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VL 3 - Deutsches Rechtssystem und EU-Recht

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by Chayenne K.

1 Wie werden Kosten in deutschen Gerichtsprozessen getragen?

Die Kostenverteilung richtet sich danach, ob es sich um ein Straf- oder Zivilverfahren handelt und wie das Verfahren ausgeht.

Strafrecht: Verurteilter zahlt, bei Freispruch zahlt der Staat (aber nur gesetzliche Anwaltskosten).

Zivilrecht: Wer verliert, zahlt alles – bei Teilerfolg anteilig. Private Zusatzhonorare werden nie erstattet.

1. Strafrecht

Im Strafrecht verfolgt der Staat Straftaten (z. B. Diebstahl, Körperverletzung).

Kostenverteilung:

• Bei Verurteilung: Der Verurteilte trägt die Verfahrenskosten (Gerichtskosten und notwendige Auslagen).

• Bei Freispruch: Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse.

Welche Kosten werden erstattet?

• Erstattet werden nur die gesetzlichen Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

• Nicht erstattet werden private Honorarvereinbarungen oder zusätzliche Zahlungen an den Anwalt über die gesetzlichen Gebühren hinaus.

2. Zivilrecht

Im Zivilrecht geht es um Streitigkeiten zwischen Privatpersonen oder Unternehmen (z.B. Mietrecht, Kaufvertrag, Schadensersatz).

Kostenverteilung:

• Wer verliert, zahlt: Gerichtskosten und die Anwaltskosten beider Seiten.

• Teilweises Obsiegen/Unterliegen: Die Kosten werden anteilig entsprechend dem Prozesserfolg verteilt.

Welche Kosten werden erstattet?

• Gerichtskosten

• Gesetzliche Anwaltsgebühren der eigenen und der gegnerischen Seite

• Keine Erstattung von privaten Honorarvereinbarungen über die gesetzlichen Gebühren hinaus

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Chayenne K.

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