الكَلَامُ [al-Kalām] Der grammatisch vollständige und sinntragende Satz Ein ausgesprochener, zusammengesetzter sprachlicher Ausdruck, der eine vollständige Bedeutung vermittelt und sprachlich festgelegt ist.
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اللَّفْظُ [al-Lafẓ] Sprachlicher Ausdruck Alles, was ausgesprochen wird, unabhängig davon, ob es eine vollständige Bedeutung trägt oder nicht.
المُرَكَّبُ [al-Murakkab] Zusammengesetzter sprachlicher Ausdruck Ein Ausdruck, der aus mindestens zwei Wörtern besteht.
المُفِيدُ [al-Mufīd] Sinntragend Ein Ausdruck, der eine vollständige Bedeutung vermittelt, sodass der Hörer keine weitere Ergänzung erwartet.
الوَضْعُ [al-Waḍʿ] Sprachliche Konvention Die konventionelle Zuordnung eines Ausdrucks zu einer bestimmten Bedeutung innerhalb der anerkannten arabischen Sprache.
Wie erkennen wir den Ism [ʿAlāmātu l-Ism] عَلاَمَاتُ ا لاِسْمِ
Ma’rifa (الْمَعْرِفَة - bestimmt) & Nakira (النَّكِرَة - unbestimmt)
Marifa: seine 5 Arten
Hinweis: Al-Mudāf ilā Ma’rifa ( الْمُضَافُ إِلَى مَعْرِفَة)
Nakira (النَّكِرَة) ist der nackte Ism. Erst durch einen der 4 folgenden Zusätze erlangen wir die Erkenntis um wen/was es sich genau handelt —-> Ma’rifa (الْمَعْرِفَة - bestimmt).
jedes Wort das man mit Alif ا und Lam ل also “Al” verbinden kann Marifa werden
Ad-Damīr (Pronomen / الضَّمِير)
z.B. أَنَا oder هُوَ
Al-ʿAlam (Eigenname / الْعَلَم):
z.B. مُحَمَّدٌ
al-Adāt -also “Al” als Artikel ( لْأَدَاةِ):
z.B. الْكِتَابُ
Al-Ism al-Mubham (Hinweiswörter / الاِسْمُ الْمُبْهَم):
z.B. هَذَا (Hādhā) = dieser
Al-Mudāf ilā Ma’rifa ( الْمُضَافُ إِلَى مَعْرِفَة)
Ein Ism النَّكِرَة dass durch eine Genetivverbindung (Idafa) mit einer Ma’rifa verbunden ist
z.B. Idāfa ilā ad-Damīr الإِضَافَةُ إِلَى ضَمِيرٍ: Kitāb-ī (Mein Buch)
Ghulāmu Zaydin (غُلَامُ زَيْدٍ) – „Der Diener von Zayd“
1. min (مِنْ) – von / aus
2. ilā (إِلَى) – zu / nach / bis (zeigt i.d.R. Richtung)
3. ʿan (عَنْ) – über / von (Trennung/Thema)
4. ʿalā (عَلَى) – auf / über
5. fī (فِي) – in / an / innerhalb
6. rubba (رُبَّ) – manch ein / vielleicht
7. al-bāʾ (بِـ) – mit / durch / an
8. al-kāf (كَـ) – wie / gleichsam
9. al-lām (لِـ) – für / wegen / gehört zu
11. tāʾ (تَـ) wāw (وَ)– Schwurpartikel
12. ḥattā (حَتَّى) – „bis“
13. mudh (مُذْ) , mundhu (مُنْذُ) – „seit“ (Kennzeichnen der Zeit
Merkmal
Arabisch
Anwendung
Bedeutung/Funktion
Sin
سـ
Präsens (Mudari)
(steht am Anfang)
Nahe Zukunft
Beispiel: سَيَقُولُ (sayaqūlu): „Er wird sagen...“
Sawfa
سَوْفَ
Fernere Zukunft
Beispiel: سَوْفَ تَرَوْنَهَا (sawfa tarawnahā): „Ihr werdet es (eines Tages) sehen.“
Qad
قَدْ
Vor Madi/Mudari
Gewissheit oder Möglichkeit
(und قَدْ steht niemals vor einem Nomen!)
