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by Iris S.

Was sind Liposomen, gib Formen, Beispiele und Anwendungen. Was sind die Vorteile und Nachteile gegenüber andere partikulären Systemen?

Liposomen = Nanopartikeln (Ausnahme können multilamelaren Liposomen sein), die aus einer (unilamelaren) oder mehrerer (multilamelaren) Phospholipidschicht aufgebaut sind wobei der Kern mit Wasser gefüllt ist. Also sind außen hydrophil und innen lipophil.


Formen

• Liposomen = bestehen aus Phospholipide

• Sphingosomen = Bestehen aus Sphingolipide

• Niosomen = Bestehen aus nicht ionische Tenside


Anwendungen

• Impfstoff Adjuvans

• Passives Targeting von Tumoren / Lungenepithel / Regionale Lymphknoten / Liganden von Zelloberflächen in verschiedenen Organen

• Für verzögerte Freisetzung am Injektionsort

• Zur Bestimmung von Verteilungskoeffizienten zwischen Lipidphase und wässrige Phase

• Forschung von passive Transportphänome (wie Diffusionsprozesse)


Einteilung

• Small unilamellar vesicle = <80 nm

• Multilamellar vesicle = <400 nm

• Large unilamellar vesicle = >80 nm

• Large multilamellar vesicle = >400 nm


Mechanismus von Drug delivery

Liposom bindet (Adsorption) von Plasmaproteinen → Opsonine = sind Proteinen die binden an Substanzen und damit Phagocytose induzieren. Durch die Phagozytose findet Erkennung und Bindung an Zellen von das Retikulo-endotheliales System (=) statt. Das führt zu Elimination.


Vorteile

• Erhöhen die Löslichkeit von Wirkstoffen

• Sowohl hydrophile als auch lipophile Arzneistoffen können eingelagert werden

• Sind gut verträglich


Nachteile

• Reproduzierbarkeit ist sehr schlecht

• Teuer in der Herstellung


Beispiele

• Amphotericin B → Als Small unilamellar vesicle, Applikation i.v., Gegen systemisch mykosen. Hat eine schlecht perorale Resorption, aber i.v. führt es zu Nephrotoxizität wegen der hohen Dosis. Durch Applikation als Liposom kommt es zu einer langsameren und kontrollierten Freisetzung, daher ein niedrigere Plasmakonzentration und so nicht mehr nephrotoxisch

• Cytarabin → multivesiculäre Liposomen, Applikation intrathecal, gegen lymphomatöse Meniningitis oder aktue lymphatische Leukämie

• Hepatitis A Impfstoff

• Influenza Impfstoff

• Doxarubicin

Erklär was IMC ist und der Bezug auf Nahrung bei schnell freisetzende, magensaftresistenten und Retardarzneimitteln?

IMC = Interdigestiver Molititätskomplex → Sind die Peristaltik wellen die im Nüchtern zustand passieren. Gehen von Magen, Duodenum oder oberen teil des Jejunum aus und durchlaufen den Dünndarm. Dauert insgesamt 1.5 bis 2h.


Phasen

1. Ruhephase → Dauer 40-60 min

2. Kontraktionen nehmen zu → Dauer ca. 30 min

3. Wiederholte, intensive Kontratkionen (oft starker als wenn Nahrung anwesend ist) hier werden große Nahrungspartikel weitertransportiert durch das der Magen vollständig eingeschnürt wird = Housekeeper Phase → Dauer 5-15 min

4. Abnehmende Aktivität, kürze Übergangs-phase → Dauer <5 min


IMC wird bei Nahrung unterbrochen → Digestive Phase

1. Intensive, regelmäßige Kontratkionen, dienen zu Durchmischung und Zerkleinerung (Vorverdauung) → Dauer 3-5 min

2. Weitertransport durch den Pylorus in regelmäßigen Abständen

3. Partikel größer als 2 mm bleiben im Magen bis zu Phase 3 von IMC

Dauer der Magenpassag von Nahrung abhängig von:

