Nach Kant sind Kategorien
reine Verstandsbegriffe a priori
Kategorien haben nach Kant die Funktion,
Erfahrung überhaupt erst möglich zu machen
Analytische Urteile sind nach Kant solche,
bei denen das Prädikat bereits im Subjekt enthalten ist
Synthetische Urteile a priori sind nach Kant
erweiternd und zugleich unabhängig von Erfahrung
Die zentrale Frage der kritischen Metaphysik Kants lautet
Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?
Kant kritisiert die traditionelle Ontologie, weil sie
über Dinge an sich Aussagen machen will
Die „Analytik des Verstandes“ ersetzt bei Kant
die klassische allgemeine Metaphysik (Ontologie)
Kant würde die aristotelische Ontologie kritisieren, weil sie
Erkenntnisse über das Sein unabhängig von den Bedingungen der Erfahrung beansprucht
Von wem stammt Prolegomena ?
Kant, 1783 - Vorbereitungen für Metaphysik als Wissenschaft
Inwiefern kritisiert Kant die Metaphysik ?
Metaphysik war vorher nur Scheinwissenschaft
Was war Kants erkenntniskritische Wende der Metaphysik?
Kant fragt: „Wie ist Erkenntnis überhaupt möglich?“ statt „Was existiert?“
Ziel: Grenzen der Metaphysik bestimmen
Erkenntnis entsteht aus Wechselwirkung von Subjekt (Verstand) und Objekt (Erfahrung)
Was unterscheidet analytische und synthetische Urteile bei Kant?
Analytisch: Prädikat ist schon im Subjekt enthalten → keine neue Erkenntnis („Alle Junggesellen sind unverheiratet“)
Synthetisch: Prädikat fügt Neues hinzu → Erkenntnisgewinn („Der Tisch ist rund“)
Was ist Kants Ziel mit seiner erkenntniskritischen Metaphysik-Wende?
Ziel: Metaphysik auf sichere Grundlagen stellen
Vorgehen:
Analyse der Bedingungen der Erkenntnis (Verstand + Anschauung)
Abgrenzung dessen, was wir wirklich wissen können (Erkenntnisgrenzen)
Trennung von legitimer Metaphysik und reiner Spekulation / Pseudowissenschaft
Ergebnis:
Metaphysik wird kritische Wissenschaft der Vernunft
Dogmatismus und Skeptizismus werden überwunden durch Erkenntniskritik
Was war Kants Sicht auf die bisherige Metaphysik?
Die Metaphysik hatte bisher entweder zu viel behauptet (Dogmatismus, Rationalismus, über die Grenzen der Vernunft -> Widersprüche) oder alles verneint (Skeptizismus, Empirismus, Unterbewertung der Vernunft -> Metaphysik wird unbrauchbar)
Wie steht Kant dem Empirismus und Rationalismus gegenüber?
Empirismus -> droht Skeptizismus -> Kannnicht erklären, wie universelle und notwendige Erkenntnisse (z. B. Mathematik, Naturgesetze) möglich sind
Rationalismus -> droht Dogmatismus -> Vernunft überschätzt sich selbst ->führt zu dogmatischen metaphysischen Spekulationen, die oft widersprüchlich sind
Was ist Kants Lösung für den reinen Empirismus / Rationalismus?
Kant erkennt die Stärken und Grenzen beider Ansätze -> Kants Lösung: kritische Synthese aus Verstand & Sinneseindrücken / Verbindung von Rationalismus / Empirismus -> Ergebnis: synthetische Urteile a priori → neue Erkenntnis, notwendig und universal
Warum gab es im Mittelalter und in der klassischen Metaphysik viele Streitigkeiten?
Streit in der Metaphysik = zu große Ambition + unterschiedliche Methoden + fehlende Erfahrung -> kein Leitfaden / Grundlage für Wissenschaft
Dogmatiker / Skeptiker / Rationalisten / Empiristen
Scholastik, Aristotelismus, Platonismus …
Was untersucht die Elementarlehre in Kritik der reinen Vernunft?
„Baustoffe“ der Erkenntnis
-> Sinnlichkeit / Anschauung → Rohmaterial der Wahrnehmung
Begriffe → Ordnung und Benennung der Wahrnehmungen
Urteile → Verbindungen zwischen Begriffen („Der Tisch ist rund“)
Schemata → Brücke zwischen Wahrnehmung und Begriff
Grundsätze → Regeln, nach denen wir denken
Ideen → große Begriffe wie Gott, Freiheit, Unsterblichkeit
Wie gliedert Kant die Baustoffe der Erkenntnis?
Nach Erkenntnisvermögen:
Sinnlichkeit → sehen, hören, fühlen
Verstand → denken, ordnen, urteilen
Vernunft → über alles nachdenken, Ideen bilden
Was untersucht die Methodenlehre in KdrV?
„Bauplan“ der Erkenntnis -> Plan, wie man die Baustoffe richtig zusammensetzt
Schlüsse sind logisch korrekt
Begriffe und Urteile werden richtig verbunden
Erkenntnis ist stabil → Metaphysik „fällt nicht zusammen“
Was untersucht die transzendentale Ästhetik?
Formen der Sinnlichkeit a priori
Raum → Form des äußeren Sinnes (sehen, hören)
Zeit → Form des inneren Sinnes (innere Wahrnehmung, Gedankenabfolge)
Wichtig: nicht Eigenschaften der Dinge selbst, sondern der Wahrnehmung
Was untersucht die transzendentale Logik?
Wie wir Wahrnehmungen zu Erkenntnis verbinden
Erkenntnis entsteht, wenn der Verstand Wahrnehmungen richtig ordnet
Was ist die transzendentale Analytik?
Prüft, wie Urteile und Erkenntnisse möglich sind
Was sind die Analytik der Begriffe / Kategorien?
Formen des Verstandes → Strukturen, nach denen wir denken
Urteilsformen → wie wir Aussagen über Dinge bilden („Der Tisch ist rund“)
Kategorien / reine Verstandesbegriffe → grundlegende Begriffe: Einheit, Realität, Kausalität, Substanz
——-> VORAUSSETZUNG FÜR JEDE ERKENNTNIS
Wie entsteht Erkenntnis laut Kant?
Erkenntnis = Sinneswahrnehmung (Ästhetik) + Verstandeskategorien (Logik)→ Grundlage für synthetische Urteile a priori
Nach Kant sind Ideen
reine Vernunftsbegriffe (große Begriffe, Problem: können über Erfahrung hinausgehen -> Gott, Freiheit, Unsterblichkeit)
Was sind Vernunftschlüsse?
Induktion -> besagen, wie wir von einzelnen Erfahrungen auf das Ganze schließen
Was ist das Problem von Vernunftsschlüssen?
Die Vernunft überschätzt sich selbst, versucht Dinge zu erkennen, die nie erfahrbar sind → führt zu Schein (Illusion)
Was ist die transzendentale Methodenlehre?
Stellt den Plan / Bauplan für ein vollständiges System der reinen Vernunft bereit
Ziel: die Erkenntnis ordnungsgemäß und stabil aufzubauen
Verhindert Irrtümer und Überschreitungen der Vernunft
Woraus setzt sich ein vollständiges Gebäude der Erkenntnis zusammen?
Transzendentale Dialektik (Gefahr von Irrtümern aufzeigen) + Methodenlehre (Plan / Ordnung, um Wissen stabil zu machen) + Elementarlehre (Baustoffe der Ereknntnis)
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