Bei Präsens (Mudari) „er könnte …“
Bei Vergangenheit (Madi) „schon/ bereits …“
تَاءُ التَّأْنِيثِ
ــتْ
Vergangenheit
(steht am Ende)
Weibliches Subjekt
Beispiel: كَتَبَتْ (katabat) – Sie schrieb.
(Im Arabischen kommt die Zeit nur in Verknüpfung mit Verben, also logisch dass auch die Alamat (Zeichen) des F’ils (Verbes) auch die Zeit anzeigen)
Defintion, weitere Vokabeln & die 2 Formen des Ir’rab
Die Ir'rab-Endungen
Durch einen العَامِلُ wird bei einem F’il oder Ism eine Änderung verursacht, das durch den Amil veränderte اسم oder فِعْل bezeichnet [al-Maʿmūl] المَعْمُول. Das bedeuten die Grundform des Wortes wird neu eingekleidet durch den Amil. Und der Irrab beschreibt hierbei die Änderung des Sufixes eines Wortes. Dabei gibt es die Fälle: رَفْع (Raf'), نَصْب (Nasb), جَرّ (Jarr), جَزْم (Jazm)
al-ʿAwāmilu l-Lafẓīya: Der sichtbare Amil, der als Wort im Satz sichtbar ist.
al-ʿAwāmilu l-Maʿnawīya: Die aus grammatikalischer Struktur enstehen, z.B. Mubtada am Anfang des Satzes.
Plural von Amil ist awamil
ITIRAB
Hierbei kann der Ir’rab (1) lafthan oder (2) taqdeeran ausgelöst sein
لَفْظًا: Das „lautliche“ oder „ausgesprochene“ Ir’rab. Die Endung (Damma, Fatha, Kasra) ist deutlich sichtbar und hörbar.
تَقْدِيرًا: Die grammatikalische Endung (Damma, Fatha oder Kasra) ist theoretisch da, aber man kann sie nicht sehen oder aussprechen. Sie wird im Geiste „unterstellt“. z.B. Wörter die auf ein Alif Maqsura enden, sie können ja darauf kein fatha, damma oder raf tragen, in dem fall beim Jazm fallen sie weg
رفع
Damma: Fil Mudari, Ism Mufrad, Jam at-taksir, Al Mamnu Mina-as sarf, Jam al Muannath as-salim
Wow: Jam al-Mudakkar as-salim, al Asma al Khamsa
Alif: Muthanna
Nun: Al Af’al al khamsa
nasb
Fatha: Fil Mudari, Ism Mufrad, Jam at-taksir
Alif: bei al Asma al Khamsa
(bei Al Mamnu minas-sarf, jam al muannath as-salim, jam al mudhakkar as salim und Muthanna —> gleich wie Jarr)
Jarr:
Kasra: Fil Mudari, Ism mufrad, jam at-taksiir, jam al muannath as-salim
Fatha: Al Mamnu minas-sarf
Ya: jam al mudakkar as salim, Al Asma al Khamsa, Muthanna
Partikel die den Nasb auslösen bei Fi’l Mudari (Verben im Präsens/Zukunft)
Partikel
Funktion
أَنْ
dass
لَنْ
niemals (Zukunft)
إِذَنْ
folglich / in dem Fall
كَيْ
damit / um zu
لِـ (Ta'lil)
Grund / Zweck
لِـ (Juhud)
starke Leugnung
حَتَّى
bis / sodass
فَـ
kausale Folge
وَ
Gleichzeitigkeit
ثُمَّ
daraufhin / danach
أَوْ
oder
Alle diese Partikel bewirken bei dem darauf folgenden Verb im Präsens ein Sukūn ( ْ ) am Ende (z. B. yaktub statt yaktubu):
Bsp: لِيَكْتُبْ زَيْدٌ (Li-yaktub Zayd) – "Zayd soll schreiben / möge schreiben".
Bedeutung
Beispiel-Satz
إِنْ (in)
wenn
إِنْ تَجْتَهِدْ تَنْجَحْ (Wenn du dich anstrengst, wirst du erfolgreich sein)
---
مَا (mā)
was auch immer
مَا تَفْعَلْ... (Was immer du tust...)