• Größe der Nahrungspartikel

• Type Nahrung → Langsam bei energiereicher Nahrung, Schnell bei viel Flüssigkeit


Schnell freisetzende Arzneiformen

• Am besten Nüchtern einnehmen


Magensaftresistente Arzneiformen

• Am besten Nüchtern einnehmen mit ausreichend viel lauwarmen Wasser → um Zersetzung im Magen zu verhindern und ein schnelle Wirkungseintritt zu haben


Überzogene Arzneiformen

• Am besten Nüchtern Einnehmen um Auflösung im Magen zu verhindern bei zu langer Verweildauer


Retard Arzneimitteln

• Am besten mit Nahrung einnehmen → weil somit ist der Verweildauer im Magen länger, wo der Arzneistoff freigesetzt wird und so optimal im oberen Dünndarm resorbiert werden kann


Erkläre das BCS: Definition, Kriterien, Interaktionen, Verbesserungen, Beispiele.

Biopharmazeutische Klassifikationssystem = Einteilung von Arzneistoffen in 4 Klassen auf der Basis von Löslichkeitskriterien und ihrer Permeabilität durch biologische Membranen zur Abschätzung von Bioverfügbarkeitsproblemen.


Kriterien zur Einteilung

• Wirkstoff (Hauptkriterien)

o Löslichkeit → Einstufung hoch muss die höchste Dosisstärke in max. 250mL lösen in Wasser über ein pH-Bereich von 1.2 – 6.8

o Permeabilität → Hoch ist eingestuft als F min. 85%


• Formulierung

o Freisetzungsgeschwindigkeit

o Hilfsstoffseinflüsse


• Physiologische Parameter

o Flüssigkeitsvolumen

o Lokale pH-Werte

o Magenentleerung

o Nahrungsmitteleinflüsse


Klassen

1. Löslichkeit hoch + Permeabilität hoch

➔ Geschwindigkeitsbestimmende schritt: Auflösungsgeschwindigkeit

➔ Bsp. Paracetamol, Theophyllin, Metropolol, Propranolol, Verapamil

➔ Nahrung: Kein Einfluss oder Absorption verzögert wegen verzögerte

Magenentleerung

2. Löslichkeit niedrig + Permeabilität hoch

➔ Geschwindigkeitsbestimmende schritt: Löslichkeit des Wirkstoffs

➔ Bsp. Carbamazepin, Griseofulvin, Glibenclamid, Naproxen, Ibuprofen

➔ Nahrung: Meist erhöhte Absorption mit fettreicher Nahrung

3. Löslichkeit hoch + Permeabilität niedrig

➔ Geschwindigkeitsbestimmende schritt: Absorption

➔ Bsp. Aciclovir, Atenolol, Ranitidin, Cimetidin, Vancomycin

➔ Nahrung: meist vermindert, Verzögerung der Resorption

4. Löslichkeit niedrig + Permeabilität niedrig

➔ Geschwindigkeitsbestimmende schritt: Absorption und Löslichkeit des Wirkstoffs

➔ Bsp. Furosemid, Chlorothiazid

➔ Nahrung: geringe Absorption mit und ohne Nahrung


Maßnahmen um Klasse zu verbessern

• Löslichkeit verbessern → um von Klasse II nach I zu gehen

• Resorption verbessern → um von Klasse III nach I zu gehen

• Löslichkeit und Resorption verbessern → um von Klasse IV nach I zu gehen


Beschreib der Darm als Resorptionsort, wie gelangt der Arzneistoff dorthin?

