Olfaktorik
Geruch: Analyse von Molekülen, die durch die Luft übermittelt werden
-> lokalisieren von geschlechtspartnern, Artgenossen, Feinden, Beute, usw.
Gustatorik
Geschmack: Analyse der gerade im mund befindlichen Nahrung
Von der Nase zum Hirn - Überblick
Die direkte Verbindung zum limbischen System (ohne Verschaltung über den Thalamus) gibt es nur in der olfaktorischen Wahrnehung.
Von der Nase zum Hirn - Limbisches System
Limbisches System:
Funktionelle Einheit mehrerer Groß- und Mittelhirnkerne
Wichitge Strukturen: Amygdala, Hippocampus, Hypothalamus
Steuert Emotionen und Gedächtnis
Auch: Lernen, Antrieb, Nahrungsaufnahme, Verdauung, Fortpflanzung, uvm.
Von der Nase zum Gehirn - Orbitofrontaler Cortex
Interpretation der Gerüche
Korrektur der Bewertung emotionaler Stimuli; wichtig für erlernte Emotionen
Ethische Empfindungen
Persönlichkeitsveränderung bei Verletzungen
Olfaktorische Wahrnehmung - Rezeptoren
Rezeptororgan: olfaktorisches Epithelium
Enthält Geruchsrezeptoren, RIechzellen und Stütz- und Basalzellen
Moleküle binden an die Zilien, was Signalkaskade und schließlich Nervenimpulse auslöst
Mnemonische Theorie der Geruchswahrnehmung
Geruchswahrnehmung basiert stark auf Gedächtnisbaruf
Gerüche werden nicht absolut erkannt, sondern durch den Vergleich mit gespeicherten Gedächtnispräsentationen früherer Geruchserfahrungen erkannt
Limbische Verankerung erklärt emotionale & autobiographische Assoziationen
Direkte Verbindung vom Bulbus olfactorius zum Hippocampus und Amygdala verknüpfen Gerüche erng mit Erinnerungen und Emotion = “Proust-Phänomen”
Verarbeitung von Pheromonen - Vormeronasale Organ
Accessorischer olfaktorischer Bulbus (Dorsal zum OB)
Projektion zum limbischen System, Hypothalamus
Accessorisches olfaktorisches System beim Menschen schwächer Ausgeprägt als bei anderen Tieren
Verhaltensrelevanz beim Menschen jedoch in Studien zum Zusamenhang von Pheromonen und soziosexuellem Verhalten nachgewiesen
Von der Zunge zum Gustatorischen Cortex
Geschmacksknopsen
Theorie der primären Geschmacksqualitäten
Bitter, Umami, Sauer, Salzig, Süß
Kombinationen erlauben große Geschmacksvielfalt
Typische Karte ist eine Überinterpretation von Hänigs 1901 Befunden. Geschmacksknopsen sind viel gleichmäßiger verteilt als oft dargestellt
Geschmackswahrnehmung
Multisensorisch
Starker Einfluss von Geruch
Auch visuelle Informationen fließen ein
Ähnlich zum Riechen: Assoziation mit Erinnerung
Crossmodal Correspondences
Gibt Zusammenhang zwischen Farbe und Geschmack
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