Welchen Einfluss haben die Abkühlbedingungen auf die Erstarrung?
Sie bestimmen die Erstarrungsgeschwindigkeit und damit die Gefügefeinheit. Schnelle Abkühlung führt zu feinem, langsame zu grobem Gefüge.
Wie wirken sich schnelle und langsame Abkühlung konkret aus?
Schnelle Abkühlung → höhere Festigkeit, kleinere Körner/Dendriten.Langsame Abkühlung → gröberes Gefüge, geringere Festigkeit, bessere Graphitbildung bei Gusseisen.
Der Keimzustand bestimmt die Anzahl wirksamer Kristallisationskeime und damit die notwendige Unterkühlung für die Erstarrung.
Was passiert bei gutem bzw. schlechtem Keimzustand?
Guter Keimzustand → geringe Unterkühlung, gleichmäßiges Gefüge. Schlechter Keimzustand → starke Unterkühlung, grobes oder unerwünschtes Gefüge.
Er entscheidet zwischen Grauerstarrung (Graphit) und Weißerstarrung (Zementit).Ein schlechter Keimzustand begünstigt Weißerstarrung.
Welchen Einfluss hat der Keimzustand bei AlSi-Legierungen?
Er beeinflusst die Korngröße des α-Aluminiums.Viele Keime → feines Korn, wenige Keime → grobes Korn.
Sie bestimmt, welche Phasen entstehen und ob die Erstarrung stabil oder metastabil verläuft.
Wie wirkt die Legierungszusammensetzung bei Gusseisen?
Hoher C- und Si-Gehalt fördert Graphitbildung.Karbidbildende Elemente (z. B. Cr, Mn) fördern Zementitbildung.
Der Si-Gehalt bestimmt, ob die Legierung hypo-, eutektisch oder hypereutektisch erstarrt.Zusätze wie Sr oder Na verändern die Siliziumform.
Wie hängen Abkühlbedingungen, Keimzustand und Zusammensetzung zusammen?
Die Zusammensetzung legt die möglichen Phasen fest, der Keimzustand bestimmt den Start der Erstarrung, die Abkühlung steuert Geschwindigkeit und Gefügefeinheit.
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