Fertigkeitentraining
- Definition. U Relevante Fertigkeiten bei psych Störungen
o Erlernte/erworbene Anteile des Verhaltens durch Üben oder Erfahrung verbessert und verändert
o Relevant:
- Grundannahmen
o Basis = unterschiedl.Lernmechanismen
§ Modelllernen (Therapeut=Modell)
§ Stellvertretendes Lernen (Beobachten andere Teilnehmer)
§ Operantes Lernen
§ Shaping
o Positive Rückmeldung Selbstwirksamkeit
o Spezifische Wirkfaktoren bei Gruppen (Unterstützung, feedback ect.)
- Soziale Kompetenztrainings
o Definition soz.Komp: Kompromisse zwischen sozialer Anpassung und individuellen Bedürfnissen
§ Ua Entwicklung con Selbstsicherheit (Verhalten Gewohnheit Persönlichkeit)
o Gruppentraining (Einführung+7Sitzungen)
§ Progressive Muskelentspannung (Angst)
§ Positive vs negative Selbstverbalisation
§ Unterscheidung: sozial sicher-unsicher-aggressiv
§ Verhalten in unterschiedlichen situationen
· Recht Durchsetzen (R-Typ), Beziehung gestalten/Gefühle äußern (B-Typ), Sympathie Erwerben (S-Typ)
- Entspannungsverfahren
Beispielverfahren
Entspannungsverfahren
Ziele
§ Selbstkontrolle im Umgang mit körperlichen Belastungsreaktionen
· Sowohl Fertigkeiten zur kontrolle als auch kognitive Kontrollüberzeugung
§ Sensitivierung für körperliche Vorgänge (Induktion u Fokussierung)
§ Verstärkung/Induktion imaginative Prozesse
§ Emotionsregulation
o Progressive Muskelentspannung (PME)
§ Jacobson 1938
§ Lang und Kurzversion (Alle 16 Muskeln einzeln vs Muskelgruppen
· 2x täglich
§ Wirksamkeit: (Am besten erforschtes Entspannungsding)
· Stress/Anspannungsreduktion
· Chronische Schmerzen
· Generalisierte Angststörung
· Bluthochdruck
· Schlafstörung
· Psychosomatische Beschwerden
Biofeedback gestütztes Training
Grundprinzip+Korrelate
§ Grundprinzip: körperliche Signale die Ungenau/-bewusst wahrgenommen werden wahrnehmbar machen und gezielt beeinflussen
§ Störungskorrelate
· Muskelspannungen (Spannungskopfschmerz)
· Ateriendurchmesser der Schläfenaterie ( Migräne)
· Hautleitfähigkeit (allg. Entspannung)
· Neuronale Aktivierung ( zns Entspannung bei ADHS/CFS/Epilepsie)
· Hauttemperatur (M.Raynaud)
· Blutdruck (Hypertonie)
· Herzrate (Tachykardien/Panikstörung)
· Atmungsfrequenz/Tiefe( Hyperventilation/Panik/Schmerz/Asthma)
· Beckenbodenmuskeln (Inkontinenz)
· Analspinktermessung(Obstipation/stuhlinkontinenz/enzündungen Darm)
o Biofeedback gestütztes Training
Ablauf
· Identifikation Zielparameter
· Eingangsmessung (Multikanal Messung Erregungsmuster), spielerische Einflussübung
· Trainingssitzung
o Baseline
o Transfer aus letzter Sitzung (ohne feedback)
o Training (mit feedback)
o Generalisierungsübung (ohne feedback)
· Kombination mit anderen Interventionen
· Abschluss/Selbsttraining/Booster
Wirkfaktoren
Exposition
- Definition
o Im Rahmen Gesamtkonzept einer Therapie Patient*innen gefürchteten Reizen aussetzen
§ Reduktion der emotionalen Reaktion
- Wirksamkeit (1.Wahl, Wirksam, Hinweis auf Wirksam)
o Immer bei dysfunktionalen starken negativen gefühlen
Formale Einteilung
Inhaltliche einteilung
o Exposition in vivo
o Iterozeptive Exposition (Auslösen Körpersymptome)
§ Nachfragen vor während und nach dem Auslösen der Situation
§ Zwischendurch Wahrnehmungslenkung als fester Bestandteil (ithink?)
