gewebe): O2 wird abgegeben
- umgekehrt bei CO2
• entstehen aus teilfähigen Stammzellen im Knochenmark
• Entwicklungsdauer: ca. 7 Tage
• Lebensdauer: ca. 4 Monate
Milz ist der speicherort für RB, sie werden bei Stress oder erhöhtem sauerstoff bedarf abgegeben.
Was sind Leukocyten und ihre Aufgabe?
• Teil des Immunsystems
- wehren Krankheitserreger & körperfremde Stoffe ab
• im Blut, lymphatischen Organen, Knochenmark & Geweben
– regt die Bildung von Antikörpern an
Werden im roten Knochenmark der platten Knochen gebildet.
Teil des Lymphsystems:
• Lymphsystem
- Lymphknoten
- Thymus
- Milz
- Mandeln
- Knochenmark
Weiße Blutkörperchen sind Fresszellen, die nach getaner Arbeit absterben.
Eiter ist die Ansammlung abgestorbener weißer Blutkörperchen.
Was sind Thrombocyten und ihre Aufgabe?
Blutplättchen sind die kleinsten Zellen des Blutes
• wichtige Rolle bei der Blutgerinnung / Hämostase
Blutstillung
- Thrombocyten heften sich an Lecks in Blutgefäßen
- verkleben miteinander
- bilden Thrombocytenpfropf / weißer Thrombus
• Thrombocyten setzen aktiv Gerinnungsfaktoren zur Fibrinbildung frei
• Fibrin bildet ein stabiles Netz & hält Thrombocyten zusammen / roter Thrombus
• nach Heilung wird der Thrombus durch Plasmin wieder abgebaut
• Lebensdauer: 8 bis 12 Tage
• Abbau erfolgt in der Milz & Leber
Bildung
• entstehen im Knochenmark
Was sind Darmatmer?
• Darmatmer sind in der Lage im stark durchbluteten Enddarm, der mit Atemwasser gefüllt wird, Sauerstoff aufzunehmen
• ermöglicht ein Überleben in Gewässern, die vom
Austrocknen bedroht sind
• Beispiele:
➡ Schlangenkopffische / Channa spp.
➡ Panzer- und Schwielenwelse / Callichthyidae
➡ Schlammpeitzger / Misgurnus fossilis
➡ Steinbeißer / Cobitis taenia
Was ist das Labyrinthorgan?
• spezielles Atmungsorgan bei bestimmten Fischarten
• ermöglicht die Nutzung von atmosphärischem Sauerstoff zusätzlich zur Kiemenatmung
• ermöglicht Atmung in sauerstoffarmen, warmen
Gewässern
• manche Arten können kurzzeitig außerhalb des Wassers überleben
➡ Kampffisch / Betta splendens
➡ Fadenfische / Osphronemidae
➡ Labyrinthfische / Anabantoidei
Was sind Lungenfische?
Lungenfische
• Unterklasse der Knochenfische / Osteichthyes
• haben stets Kiemen und Lungen
• Lungen entsprechen morphologisch den Schwimmblasen
• überleben in sauerstoffarmen Gewässern
• Lungen ermöglichen ein Überstehen von Trockenzeiten
• Vorkommen in Afrika, Südamerika, Australien
Haben Zahnplattenartige Strukturen um Krebse, Muscheln und pflanzenteile zermahlen zu können
Wie funktioniert die Atmung bei Amphibien?
Hautatmung & Lunge
• Lungen der Amphibien sind noch relativ leistungsschwach
• Sauerstoff wird über die Lungen aufgenommen
• Lungen weisen eine geringe Oberfläche auf
• Lungen werden durch Luftdruck gefüllt
• Luft wird abgeschluckt → Schluckatmung
• Hautatmung spielt sehr große Rolle
• Kohlendioxid wird über die Haut abgegeben
• Molche atmen weitgehend über die Haut
Wie funktioniert die Atmung bei Reptilien?
Lunge
• Lungen der Reptilien sind bereits leistungsfähiger
• sind im Inneren stärker gegliedert
• keine Hautatmung mehr
➡ Haut ist bereits zu stark verhornt
• bei Kriechtieren bereits Unterstützung der Atmung durch die Rippen
• dehnen Lungenvolumen und ziehen es zusammen
Wie funktioniert die Atmung bei Krokodilen?