مَهْمَا (mahmā)
مَهْمَا تَفْعَلْ تَجِدْ جَZَاءَهُ (Was du auch tust, du findest die Folgen)
مَنْ (man)
wer auch immer
مَنْ يَتَّقِ اللَّهَ يَجْعَلْ لَهُ مَخْرَجًا (Wer Gott fürchtet, dem gibt Er einen Ausweg)
أَيُّ (ayyu)
welcher auch immer
أَيَّ عَبْدٍ تُطِعْ تَسْعَدْ (Welchem Diener du [Gott] gehorchst, er wird glücklich)
أَيَّانَ (ayyāna)
zu welcher Zeit
أَيَّانَ تَصُمْ يُغْفَرْ لَكَ (Zu welcher Zeit du fastest, wird dir vergeben)
مَتَى (matā)
wann auch immer
مَتَى تَأْتِنِي أُكْرِمْكَ (Wann immer du zu mir kommst, ehre ich dich)
إِذْ مَا (id mā)
sobald / wenn
إِذْ مَا تَدْعُ... (Sobald du bittest...)
أَيْنَ (ayna)
wo auch immer
أَيْن تَسْكُنْ... (Wo auch immer du wohnst...)
أَنَّى (annā)
woher / wie auch immer
أَنَّى تُؤْتَ الْحِكْمَةَ تَنْفَعْكَ (Woher du die Weisheit erhältst, sie nützt dir)
Diese Partikel wirken auf das Bedingungsverb (Fi‘l aš-Šarṭ / فِعْل الشَّرْط) und das Antwortverb (Ǧawāb aš-Šarṭ / جَوَاب الشَّرْط). —> beide in Jasm (Sukonn)
حَيْثُمَا (ḥayṯumā): "Wo auch immer" (z. B. ḥayṯumā takun – wo immer du bist).
كَيْفَمَا (kayfamā): "Wie auch immer".
إِذًا (iḏan): In der Poetik kann es manchmal wie eine Bedingung wirken, im Jazm zu stehen (Normalerweise gehört es zum Nasb).
Defitnition الفَاعِل
Definition الإِسْنَاد
2 Möglichkeiten
Definition الفَاعِل
= Täter auf den die Handlung bezogen ist. (immer im Raf + Erst F’il dann F’ail z.B. قَامَ زَيْدٌ)
das F’il gehört zu dem F’ail = Isnad (also die Zuschreibung von Handlung zu Täter)
Ẓāhir (ظَاهِر): Offensichtliches Nomen (z.B. Zayd زَيْدٌ).
Mudmar (مُضْمَر): Pronomen (z.B. -tu ت in katabtu - ich habe geschrieben).
Definition
Gründe für Kürzung des Fā'il
Setzen des Fi’l in den Passiv
Defintion
Im Passivsatz verschwindet der Fā'il.
Das ursprüngliche Objekt (المَفْعُول بِه - al-Maf'ūl bihi) übernimmt dessen Rolle
= so nennt man es نائِب الفَاعِل (Nā'ib al-Fā'il) – den Stellvertreter des Subjekts. (nimmt den Raf an, also die Form des Fā'il)
Al-Ibhām (الإِبْهَام): Der Handelnde ist unbestimmt.
Al-Ǧahl (الجَهْل): Der Handelnde ist unbekannt.
Al-Iẖtiṣār (الاِخْتِصَار): Zur Kürzung, um den Satz prägnanter zu machen
Fi'l Māḍī : Aktiv: كَتَبَ (kataba) —> Passiv: كُتِبَ (kutiba)
Fi'l Muḍāri' : Aktiv يَكْتُبُ (yaktubu) —> Passiv : يُكْتَبُ (yuktabu)
Definition المُبْتَدَأ und seine 2 Formen
Defintion الخَبَر und seine 3 Arten
Steht zu Beginn des Satzes
Hat keinen عَامِلٌ (ʿĀmil) —> Im الرَّفْعُ (Raf), sowohl Mubtada als auch Khabbar.
Seine zwei Formen (ähnlich zum Fa’il)
Ẓāhir (ظَاهِر): Offensichtliches Nomen (z.B. Zaydun yaktubu زَيْدٌ يَكْتُبُ).
Mudmar (مُضْمَر): Pronomen (z.B. Huwa maktūb. هُوَ مَكْتُوبٌ (Es ist geschrieben.)