o Cue exposure (Cravings auslösen)
o Spiegelexposition/Figurexpo (Körperteile detailliert betrachten)
o Sorgenexposition
Durchführung
o Diagnostische Phase (Funktionale Bedingungsanalyse, medizinische Kontraindi)
o Kognitive Vorbereitung (Keine Exposition ohne explizites Einverständnis)
§ Psychoedukation (Störung, individuelles Modell Entstehung, Aufrechterhaltung, Funktion, Angstabläufe)
§ Ableitung Therapierational
o Intensivphase der Reizkonfrontation
§ Aussetzen, bis Gefühl von allein nachlässt
§ kein Sicherheitsverhalten „Nichts tun um Gefühl zu beeinflussen, reduzieren“
· Allerdings gibt es „Ausnahmen“:
o Expo in vivo: Lippenbremse, Gefühlsaktzeptanzsatz bei Extremer Anspannung (muss aber auch wieder Aufgehört werden)
o Iterozeptiv: Wahrnehmungslenkung auf Umgebung
§ Oft und in verschiedenen Kontexten
§ Wenn neutralisierendes Verhalten(Insbes Zwangsstörung) Reaktionsverhinderung
o Selbstkontrollphase
- Besonderheit Blut/Spritzen-Phobie
o Bei Ohnmachtsneigung expo alleine nicht so wirksam applied tension (angewandte anspannung)
§ Patientinnen lernen durch Muskelanspannung eigenen Blutdruck zu regulieren und eine Ohnmacht so zu vermeiden
o Tension only sogar besser als expo alleine
- Annahmen Wirkweise Expo
o Lerntheoretisch: Löschung(Wegfall aufrechterhaltende Bedingung C-)
o Physiologisch: Habituation (Nachlassen der biologischen reaktion)
o Kognitiv: Neuattribution
o Restrukturierung des Furchtgedächtnisses (Emotional Processing Theory)
o (Emotional Processing Theory)
§ Fehlorganisation des Gedächtnisses Angststörung
§ Furchtstruktur inhalte
· Informationen zu gefürchtetem Reiz
· Information zu Reaktion (Verbal, physiologisch,motorisch) auf Reiz
· Interpretation zur Bedeutung Reiz
§ Erfolgreiche Expo:
· Aktivierung Furchtstruktur (Pat hat Angst)
· Verfügbarkeit korrigierender Erfahrung
o Erleben dass Keine Katastrophe und alleiniges nachlassen der Angst sowohohl within als auch between sessions
· Emotionale Verarbeitung der korrigierenden Erfahrung
o Nachlassen darf nicht auf Faktor kompatibel mit Angststruktur attribuiert werden
- Problem Sicherheitsverhalten
o Definition: Alle Verhaltensweisen die dem Verhindern einer befürchteten Katastrophe dienen/pathologische Angst reduzieren
o Cognitive vs Behavioral
o Preventative vs Restorative
o Verhindert Angstanstieg und adäquate Verabeitung korrigierender Infos (Fehlattribution, Aufmerksamkeit darauf fehlende kognitive Kapazität zur Verarbeitung)
Expo Wirksamkeit bei
Spezifischer Phobie
o Panikstörung mit/ohne Agora (plus Depression und Lebensqualität ect)
§ d= 0.78
§ Verbesserung der Wirkung wenn Hausaufgaben + Alltagstransfer
§ Hier die Behandlung mit höchsten Effektstärken
§ Keine Verschlechterung durch Expo (bei sachgemäßer anwendung)
Alkohol
§ Häufigkeit vor Konsum g= 0.30
§ Rückfall Odds Ratio =-0.58
PTBS
§ Ggü Warteliste g= 1.52, ggü TAU g= 1.25
§ Andere Verfahren g= 0.3
§ Langfristig stabil und besser als Medis
Esstörung/Körperschemastörung
§ Spiegelexpo: vielversprechend aber fehlende Forschung
§ Lebensmittel: Gute Effekte
§ Purging: weniger überzeugend, wenig gute RCTs
Zwang
§ Ggü „Kontrollbedingung“ g=.74
§ Ggü Medis g=.36
- Vorbehalte Expo:
o Oft eher von Thera-Seite
o Expo wird von Patient*innen häufig als Erfolgsversprechenstes gesehen und hat keine höheren Dropout Raten.
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