Merkmale von Industrieunternehmen
Gewerbebetrieb (steuerl. Abgrenzung zur Landwirtschaft)
Erzeugung von Sachgütern
Vorherrschender Einsatz von Maschinen
Weitgehende Arbeitsteilung und Spezialisierung von Beschäftigten
Absatz der Produktionsmengen auf großen (oft anonymen) Märkten
Personalkapazität Formel
Einheit Personenstunden
Anlagenkapazität
Einheit Maschinenestunden
Effektiv nutzbare Produktionskapazität einer Betriebseinheit (EK)
Maßnahmen um effektiv nutzbare Produktionskapazität zu erhöhen
Kurzfristig:
Urlaubssperre
Verschiebung/Ausfall von geplanten Schulungs-/Trainingsmaßnahmen
Einstellung (temporär/befristet) von Zeitarbeitskräften
Einführung einer Samstags-/Sonntags-/Wochenends-/Feiertagsschicht
Langfristig:
Einstellung neuer Mitarbeiter (mit unbefristeten Verträgen) zur Erhöhung von PB)
Kauf von Maschinen
Maßnahmen zur Reduktion der Krankheitszeit, um α zu erhöhen
Modernisierung/Automatisierung der Anlagen/Betriebsmittel, um γ (anzahl bediener/ Maschine) zu reduzieren
Einführung einer zusätzlichen 3. Schicht/Nachtschicht
Outsourcing (Funktions/Aufgabenbereiche dauerhaft an andere Unternehmen)
LP-Modell aufstellen
Zielfunktion definieren
z.B. max. DB oder min. Kosten
Nebenbedingungen
Absatzrestriktion (Kundenaufträge ist untergrenze - absatzbare Menge am Markt ist Obergrenze)
Maschinenrestriktionen (Pro Maschine)
z.B. So:
Brachenstrukturanalyse 5-Kräfte-Modell von Porter
Begriff “Ziel”
Ein Ziel beschreibt einen künftigen Zustand, der durch eine bestimmte Handlung erreicht werden soll.
Dimensionen von Unternehmenszielen
Zielobjekt
Gegenstand oder Sachbereich, auf den sich das Streben des Entscheidungsträgers richtet.
Zieleigenschaft komplementär/konfliktär, qualitativ/quantitativ
Zielmaßstab
Kennzeichen von Zieleigenschaften in objektiver Form bzw. deren Operationalisierung, um Alternativen nach ihrem Beitrag zur Zielerfüllung bewerten zu können
Zielfunktion
Aussage über das Ausmaß des angestrebten Zielerreichungsgrads
Zeitlicher Bezug des Ziels Wiedergabe eines in der Zukunft liegenden Sachverhalt
Ökonomisches Prinzip
Das ökonomische Prinzip verlangt, mit gegebenem Aufwand einen möglichst hohen Ertrag bzw. einen erwünschten Ertrag mit möglichst geringem Aufwand zu erreichen.
Maximumprinzip (Nutzenmaximierung):
Mit gegebenen Mitteln möglichst großen Nutzen erzielen.
z.B. optimale Materialausnutzung durch Verschnittminimierung (aus einem Blechteil möglichst viele Stanzteile erzielen)
Minimumprinzip (Kostenminimierung/Rationalisierung):
Ein bestimmtes Ziel mit möglichst wenig Mitteln erreichen.
z.B. kostenminimale Ausführung eines Produktionsauftrag
Formalziele
“Übergeordnete Ziele, an denen sich die Sachziele auszurichten haben u in denen der eigentliche Sinn des unternehmerischen Handelns zum Ausdruck kommt.”
Formalziele (Erfolgsziele):
Produktivität
Wirtschaftlichkeit
Rentabilität/Gewinn
Sachziele
“Beziehen sich auf das konkrete Handeln bei der Ausübung der verschiedenen betrieblichen Funktionen.”