Weg zum Resorptionsort → Dünndarm

• Einnahme in Mund und da eventuelles Zerkauen

• Schlucken, Speiseröhren Passage (Verweildauer 10s) → Hier können Tabletten und Kapseln hängen bleiben also mit genügend Flüssigkeit einnehmen

• Zerkleinerung und Verdauung in Magen (Verweildauer 0.1 – 3h) → wenn keine magensaftresistente Arzneiform vorliegt zerfallt hier der Arzneiform

• Resorption im Dünndarm (Verweildauer 3 – 5h)

• Elimination oder Abbau von nicht resorbierbaren Anteilen passiert im Dickdarm (Verweildauer 3 – 30h)


Dünndarm

• Hauptresorptionsort


• Verweildauer 3 – 5h


• Flüssigkeiten

o Pankreassaft (1-2 L/Tag) → Lipase, Erepsin, Enterokinase, Trypsin, Chymotrypsin, Amylase, Carboxypeptidasen, Nukleasen

o Darmsaft (2-3 L/Tag) → Amylase, Maltase, Lactase, Saccharase, Mucus

o Galle (bis 1.2 L/Tag) → Gallensäuren, Cholesterol, Lecithin


• Aufbau

o Duodenum

o Jejunum

o Ileum


• Große Oberfläche durch → Darm als Zylinder, Falten, Zotte, Mikrovili


• Peyers Plaques = Immunzellen im Dünndarm → sind wichtig in der Resorption von Impfstoffe und Mikropartikeln (< 10μm)


• Motilität

o Interdigestive = Transportiert unverdauliches Material über den gesamten Dünndarm

o Digestive = Transport der Nahrung über kürzere Abschnitten


Dickdarm

• Verweildauer 3 – 30h

• Füllt sich 4 – 8h nach Einnahme von Nahrung

• Aufbau

o Caecum

o Colon

o Rektum

• Kleine Resorptionsfläche

• Wichtiger Resorptionsort für Wirkstoffe die sich unvollständig lösen im Dünndarm

• Colon Targeting → Arzneiformen haben ein Hülle die nur durch die Bakterielle Enzymen im Colon abgebaut werden können. Kann auch pH (durch überzuge wie Eudragit R) oder Zeitkontrolliert (Freisetzung erst nach 3h).

Für:

o Erkankungen des Colons

o Applikation von Proteinen wegen ein geringere Peptidaseaktivität als im Dünndarm

o Applikation von Wirkstoffen mit kurzer Eliminationshalbwertszeit

• Resorptionsgeschwindigkeit ist niedrig im Dickdarm aber wegen lange Verweildauer ist das weniger von Bedeutung

• Enzymatische Abbau von Mikro-organismen, die im restlichen GIT nicht vorkommen. Bsp. Azoreduktasen und Glucosidasen

Wie werden Bioäquivalenzstudien durchgeführt (Methoden, Datenanalyse)?

Design wird basiert auf die physikalisch-chemische und pharmakokinetischen Daten des Arzneistoffs.

• Achte auf Versuchsfehlern → wichtig um ein gutes Studiendesgin und passende Analytik zu haben + ausreichende Qualität der Proben

• Wichtig das man sorgfältig Aufzeichnet


Design Möglichkeiten

• Sinlge Dose = Plasmaspiegel und Harnausscheidungskurve nach Gabe von einer Einzeldosis

• Multiple Dose = Plasmaspiegel und Harnausscheidungskurve nach Gabe von mehrere Dosen → Erfordert für Arzneistoffen mit eine nicht-lineare Kinetik (1. Ordnung) oder mit modifizierte Freisetzung


Probanden

• Gesunde Versuchspersonen → Keine Akuten oder chronischen Erkrankungen

• Zahl ist abhängig vom nachzuweisenden Unterschied → oft reicht 12 bis 20 Probanden

• Alter zwischen 18 – 55 Jahren

• Kein erhebliches Unter oder Übergewicht


• Ausschlusskriterien

o Wesentliche Erkrankungen in den letzten 4 Jahren

o Auffälliger Befund bei Unterschungen

o Einnahme von Arzneimitteln in den letzten 7 Tagen vor Studienbeginn

o Medikamentöse Dauertherapie

o Schwere allergische Erkrankungen

o Schwangerschaft

o Abusus


Analyse

• Richtig auswählen, soll selektiv und präzise sein → oft HPLC um werten zu messen

