4.1 Aufgaben und Vorgehend er Kostenstellenrechnung
Was stelt die Kostenstellenrechung fest?
Die Kostenstellenrechnung stellt fest, an welcher Kostenstelle Gemeinkosten entstanden sind und stellt der Kostenträgerrechnung Kalkulationssätze zur Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenträger zur Verfügung.
Kriterien der Kostenstellenbildung
Was muss eine Kostenstelle sein?
Welche Kriterien sind bei der Kostenstellenrechung zu beachten?
Eine Kostenstelle muss eine eigenständig abrechnende Einheit sein
Kriterien zur Kostenstellenbildung. Kostenstellen sollen
eindeutig und überschneidungsfrei, damit Doppelverrechung vermieden werden kann
so gebildet werden, dass sie klaren Verantwortungsbereichen entsprechen, damit die verursachten Kosten gezielt kontrolliert, geplant und gemeinsam mit dem jeweiligen Kostenstellenleiter abgestimmt werden können.
sinnvolle Maßgrößen haben
Anzahl und Tiefe in Balance mit Wirtschaftichkeit und Aussagekraft
Gliederung der Kostenstellen
Wie können Kostenstellen gegliedert werden?
Kostenstellengliederung
nach Funktionen
nach der Beziehung zur Fertigung
nach dem Verrechnungsfluss
Gliederung der Kostenstellen: Kostenstellengliederung nach Funktionen
Wofür ist sie Grundlage?
Welche Bereiche werden unterschieden?
Vorschläge für Kostenstellenpläne
Bereiche:
allgemeiner Bereich (Facility Management, Fuhrpark, Strom- und Wasserversorgung, Kantine, Werksfeuerwehr etc.);
Materialbereich (Einkauf, Annahme, Prüfung, Lagerung und Ausgabe von Materialien);
Fertigungsbereich (z. B. im Industriebetrieb: Arbeitsvorbereitung, Dreherei, Schlosserei etc.; z. B. in der Hotellerie: Küche, Restaurant, Beherbergung etc.; z. B. im Pflegebereich: Häusliche Pflege, teilstationäre Pflege (Tagespflege), teilstationäre Pflege (Nachtpflege) etc.);
Verwaltungsbereich (Geschäftsführung, Rechnungswesen etc.);
Vertriebsbereich (Werbung, Verkauf, Versand etc.).
Gliederung der Kostenstellen: nach der Beziehung zur Fertigung
Worin wird sie unterschieden und welche Bereiche betreffen sie?
Hauptkosten
(Fertigungsbereiche von Hauptprodukten)
Nebenkosten
(Fertigungsbereiche von Nebenkosten)
Hilfskostenstellen
(alles andere)
Gliederung der Kostenstellen: nach dem Verechnungsfluss
Worin werden sie unterschieden und welche Bereiche betreffen sie?
Endkostenstellen
= Kosten auf die Kostenträger (Leistungen) weiterverrechnet, da sie für diese Leistung erbringen
z.B. Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebsbereich
Vorkostenstellen
= Kosten auf andere Kostenstellen weiterverrechnet werden, da sie für andere Kostenstellen Leistungen erbringen
z.B allgemeine Bereich, Fertigungshilfsstellen
Vorgehen der Kostenstellenrechnung
Was ist Ausgangsgrundlage fpr die Kostenstellenrechung?
Welche KOsten stehenw arum im Fokus?
Welche Schritte muss man bei der Kostenstellenrechung durchlaufen?
Ergebnisse der Kostenartenrechnung
Gemeinkosten, da sie im Gegensatz zu Einzelkosten nicht einem Kostenträger direkt zugeordnet werden können
Vorgehend er Kostestellrechnung:
Schritt: Verteilung der Gemeinkosten aus der Kostenartenrechnung (primäre Gemeinkosten) auf die Kostenstellen
Schritt: Innerbetriebliche Leistungsverrechnung, d. h. Verteilung der Gemeinkosten von leistenden zu empfangenden Kostenstellen (sekundäre Gemeinkosten)
Schritt: Ermittlung der Kalkulationssätze je Endkostenstelle als Vorbereitung der Kostenträgerrechnung
Zusätzlicher Schritt: Kosten- bzw. Wirtschaftlichkeitskontrolle in den einzelnen Kostenstellen
Betriebsabrechungsbogen
Zeichen den tabellarischen Aufbau nach
4.2 Verteilung der primären Gemeinkosten
Worin kann innerhalb der primären Gemeinkosten unterschieden werden?
