Welche theoretisch-konzeptionellen Ansätze des Personalmanagements können unterschieden werden? Kategorisieren Sie überblicksartig die wichtigsten Ansätze
Ökonomische Ansätze
Transaktionskostentheorie beinhaltet , dass in Arbeitsbeziehungen Transaktionskosten entstehen, und zwar ex-ante durch Informationssuche und Vertragsverhandlungen sowie ex-post durch Kontrolle und Anpassung.
Prinzipal-Agent-Theorie beschreibt Austauschbeziehungen, in denen ein Prinzipal (z. B. Arbeitgeber) Aufgaben an einen Agenten (z. B. Mitarbeitenden) delegiert, während gleichzeitig Informationsasymmetrien und unterschiedliche Interessen bestehen.
Resource view based erklärt Wettbewerbsvorteile durch unternehmensinterne Ressourcen, die schwer beschaffbar oder imitierbar sind. Zentrale Grundlage sind die VRIN-Kriterien (Valuable, Rare, Inimitable, Non-substitutable).
Verhalten Ansätze
Anreiz-Beitrags-Theorie versteht das Arbeitsverhältnis als Austauschbeziehung, in der Mitarbeitende Beiträge wie Arbeitsleistung, Motivation, Verantwortungsübernahme oder prosoziales Verhalten leisten und dafür Anreize vom Unternehmen erhalten.
Maslow-Pyramide hat fünf Bedürfnisse, die das Verhalten und die Motivation von Mitarbeitenden prägen.
Zwei Fakoren Theorie unterscheidet zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren
ERG-Theorie zugrunde vier liegenden Dominanzprinzipien. Frustrations-Hypothese,Frustrations-Regressions-Hypothese,Frustrations-Progressions-Hypothese,Befriedigungs-Progressions-Hypothese
Welche der von McClelland eingeführten Bedürfnisse hängen positiv mit dem Erfolg von Führungskräften zusammen? Warum?
hohe Leistungsmotivation für erfolgreiche Führung weil sie Zielorientierung, Verantwortungsbereitschaft und Umsetzungsstärke fördert
moderate Machtmotivation unterstützt Durchsetzungsvermögen
Beziehungsmotiv eher hinderlich, weil ein starkes Harmonie- und Nähebedürfnis klare Entscheidungen und notwendige Konfliktführung erschweren kann
Nennen Sie Kritikpunkte und Grenzen der Motivationstheorien am Beispiel von Herzberg.
: Empirische Replikationen sind schwierig, Motivatoren und Hygienefaktoren sind von Alter, Ausbildung und Beruf abhängig, keine Allgemeingültigkeit
Die Theorie Herzberg unterscheidet zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren, die Motivation unterschiedlich beeinflussen.
Erkläre Zwei Fakoren Theorie Herzbergs
Die Theorie Herzberg unterscheidet zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren, die Motivation unterschiedlich beeinflussen
Hygienefaktoren: Verhindern Unzufriedenheit, sie sorgen nur für „Nicht-Unzufriedenheit“. Beispiele: Unternehmenspolitik, Verhältnis zu Führungskräften, Arbeitsplatzsicherheit. Beziehung zu Mitarbeitern, Kantine, Verwaltung, Arbeitssicherheit, Zeitlohn, Kinderbetreuung, Parkplätze
Motivatoren: Erzeugen Zufriedenheit und Motivation, sondern nur fehlende Zufriedenheit. Beispiele: Arbeitsinhalt, Anerkennung, Verantwortung, Beförderung, Selbstverwirklichung. Selbstbestätigung und Leistungserfolg, Beförderung und Aufstieg, Arbeitsaufgabe- und Inhalt.
Beschreiben Sie die X-Y-Theorie nach McGregor und erläutern Sie, wie sich Führungskräfte nach Theorie X bzw. Theorie Y verhalten
Die X-Y-Theorie nach McGregor beschreibt zwei gegensätzliche Menschenbilder, die das Führungsverhalten prägen.
Theorie X: arbeitsscheu, verantwortungsscheu, Kontrolle, Sanktionen, autoritär, Hierarchie, enge Anweisungen
Theorie Y: Arbeit natürlich, Eigeninitiative, Selbstdisziplin, Verantwortung, Partizipation, Delegation, Motivation
Was ist die Logotheorie nach Frankl und welche Bedeutung hat sie für das Personalmanagement?
Die Logotheorie nach Viktor Frankl sieht die Sinnsuche als zentrale Motivation des Menschen. Sinn kann nicht von außen gegeben, sondern nur individuell gefunden werden
Erläutern Sie die drei zentralen Bedürfnisse, welche in der Leistungsmotivationstheorie unterschieden werden
Machtmotiv: Persönlichkeitsbezogenes Machtmotiv (PM): Ziel: andere beherrschen, dominieren, persönliche Macht ausleben. Typisch: Status, Kontrolle, sich durchsetzen, disziplinfordernd.
Leistungsmotiv: Streben nach Leistung, Perfektion, hohen Standards, Realistische, messbare Ziele. Bevorzugte Aufgaben: mittelschwer, kalkulierbar. Hohe Eigenverantwortung. Wunsch nach eindeutigem Feedback. Intrinsische Motivation
Beziehungsmotiv stabile, sichere Beziehungen; Konfliktvermeidung; Harmonie wichtiger als Leistung. Typisch: Kollegialität, Zuneigung, Nähe. Informationsbezogenes Beziehungsmotiv (IB)
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