• Richtiges Messzeitpunkten auswählen → Also nicht zu wenig und die meiste am Beginn umso nicht der Cmax zu verpassen

• Letzte Messpunkt soll ein AUClast von <20% der gesamten AUC sein

• Mittelwert, Standardabweichung und 90% CI berechnen


Entscheidung

• Relative Bioverfügbarkeit (AUC) liegt zwischen 80 – 125%

• Falls der Vertrauensbereich innerhalb die Grenzen liegt = Bioäquivalenz nachgewiesen

• Falls der Vertrauensbereich die Grenzen überschreitet = Studie erweitern

• Falls der Vertrauensbereich komplett außerhalb die Grenzen liegt = NO GO

Beschreib die Änderungen die mit Insulin durchgeführt werden auf supramolekulare, molekulare, galenische und applikative Ebene

Supramolekular

• Zink-Insulin → Hier komplexieren 2 Zink Atomen 6 Insulinmolekülen: hierdurch muss der Insulin erst als monomeren aus das Hexamer freigesetzt werden um resorbiert werden zu können = Verzögerte Freisetzung

• Protamin Zink Insulin (NHP) → Auch hier liegt ein Komplex vor mit Zink-Atomen, aber zusätzlich ist noch das Protamin (= basisches Protein mit 90% Arginin-Anteil) vorhanden = Verzögerte Freisetzung + verlängerte Wirkdauer

• Surfen Insulin → Komplexbildung von Insulin mit Amioquinurid (= Surfen), werden in saurer gelöst und fallen bei neutralem pH des Gewebe aus in eine Amorphe Struktur = Verzögerte Freisetzung


Molekular

• Lispro Insulin → es wird ein Prolin gegen ein Lysin ausgetauscht. Hat noch die gleiche Bindungsaffinität zum Rezeptor wie normal Insulin aber hat eine geringer Selbstassoziation = Schneller Bioverfügbar

Ähnliche schnell wirksame Insuline: Apart Insulin (= Prolin gegen Asparginsäure) und Glulisin Insulin (= Lysin gegen Glutaminsäure)

• Detemir Insulin → Threonin wurde Entfernt und es würde eine Fettsäure (Myristinsäure) an einem Lysin gehängt. Das sorgt dafür das es an Albumin binden kann = Verzögerte Bioverfügbarkeit + Lange Wirkdauer

• Glargin Insulin → Asparagin gegen Glycin ausgetauscht + eine verlängerung von 2 Arginin Einheiten. Im Sauren ist es eine Lösung, fallen aber bei s.c. Applikation in schlecht lösliche Mikropräzipitate aus = Verzögerte Freisetzung + Lange Wirkdauer


Galenisch

• Lösungen

• Suspensionen


Applikation

• Subkutane Insulinpumpen

• Nicht invasive Injektion von Insulin → Kein Nadel, Injektion über Druck

• Inhalation → Schnell anflutend, aber schlecht Bioverfügbarkeit


Vergleiche Lipophile Grundlagen mit Wasserlösliche Grundlagen.

Lipophile Grundlage

• Für Lösungszäpfchen wichtig die Verteilungskoeffizient zwischen der Grundmasse und Rektale Flüssigkeit → Wirkstoff braucht eine gewisse Lipophilie um Affinität zu Grundmasse zu haben, aber muss sich auch in der rektale Flüssigkeit lösen können

• Für Suspensionszäpfchen sind die Sedimentation und Auflösung des Wirkstoff wichtig

