Produktionsfaktoren nach Erich Gutenberg
ausführende Arbeit
objektbezogene geistige oder körperliche Arbeit, die sich unmittelbar auf die Leistungserstellung und -verwertung bezieht
Betrriebsmittel
werden gebraucht und nicht verbraucht; materielle und immaterielle Güter des Anlagevermögens, die über mehrere Perioden zur Leistungserstellung genutzt werden (z. B. Grundstücke, Maschinen, Gebäude, Lizenzen)
Werkostoffe
werden bei der Produktion verbraucht und nochmals in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unterschieden. Rohstoffe gehen als Hauptbestandteile und Hilfsstoffe als untergeordnete Bestandteile in das Produkt ein. Betriebsstoffe dienen der Ingangsetzung des Produktionsprozesses und sind nicht Teil der erstellten Leistungen (z. B. Energie, Kühlmittel).
Ziele der Produktion
Qualitätsziele (z. B. Verbesserung der Produktqualität, Verbesserung der Prozessqualität, keine/geringe Fehlerquote)
Zeitziele (z. B. Minimierung der Durchlauf-, Liege- und Wartezeiten, Termineinhaltung)
Ergebnisziele (z. B. bestimmte Stückzahlen)
Flexibilitätsziele (z. B. Reaktion auf Marktanforderungen und Kundenwünsche, Liefer- und Servicebereitschaft)
Nachhaltigkeitsziele (z. B. Berücksichtigung der humanen Bedürfnisse, Minimierung des Verbrauchs von Ressourcen)
Kostenziele (z. B. Minimierung der Produktions- und Herstellkosten, hohe Wirtschaftlichkeit)
Schritte des Produktionprozesses
Kundenauftrag
Bedarfsermittlung für Materialien
Fertigungsauftrag (Informationen für Produktion)
grobe Terminierung für die Kundin bzw. den Kunden
Prüfung und Auftragsfreigabe
Produktion inkl. Qualitätsmanagement
Fertigmeldung
Auslieferung an die Kundin bzw. den Kunden
Prozesstypen der Fertigung
Einzelfertigung (Losgröße 1) wird von dem Produkt nur eine Einheit hergestellt (z. B. nach Kundenwünschen individuell hergestellte Jacht oder Maßanfertigung bei Bekleidung).
Bei Mehrfachfertigung können dies wenige bis nahezu unendlich viele Einheiten eines Produktes sein.
Wird der Fertigungsprozess über einen längeren Zeitraum quasi ununterbrochen wiederholt und ein Produkt in sehr großen Mengen hergestellt (z. B. Papiertaschentücher, Zement), spricht man von Massenfertigung.
Werden Produkte in einer vor Produktionsbeginn festgelegten Auflagengröße hergestellt (z. B. Bücher, Milch), so handelt es sich um Sorten- bzw. Serienfertigung. Typisch für die Sortenfertigung ist, dass die Endprodukte einen hohen Verwandtschaftsgrad aufweisen, das Produktionsmaterial weitestgehend einheitlich ist und die Anlagen, auf denen die Güter produziert werden, nicht umgerüstet werden müssen.
Muss vor der Herstellung einer neuen Produktgruppe eine Umrüstung der Anlagen vorgenommen werden und unterscheiden sich die Endprodukte stärker (z. B. Automobile, Elektrogeräte), spricht man von Serienfertigung.
Fertigungstiefe
Fertigungstiefe bezeichnet den Umfang, in dem Teile und Vorprodukte für das Endprodukt vom Unternehmen selbst gefertigt werden. Sie gibt damit auch an, wie viele Produktionsschritte zur Herstellung des Produktes notwendig sind und wie viele davon im eigenen Unternehmen stattfinden.
Bereiche der Logistik
Beschaffungslogistik: Abläufe zwischen Beschaffungsmarkt und Eingangslager oder direkt zur Produktion
Produktionslogistik: Abläufe zwischen Eingang der Produktionsfaktoren und dem fertigen Produkt
Distributionslogistik: Abläufe zwischen dem Vertriebslager und den Kundinnen/Kunden
Entsorgungslogistik: Abläufe zur Entsorgung von Abfällen, Recycling und Retouren
Ziele der Logistik
Sicherstellen der Verfügbarkeit, der für die Produktion notwendigen Güter ebenso wie die Lieferbereitschaft in quantitativer wie qualitativer Hinsicht gegenüber der Kundschaft im Vordergrund (Sachziel).
allgemeinen Unternehmensziele, z. B. das Erreichen einer hohen Wirtschaftlichkeit (Formalziel).
Zwischen den Zielen treten oftmals Konflikte auf. So sind niedrige Lagerbestände zwar im Sinne einer Kostenminimierung wünschenswert, beeinflussen die Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit aber negativ. Ziel ist es demnach auch, zwischen diesen konkurrierenden Zielen einen Ausgleich herbeizuführen.
Aufgaben der Logistik - kurz gefasst
Die Aufgabe der Logistik lässt sich wie folgt beschreiben:
das richtige Gut
in der richtigen Menge,
in der richtigen Qualität,
am richtigen Ort,
zum richtigen Zeitpunkt
und zu minimalen Kosten bereitstellen
Prozessschritte des Marketings
Ziele des Marketing
Ökonomische Marketingziele beziehen sich z. B. auf:
Absatz (= verkaufte Menge)
Umsatz (= verkaufte Menge x Preis)
absoluter Marktanteil (= Umsatz/Absatz in Relation zum gesamten Markt)
Gewinn (= Umsatz – Kosten)
Psychologische Marketingziele beziehen sich z. B. auf:
Kundenzufriedenheit
Kundenbindung
Markenimage
Bekanntheitsgrad des Unternehmens und des Leistungsangebots
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