مُفْرَدٌ einzeln
z.B. العِلْمُ نَافِعٌ (al-ʿilmu nāfiʿun)
غَيْرُ مُفْرَدٍ nicht einzeln
Jarr wa Majrur (Harf Jarr + Ism im Jarr)
z.B. فِي المَدْرَسَةِ ( in der Schule)
الظَّرْفُ präpositionale Phrase (adverbiale Bestimmung von Zeit und Ort)
z.B. الكِتَابُ عَلَى الطَّاوِلَةِ (al-kitābu ʿalā aṭ-ṭāwilati)
الجُمْلَةُ Jummla
Jumla Fi'iliyya
z.B..كَتَبَ زَيْدٌ الكِتَابَ (Zayd schrieb das Buch
الجُمْلَةُ الاِسْمِيَّةُ
z.B..زَيْدٌ كَاتِبٌ (Zaydun katibun - Zayd ist ein Schreiber)
Kāna & Schwestern اَلْأَفْعَالُ النَّاقِصَةُ
Inna & Schwestern (حُرُوفُ التَّوْكِيدِ)
Dhanna & Schwestern (أَفْعَالُ الْقُلُوبِ)
kommt als Amil ins Spiel und sorgt dafür dass Mubtada oder Khabbar oder Beide in den Nasb gesetzt werden (im Jummla Ismiyyah)
Die Partikel der Betonung (Ḥurūf at-Tawkīd):
إِنَّ (inna): Wahrlich / Gewiss (steht am Satzanfang).
أَنَّ (anna): Dass (steht in der Mitte des Satzes).
لَكِنَّ (lākinna): Aber (Einschränkung/Korrektur).
كَأَنَّ (ka'anna): Als ob (Vergleich).
لَيْتَ (layta): Doch / Hoffentlich (Wunsch, oft bei Unmöglichem).
لَعَلَّ (la'alla): Vielleicht / Hoffentlich (Erwartung des Möglichen).
Auflistung der Wahrnehmungsverben أَفْعَالُ الْقُلُوبِ :
Wissen/Gewissheit:
عَلِمَ ('alima - wissen)
وَجَدَ (waǧada - vorfinden/erkennen)
رَأَى (ra'ā - geistig sehen/meinen).
Meinen/Vermuten:
ظَنَّ (ẓanna - glauben)
حَسِبَ (ḥasiba - meinen)
خَالَ (ẖāla - vermuten)
زَعَمَ (za'ama - behaupten).
Setzen/Machen:
جَعَلَ (ǧa'ala) „er machte/setzte zu“
اتَّخَذَ (ittaẖaḏa) im Sinne von "betrachten als".
أَبُوكَ (Abūka) — dein Vater
أَخُوكَ (Akhūka) — dein Bruder
حَمُوكَ (Hamūka) — dein Schwiegervater
فُوكَ (Fūka) — dein Mund
ذُو مَالٍ (Dhū mālin) — ein Besitzer von Besitz (bei Dhū folgt meist ein Nomen statt eines Pronomens)
يَفْعَلُونَ — sie machen (m. Plural)
تَفْعَلُونَ — ihr macht (m. Plural)
يَفْعَلَانِ — sie zwei machen (m./f. Dual)
تَفْعَلَانِ — ihr zwei macht (Dual)
تَفْعَلِينَ — du machst (f. Singular)
Es gibt einen Jazm Partikel der bei dem F’il den Jazm auslöst. Das Verb steht dann im Majzum.
Es gibt zwei Zeichen des Jasm
Sokuun ( z.B. lam yaktub = er schrieb nicht)
Wegfall des letzten Buchstaben bei Af``al al Khamsa (z.B. nicht yafaloon sondern lam yafaloo) —> Elif
Ausnahmeregel
Bei Wörtern mit einem Verlängerungsbuchstaben fällt dieser Weg
siehe Bild
1. Vergangenheitsverb فِعْلٌ مَاضٍ
Beschreibt eine abgeschlossene Handlung, z. B. kataba (er schrieb).
Hat am Ende immer eine fatha (IMMER in der Grundform). z.B. kataba
2. F’il Amr (Imperativ: فِعْلُ الْأَمْرِ )
Befehl oder Wunsch, z. B. uskut (sei leise!).
3. F’il Mudari (Gegenwart oder Zukunft - فِعْلٌ مُضَارِعٌ )
yaktubu (er schreibt / wird schreiben).
