1. Welche Perspektiven zum Verständnis des Personalmanagements können unterschieden werden? Geben Sie einen systematischen Überblick.
Es gibt Institutionelle, funktionale, instrumentelle, prozessorientierte und strategische Perspektive
2. Definieren Sie den Begriff „Personalmanagement“
Gesamtheit aller Maßnahmen zur Planung, Gewinnung, Entwicklung, Führung, Vergütung und Freisetzung von Personal zur Erreichung der Unternehmensziele.
3)Welche zentralen Gegenstandsbereiche des Personalmanagements lassen sich unterscheiden?
Mitarbeiterflusssysteme,
Belohnungssysteme,
Führung von Mitarbeitenden/Teams
neuere Herausforderungen (z.B. Diversity, Gesundheit, Agilität).
4)Welche Rahmenbedingungen sind für das Personalmanagement von Bedeutung? Nennen und beschreiben Sie die wichtigsten Kategorien.
1) Übergeordnete (rechtliche Regelungen, Bildungswesen, Interessenverbände, Konjunktur
2)unternehmensspezifische Rahmenbedingungen (Strategie, Arbeitsmarkt, Arbeitnehmermerkmale, Substitute, Absatzmarkt).
5) Welche Größen können herangezogen werden, um den Erfolg des Personalmanagements zu bestimmen? Unterscheiden Sie insbesondere zwischen potenzialbezogenen und finalen Erfolgsgrößen. Erläutern Sie diese Kategorien kurz und nennen Sie jeweils zwei Beispiele.
Potenzialbezogene Erfolgsgrößen (z.B. Mitarbeiterzufriedenheit, Bindung), finale Erfolgsgrößen (z.B. Gewinn, Produktivität).
1) Welche theoretisch-konzeptionellen Ansätze des Personalmanagements können unterschieden werden? Kategorisieren Sie überblicksartig die wichtigsten Ansätze
1. Ökonomische Ansätze: a. Transaktionskostentheorie b. Prinzipal-Agenten-Theorie c. Ressourcenbasierter Ansatz d. Theorie der dynamischen Fähigkeiten 2. Verhaltenswissenschaftliche Ansätze: a. Anreiz-Beitrags-Theorie b. Soziale Austauschtheorie c. Theorien der organisationalen Gerechtigkeit d. Motivationstheorien (z. B. Maslow, ERG, McClelland, Zwei-Faktoren-Theorie, VIE-Theorie, Zielsetzungstheorie) – Seiten: 54–55, Abb. 2.1
Welche Handlungsfelder gibt es im Personalmanagement
Personalbedarfsplanung
Personalbeschaffung
Personalführung
Personalentwicklung
Personalfreisetzung
Personalverwaltung
Personalentlohnung
Personalbeurteilung
Personaleinsatz
was ist die Wissenschaftliche Einordnung Personalmanagement ?
Volkswirtschaftslehre:
Psychologie
Entscheidungs- und Informationstheorie:
Betriebswirtschaftslehre
Arbeitsrecht
Arbeitswissenschaft
Soziologie
Anthropologie
Stellen Sie kurz die wichtigsten Aussagen der Transaktionskostentheorie dar. Welche Implikationen ergeben sich aus dieser Theorie für das Personalmanagement?
1): Transaktionskosten sind Kosten, die im Vorfeld (ex-ante) und im Verlauf (ex-post) einer Austauschbeziehung entstehen, z. B. bei Informationssuche, Vertragsverhandlungen, Kontrolle, Anpassung und Auflösung.
2) Zwei zentrale Verhaltensannahmen: beschränkte Rationalität und Opportunismus. Die Höhe der Transaktionskosten wird durch Spezifität und Unsicherheit beeinflusst.
Implikationen: Gestaltung von Arbeitsverträgen, Kontrollmechanismen, Anreizsystemen, Make-or-Buy Entscheidungen.
4) Legen Sie kurz die Grundzüge der Prinzipal-Agenten-Theorie dar, und nennen Sie drei Aspekte des Personalmanagements, zu denen die Prinzipal-Agenten-Theorie einen Erklärungsbeitrag leistet.
: Die Prinzipal-Agenten-Theorie beschreibt Austauschbeziehungen zwischen Prinzipal (z. B. Unternehmen) und Agent (z. B. Mitarbeiter) unter Informationsasymmetrie.
1)Personalauswahl, 2)Personalentwicklung, Vergütungssysteme. –
5) In welchen Konstellationen kann es zu Informationsasymmetrien kommen?
Hidden Characteristics (Qualifikation unbekannt)
Hidden Intention (Absichten unbekannt
Hidden Information (Handlungen nicht beurteilbar
Hidden Action (Handlungen nicht beobachtbar)
6) Stellen Sie das Grundschema des ressourcenbasierten Ansatzes dar und erläutern Sie dieses kurz
A: Wettbewerbsvorteile entstehen durch Ressourcen, die wertvoll, selten, schwer imitierbar und nicht substituierbar sind (VRIN-Kriterien). Personalmanagement soll solche Ressourcen aufbauen und erhalten.
7) Erläutern Sie die Eigenschaften humaner Ressourcen am Beispiel des ressourcenbasierten Ansatzes
Wertvoll (Wissen und Fähigkeiten steigern Produktivität)
Nicht substituierbar (Kreativität, soziale Kompetenz
Selten (Spezialwissen)
Schwer imitierbar (Erfahrung, Unternehmenskultur)
9) Grundannahmen der Anreiz-Beitrags-Theorie und Erkenntnisbeitrag für das Personalmanagement. Zwei Beispiele:
Organisationen bestehen, weil Mitglieder Beiträge leisten und dafür Anreize erhalten
Eintritt und Verbleib hängen vom Verhältnis Anreiz/Beitrag ab. Beispiele: Monetär (Gehalt, Bonus), Nicht-monetär (Karrierechancen, Sinnhaftigkeit)
Definieren Sie den Begriff „Spezifität“ und nennen Sie jeweils ein Beispiel für Spezifität aus Unternehmenssicht bzw. aus Mitarbeitersicht im Rahmen des Personalmanagements.
Spezifität bezeichnet den Grad, in dem Ressourcen auf eine bestimmte Transaktion zugeschnitten sind und außerhalb dieser nur eingeschränkt nutzbar sind. Beispiel Unternehmenssicht: Spezialisierte Maschinen für einen bestimmten Produktionsprozess. Beispiel Mitarbeitersicht: Hochspezialisierte Kenntnisse für ein firmenspezifisches IT-System
10) Monetäre und nicht-monetäre Anreize bzw. Beiträge. Je zwei Beispiele.
Monetäre Anreize:
Gehalt,
Prämien
Nicht-monetäre Anreize:
Weiterbildung,
flexible Arbeitszeiten
Beiträge
Arbeitsleistung
Wissen
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