Leberkolben-Mechanismus
• besitzen kein Zwerchfell, aber ein ähnliches System
(„Leber-Zwerchfell“)
• Leber ist über Muskeln (M. diaphragmaticus) mit dem
Becken verbunden
➡ beim Einatmen wird die Leber nach hinten gezogen
➡ die Lunge dehnt sich dadurch weiter aus
➡ ermöglicht besonders effiziente Belüftung der Lungen
Anpassungen an Apnoe
Blutumleitung und abkopplung des lungenkreislaufs, Sauerstoff ist in hämoglobinreichem blut und der myoglobinreichen muskulatur gespeichert. Stoffwechsel wird abgesenkt und auf minimal aktivität herunter gefahren. Anpassungen passieren im Körper – Bradcycardia/ Bloodshift
Wie funktioniert die Atmung bei Vögeln?
• Fliegen verbraucht sehr viel Energie
• sehr effizientes Atmungssystem
➡ einzigartig im Tierreich
➡ unidirektionaler Luftstrom
➡ keine Vermischung frischer & verbrauchter Luft
• bestehen aus einem System an Röhren / Luftpfeifen
➡ Gasaustausch findet über Luftpfeifen / Parabronchien statt
➡ Blutstrom verläuft dem Luftstrom entgegengesetzt / Gegenstrom
• sind unbeweglich im Brustkorb eingewachsen
➡ Volumen der Lunge kann nicht geändert werden
• Vögel besitzen kein Zwerchfell
➡ keine Trennung zwischen Brust- & Bauchraum
Luftsäcke
• funktionieren wie Blasebälge
• Hintere Luftsäcke
➡ nehmen frische Luft auf
➡ wird dann an Lunge abgegeben
• Vordere Luftsäcke
➡ dienen als Abluftreservoir
➡ verbrauchte Luft wird von hier an Luftröhre abgegeben
• Pneumatisierte Knochen
➡ Ausläufer der Luftsäcke gehen in die Knochen
➡ erleichtern das Skelett
➡ dienen der Kühlung der Muskulatur
Wie erfolgt die Atmung bei Säugetieren?
Luft geht durch die Luftröhre in die Bronchien, von dort weiter in die Bronchienarme ( bäumchen) und dann in die alveoilies wo der gas austausch stattfindet.
Welche Aufgaben und Funktionen hat die Haut?
Haut besteht aus Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut
Schutz
• Schranke für Stoffdurchtritt
• erschwert Eindringen von Krankheitserregern
• schützt durch Verfestigungen
- Hautknochen
- Panzer
- Schuppen
- Bindegewebsschilde
- etc.
• schützt vor Hitze & Kälte
Hautatmung
• Sauerstoff wird über die Haut aufgenommen
Fortbewegung
• Schwimmhäute (Schwimmen)
• Spannhäute (Fliegen)
Ernährung
• Speicherorgan (Unterhautfettgewebe)
Wasser- & Wärmehaushalt
• Verdunstung von Wasser durch die Körperoberfläche
• Schweißproduktion (und Ausscheidung von Abbauprodukten)
• Feder- und Haarkleid regulieren Wärmeabgabe
• Osmoregulation bei Wassertieren (Gleichgewicht zwischen Salzen und Wasser)
Kommunikation
• Färbung ist wichtiger Signalgeber
• Tarn- und Warnfarben
• Sekrete der Duftdrüsen
- Reviermarken
- Sexuallockstoffe
- Feindabschreckung (Gift- und Stinkdrüsen)
Werkzeug
• Leuchtorgane (Hautdrüsen bei Fischen)
• Krallen, Nägel, Hufe, Hornscheiden etc. als Werkzeuge
Was ist die osmoregulation?
Der Körper reguliert den Salz und Wasserhaushalt und hält ihn im Gleichgewicht.
Süßwasserfische: der fisch hat mehr salz als das Wasser – der fisch nimmt viel wasser auf – Salz wird mit kiemen aus dem Wasser gefiltern – pinkelt viel und nimmt salz auf
Meerwasserfische: Wenig Salz im Fisch aber sehr salzhaltiges Wasser
Das Wasser will aus dem fisch raus also trinkt er salzwasser um nicht aus zu trocknen – kiemen geben überschüssiges salz wieder ab – wenig urin
Wie ist die Haut bei Fischen?