Sein erster Buchstabe ist eines der folgenden 4 Buchstaben (Präfixbuchstaben des Präsenz):
hamza (1. Person Singular)أَكْتُبُ ʾaktubu
nun (1. Person Plural) نَكْتُبُ naktubu
ya (3. Person Singular/Plural maskulin) يَكْتُبُ , يَكْتُبُونَ
ta (2. Person / 3. Person Singular/Plural feminin)
Alle Tawābi folgen im I’rrab
1. الْمَنْعُوت (Man'ūt) Das Beschriebene
2. النَّعْت (Na't) Das Attribut
z.B. زَيْدٌ كَاتِبٌ مُجْتَهِدٌ Zayd ist ein fleißiger (Na't) Schreiber (Man'ut).
Na't folgt dem Man'ūt in Ir’ab und Ma’rifa
Es verbindet zwei Wörter oder Satzteile so miteinander, dass das zweite Wort die „Verkleidung“ (den I'rāb) des ersten Wortes übernimmt.
z.B. كَتَبَ زَيْدٌ وَمُحَمَّدٌ „Zayd und Muhammad haben geschrieben.“
Funktion / Besonderheit
وَ (Wa)
und
Einfache Verbindung ohne zeitliche Festlegung.
فَ (Fa)
und dann (sofort)
Unmittelbare Abfolge: Handlung geschieht direkt danach.
ثُمَّ (Thumma)
dann (später)
Zeitliche Abfolge: Es liegt eine Pause zwischen den Handlungen.
أَوْ (Aw)
Auswahl (Option) oder Ausdruck von Zweifel.
إِمَّا (Immā)
entweder / oder
Betont die Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten.
بَلْ (Bal)
sondern / vielmehr
Korrektur: Widerruft das Vorherige und bestätigt das Folgende.
لَكِنْ (Lākin)
aber
Gegensatz: Erfordert meist eine vorangegangene Verneinung.
حَتَّى (Hattā)
bis / sogar
Erreicht ein Ziel oder drückt eine Überraschung aus.
لا (Lā)
und nicht
Verneinende Verbindung: Bestätigt das Erste, schließt das Zweite aus.
أَمْ (Am)
oder (Frage)
Wird speziell in Fragesätzen zur Unterscheidung genutzt.
Wird verwendet um Sicherheit und Nachdruck zu verleihen oder um Zweifel auszuschließen. Es stellt sicher, dass der Zuhörer versteht, dass genau die genannte Person oder Sache gemeint ist und kein Irrtum vorliegt.
At-Tawkīd al-Lafdhī (التَّوْكِيدُ اللَّفْظِيُّ) – Wörtliche Bekräftigung
Hierbei handelt es sich um die einfache Wiederholung desselben Wortes oder Satzes.
Beispiel: Na’am, Na’am نعم
Tawkīd al-Ma’nawī (التَّوْكِيدُ الْمَعْنَوِيُّ) - Inhaltliche Bekräftigung
Hier werden spezifische Wörter verwendet, um die Bedeutung zu verstärken. Laut der Ajurrumiyya gibt es hierfür festgelegte Begriffe:
Begriff
Beispiel aus deinen Notizen
Nafs (نَفْس)
selbst
Jā’a Zaydun nafsuhu (Zaid selbst kam).
'Ayn (عَيْن)
höchstselbst
Ra’aytu al-amīra 'aynahu (Ich sah den Emir höchstselbst).
Kull (كُلّ)
ganz / alle
Jā’a al-qawmu kulluhumu (Die ganze Gemeinschaft ist gekommen).
Ajma’ (أَجْمَع)
allesamt
Jā’a al-qawmu ajma’ūn (Die Gemeinschaft ist allesamt gekommen).
Al Badal ist ein Wort, das den vorherigen Ausdruck ersetzt oder präziser macht und denselben grammatischen Fall übernimmt. (sowohl Ism als auch F’il)
Badal al-Kull min al-Kull (بَدَلُ الْكُلِّ مِنَ الْكُلِّ) – Vollständiger Ersatz
Das Ersatzwort ist identisch mit dem ersten Wort.
Beispiel: كتب اخك زيد (Kataba katibun Zaidun) „Der Schreiber Zaid schrieb”
Badal al-Baʿdh min al-Kull (بَدَلُ الْبَعْضِ مِنَ الْكُلِّ) – Teilweiser Ersatz
Das Ersatzwort beschreibt nur einen Teil des Ganzen.
