Frage: Was ist eine Gruppe?
Antwort: Eine Gruppe besteht aus mindestens zwei Personen, die interagieren, gemeinsame Ziele verfolgen, ein Wir‑Gefühl teilen und zeitliche Stabilität aufweisen.
Frage: Welche Merkmale definieren eine Gruppe?
Antwort: Interaktion, gemeinsame Ziele, gemeinsame Identität/Wir‑Gefühl, zeitliche Stabilität, mindestens zwei Personen.
Frage: Warum bilden Menschen Gruppen? (materielle Funktionen)
Antwort: Ziele erreichen, Schutz, Sicherheit, Macht.
Frage: Warum bilden Menschen Gruppen? (psychologische Funktionen)
Antwort: Need to belong, Selbstdefinition, Selbstwertsteigerung.
Frage: Was beschreibt das Modell der Gruppensozialisation (Moreland & Levine, 1982)?
Antwort: Es beschreibt den Lebenszyklus der Mitgliedschaft: Erkundung → Sozialisation → Aufrechterhaltung → Divergenz/Resozialisierung → Erinnerung.
Frage: Was beschreibt das Phasenmodell von Tuckman & Jensen (1977)?
Antwort: Es beschreibt die Entwicklung einer Gruppe: Forming (Unsicherheit, Kennenlernen) → Storming (Konflikte, Machtkämpfe) → Norming (Normen, Zusammenhalt) → Performing (produktive Zusammenarbeit) → Adjourning (Auflösung, Abschluss).
Frage: Was sind Normen in Gruppen?
Antwort: Gemeinsame Verhaltenserwartungen; Abweichungen führen zu Sanktionen.
Frage: Was sind Rollen in Gruppen?
Antwort: Verhaltenserwartungen an bestimmte Positionen innerhalb der Gruppe.
Frage: Was ist Status in Gruppen?
Antwort: Die sozial bewertete Stellung eines Mitglieds, basierend auf spezifischen oder diffusen Merkmalen.
Frage: Was ist Kohäsion?
Antwort: Der Zusammenhalt einer Gruppe; fördert Engagement, wenn die Ziele akzeptiert werden.
Frage: Was ist Deindividuation?
Antwort: Untergehen in der Menge mit reduzierter Selbstkontrolle, impulsivem Verhalten und Verantwortungsdiffusion. Beispiel: Mobbing, also man schließt sich der Gruppe an, negativ
Frage: Welche Arten von Gruppenaufgaben gibt es?
Antwort: Additiv (Summe), disjunktiv (bester), konjunktiv (schwächster).
Frage: Was ist soziale Kompensation?
Antwort: Starke Mitglieder strengen sich mehr an, um Schwächere auszugleichen.
Frage: Was ist Unverzichtbarkeit?
Antwort: Schwächere strengen sich mehr an, wenn ihr Beitrag wichtig ist.
Frage: Was ist soziales Faulenzen (Social Loafing)?
Antwort: Weniger Anstrengung, wenn individueller Beitrag nicht sichtbar ist.
Frage: Wie lässt sich soziales Faulenzen reduzieren?
Antwort: Durch schwierige Aufgaben und Identifikation mit der Gruppe.
Frage: Was ist der Trittbrettfahrer‑Effekt?
Antwort: Weniger Anstrengung, weil man den eigenen Beitrag als unwichtig ansieht.
Frage: Was ist der Gimpel-/Sucker‑Effekt?
Antwort: Weniger Anstrengung, weil andere sich ebenfalls wenig anstrengen.
Frage: Was ist der Effekt des gemeinsamen Wissens (Shared Information Bias)?
Antwort: Gruppen diskutieren bevorzugt geteilte statt einzigartiger Informationen.
Frage: Welche Folgen hat der Shared Information Bias?
Antwort: Schlechtere Entscheidungen, wichtige Infos bleiben ungenannt.
Frage: Wie kann man den Shared Information Bias reduzieren?
Antwort: Rollen verteilen, ausreichend Zeit geben, Normen für Informationsaustausch schaffen.
Frage: Was sind Hidden Profiles?
Antwort: Situationen, in denen nur die Gruppe gemeinsam die beste Lösung finden kann, weil Informationen verteilt sind.
Frage: Was ist das Problem bei Hidden Profiles?
Antwort: Gruppen diskutieren geteilte und präferenzkonsistente Infos statt einzigartiger Infos.
Frage: Was ist Gruppenpolarisierung?
Antwort: Nach Diskussion werden Meinungen extremer.
Frage: Was verursacht Gruppenpolarisierung?
Frage: Was ist Groupthink?
Antwort: Fehlentscheidungen durch Harmoniestreben in hochkohäsiven Gruppen.
Frage: Was sind Ursachen von Groupthink?
Antwort: Hohe Kohäsion, Isolation, direktiver Leiter, Stress/Zeitdruck.
Frage: Was sind Symptome von Groupthink?
Antwort: Illusion der Unverwundbarkeit, Rationalisieren, moralische Überlegenheit, Stereotype, Selbstzensur, Druck auf Abweichler, Illusion der Einmütigkeit, Mindguards.
Frage: Welche Folgen hat Groupthink?
Antwort: Schlechte Alternativenprüfung, schlechte Risikoanalyse, keine Infosuche, kein Plan B.
Frage: Wie kann man Groupthink verhindern?
Antwort: Leiter hält sich zurück, externe Experten einbeziehen, Untergruppen bilden, systematische Alternativenprüfung.
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