Selektive Aufmerksamkeit
Relevantes auswählen, Störreize unterdrücken
Geteilte Aufmerksamkeit
Ressourcen auf mehrere Aufgaben/Reize verteilen
Daueraufmerksamkeit
Konzentration über längere Zeit halten
Vigilanz
Spezialfall der Daueraufmerksamkeit bei seltenen, schwachen Signal
Definition Aufmerksamkeit
Aufmerksamkeit ist eine grundlegende kognitive Funktion, die die selektive Zuweisung begrenzter mentaler Ressourcen auf bestimmte Reize, Gedanken, Gefühle oder Handlungen beschreibt, während andere Reize ausgeblendet werden um Effektiv mit anderen umzugehen.
Ursprung Aufmerksamkeit
Aus Reflex:
Entwicklung aus einfachen Orientierungsreaktionen
Wegen adaptiven Nutzen unter der willentlich Kontrolle zugänglich geworden
Aus Approach/Avoid Verhalten
Basale Handlungssteuerung erfordert das Bewegen hin zur Nahrung oder von ihr weg
Die dafür erforderlichen Schaltkreise könnten Vorläufer für Aufmerksamkeit/Handlungssteuerung heutiger Organismen sein
Aufmerksamkeit - Modalitäten, Ziele, Lenkung
Modalitäten:
Visuelle Aufmerksamkeit
Auditive Aufmerksamkeit
weitere Modalitäten
Ziele:
Räumliche Aufmerksamkeit
Objektbasierte Aufmerksamkeit
Zeitliche Aufmerksamkeit
Lenkung:
Exogen (durch ein anders Signal)
Endogen (durch Intention aufgabenbezogen)
Endogene/Exogene Aufmerksamkeit - Posner Cuing Paradigma
Posner, 1980: Cuing Paradigma mit symbolischen/zentralem Cue (Hinweisreiz):
Misst visuelle Aufmerksamkeit indem nachgewiesen wird wie schnell Probanden auf ein Ziel reagieren, nach einem Hinweiszeiz
Probanden sehen einen Cue, der oft richtig Vorhersagt, manchmal falsch vorhersagt, wo sich das Ziel befindet.
Cue kann symbolisch oder peripher sein
Ergebnis (Mittlere Reaktionszeit der nicht validen Durchgänge minus der validen quantifiziert den Effekt von Aufmerksamkeit):
Schnellere Reaktionszeit für richtige Cue´s vergliechen mit flaschen oder neutralen Cue´s -> Zeigt, dass Aufmerksamkeit auch Unterbewusst funktioniert.
Endogene/Exogene Aufmerksamkeit - Posner Cuing Paradigma - Zeitverlauf
Inhibiton of Return
Beschreibt ein Phänomen der Blickbewegung
Beobachtet ein Proband ein Objekt an einem bestimmten Ort genauer /c. 100-300ms), dann ist es unwahrscheinlich, dass nach einem Fokuwechsel erneut dorthingeschaut wird.
Aufmerksamkeit - Verdeckt vs Offen
Offen (overt Attention):
Blick geht auf die betrachtete Stelle
Regelfall beim natürlichen Sehen
Verdeckt (covert Attention):
Blick und Aufmerksamkeit gehen auf unterschiedliche Stellen
Im Alltag eher unüblich -> oft im Labor
Metaphern verdeckter Aufmerksamkeit
Spotlight: Aufmerksamkeit als fokussiertes Lichtfeld, das einen Bereich scharfstellt
Zoom-lens: Aufmerksamkeit wie ein Zoomobjekti - Vergrößerung geht mit Verengung des Aufmerksamkeitsfelds einher
Multiple Spotlights: Aufmerksamkeit kann in meheren, getrennten “Fokus”-Bereichen parallel existieren
Offene Aufmerksamkeit - Augenbewewgung
Frühes nicht invasives Eye-Tracking
Gibt Einblicke, was beachtet wird
Reiz, aber auch Kontext- und Aufgabenabhängig
Aufmerksamkeit wegen Salienz
Merkmalskontraste ziehen Aufmerksamkeit auf sich (Pop-Out)
In Suchversuchen sind die “Search Slopes” (Steigung der Suchzeit pro Ablenker-Reize) flach
Aufmerksamkeit Aufgabenrelevanz
Ohne Kontrast in einfachen Merkmalen kein Pop-Out
alle Objekte werden relevant und müssen seriell durchsucht werden
“Search Slopes” (Steigerung der Suchzeit pro Ablenker-Reize) steiler
Aufmerksamkeit
Ohne Kontraste in einfachen Merkmal kein Pop-Out
Alle Objekte werden relevant und müssen seriell durchsucht werden
Welche Merkmale leiten Aufmerksamkeit
Aufmerksamkeit wegen Semantik/Szeneninformationen
Objekte an erwartbaren Orten werden schneller gefunden
Der “Gist” einer Szene kann schneller extrahiert werden und zur Aufmerksamkeitsweiterlenkung verwendet werden
Aufmerksamkeit wegen Handlungsrelevanz
Im Versuch von Hayhoe et al. machen Versuchsperson ein Sandwich
Direkte Handlungsziele werden oft angeschaut
Gelegentlich “Planungsfixationen” für Objekte, die später in der Sequenz kommen
Willentliche Lenkung von Aufmerksamkeit
Top-Down Aufmerksamkeit
Orte und Merkmale können absichtlich beachtet/ignoriert werden
Manche Reize sind schwer ignorierbar: Blick, Gesten, Pfeile
Kombination Unterschiedlicher Einflüsse
Salienz auf verschiedenen Skalen
Merkmalskombinationen
Aufmerksamkeit Kombination Unterschiedlicher Einflüsse
Bottom-Up Einflüsse (Salienz)
Top-Down Einflüsse (Aufgabe, etc.)
Selection-Histoy Einflüsse (was wurde zuvor gesehen?)
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