Schutz durch Schuppen und Schleimdrüßen
Knochenfische
• besitzen sehr viele Schleimdrüsen
- verringert Strömungswiderstand beim Schwimmen
- Süßwasserfische: verringert Einstrom von salzarmem Wasser
- Meeresfische: schützen vor Wasserverlust ins salzreiche Meereswasser
- Lungenfische überdauern Trockenzeiten in Hautschleim-Kokon (4 Jahre)
- Schleim kann Warn-/Schreckstoffe enthalten
• Giftdrüsen bei …
- Drachenfisch- Rotfeuerfisch
- Steinfisch, etc.
oft an der Basis von Kiemen- und Flossenstacheln
Knorpelfische
• besitzen KEINE Schleimdrüsen
- Stechrochen - Dornhai
Was ist Biolumineszenz?
Leuchtorgane
• Drüsen bei zahlreichen Fischarten
- dienen als Lockmittel oder als Feindabschreckung
- beherbergen Leuchtschleim oder Leuchtbakterien
- linsenähnliche Einrichtungen zum Bündeln des Lichts
- Reflektor- oder Pigmentbecher reflektieren Licht in bestimmte Richtungen (teilweise über Muskeln
„an- und auskenipst“)
Wie ist die Haut bei Amphibien und wie funktioniert die häutung?
Sehr dünne Haut mit vielen Schleimdrüsen
• halten Haut feucht, verhindern Austrocknen & Eindringen von Erregern
Paarung
• feuchte, glatte Haut erleichtert den Amplexus (Umklammerung des Weibchens durch das
Männchen)
• macht einen wesentlichen Teil der Atmung aus
• intensiv durchblutete, respiratorisch Haut
Klettern
• Verbesserung des Haftvermögens bei Baumkletterern
• Hornlamellen quer zur Fingerlängsachse mit Haftpinseln bei Geckos, Anolisarten
Häutung
• äußerste Hautschicht besteht aus abgestorbenen Zellen, die nicht wachsen können
• regelmäßige Häutung erforderlich
• Schwanzlurche: Haut wird im Ganzen abgestreift
• Froschlurche: streifen einzelne Hautfetzen ab
Giftdrüsen
• weit verbreitet
• Gifte unterschiedlicher Stärke
- Hautreizungen bis Tod als Folge
Wie ist die Haut bei Reptilien und wie funktioniert die häutung?
Haut ist durchwegs verhornt und trocken
• Hornsubstanz: Keratin (Eiweiß)
• Hornschuppen: abgestorbene Zellen, die an Hautoberfläche abgeschoben wurden
Hautdrüsen
• KEINE Schleimdrüsen
• Hautdrüsen generell die Ausnahme
• Nattern: Drüsen im Bereich der Kloake
- übelriechendes Sekret zur Feindabwehr
• Schlangen
- ganze Haut in einem Stück abgestreift (Natternhemd)
- Augenhäute werden zuerst abgezogen
• Eidechsen
- Haut löst sich in kleinen Stücken
- oft unregelmäßig
• Schildkröten
- häuten nur Hautbereiche
- Panzerhorn wird nicht gehäutet
- Panzerhaut schält sich teilweise
• Krokodile
- Haut erneuert sich langsam in kleinen Stücken
Tierpflege
• ausreichend Feuchtigkeit für problemlose Häutung notwendig
• raue Oberflächen erleichtern das Ablösen der Haut
• Hautreste an Zehen, Schwanzspitzen oder Augen können auf Erkrankungen hinweisen
• Stress vermeiden
Wie ist die Haut bei Vögeln?
• Haut ist durchwegs verhornt und trocken
• besitzen nur wenige Drüsen
Bürzeldrüse
• bei vielen Vogelarten die einzige Hautdrüse
• an der Oberseite der Schwanzwurzel, dem Bürzel
• produziert eine öliges Sekret
Was ist die Burzeldrüse?
