Ebenen der Evaluation Von Therapiestudien
- Patientinnen-Zufriedenheit
- Konsistenz (Replizierbarkeit) der Effekte
- Ausmaß neg. Effekte
- Praxisbewährung
Effektivität
Effizienz
Effektivitätsmaße
Effizienzmaße
o Kategorisierung Kosten und Nutzen
§ Direkt vs Indirekt
§ tangibel(materiell) vs intangibel (Emotional/Beziehung)
o Kosten-Effektivität: Verhältnis Behandlungskosten- Anzahl erfolgreich Behandelter
o Cost-Offset-Effekt: Kosten im Gesundheitswesen nachher geringer als davor
§ 80% Studien bestätigen (Reduktion ca. 25%)
o Kosten-Nutzen-Relation: Kosten Therapie- Einsparungen
§ 65% Studien positive Kosten Nutzen relation
o Return of investment : Zeitpunkt wenn Ausgaben wieder drin
§ Idr 2 Jahre
- Ethische Richtlinien basierend auf Beauchamp und Childress/Ethikkommission für Pychologie
o Respect for Autonomy
§ Informed Consent
o Nonmaleficience
§ Verantwortung (Sichergestellt dass kein Schaden zugefügt wird)
§ Bewusstsein über Grenzen der Forschung ( Methoden und mögliche Schlussfolgerungen
o Justice (…for Gotham!)
§ Gerechtigkeit
§ Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (Dokumentation, Anzweifeln der Ergebnisse, Ehrlichkeit zu Beiträgen ect.)
- Beispiele Unethisches Design/Datenanalyse in der Therapieforschung
Vergleich Efficacy und Effectiveness Studien (insbesondere im Bezug auf Einflüsse interne vs. Externe Validität)
Metaanalysen
- Systematische Fehlerquellen:
§ Metaanalysen wirken überzeugend sind aber schwer zu beurteilen
o Nicht Publizierte Studien
o Unterschiedliche meth-Qualität der Studien
o Unterschiedliche Messmethoden/Zielvariablen
§ Viele Einzelentscheidungen zu Auswahl der Studien, Methode der Effektintegration, Art der Gewichtung der Studien (Qualität, Stichprobengröße)
§ Expertentum wichtig um Wert einer MA zu Beurteilen
- Metaanalysen als grundlage für den Dodo Bird verdict ?
o Dangers of overgeneralization
§ Therapiemethoden nicht genau definiert
§ Unterschiedlich strenge Kontrollbedingungen
§ Ggf ungleiche Publikationsbias über die Therapieverfahren hinweg
§ Einbezug von zusätzlichen Kriterien ist schwer (zb. Therapiedauer, Stichprobengröße, Manualtreue ect)
Reporting Guidelines je nach Studientyp
Psychotherapieforschung Historisch
- 1953: Eysenk = Psychotherapie ist wirkungslos
- 1975 Luborsky = Therapiestudien zeigen Wirksamkeit für mehrere Therapieansätze (Dodo Bird)
- 80er: Anstieg der Metaanalysen (prototypical effect d=.85)
- 90er: Methodische Kritik/Fortschritte Consort Kriterien
- 2000er: Einführung empirically supported therapies
Definition Empirically supported treatments
o clearly specified, treatment with effect in delineated population
Definition Evidenzbasierte Medizin
o gewissenhafter einsatz aktuell bester Evidenz für Behandlungsentscheidungen
- Aktuelle APA Kriterien für strength of evidence
o Very Strong:
§ High quality evidence
§ Improves symptoms and function (Post-treatment, follow up and in non research settings)
§ Little risk
§ Reasonable resources
o Strong
§ Moderate-High quality evidence
§ Improves Symptoms or function
§ No high risk
o Weak
§ Low or very low quality evidence
§ Symptoms or function
§ Gains < resources
o Insufficient evidence
§ No meta analysis (or insufficient quality)
- Vorteile EST
o Indikation für faire Verteilung von Ressourcen
o Grundlage für auswahl geeigneter Therapien
§ Auch der heutigen Behandlungsleitlinien
Behandlungsleitlinien
- Ziele und Prinzipien
o Evidenzbasierung
o Transparenz über Methoden und Prozesse
o Möglichkeit für unabhängige Beurteilung
§ Einbezug aller relevanten Gruppen (Bevölkerung, Behandler*innen, Fürsprecher ect.)
o Kosten-Nutzen-Abwägung
Kontinuierliche Updates
- Die unterschiedlichen S-Leitlinien
o Syste der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft (AWMF)
· Nicht eingetragener gemeinnütziger Verein (1962)
· Finanziert durch Mitgliedsbeiträge der Fachgesellschaften
· Koordiniert seit 1995 Leitlinienentwicklung
o Alternativ auch Leitlinitn der DGPS veröffentlicht (Teilweise auch zusammenarbeit ?)
o Leintlinen
§ S1: Expertengruppen-informeller Konsens
§ S2: formaler Konsens S2k/ systematische Evidenzrecherche S2e
§ S3: zusätzlich einige Elemente eine systematischen Entwicklung (Logik, entscheidungs-/Outcome Analyse, klinische relevanz der studien, aktualität)
§ Nationale Versorgungsleitlinien
Vor-/Nachteile der S-3 Leitlinien
- Vorteile
o Entscheidungshilfe
o Korrektur der Praktiker*innen Bias wirksame Behandlungen
o Indentifikation relevanter Forschungsfragen
o Praxisrelevanz durch Einbezug vieler Verbände/Organisationen
- Nachteile
o Interessenskonflikte möglich
o Kompromissbereitschaft kann zu nichtssagenden Empfehlungen führen
o Fokus auf RCTs Gold bei Wirksamkeit aber nicht für alle relevanten Fragestellungen
o Unterschiedliche Güte der Quellstudien
o Ständige Aktualisierung nötig (Zeit, Ressourcen)
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