• Besser Freisetzung bei guter Wasserlöslichkeit des Wirkstoffs

• Schmelzpunkt der Grundmasse muss unterhalb der Körpertemperatur sein

Schlecht wasserlösliche Arzneistoffe

o Partikelgröße 20 μm, weil hier will man eine Maximierung der Auflösungsgeschwindigkeit

o Höhere Hydroxyzahl, weil Partialglyceride einen Lösungsvermittelnden Effekt zeigen und die Grenzflächenspannung zwischen Rektalschleimhaut und Grundlage vermindern

Gut wasserlösliche Arzneistoffe

o Partikelgröße 100 – 150 μ, weil hier will man eine Maximierung der Sedimentationsgeschwindigkeit

o Hydroxyzahl ca. 15, weil mit steigender Hydroxyzahl nimmt die Viskosität zu und dann sinkt die Sedimentationsgeschwindigkeit

• Gut Geeignet für → Wirkstoffe mit schlechte Fettlöslichkeit und gute Wasserlöslichkeit ODER schlechte Fettlöslichkeit und Wasserlöslichkeit aber Wirkstoff mikronisiert


Hydrophile Grundlage

• Für Lösungszäpfchen wichtig das sowohl die Grundmasse als Wirkstoff sich in der rektale Flüssigkeit lösen

• Für Suspensionszäpfchen ist die Auflösung des Wirkstoffs in der vorhandener Flüssigkeitsmenge wichtig

• Gut Geeignet für → Wirkstoff mit gute Fettlöslichkeit und schlecht Wasserlöslichkeit ODER schlechte Fettlöslichkeit und Wasserlöslichkeit aber Wirkstoff mikronisiert



Wie können Peptide in Lösung gebracht werden und appliziert werden? Beurteilen Sie diesbezüglich: pulmonal, peroral, buccal und nasal

Löslichkeit von Peptide hängt von ihrer Zusammensetzung ab → Also aus welche Aminosäuren besteht es.


Unpolar/Hydrophob

• Alanin

• Valin

• Methionin

• Leucin

• Isoleucin

• Prolin

• Tryptophan

• Phenylalanin


Polar/Neutral

• Tyrosin

• Threonin

• Glutamin

• Glycin

• Serin

• Cystein

• Asparagin


Basisch

• Lysin

• Arginin

• Histidin


Sauer

• Glutaminsäure

• Asparaginsäure


Peptide können in Nanopartikel, Mikropartikel oder Liposomen eingebracht werden. Hierbei diffundieren sie langsam aus der Arzneiform und verteilen sich konstant. Auch kann die Löslichkeit verbessert werden durch eine feste Dispersion oder Lösung herzustellen.


Pulmonal

• Schnelle und gute Resorption

• Plasmaspiegelkonzentration ähnlich → Bsp. Insulin gleich wie bei s.c. Applikation

• Nachteile

o Alveolen sind schwer zugänglich

o Mukozilliäre Reinigung → Dadurch kann der Arzneistoff wieder nach außen transportiert werden

o Applikation schwierig

o Applikationsgeräte teuer

o Dosierungsgenauigkeit gering


Peroral

• Nicht geeignet für Peptiden → Weil sind nicht enzymatisch Stabil und werden so im GIT abgebaut


Buccal

• Nicht geeignet für Peptiden → Weil Resorption geht nur für ausreichend lipophile, gut wasserlöslich und kleine Molekülen. Peptide sind hier oft zu groß und zu hydrophil


Nasal

• Gute Resorption

• Nur möglich für Peptide bis max. 6000Da

• Geringe enzymatische Aktivität

• Nachteile

o Geringe Kontaktzeit

o Mukozilliäre Reinigung → Dadurch unvollständige Resorption


Beschreib die molekularen und physiochemische Eigenschaften ein Arzneistoff haben muss für eine gute Resorption für perorale, buccale, nasale, Pulmonal und Rektale Applikation.