Kostenstelleneinzelkosten
Was ist ihre Voraussetzung?
Nenne typische Beispiele
Beleg für Verbindung zu Kostenstelle
Beispiele:
Material- bzw. Sachkosten als Gemeinkosten, wenn auf Materialentnahmeschein/ Rechnung Vermerk der Kostenstelle
Zuordnung von Gehalt zu einer Person
Kostenstellengemeinkosten
Was benötigt man zur Verteilung?
Auf welchen Größen kann der Verteilungsschlüssel basieren?
Welche Schritte für die Berechnung?
Wie unterscheidet sich die Berechnung zwischen den Größen?
Verteilulungsschlüssel
- Geldgröße
- Mengengröße
4.3 Innerbetriebliche Leistungsverrechung
Mit: bei regelmäßig wiederkehrenden, permanenten Leistungsaustausch
Ohne: bei heterogenen, einmalig erbrachte, eindeutig erbrachten und messbaren Leistungen
4.3 Innerbetriebliche Leistungsverrechnung
Stufenleiterverfahren
Was ist das?
Wie werden die Kostenstellen im Stufenleiterverfahren angeordnet?
In welche Richtung erfolgt die Kostenverrechnung?
Welche Art von Leistungsaustausch kann berücksichtigt werden?
= Dieses Verfahren wird auch „Treppenverfahren“ genannt; es handelt sich um ein Verfahren zur innerbetrieblichen Leistungsverrechnung mit nur einseitiger Berücksichtigung des gegenseitigen Leistungsaustausches zwischen Hilfskostenstellen.
—> Verfahren zur Umlage von Gemeinkosten zwischen Kostenstellen
Kostenstellen werden hintereinander in eine Reihenfolge (Stufen) gebracht.
Stufenweise von oben nach unten.
Nur einseitiger Leistungsaustausch.
Warum ist die Reihenfolge der Kostenstellen entscheidend?
Welche Leistungsbeziehungen werden nicht berücksichtigt?
Welche Folge hat ein gegenseitiger Leistungsaustausch?
Wie sollte die Reihenfolge der Kostenstellen gewählt werden?
Weil Rückverrechnungen nicht möglich sind.
Leistungsabgaben an vorgelagerte Kostenstellen.
Eine Ungenauigkeit in der Kostenverrechnung.
So, dass der Anteil nicht berücksichtigter Leistungen möglichst gering ist.
Welche Kosteninformationen müssen für das Stufenleiterverfahren vorliegen?
Welche Leistungsinformationen müssen bekannt sein?
Die primären Gemeinkosten der Hilfs- bzw. Vorkostenstellen.
Die abgegebenen und empfangenen Leistungseinheiten der Vor- und Endkostenstellen.
Wie lautet die Formel zur Kostenumlage im Stufenleiterverfahren?
Welche Größen gehen in die Formel ein?
Gemeinkosten der Hilfs-/Vorkostenstelle hhh und deren abgegebene Leistungseinheiten.
Alternative Berechnung des Stufenleiterverfahrens
Wie wird der Verrechnungspreis im Stufenleiterverfahren berechnet?
Wie erfolgt die Kostenverteilung auf die nachgelagerten Kostenstellen?
Mathematisches Gleichungsverfahren
Warum heißt das mathematische Gleichungsverfahren auch simultanes Verfahren?
Worin liegt die Hauptschwierigkeit des mathematischen Gleichungsverfahrens?
Warum wird das mathematische Gleichungsverfahren schnell sehr komplex?
Weshalb ist dieses Verfahren in der Praxis wenig verbreitet?
Weil die Verrechnungspreise aller sich gegenseitig beliefernden Kostenstellen gleichzeitig berechnet werden.