Funktion
• öliges Sekret wird mit dem Schnabel im Gefieder verteilt
• regelmäßiges Einfetten mit Bürzelsekret
- erhöht Geschmeidigkeit des Gefieders
- wirkt wasserabweisend
- erhöht die Haltbarkeit
• Schutz vor Mikroorganismen
- fungizid
- bakterizid
- antimykotisch
• UV-Schutz & Farbwahrnehmung
- bei manchen Vogelarten sind UV reflektierende Substanzen enthalten
- vor allem Singvögel, z.B. Kohlmeise, Blaumeise, Haussperling, etc.
- vermutlich Hilfsinstrument zur Partnerwahl
- Kommunikation
• Vitamin-D-Synthese
- im Sekret kann Provitamin D enthalten sein
- Aktivierung durch Sonneneinstrahlung
- Aufnahme des Vitamins beim Putzen
Bei Wasservögeln bessonders ausgeprägt.
Sekret ist für Gefiederpflege und Wasserabweisung unverzichtbar.
Bei Laufvögeln und dem Wiedehopf ist keine Burzeldrüse vorhanden und bei manchen Papagein und Tauben Arten ebenfalls.
Wie ist die Haut bei Säugetieren aufgebaut?
Die Haut der Säugetiere ist besonders reich an Drüsen
• Talgdrüsen
- münden in Haarbälge
- halten Haut und Haar geschmeidig
• Schweißdrüsen
- dienen der Temperaturregulierung
- dienen der Ausscheidung von Stoffwechselprodukten wie Harnstoff, Harnsäure und Ammoniak
- dienen der Entgiftung und Regulation des Elektrolythaushalts
- dienen der Kommunikation, z.B. Reviermarkierung, soziale Signale, Gruppengeruch, etc.
- Schweiß trägt antimikrobielle Substanzen
- hält die Haut feucht und geschmeidig
Apokrine Schweißdrüsen
• fett- und proteinreich
• Duftstoffe
• soziale Kommunikation
Ekkrine Schweißdrüsen
• wasserreich
• Verdunstungskühlung
• Salzausscheidun
Was sind Milchdrüsen?
Milchdrüsen
• charakteristisch für Säugetiere
• namensgebend: Mammadrüse / Glandulae lactiferae
• Milch absondernde, apokrine Drüse
• entlang der Milchleiste
• stammesgeschichtlich von Schweißdrüsen abgeleitet
• volle Funktion erst während der Trächtigkeit erreicht (hormoneller Einfluss)
Beuteltiere & placentale Säuger
• besitzen stets Zitzen und Saugwarzen / Mamillen
• Anzahl der Zitzen entspricht der Anzahl möglicher Jungtiere
- 2 bei Affen
- bis zu 20 bei Tanreks & Beutelratten
Kloakentiere
• Drüsen münden auf einem Milchfeld
Gesäuge
• Milchdrüsen sind auf der gesamten Länge der paarigen Milchleisten ausgebildet
- Insektenfresser, Nagetiere, Raubtiere, Schweine, etc.
Euter
• Milchdrüsen treten nur in der Leistengegend auf
- Unpaarhufer, Kamele, Wiederkäuer, Wale, etc.
Brustdrüsen (mit Brustwarzen)
• Milchdrüsen treten nur im Thoraxbereich auf
- Elefanten, Fledertiere, Primaten, etc
Was sind Krallen?
Krallen bestehen aus Keratin.
• kennzeichnend für viele Arten
• kommen vor bei
- zahlreichen Lurchen
- fast allen Reptilien
- allen Vögeln
- den meisten Säugetieren
• U-förmig im Querschnitt
- Rand dünner / Mitte stärker
• können bei Katzen eingezogen werden
- Ausnahme: Gepard / Acononyx jubatu
• sehr stark ausgeprägt bei Nebengelenktieren / Xenarthra
- Ameisenbären
- Faultiere
- Gürteltiere
• starke Krallen bei Schuppentieren / Pholidota
• Flügelkrallen bei Vögeln
- Strauße
- Entenvögel
- Greifvögel
- Regenpfeifer
- Mauersegler
- Hoatzin
Was sind Hand und Sohlenpolster?
• dicke, meist lederartige oder fettgepolsterte Bereiche an der Hand-/Fussunterseite
• Stossdämpfung
• Schutz vor Verletzungen
• Verbesserung des Tritts
• Tastsinn
• auf Flächen, mit denen die meisten land-/baumbewohnenden Säugetiere den Untergrund berühren
Welche Tiere haben keine Typischen Hand und Sohlenpolster?
