Was versteht man unter Personalfreisetzung und warum ist eine strategische Ausrichtung dieser Maßnahmen zwingend notwendig?
Personalfreisetzung umfasst strategisch geplante Maßnahmen, die darauf abzielen, personelle Überkapazitäten abzubauen oder zu vermeiden.
Welche Maßnahmen können Unternehmen im Rahmen der Personalfreisetzung einsetzen? Unterscheiden Sie zwischen Maßnahmen ohne Einfluss auf den Personalbestand und Maßnahmen mit reduzierendem Einfluss
ohne Einfluss auf den Personalbestand (Vermeidungsstrategie)
Versetzung: Zuweisung eines anderen Arbeitsbereichs über voraussichtlich einen Monat oder mit erheblicher Änderung der Arbeitsumstände (§ 95 BetrVG); nur bei freier Stelle mit gleichem/ähnlichem Anforderungsprofil;
Arbeitszeitverkürzung: Reduktion der täglichen, wöchentlichen, monatlichen oder jährlichen Arbeitszeit einzelner Personen oder Gruppen (z. B. Teilzeit, Überstundenabbau, Kurzarbeit, Langzeiturlaub, mehrstufiger Ruhestand)
mit reduzierendem Einfluss auf den Personalbestand (Ultima Ratio
Einstufiger Vorruhestand Aufhebungsvertrag (Outplacement)
Transfergesellschaften: interne oder externe Servicegesellschaften
Entlassung / Kündigung
indirekte Maßnahmen:
Einstellungsstopp: Nutzung natürlicher Fluktuation
Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge
Nichtverlängerung bei Leiharbeit /Personalleasing
Wie lauten die sechs Grundsätze wirksamer Führung nach Malik und was bedeuten sie?
Resultatorientierung: Ausrichtung am Ergebnis bzw. Output, nicht am Input oder Aufwand
Beitrag zum Ganzen: Orientierung am Gesamtziel und Nutzen für das Ganze
Konzentration auf Weniges: Fokussierung auf wenige, wirklich entscheidende Aufgaben
Stärken nutzen: Konsequente Nutzung vorhandener Stärken
Vertrauen:Vertrauen als Grundvoraussetzung wirksamer Führung
Positiv denken:Konstruktive, chancenorientierte Denkweise statt Problemfixierung
Erläutern Sie den Begriff „Arbeitszeitverkürzung“, und nennen Sie drei beispielhafte Maßnahmen.
Reduktion der Arbeitszeit einzelner Personen/Gruppen; Beispiele: Teilzeitarbeit, Überstundenabbau, Kurzarbeit
as ist bei der Einführung von Kurzarbeit zu beachten?
Zustimmung des Betriebsrats, Anzeige bei der Agentur für Arbeit, Prüfung wirtschaftlicher Voraussetzungen, Information der Gremien, Kurzarbeitergeld beantragen
Welche direkten Maßnahmen der Personalfreisetzung kennen Sie?
Vorruhestand, Aufhebungsvertrag (Outplacement), Transfergesellschaft, Entlassung/Kündigung
Nennen Sie die fünf Phasen des Outplacement (EAPD-Beratung) -Prozesses, und beschreiben Sie diese
1. Emotionale Stabilisierung des entlassenen Mitarbeiters 2. Analyse von Qualifikationen und Potenzialen 3. Planung der Stellensuche 4. Durchführung einer Stellensuche (Bewerbungen, Gespräche, Vermittlung)
Was ist unter Personalleasing zu verstehen? Gehen Sie auf Arbeitgeberpflichten ein.
→ Bereitstellung von Leiharbeitnehmern durch Leasing-Geber an Leasing-Nehmer
Leasing-Geber übernimmt Arbeitgeberpflichten (Vergütung, Sozialversicherung)
Erläutern Sie das „Survival-Sickness-Syndrom“ und wie kann es vermieden werden?
Negative Folgen für verbleibende Mitarbeitende nach Entlassungen: reduzierte Arbeitszufriedenheit, Identifikation, Motivation.
vermeidbar durch transparente Kommunikation, Wertschätzung,
Beteiligung und konkrete Unterstützungsangebote für betroffne Entlasennede
Welche Risiken entstehen bei einer schlecht geplanten Personalfreisetzung?
Risiken sind Imageverlust, Knowhow-Verlust, negative Auswirkungen auf die Motivation der verbleibenden Mitarbeitenden (Survival-Sickness-Syndrom) und mögliche Arbeitsgerichtsprozesse. Beispiel: Nach einer Massenentlassung sinkt die Arbeitszufriedenheit und wichtige Fachkräfte verlassen das Unternehmen
Wie reagieren die verbleibenden Mitarbeitenden nach einem Personalabbau? (Modell nach Gretchen Spreitzer)
Treue Folgsame (passiv + konstruktiv): loyal, stabil, Pflichterfüllung ohne Zusatzengagemen
Aktive Befürworter (aktiv + konstruktiv): engagiert, lösungsorientiert, beste Wirkung für U
Gekränkte (passiv + destruktiv): verunsichert, Rückzug, sinkende Leistung
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