Peroral

• Hohe Auflösungsgeschwindigkeit → mehr als 50% der höchsten Dosis muss in weniger als 30 min auflösen bei pH 1,2 – 6,8

• Lipinskis Rule of 5 für eine gute Resorbierbarkeit (Ausnahme: Lokaltherapeutika oder Lokalanästhetika)

• Gewisse Dissoziationsgrad → es muss ein nicht ionisierte Teil vorhanden sein für Resorbierbarkeit

• Geringer Effluxtransporter und Enzym Aktivität

• Hohe Stabilität im GIT → also kein Hydrolyse oder enzymatischer Abbau (deswegen Peptiden nicht geeignet)


Buccal

• Ausreichend lipophil und hydrophile notwendig → LogP = 1.6 – 3.3

• Niedrig dosierte Arzneistoffen

• Kleine, lipophile Molekülen werden besser und schneller resorbiert → wichtig weil nur kurze Kontaktzeit

• Gute Wasserlöslichkeit


Nasal

• Niedrig dosierte Arzneistoffen → max. 25 mg

• Partikelgröße > 10μm (optimal ca. 60 μm) → gelangen sonst in die Lunge

• logP < 5

• Gut geeignet für Arzneistoffen mit höherem MW und Hydrophilie


Pulmonal

• Hydrophile und Lipophile Wirkstoffen möglich

• Partikelgröße 3-5μm für Lokale Wirkung und 1-3μm für Systemische Wirkung → Kleiner als 1μm wird wieder Ausgeatmet und größer bleibt in die obere Atemwegen hängen


Rektal

• LogP > 2

• Gewisse Wasserlöslichkeit und hohe Auflösungsgeschwindigkeit

• Keine ionisierte Makromolekülen

Gib ein Übersicht der polymere Implantate.

Implantierbare Polymere

= Keimfreie Depotarzneiformen, die entweder durch einen chirurgischen Eingriff oder mit einem Injektor (Hohlnadel) in das Unterhautgewebe implantiert werden. Freisetzung der Wirkstoff kann über Diffusion gelangen oder durch Matrixerosion.


Nicht Abbaubare Polymere

• Müssen wieder entfernt werden


• Typen

o Membrangesteuerte mit Arzneistoffreservoir → Diffusion kontrollierte Wirkstofffreigabe durch porenfrei (nicht poröse) oder poröse Membranen

▪ Nicht poröse → Lösungskontrolliert: Hier bestimmt die Partikelgröße und Konzentrationsunterschied der Diffusionsgeschwindigkeit

▪ Poröse → Porendiffusionskontrolliert: Zahl der Poren bestimmt die Diffusionsgeschwindigkeit

o Arzneistoff im Matrix verteilte


• Bsp. Silikone, Celluloseester, Implanon


Bioabbaubare Polymere

• Erosionskontroliert

o Bulk Erosion → Flüssigkeit kann in das gesamte Polymer eindringen und auflösen

o Surface Erosion → die obere Schicht wird nach unten zu abbgebaut

• Werden vollständig abgebaut also kein chirurgischer Eingriff notwendig

• Bsp. Polyanhydrid


Vorteile Implantate

• Konstante, verlässliche Blutspiegel über extrem lange Zeit → 0. Ordnung Kinetik

• Keine Einnahme von Arzneimittel zu bestimmten Zeiten notwendig → Besser Compliance

• Potential für:

o Gesteuerte Freisetzung nach zirkadianen Rhythmus oder Anpassung an bestimmten Metabolismus

o Bioresponsive Freisetzung → Freisetzungsgeschwindigkeit von Interaktion mit einer chem. Substanz abhängig, ‚chemisches Ventil‘

• Einstellbarkeit der Freisetzungsrate (Verwendung verschiedener Polymere, Geometrien)


Nachteile Implantate

• Invasiv → Brauch ein chirurgischen Eingriff

• Versagen (durch Falsche Applikation)

• Beschränkte auf potente Wirkstoffe → Bsp. Hormone

• Hohe lokale Wirkstoffkonzentration am Freisetzungsort → Kann zu Schädigungen kommen

• Hohe Entwickelungskosten

Author

Iris S.

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