Beispiel: كَتَبْتُ الكِتَابَ فَصْلَهُ الأَوَّلَ (Katabtu-l-kitāba faslahu-l-awwala) „Ich schrieb das Buch, sein erstes Kapitel.“
Badal al-Ishtimāl (بَدَلُ الاِشْتِمَالِ) – Ersatz einer Eigenschaft
Das Ersatzwort beschreibt ein Merkmal, einen Zustand oder Besitz, der mit dem ersten Wort in Beziehung steht.
Beispiel: Nafaʿanī Muhammadun jamāluhu نَفَعَنِي مُحَمَّدٌ جَمَالُهُ
(Muhammad, seine Schönheit erfreute mich).
Analyse: Schönheit ist eine Eigenschaft von Muhammad. Beide stehen im Rafʿ.
Badal al-Ghalat (بَدَلُ الْغَلَطِ) – Ersatz bei einem Versehen
Wird zur sofortigen Korrektur eines Versprechers genutzt.
Beispiel: Raʾaytu himāran farasan رَأَيْتُ حِمَارًا فَرَسًا
(Ich sah einen Esel... nein, ein Pferd).
Analyse: „Pferd“ korrigiert „Esel“. Beide behalten den gleichen Kasus (Nasb).
Ein Maf'ul bihi steht immer im Nasb
Beispiel: Dharaba Zaidun 'Amranضَرَبَ زَيْدٌ عَمْرً ا (Zaid schlug 'Amr). 'Amr ist das Objekt und erhält daher die Nasb-Endung
2 Arten
Sichtbar (Dhahir / ظَاهِر):
z.B. ضَرَبَ زَيْدٌ عَمْرًا
Verborgen/Pronomen (Mudhmar / مُضْمَر):
z.B. ضَرَبَهُ زَيْدٌ Ḍarabahu Zaydun (Zayd schlug ihn)
Pronomen-Typen
Muttasil (Angehängt / مُتَّصِل):Es klebt direkt am Verb.
Munfasil (Getrennt / مُنْفَصِل):
z.B. إِيَّاكَ نَعْبُدُ (Iyyāka na‘budu) - Dir Alleine Dienen wir.
Wörter, die mit Iyya- beginnen, sind typische getrennte Objekt-Pronomen.
und es gibt 3 arten: damir muttasil (z.B. kitabuhu), damir munfasil (iyyaka na budu) und damir mustatir (z.B. kataba) -> sitr bedecken
Definition & Beispiel
Zwei Formen & Beispiele
Das reine Verb an sich, ohne Zeit. bzw. die reine Handlung an sich (also Ism im Nasb)
Beispiel:
كَتَبَ Kataba —> كِتَابَةٌ (Das Schreiben / Masdar).
ضَرَبْتُهُ Dharaba —> ضَرْبًا Dharban (Das Schlagen)
Lafdhī (لَفْظِيٌّ)
z.B. : Dharabtuhu Dharban ضَرَبْتُهُ ضَرْبًا (Ich habe ihn wirklich getötet)
Ma’nawī (مَعْنَوِيٌّ)
Hier stimmen das Verb und das Masdar in der Bedeutung überein, aber sind nicht gleich.
z.B. ضَرَبْتُهُ شَدِيدًا Dharabtuhu Shadiidan (Ich schlug ihn stark)
10 Aufzählen: Dharf az-Zamān (Zeitadverbien / ظَرْفُ الزَّمَان)
10 Aufzählen: Dharf al-Makān (Ortsadverbien / ظَرْفُ الْمَكَان)
Ein Wort, das den Ort oder die Zeit angibt. Ort und Zeit lassen sich nicht drinnen, automatisch fi mit drinnen: also was danach ist automatisch im Jarr.
Steht selbst immer im Nasb
Es beschreibt den Zeitpunkt oder den Zeitraum einer Handlung. (Endung meist -an):
يَوْمًا (Yawman) – Einen Tag lang / Eines Tages
لَيْلَةً (Laylatan) – Eine Nacht lang
غُدْوَةً (Ghudwatan) – Am frühen Morgen
بُكْرَةً (Bukratan) – Früh
غَدًا (Ghadan) – Morgen
حِينًا (Hīnan) – Für eine Weile / Eine Zeit lang
أَبَدًا (Abadan) – Für immer / niemals
أَمَدًا (Amadan) – Für eine Zeitspanne
صَبَاحًا (Sabāḥan) – Morgens
مَسَاءً (Masā’an) – Abends
أَمَامَ (Amāma) – Vor / Gegenüber
قُدَّامَ (Quddāma) – Vorn / Davor
خَلْفَ (Khalfa) – Hinter
وَرَاءَ (Warā’a) – Dahinter / Rückwärts
فَوْقَ (Fawqa) – Über / Oberhalb
تَحْتَ (Taḥta) – Unter / Unterhalb
عِنْدَ (‘Inda) – Bei
مَعَ (Ma‘a) – Mit / Begleitend
هُنَا (Hunā) – Hier
ثَمَّ (Thamma) – Dort
Der حال ist ein Ism nakira (unbestimmt)
immer zwingend im Nasb
Beschreibt Zustand einer Sache beschreibt, während die Handlung geschieht.
