Aus welchen wesentlichen Anteilen setzen sich die Radlasten zusammen?
Die Achs-, bzw. Radlasten setzen sich zusammen aus:
Statischen
Dynamischen
Windkraft bzw. Luftanteilen
Wodurch werden die Anteile der Radlasten beeinflusst?
Statisch:
Schwerpunktlage, Steigung
Dynamisch:
Beschleunigung, Schwerpunkthöhe
Windkraft:
Luftwiderstand F_L + Auftriebskräfte
Wovon hängt die Radlastverteilung auf Vorder- und Hinterräder
und auf linke und rechte Räder ab?
Bei Steigung:
Bergauf: F_z1 fällt, F_z2 steigt
Bergab: F_z1 steigt, F_z2 fällt
Beschleunigen:
F_z1 fällt, F_z2 steigt
Bremsen:
F_z1 steigt, F_z2 fällt
Luftkraft:
Auftriebskraft:
Sowohl F_z1 als auch F_z2 fallen
Was bewirken Luftkräfte?
FL:
F_Z1 sinkt
F_Z2 steigt
Was bewirken Trägheitskräfte bei den Radlasten?
Bremsen
Beschleunigen
Nennen sie auch die ca. Größenordnungen
Reaktionszeit: Das ist die Zeit die verloren geht, vom erstmaligen auftreten eines Hindernisses bis zur ersten Reaktion.
Größenordnung ca. 1 sekunde (also irgendwo zwischen 0,7 - 1,5 s.)
Betätigungsschwelldauer: Die Dauer die es braucht, bis die Fußkraft maximal wird (aber auch Spiele oder Verzögerungen im mechanischen System, etc.) -> Auto bremst hier noch nicht messbar!
ca. 0,2 sekunden
Ansprechdauer: Erste Merkbare/Messbare Verzögerung des Fahrzeuges tritt ein
ca. 0,3 sekunden nach betätigung des Bremspedales
Schwelldauer: Bremskraft steigt von ein bisschen auf Maximal an
0,1 - 0,3 sekunden
Vollbremsdauer: Die Bremsdauer bis zum Stillstand nachdem die maximale Bremskraft eingetreten ist
Wie sehen die Diagramme eines Abbremsvorgangs aus?
Waurm ist eine statische Bremskraftverteilung ungünstig?
Statische Bremskraftverteilungen sind fahrzustandsunabhängig.
Beim Bremsen tritt dynamische Radlastverlagerung auf:
Vorderachse wird stärker belastet
Hinterachse wird entlastet
Die maximal übertragbare Bremskraft hängt von der Normalkraft ab:
FB_max=μ_h* F_N
Eine feste Verteilung kann daher:
zum vorzeitigen Blockieren der Hinterachse führen (Instabilität)
oder die Hinterachse unterfordern (längerer Bremsweg)
Unterschiedliche Beladungszustände werden nicht berücksichtigt.
👉 Folge: Statische Bremskraftverteilungen sind sicherheits- und bremswegungünstig, weshalb dynamische Systeme (EBV/ABS) notwendig sind.
Erläutern Sie eine dynamische Bremskraftverteilung!
Der optimale Bremszustand sieht so aus, dass nach möglichkeit beide Achsen dasselbe μ beim Bremsen haben.
Daher muss die Bremskraft je nach stärke der Bremskraft und Lastvertielung angepasst werden
Falls Achsen blockieren sollten (μ_h wird überschritten) dann wenigstens gleichzeitig.
Wann kommt es beim Bremsen zu einen instabilen Fahrzustand?
Wenn die Hinterachse deutlich vor der Vorderachse blockiert (führt zu Übersteuern)!
Vorderachse deutlich vorher blockiert (führt zu starken Untersteuern)
Aber: Dieser Zustand wird trotzdem als sicherer Angesehen, da dies Spurtreu ist!
Wie sieht eine Ideale Bremskraftauslegung aus?
Warum ist sie gut?
Wo liegt allerdings das Problem?
Dynamische Bremskraftverteilung
Sie ist gut, da die Bremskraft gemessen an den Achlasten immer optimal verteilt ist
Problem: Es lässt sich praktisch nur sehr schwierig bzw. garnicht so realisieren
Bremsdruck hinten und vorne gleich, nur die Zylinderflächen lassen sich auslegen
Welche statischen Bremskraftauslegungen sind denkbar ungünstig?
In diesem Falle würde man die Hinterachse sehr schnell Überbremsen
Sehr schnelles Übersteuern und somit instabiler Fahrzustand
Weiter ungünstige Fälle:
Auslegung einer optimalen Bremskraft hinsichtlich z = 0,8
Auslegung einer optimalen Bremskraft hinsichtlich z = 1
(Im folgenden Diagramm immer als Geraden zu erkennen)
Problem hierbei:
Orange: Denkbar das schlechteste
Blau, Gelb: NIcht ganz so schlecht wie orange, aber vorderachse leicht überbremst
-> Es geht Bremspotential verloren
Rot: -> Ideal, aber nicht realisierbar, da es dynamisches System benötigen würde
Erläutern Sie eine geknickte lineare Bremskraftverteilung?
Wo liegen die Potentiale bei dieser Bremkraftauslegung?
So sieht eine geknickt lineare Bremskraftverteilung aus
Vorteile daraus sind, dass die Achsen nahezu gleich gebremst werden und sich gemäß der Idealen Bremskraftverteilung angenähert werden, indem die Bremskraft an der Hinterachse beschränkt wird.
Es nähert sich folglich der Idealen Bremskraft annähernd gut an und ist eine bessere Lösung als die anderen statischen Bremskraftverteilungen
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