Ausnahmen: keine klassischen Polster bei Unpaar-/Paarhufern und den Vorderextremitäten
mancher Gürteltiere.
• Pferde sind Zehenspitzengänger
• Pferde gehen auf der Spitze der dritten Zehe
• Hufteile
- Hufwand: trägt Hauptgewicht, wächst regelmäßig nach
- Sohle: unterseits des Hufs, schützt weiches Gewebe
- Strahl: V-förmig, stoßdämpfend, unterstützt Blutzirkulation im Huf
- weiße Linie: Verbindung zwischen Hufwand und Sohle; flexible „Naht“
- Sohlenpolster: weiches Gewebe unter Sohle & Strahl, dämpft Stöße, schützt Lederhaut
• Nashörner
• Flusspferde
• Elefanten
- Sonderform der Zehengänger / Digitigradie
- Sohle wird von verschmolzenen Finger-/Zehenpolstern gebildet
- stossdämpfendes Kissen aus Fettgewebe zwischen Phalangen und der bodenberührenden Fläche
- wird beim Aufsetzen in die Breite gedrückt
- Auftrittsfläche vergrößert sich und verteilt das Gewicht darauf
- zusätzlicher Vorteil bei schlammigem/sandigem Untergrund
Dieser spezielle Fussbau bei Nashorn, Elefant und Flusspferd wird graviportal genannt.
Was sind Hufe und was versteht man unter Paar und Unpaarhufer? Nenne Beispiele:
Hufe bestehen aus verhornten zellen die reich an Keratin sind.
Paarhufer: Gewicht auf 2 oder 4 Zehen
Oft als Klaue bezeichnet
Oft Wiederkäuer
Rinder, Schweine, Kamele, Hirsche, Giraffen, Steinböcke, Schafe,
Unpaarhufer: 1 oder 3 Zehen
Hauptlast liegt auf mittlerer Zehe –
Meistens Darmfermentierer
Pferde, Zebras, Esel, Nashörner und Tapire
Wozu dienen die Schnäbel von Vögeln?
Bestehen aus Keratin.
• unterschiedlich differenziert
• Schnabelform entspricht der Art der Ernährung
- der Art der Nahrungsaufnahme oder
- der Art der Nahrungssuche
• Funktion des Schnabels
- Werkzeug
- Waffe
- Verständigungsmittel (z.B. Betteln der Jungvögel)
Welche Schnabelformen gibt es und nenne beispiele?
Pinzett-Schnabel
• Weichfresser
• Schnabelform ist
- länglich - spitz zulaufend - schmal
Beispiele
• Rotkehlchen • Kleiber • Baumläufer
• Specht • Stare
Kompakt-Schnabel
• Körnerfresser
- klein - kräftig - kompakt
• Finken • Kernbeißer • Stieglitz • Meisen • Gimpel
Löffel-Schnabel
• Wasservögel
• Gründeln nach Wasserinsekten & Grünpflanzen
- breit - abgerundet
• Enten • Schwäne • Löffler
Säge-Schnabel
• Fische • Schnabelform ist
- seitlich gesägt - mit Haken
• Säger
Haken-Schnabel
• Fleischfresser
• Schnabelform
- mit scharfen Kanten
- gebogener Haken
- zerschneiden festes Fleisch
• Greifvögel• Eulen
Allesfresser-Schnabel
• Allesfresser
- kräftig- kantig - unspezifiziert
• Eichelhäher • Dohlen • Elster
Filtrier-Schnabel
• Flamingo
Fruchtfresser-Schnabel
• Tukane • Hornvögel
Kescher-Schnabel
• Pelikane
Fischfresser-Schnabel
• Kormorane • Schuhschnabel
Röhren-Schnabel
• Kolibris • Nektarvögel
Kreuz-Schnabel
• Kreuzschnäbel
Stocher/Sondier-Schnabel
• Ibisse• Watvögel
• gerade oder gebogen
Welche Säugetiere haben Schnäbel?
• nur bei Schnabeltieren
- mit Hornschicht
- Jungtiere noch mit bezahntem Schnabel
- Zähne werden zurückgebildet
- durch Hornplatten ersetzt
• Schnabeligel
- kein Schnabel
- keine Hornschicht, nur Haut und Muskel
Was für Federn gibt es?