Satz ist auch ohne حال vollständig, liefert nur zusatzinfos
Normalerweise muss das Bezugswort Ṣāḥib al-Ḥāl bestimmt sein. Ein Verb (فِعْل) am Satzanfang ermöglicht jedoch einen Ḥāl nach einem unbestimmten Nomen (نَكِرَة), da die Handlung den Kontext konkretisiert.
In der Grammatik nennt man das Takhṣīṣ. Das unbestimmte Nomen wird durch das vorangestellte Verb so weit spezifiziert, dass es „stark genug“ ist, um einen Ḥāl zu tragen.
Beispiel: Jā’a Zaydun dāḥikan (جَاءَ زَيْدٌ ضَاحِكًا) „Zayd kam lachend.“
جَاءَ (F’il), زَيْدٌ(Fā‘il), ضَاحِكًا (Hāl).
لتَّمْيِيز ist ein Nomen im Nasb (Akkusativ), das dazu dient, eine unklare Bedeutung im Satz zu erläutern/präzisieren.
Tamyiiz ist immer Nakira
Beispiel: Ishtaraytu ʿashrīna kitāban (Ich kaufte zwanzig Bücher)
Arten des لتَّمْيِيز
Tamyīz an-Nisba wal-Maʿnā (Beziehung & Bedeutung) َمْيِيزُ النِّسْبَةِ وَالْمَعْنَى
z.B. : هَذَا كِتَابٌ عِلْمِيٌّ. Hāḏā kitābun ‘ilmiyyun Dies ist ein wissenschaftliches Buch
Tamyīz adh-Dhāt wal-Kimiyya (Mengen & Substanzen)
َمْيِيزُ الذَّاتِ وَالْكَمِّيَّةِ
Die 3 Bestanteile
Die Partikel
Satzteile
Man nimmt eine oder mehrere Personen/Dinge aus einer allgemeinen Aussage heraus.
z.B. Jaa´a al Qawmu illa Zaydan جَاءَ الْقَوْمُ إِلَّا زَيْدًا→ Das Volk kam, außer Zayd
Al-Mustathnā minhu (لْمُسْتَثْنَى مِنْهُ): Die Gesamtheit (das, woraus ausgeschlossen wird).
Adāt al-Istithnā (أَدَاةُ الِاسْتِثْنَاءِ): Das Ausnahmepartikel (z. B. illā).
Al-Mustathnā (اَلْمُسْتَثْنَى): Die Ausnahme selbst (das Wort nach dem Partikel).
Hauptpartikel: إِلَّا = außer
Weitere Partikel
Ghayr غَيْر & Siwā سِوَى
= „außer” , „andere als”
dienen als Ism: Sie + was danach kommt im Jarr (Mudaf Ilayh)
Vereinfacht gesagt Siwa und Ghayr bedeuten das Gleiche.
Khalā خَلَا,
Kann als F’ill oder Harf Jarr auftreten
Steht im Nasb oder Jarr, je nach grammatischer Sicht
Wenn F’il —> nachfolgendes Wort im Nasb
Wenn Harf Jarr —-> nachfolgendes Wort im Jarr
'Adā عَدَا, Hashā حَاشَا
„außer”
Defintion, Beispiel, Was erzeugt es?
5 Bedinungen für Wirksamkeit
2 Sonderregeln
z.B. لَا رَجُلَ فِي الدَّارِ Lā rajula fī ad-dāri „Es gibt absolut keinen einzigen Mann...”
