Wann ist eine Anfechtung möglich, wer ist berechtigt und welche Fristen gelten?
Wenn Zweifel an der biologischen Vaterschaft bestehen
Voraussetzung: „Beiwohnen“ der Mutter durch einen anderen Mann im Empfängniszeitraum
Anfechtungsfrist:
2 Jahre ab Kenntnis der maßgeblichen Umstände
Anfechtungsberechtigt sind:
Der rechtliche Vater
Der Mann, der die Vaterschaft an Eides statt versichert
Die Mutter
Das Kind
Welche Herausforderungen haben Scheinväter bei eine, beabsichtigten Regress gegen den biologischen Vater?
Zentrale Herausforderungen
Einhaltung der Anfechtungsfrist
Zusätzlich Frist für die Geltendmachung des Regresses
Biologischer Vater muss zunächst ermittelt werden
Mutter ist wegen ihres Persönlichkeitsrechts nicht auskunftspflichtig
Selbst bei Feststellung:
Unklar, ob der biologische Vater zahlungsfähig ist
Was ist unter dem Begriff “Kioskväter” zu verstehen und welche rechtliche Wirkung kommt dem Begriff zu?
Begriff:
Männer, die missbräuchlich eine Vaterschaft anerkennen, meist ohne soziale Beziehung zum Kind
Ziel häufig: Aufenthaltsrechtliche Vorteile für Mutter oder Kind
Rechtliche Reaktion bei Missbrauchsverdacht:
Behörde setzt die Beurkundung der Vaterschaft aus
Information der zuständigen Ausländerbehörde (§ 85a Aufenhalsgesetz)
Anhaltspunkte für Missbrauch:
Mehrfache Anerkennung von Vaterschaften ausländischer Mütter
Keine persönliche Beziehung zwischen Mutter, Vater und Kind
Ausreisepflicht von Mutter, Vater oder Kind
Verdacht auf finanziellen Vorteil durch Vaterschaftsanerkennung
Wie und wo kann ich diese Erkenntnisse in meinem Beruf einorden?
• Beratung zur Anerkennung und Anfechtung der Vaterschaft
• Sensibilisierung für rechtliche Risiken und Folgen
• Weitergabe korrekter Informationen zur Entscheidungsfindung
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