Marktziele (Marktanteil; Umsatz)
Produktziele (Quali; Design)
Finanzziele:
Ziele in Bezug auf
Liquidität; Kapitalbeschaffung, Kapital- und Vermögensstruktur
Führungs-/Orgaziele:
Ziele in bezug auf
Problemlösungsprozess; Führungsfunktion; -Stil; Arbeitsteilung
Soziale/ökol. Ziele:
MA bez. Ziele
Gesellschafts bez. Ziele
Eigenkapitalrentabilität
Gewinn/Eigenkapital * 100
Umsatzrentabilität
Gewinn/Umsatz * 100
Gesamtkapitalrentabilität
(Gewinn+FK-Zinsen)
/(Eigenkapital+Fremdkapital) *100
Entwicklungsstufen der Beschaffungskonzeption
Einkauf
(Abgrenzung zu Materialwirtschaft)
Betonung operativer Tätigkeiten. Unterschied zwischen:
Verwaltendem Einkauf
= reine Bestelltätigkeit
Gestaltendem Einkauf
=Überwindung reinen Preisdenkens, stattdessen Preis-/leistungsverhältnisse optimieren.
Umfasst: Beschaffungsmarktforschung, qualifizierter Angebotsvergleich, Vergabeverhandlungen, Entsendung Resident Engineers.
Materialwirtschaft
(Abgrenzung zu Einkauf)
Versorgung des U mit Material.
Objektumfang enger gefasst als Beschaffung
Aufgabenumfang entspr. Beschaffungsbegriff i.w.S, da bezug Materialwirtschaft auf alle Aufagben, die Material in Funktionsbereichen Beschaffung und Produktion treffen.
SCOR
“Supply Chain Operations Reference”
= Modell zur Beschreibung von SCM-Prozessen
Vom Eingang des Kundenauftrags bis zum Erhalt der Zahlungsbestätigung des Kunden.
Direkte/indirekte Güter
Direkte Güter:
Produktions/fertigungs -bezogene Güter, die in das Endprodukt eingehen und auch zum Wiederverkauf bestimmt sind.
Indirekte Güter:
Werden lediglich verbraucht und sind nicht Bestandteil des Endprodukts, damit nicht produktiv (ebenso wie Kapitalgüter und Dienstleistungen)
Unterscheidung zw. Adminstrativen Bereich (z.B. Büromöbel/Austattung etc.) und
MRO-Gütern (Maintenance, Repair and Operating): für Instandhaltung, Wartung, Reparatur oder Betrieb von Maschinen; außerdem Materialien für F&E + Produktionsanlagen selbst.
Tätigkeiten zur Erlangung der Verfügungsgewalt
(Beschaffungsprozess im eigentlichen Sinne)
Return on Investment (ROI)
Kapitalumschlag * Umsatzrentabilität
Durchlaufzeit
Zeitraum, der für die Produktion eines Auftrages insgesamt benötigt wird.
Zykluszeit
Bei der Zykluszeit handelt es sich (…) um die Durchlaufzeit eines aus mehreren Aufträgen zusammengesetzten Programmes.
=> Insbesondere bei statischer Sichtweise des Ablaufproblems von Bedeutung.
Phasendes Beschffungsprozesses
Differenzierungsmöglichkeiten für Beschaffungsobjekte
Herausforderungen der Beschaffung
viele anonyme Abnehmer
standardisierte Produkte
lagerorientierte Produktion
hohe Stückzahlen
geringe Planungsunsicherheit → Nachfrage schwankt wenig (Gesetz der großen Zahl) → gute Prognostizierbarkeit
Beispiele: Lebensmittel, Getränke, Hygieneprodukte
Viele anonyme Abnehmer ⇒ Nachfrageausgleich ⇒ geringe Planungsunsicherheit.
Wenige, individuelle Aufträge ⇒ hohe Planungsunsicherheit.
wenige, bekannte Kunden
individuelle Produkte
auftragsbezogene Produktion
geringe Lagerhaltung
hohe Planungsunsicherheit
Beispiele: Maschinenbau, Bauprojekte
mehrere ähnliche Produkte
Produktion in Losen
mittlere Planungsunsicherheit
Rüstkosten relevant
Industriegütermärkte
Traditionelle vs Zukunftsfähige Beschaffung
Horizontale Marktbeziehungen
Strategische und Operative Beschaffungsaufgaben
Verbrauchsfunktionen für einzelne Inputfaktoren (prod. Funktion Typ B)
Beschaffung traditionell vs modern
MRO-Güter
(Maintenance, Repair and Operations)
Werden meist für Instandhaltung, Wartung, Reparatur oder den Betrieb von Maschinen benötigt; indirekte Güter
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