Erzeugt ein Fa’il (Ism) im Nasb, nakira (unbestimmt)
Damit Lā das Nomen in den Nasb setzt, müssen diese Regeln erfüllt sein:
Es steht vor einem Ism (Nomen), nicht vor einem Fi’l (Verb)
Dieser Ism ist unbestimmmt (Nakira)
Dieser Ism steht im Nasb
Kein Tanwin auf dem Ism
Zwischen لَا und dem Ism darf nichts trennendes stehen
Wenn لَا und dem Ism eine Trennung entsteht
—> لَا muss wiederholt werden
das erste لَا ist kein A’mil ( keine grammatikalische Wirkung) —> unwirksam „الْمُهْمَلُ”(muhmal)
das zweite لَا —> wirksam „A’mil” عَامِلٌ
Wenn لَا mehrfach hintereinander widerholt wird
—> kann sowohl als عَامِلٌ als auch الْمُهْمَلُ gesehen werden
könnte als vollständige oder nur leichte Negation gemeint sein
wenn leichte Verneinung: Stehen die Ism im Raf, weil das Urzustand ist, somit hat kein Amil auf sie gewirtk und La ist الْمُهْمَلُ
wenn vollständige Negation: Stehen die Ism im Nasb, hier hat ein Amil gewirkt, also wirksam
Liste der Anredepartikel
Die 5 Arten und ihre Regeln
Yā (يا): nahe oder ferne Person oder bei Allah (swt)
Ayā (أيا) & Hayā (هيا): bei Personen die weeeit entfernt sind
A (أ - das Hamza): Ein kurzes “A” vor dem Namen (z.B. “A-Zaydu) nur bei Personen, die seeeehr nah sind
Ay (أي): ähnliche wie Hamza - sehr nahe Leute
Wā (وا) Al-Nudba (النُّدْبَة) : Spezieller Harf. Klage oder schmerzende Anrede „Wā Laylā” وَا لَيْلَى - „Oh, (wehe) Layla!”
Nr.
Art des Munādā
Grammatische Regel
Beispiel
1
Al-Mufrad al-'Alam (Eigenname)
Baut auf Damma (ohne Tanwīn)
Yā Zaydu (يا زَيْدُ)
2
An-Nakira al-Maqsūda (Gezielte unbestimmte Anrede)
Yā Shaykhu (يا شَيْخُ)
3
An-Nakira ghayr al-Maqsūda (Allgemeine Anrede)
Steht im Nasb (Akkusativ)
Yā rajulan (يا رَجُلاً)
4
Al-Mudāf (Genitivverbindung)
Steht im Nasb & Jarr beim Mudaf Ilayh
Yā 'Abdallāhi (يا عَبْدَ اللهِ)
5
Al-Mushabbah bi-l-Mudāf (Ähnlich wie Mudāf)
Yā Tāliban 'ilman (يا طالِباً عِلْماً)
Die 4 Bedinungen
Das Maf‘ūl lahu ist ein Nomen (Ism) im Zustand des Nasb (Akkusativ), das im Satz erscheint, um den Grund oder die Ursache für die Handlung des Verbs zu erklären.
Qumtu ijlālan li-hadhā al-habri (قُمْتُ إِجْلَالاً لِهَذَا الْحَبْرِ)
Übersetzung: „Ich stand auf aus Respekt für diesen Gelehrten.“
Analyse: Warum stand ich auf? → ijlālan (im Nasb).
Es muss ein Ism sein: Ein Verb (Fi'l) kann kein Maf'ul lahu sein.
Innerer Beweggrund: Es drückt oft Gefühle oder Herzensangelegenheiten aus (Respekt, Furcht, Liebe, Streben), kein rein physisches Ziel.
Kasus: Es muss zwingend im Nasb stehen.
Sinnhafte Beziehung: Es muss eine direkte logische Verbindung zwischen der Handlung (Verb) und dem Grund bestehen.
Das Nomen, das nach و (und) steht
—> im Nasb
Das و drückt die Begleitung aus, es soll nicht nur eine Aufzählung sein
جَاءَ الْأَمِيرُ وَالْجَيْشَ
DMG: Jā’a al-amīru wa-l-jaysha
Deutsch: Der Anführer kam zusammen mit der Armee.
Zusatz:
Das Werkzeug: Wāw al-Maʿiyya (وَاوُ الْمَعِيَّةِ). —> Gleichzeitigkeit
Das Ergebnis: Mafʿūl Maʿahu (الْمَفْعُولُ مَعَهُ)
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