Ziele in der Marktforschung
deskriptiv, explorativ, explikativ
Zwecke für Marktforschung
Instrumentelle Informationsnutzung: Verwendung v Informationen als praktische Werkzeug, um spezifische Probleme zu lösen oder operative Entscheidungen zu treffen
• Konzeptionelle Informationsnutzung: Marktforschungsstudien dienen Erweiterung der Wissensbasis des Management. und Beeinflussung der Denkprozesse des Managements
Symbolische Informationsnutzung: Marktforschungsstudien sollen bereits getroffene Entscheidungen legitimieren oder Informationen zur Unterstützung der Position eines Entscheidungsträgers verdrehen
schriftliche Befragung (+/-)
Vorteile:
• Einfache Umsetzung und kostengünstig (kein kostspieliger Interviewerstab)
• Erfassung kann gut und einfach über Likert-Skalierung abgefragt werden
Nachteile:
• Motivation des befragten hängt stark vom Fragebogen ab (Prozess der Fragebogengestaltung daher wichtig)
• Hohe Anforderungen an Struktur und Klarheit des FBs
• Eindeutigkeit besonders wichtig (keine Hilfestellung möglich)
• FB darf nicht zu lang und zu kompliziert sein (sonst Ermüdung)
• Pretest unumgänglich
• Möglicher Mere-Measurement Effekt
• Eignet sich nur unter ganzt bestimmten Situationen
• zb hohes Interesse der Probanden
• relativ hohe homogene Zielgruppe
• große zahl zu befragender Personen
• hohe Systematisierung der Fragen möglich
Likert-Skala
Befragte antworten fragen, indem sie Grad ihrer Zustimmung oder Ablehnungen auf Skala ausdrücken, die von „Stimme überhaupt nt zu“ bis zu „stimme voll und ganz zu“ reicht
Mere-Measurement-Effekt
allein Tatsache auf Befragung zu antworten, verändert darauf folgende Meinungen und Verhaltensweisen
Erklärungsansätze:
Befragung aktiviert positive Einstellungen gegenüber dem Anbieter/Produkt, die bei darauf folgenden Kaufentscheidungen mental verfügbarer sind
befragt positives Merkmal des Anbieters wahrgenommen, da sich dieser für einen interessiert und um einen kümmert
Implikationen:
Einschränkung der Ergebnisse: gefunden Effekte treten nur bei latent vorhandener Kaufintention bzw. bei Zufriedenheit mit einem Anbieter auf
durch Mere Measurement Effekts wird in Marktforschungsstudien ein eigentl zu hoher Zusammenhang zwischen Befragung und späterem Verhalten gefunden
lässt sich nicht auf Gesamtbevölkerung (die schliesslich nicht befragt wird) verallgemeinern
Ethische und juristische Aspekte: Ist es ethisch vertretbar Verhalten des Konsumenten auf einem derart indirekten Weg zu beeinflussen?
Beobachtung (+/-)
Vorteile
Kostengünstig
kein Interviewereffekt (Objektivität, niemanden beeinflusst unterbewusst Befragten)
Oftmals einzige Möglichkeit
Nachteile
Beobachtungseffekt (wenn offen)
mangelnde Wiederholbarkeit
Gefahr mangelnder Beobachtungsqualität und selektiver Wahrnehmung (Beobachter sehen oft nur was wolle/erwarten)
sieht Verhalten aber nt innere Motive
Experiment
—> beste Methode, um Kausalzusammenhänge zu prüfen
Mögl Messmethoden:
Explizite Skalen zur selbstauskunft: Abfrage v bewusst zugängl und sozial unverfänglichen Inhalten
implizite Messverfahren: Aufdeckung v unbewussten oder sozial unerwünschten Inhalten (geführtes oder freies assoziieren, reaktionszeitbasierte Messung)
physiologische Messverfahren: Messung v körperl Reaktion, die als Indikator für emtionalität/Erregung dienen (EDA,EMG,Neuromarktforschung)
Direkte Verhaltensbeobachtungen: Eye-Tracking, Kaufverhalten, Online Nutzung
—> Wichtiges Kriterium zur Auswahl: KÖNNEN und WOLLEN die Personen Auskunft geben
Konzeption
1. Operationalisierung:
• geht darum, wie wir Dinge, die schwer direkt zu messen sind (wie Emotionen oder Motivation), in etwas umwandeln, das wir beobachten, messen und analysieren können
2. Kontrolle von Störvariablen:
Kontrolle von Störvariablen in Experiment beinhaltet Maßnahmen, um sicherzustellen, dass unerwünschte Einflüsse von anderen Faktoren auf Ergebnisse minimiert werden. z.B. Versuchspersonen zufällig zuteilen
3. Auswahl des Versuchsdesigns:
Querschnitt, Längsschnitt
4. Festlegung des Untersuchungsumfelds:
Laborstudie: ist eine kontrollierte wissenschaftliche Untersuchung in einem Labor, um bestimmte Hypothesen zu überprüfen
+ Bestmögliche Kontrolle über experimentelle Manipulation und mögliche Störvariablen
— ungewohnte/unnatürliche Umgebung für den Probanden
— schwere Übertragbarkeit auf "normales" Verhalten
—> Hohe interne Validität - geringe externe Validität!
Feldstudie: ist wissenschaftliche Untersuchung, die in der natürlichen Umgebung stattfindet, um Verhalten, Phänomene oder Ereignisse unter realen Bedingungen zu beobachten und zu analysieren
+ natürliche Umgebung führt dazu, dass man spontanes, alltagsnahes Verhalten beobachten kann
— Geringe Kontrolle über Störvariablen
— experimentelle Manipulation ist schwer umzusetzen
— interessierende Verhalten kann schwer zu beobachten sein
—> Geringe interne Validität - hohe externe Validität!
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