Formen und Modifikationen psychodynamischer Therapie
Tiefenpsychologische Ablauf
Beeindigungsphase
o Konsolidierung
o Ablösung
o Aufdeckende Intervention
Hauptphase
- (16-40)
o Struktur vs Konflikt
· Aktive Koregulation ?
§ Struktur Patientinnen sind weniger Belastbar (nicht überfordern)
§ Konflikt Patientinnen sind belastbarer (nicht unterfordern)
o Verstandenes flexiblerer umgang mit Erleben/Beziegungsgestaltung
§ Andere Sichtweisen
§ Strukturelle Integration (durch Klarifikation, Konfrontation Deutung)
§ Gesündere Konfliktbearbeitung
- Einleitungsphase
- 1-15)
o Arbeitsbündnis etablieren
o Konflikt und Strukturbedingte Einflussfaktoren herausarbeiten
o Übertragungen und Widerstand beachten aber nicht vertiefen
§ Fokus Verstehen und Einsichtnahme (ggf Klarifikation u Einleiten von Konfrontation)
Probatorische Phase
o Indikation,
o Motivation u psychische Fähigkeiten Introspektion, Toleranz für Beziehung u Einsicht in bisher unzugängliches)
o Hypothesen biographischer Grundkonflikt u Auslösende Faktoren Aktualkonflikt
o Passung
o Aufklärung Verfahren und Alternativen
o Setting, Frequenz
Psychoanalyse Ablauf
Einleitungsphase
- (30 bis 50 Stunden umfang)
o Sukzessive Erhöhung der Frequenz und Wechsel Couch -> Sessel
o Etablierung therapeutisches Arbeitsbündnis
o Bearbeitung Behandlungswiderstände
o Von der Oberfläche (Hemmungen der therapeutischen Arbeit) in die Tiefe („genetisch“ /biographische Konflikte) deuten
o Vertiefung von Übertragungsprozessen -> Förderung der Regression
psychoanalyse Ablauf
- (50-250)
o Durcharbeiten der Übertragung-Gegenübertragungs-Beziehung durch Deutung (basierend auf szenisch-verstehende Reflexion)
§ Ziel neue Einfälle/Perspektivwechsel
Beendigungsphase
- (250-300)
o Loslösung von der Beziehung von Couch zum Sessel
o Hilfs-Ich-Funktionen müssen internalisiert worden sein
o Konsolidierung der Entwicklung
o Anerkennen der Grenzen der Veränderung durch Therapie
Wirksamkeit
- Kurzzeittherapie international (unter 40 Sitzungen) = entspricht in DE am ehesten TP
Summary:
o Bewirkt Veränderungen aber keine Überlegenheit über andere Verfahren
§ Methode: 33 RCTs mit Patienten mit Depression, Angst,Somatoform (oft mit Persönlichkeitsproblemen/Störungen) -> wachsende Zahl an RCTs
§ Cave Einschränkungen: wenig Studien und Effekte über 1.0 nur in zwei Studien bezogen auf somatoforme Störungen
o Effekte bei Kindern Kleiner und im Vergleich zu anderen Verfahren sogar schwächer ( obwohl TP in Praxis häufiger angewandt)
Metaanalysen von effektstärken (Allgemein)
§ Prä-Post 1.1-1.3
§ Vergleich zu unbehandelt: 0.7-1.17
§ Vergleich zu anderer Behandlung -0.04 – 0.3
· Teilweise höhere Effektgrößen im Langzeitfollow up -> anhaltende Wirkung ( aber auch bei anderen Therapien)
- Kurzzeittherapie international (unter 40 Sitzungen)
Störungsspezifische Effektstärken
· Generelle Symptome 0.71
· Somatische Symptome: 0.63
· Angstwerte: 0.64
· Depressive Symptome: 0.5
· Soziale Anpassung: 0.51
§ Leitlinien Empfehlungen für Spezifische Störungen (AWMF u NICE)
· Alles außer Depression und Borderline eigentlich nur wenn KVT nicht wirksam
· Bei Borderline spezifisch Mentalisierungsbasierte Therapie
Wiksamkeit -
Langzeittherapie = über 40 Sitzungen (entspricht i Deutschland Psychoanalyse)
o Summary: besser als keine Psychotherapie aber keine überlegenheit
§ 11 Kontrollierte Studien (Quasi Experiment) mit Patienten klar definierter Störungen
o Effektstärken (Hedges g) :
§ Genesung (i vergleich zu anderen Therapien): 0 -0.04
§ Veränderung krankheits/lebensbezogene Variablen: 0.33 (nicht signifikant)
- Zusammenfassung psychodynamik Wirksamkeit:
o Überzeugende Hinweise für fokussierte Kurzzeittherapien bei Erwachsenen mit bestimmten Störungsbildern ( Dep,Ang,Ess,Subst,Som,Pers)
o Hinweise auf Wirkung von Langzeitpsychoanalyse ggü keiner Therapie
o Zunahme der Effektstärken nach Therapie (allerdings auch bei anderen Verfahren tlw stärker)
o Für viele Störungsbilder im Kiju Alter fehlen Belege
§ Stellungnahme des WB nur bezogen auf Erwachsene
Last changed5 days ago