Abgebende und empfangende Kostenstellen müssen simultan in Gleichungen erfasst werden.
Weil genauso viele Variablen existieren, wie es sich gegenseitig beliefernde Kostenstellen gibt.
Wegen des hohen Rechen- und Entscheidungsaufwands.
Iteratives Verfahren
Warum werden iterative Verfahren häufig dem mathematischen Gleichungsverfahren vorgezogen?
Wie ist die Grundidee iterativer Verfahren?
Was bedeutet der Begriff Iteration in diesem Zusammenhang?
Wann wird das iterative Verfahren beendet?
Weil sie deutlich einfacher und praktikabler sind.
Es werden zunächst vereinfachte Annahmen über innerbetriebliche Leistungsbeziehungen getroffen.
Die wiederholte Durchrechnung und Anpassung der Annahmen.
Wenn die Ergebnisse die Realität aus Sicht der Entscheidungsträger ausreichend genau abbilden.
4.4 Vorbereitung der Kostenträgerrechnung
Was ist der Ausgangspunkt für die Vorbereitung der Kostenträgerrechnung?
Was ist das Ziel der Vorbereitung der Kostenträgerrechnung?
Welche Rolle spielen Kalkulationssätze dabei?
Welche Arten von Kalkulationssätzen werden unterschieden?
Die über den Betriebsabrechnungsbogen auf die Kostenstellen verteilten Gemeinkosten.
Zu ermitteln, wie viele Gemeinkosten einem Kostenträger bei Durchlaufen einer Kostenstelle zugerechnet werden.
Mit ihnen werden Gemeinkosten verursachungsgerecht auf Kostenträger verteilt.
Gemeinkostenzuschlagssätze und Gemeinkostenverrechnungssätze.
Gemeinkostenzuschlagssätze
Definition
welche Bezugsgröße?
Wann welche Bezugsgröße?
Formel
Formel Bezugsgröße Herstellkosten des Umsatzes
Gemeinskostenzuschlagssätze
= prozentualer Zuschlag der Gemeinkosten an der Kostenstelle
bei Einzelkosten oder Herstellungskosten
4.5 Kostenkontrolle
Warum werden nicht die Daten der Vorperiode als Vergleich herangezogen?
Was sind Normal-Kalkulationssätze?
Welchen Zweck erfüllen Normal-Kalkulationssätze?
Weil sie durch saisonale und konjunkturelle Schwankungen verzerrt sein können.
Langfristige, durchschnittliche Erfahrungswerte je Kostenstelle.
Sie glätten Schwankungen und ermöglichen eine realistischere Abweichungsanalyse.
Formeln für Normal-Gemeinkosten einer Kostenstelle?
Wie werde die Normal-Herstellkosten (statt Ist-Herstellkosten) berechnet?
Wann werden Plandaten verwendet?
Wodurch unterscheiden sich Plandaten von Normaldaten?
Wenn zukünftige Entwicklungen kalkuliert werden sollen, ohne direkten Vergangenheitsbezug.
Plandaten sind zukunftsorientiert, Normaldaten beruhen auf langfristigen Erfahrungswerten.
Wie findet eine Kosten- und Wirtschaftlichkeitskontrolle statt?
Welche Daten werden dabei miteinander verglichen?
Was geschieht bei festgestellten Abweichungen?
Durch Vergleich von Sollwerten mit der Realität.
Normal- und/oder Plandaten mit den Istkosten.
Abweichungen werden analysiert und Maßnahmen zur Angleichung entwickelt.
Wann liegt eine Kostenüberdeckung vor?
Was bedeutet Kostenüberdeckung für die Kostenstelle? Was ist das Gegenteil davon?
Wann liegt eine Kostenunterdeckung vor?
Zu was kann die Feststellung zu Unter- oder Überdeckung führen?
-> Was macht das aus der Kostenstellenrechnung?
Wenn die Istkosten geringer sind als die Normalkosten.
Die Istkosten an einer Kostenstelle sind niedriger als die Normalkosten. Gegenteil: Unterdeckung
Wenn die Istkosten höher sind als die Normalkosten.
Managementinstrument
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