• Konturfedern
- Deck- / Steuerfedern
- an Arm- / Handschwingen
Konturfedern bestehen aus
• Schaft
• Fahne
- meist asymmetrisch
- dicht aneinanderstehende Federstrahlen
• Spule
- enthält Reste der Wachstumszeit: Federseele
Federstrahlen
• tragen Nebenstrahlen
- Hakenstrahlen weisen zur Federspitze
- Bogenstrahlen weisen zur Spule
• Hakenstrahlen
- besitzen kleine Hakenfortsätze
- Haken- & Bogenstrahlen verbinden sich zur Fahne
• Dunen
- Federkleid der Jungen
- bei erwachsenen Vögeln unter den Konturfedern
- Federfahne besitzen keine Haken
• Borstenfedern
- am Schnabel von Kiwis, Eulen, Ziegenmelker, etc.
- am Lidrand von Straußen- und Nashornvögeln
• Fadenfedern
- langer Schaft, kleine, lockere Fahne ohne Hakenfortsätze
- teilweise Schmuckfedern der Reiher & Paradiesvögel
• Puderfedern
- dauernd wachsende Dunen, die an der Spitze zu Hautpuder zerfallen (z.B. Tauben, Papageien)
Was ist die Mauser?
• regelmäßiger Federwechsel
• Neubildung einer Federgeneration
• Ersatz beschädigter oder abgenutzter Federn
• zumindest einmal jährlich
Totalmauser
• Wechsel des gesamten Gefieders
- vorübergehender Verlust der Flugfähigkeit
- meist Wasser- & Schwimmvögel
- Entenvögel - Pelikane - Kormorane
- Wasser trägt Tiere sicher auch ohne Federn
Teilmauser
• Wechsel von Gefiederpartien
- Flugfähigkeit bleibt erhalten
- typisch für Land- und Greifvögel
Brutflecken
• Konturfedern fallen aus
• federfreie Bezirke auf der Brust
• zum Wärmen der Eier in der Brutzeit
- stark durchblutete Haut verbessert
Wärmeversorgung des Gelgeges
Schockmauser
• plötzliche. massive Mauser
• versursacht durch
- Stress - Krankheit - Parasitenbefall
- Nahrungsmangel - extreme Witterung, etc.
• kann einzelne Partien ganzen Vogel betreffen
• Flugfähigkeit kann eingeschränkt sein
• Folgen:
- Schutzlosigkeit
- erhöhter Energiebedarf
- Verzögerung der regulären Mauser
Welche Haarformen gibt es und wann findet der Fellwehcsel statt?
Haarformen
• Deckhaare / Grannen
- relativ steif & dick
• Wollhaare
- dünner & dichter
- kräuselig
Fellwechsel
• tropische und subtropische Arten: kontinuierlich
• gemäßigte Breiten: saisonaler Fellwechsel
Nenne den Unterschied zwischen Geweih und Horn?
Geweih – Knochensubstanz und wird jährlich neu gebildet – abgeworfen nach der Brunft – Männliche Rothirsche, Hirsche, Dammhirsche, Rehe, Elche tragen ein Geweih ( Bei Rentieren beide Geschlechter)
Horn – Hornmaterial (Keratin) – wächst dauerhaft und wir nicht abgeworfen – Rinder, Ziegen, Schafe, Antilopen
Hörner der Nashörner bestehen aus
verschmolzenen Haaranlagen!
Nennen heimische Geweih träger?
Nenne heimische Horn träger?
Geweih: Rothirsch, Dammhirsch, Rehe
( Sikawild nicht heimisch aber vorkommend)
Horn: Steinbock, Gämse
( Mufflon, nicht heimisch aber großes vorkommen)
Was sind Knochenzampfen/Stirnzapfen?
Die Stirnzapfen sind hautbedeckte Knochenzapfen, die als Ossicon bezeichnet werden.
Keine harte Hornscheide wie bei Hornträgern
Sie sind bei Giraffen und Okapi stets vorhanden, wobei bei den Giraffen beide Geschlechter sie tragen, bei Okapi hingegen nur die Männchen. Die Spitzen sind bei Okapi frei von Haut.
Last changed13 days ago