Frage: Was beschreibt soziale Erleichterung?
Antwort: Die Anwesenheit anderer beeinflusst die Leistung: bessere Leistung bei einfachen Aufgaben, schlechtere bei komplexen.
Frage: Was besagt die Drive-Theory (Zajonc, 1965)?
Antwort: Anwesenheit anderer erhöht Erregung → dominante Reaktion wird wahrscheinlicher → einfache Aufgaben besser, komplexe schlechter.
Frage: Was ist eine dominante Reaktion?
Antwort: Die wahrscheinlichste Reaktion in einer Situation; bei neuen/komplexen Aufgaben oft fehleranfällig.
Frage: Was besagt die Bewertungsangst-Theorie (Cottrell, 1968)?
Antwort: Angst, bewertet zu werden, erhöht Erregung → dominante Reaktion wird stärker.
Frage: Was besagt der Aufmerksamkeitskonflikt (Sanders, 1981)?
Antwort: Geteilte Aufmerksamkeit zwischen Aufgabe und Publikum → Erregung steigt → dominante Reaktion wird stärker.
Frage: Was sagt der integrative Ansatz von Guerin (1993)?
Antwort: Anwesenheit anderer erschwert Lernen, weil unklar ist, wann dominante Reaktionen angemessen sind.
Frage: Was sind soziale Normen?
Antwort: Regeln, die angeben, wie man sich verhalten soll.
Frage: Was sind deskriptive Normen?
Antwort: Informationen darüber, was andere in ähnlichen Situationen tatsächlich tun.
Frage: Was sind injunktive Normen?
Antwort: Informationen darüber, was man tun sollte; gesellschaftliche Erwartungen.
Frage: Welche Funktionen haben soziale Normen?
Antwort: Unsicherheitsreduktion, Verhaltenskoordination,
Frage: Was zeigte die Anti-Graffiti-Studie (Keizer et al., 2008)?
Antwort: Normen wirken stark und unbewusst. Grafiti Müll Beispiel
Frage: Was sind Judostrategien?
Antwort: Einflussstrategien, die automatische Denkprozesse und Heuristiken nutzen, um Verhalten gezielt zu lenken.
Frage: Was ist Commitment im sozialen Einfluss?
Antwort: Menschen wollen konsistent handeln; wer einmal zustimmt, stimmt eher erneut zu.
Frage: Was ist Compliance?
Antwort: Zustimmung zu einer Bitte ohne innere Überzeugung.
Frage: Wie funktioniert die Foot-in-the-Door-Technik?
Antwort: Kleine Bitte → Zustimmung → größere Bitte → höhere Compliance durch Konsistenzstreben.
Frage: Wie funktioniert die Door-in-the-Face-Technik?
Antwort: Große Bitte → Ablehnung → moderate Bitte → höhere Compliance durch Reziprozität und Harmoniebedürfnis.
Frage: Was ist Low-Balling?
Antwort: Erst attraktives Angebot → Zustimmung → Vorteil wird entfernt → Person bleibt wegen Commitment dabei.
Frage: Was ist die That’s-not-all-Technik?
Antwort: Zielbitte + unerwartetes Extra → wirkt wie Geschenk → Reziprozität → höhere Compliance.
Frage: Was bedeutet das Prinzip sozialer Bewährtheit?
Antwort: Was viele tun, erscheint richtig; Verhalten anderer dient als Orientierung.
Frage: Was ist das Kontrastprinzip?
Antwort: Bewertung hängt vom Vergleich ab; vorher Gezeigtes beeinflusst Wahrnehmung des Zielobjekts.
Frage: Was ist das Prinzip der Knappheit?
Antwort: Seltenes wirkt wertvoller; Knappheit erzeugt Reaktanz („Jetzt erst recht“).
Frage: Warum erhöht Sympathie die Compliance?
Antwort: Menschen sagen eher „Ja“ zu Personen, die sie mögen.
Frage: Welche Strategien erhöhen Sympathie?
Antwort: Positive Selbstdarstellung, Ähnlichkeiten betonen, positive Gefühle erzeugen.
Frage: Warum wirkt Autorität als Einflussfaktor?
Antwort: Menschen gehorchen Autoritäten, selbst gegen eigene moralische Überzeugungen. Bsp.: Holocaust
Frage: Was ist Mehrheitseinfluss?
Antwort: Anpassung an die Gruppe (Konformität), beeinflusst Verhalten und Meinung.
Frage: Was ist informationaler Einfluss?
Antwort: Orientierung an anderen, weil Situation mehrdeutig ist → führt zu privater Akzeptanz.
Frage: Was ist normativer Einfluss?
Antwort: Anpassung aus Zugehörigkeitsbedürfnis → führt zu öffentlicher Compliance ohne innere Zustimmung.
Frage: Was zeigte das Asch-Experiment?
Antwort: Konformität entsteht, wenn Konfidenten/Eingeschleuste bewusst falsche Antworten geben.
Frage: Wie beeinflussen Minderheiten?
Antwort: Durch Konsistenz, gute Argumente und feste Überzeugungen; kann Konflikte auslösen.
Was erklärt die Konversionstheorie von Moscovici?
Antwort: Sie erklärt, dass Mehrheiten meist zu oberflächlicher Anpassung führen (Compliance), während Minderheiten tiefere Verarbeitung auslösen und echte Einstellungsänderung bewirken können (Konversion; innerlichj überzeugt).
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