Wie unterscheiden sich die vier Arten des Zuhörens?
Die vier Arten unterscheiden sich darin, ob wir nur bestätigen (Downloading), Fakten wahrnehmen, empathisch verstehen oder offen für Neues und Zukünftiges zuhören.
In welchen Situationen ist das emphatische Zuhören besonders wichtig, wann genügt vielleicht sogar das „downloading“? Denken Sie dabei auch an die soziologische Rollentheorie
Empathisches Zuhören ist besonders wichtig in persönlichen, emotionalen oder konflikthaften Situationen (z. B. Beratung, Familie, Krise), da hier Beziehung, Anerkennung und Verstehen im Vordergrund stehen. Downloading genügt in stark rollenstrukturierten Alltagssituationen (z. B. Arzttermin, Behördengang, Busfahren), in denen Erwartungen klar sind und individuelles Erleben weniger relevant ist. Aus Sicht der Rollentheorie hängt die angemessene Zuhörform davon ab, ob die Situation persönliche Sinnzuschreibung oder die Erfüllung standardisierter Rollen verlangt.
Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten zu Rogers Ansatz?
Gemeinsamkeiten bestehen darin, dass Zuhören durch Erwartungen, Rollen und soziale Prägungen vorstrukturiert ist.
Wo ist der Unterschied zum Ansatz einer „Intersubjektivität des Welterlebens“ (Schütz) und warum ist die hier vorgestellte Art des Zuhörens ‚theoretisch‘ gar nicht möglich. Denken Sie dabei auch an Gerhard Roth
Während Schütz und Roth betonen, dass vollständiges Verstehen prinzipiell unmöglich ist, zeigt Scharmer Zuhören als bewusste Annäherung an fremdes Erleben trotz dieser Grenzen.
In welchen Situationen ist es besonders kritisch, ‚nur‘ zu downloaden oder faktenzentriert zuzuhören? Überlegen Sie sich ein konkretes Beispiel.
Kritisch ist dies vor allem in Beratung, Konflikten oder Führungssituationen, da dadurch neue Perspektiven und echtes Verstehen blockiert werden.
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