Obermiller, C., Spangenberg, E. R., & MacLachlan, D. L. (2005). Ad skepticism. The consequences of disbelief.
Diese Studie ist innerhalb deines Werbereaktanz-Blocks extrem wichtig, weil sie einen Schritt weiter geht als die vorherigen Arbeiten.
Frühere Studien im Thema haben gefragt:
Wann wird Werbung als intrusive erlebt? (Edwards)
Wie erkennen Konsumenten Persuasion? (PKM)
Wann tritt Reactance auf oder nicht? (Boomerang Study)
Diese Studie fragt stattdessen:
Was passiert eigentlich, wenn Konsumenten Werbung grundsätzlich nicht glauben?
Das zentrale Konzept ist:
= stabile Tendenz, Werbeaussagen zu misstrauen.
Das ist keine kurzfristige Reaktion auf eine bestimmte Werbung.
➡ Es ist eine Disposition, also eine relativ stabile Konsumenteneigenschaft.
Hier passiert ein Perspektivwechsel:
Die Autoren sagen:
Viele Reaktionen auf Werbung entstehen nicht durch einzelne Ads,
sondern durch eine vorgelagerte Grundhaltung.
Das bedeutet:
Manche Konsumenten sind skeptisch, bevor sie überhaupt eine Werbung sehen.
Das verbindet sich direkt mit:
Persuasion Knowledge Model (PKM)
Coping gegen Persuasion
Werbewiderstand.
Wenn jemand stark skeptisch ist, dann:
glaubt er Werbung weniger
verarbeitet sie weniger intensiv
vermeidet sie eher
nutzt andere Informationsquellen.
Skepsis wirkt also wie ein Filter vor der Werbung.
Ad Skepticism beeinflusst:
Aufmerksamkeit
Verarbeitung
Ad Attitudes
Brand Responses
Kaufverhalten.
Nicht Werbung → Skepsis, sondern Skepsis → Werbereaktionen.
Die Autoren führen 3 Studien durch:
→ direkte Reaktionen auf Ads (Believability, Likeability)
→ Informations- vs emotionale Appeals
→ Verhaltensreaktionen (Avoidance, Informationsquellen)
Hohe Skepsis führt zu:
geringerer Wirkung informativer Werbung
emotional appeals funktionieren relativ besser.
Das ist extrem prüfungsrelevant, weil es kontraintuitiv ist.
Prüfer fragen sehr oft:
Was ist Ad Skepticism genau?
Unterschied zu Cynicism?
Warum funktionieren emotionale Appeals besser?
Verbindung zum PKM?
Konsequenzen für Werbegestaltung?
Ad Skepticism beschreibt eine stabile Disposition, Werbeaussagen zu misstrauen, die systematisch Aufmerksamkeit, Verarbeitung und Wirkung von Werbung beeinflusst.
Was ist Ad Skepticism?
Die generelle Tendenz, Informationsaussagen in Werbung nicht zu glauben. Es ist eine stabile Konsumentendisposition, nicht eine kurzfristige Reaktion.
Wie hängt Ad Skepticism mit dem Persuasion Knowledge Model zusammen?
Skepsis ist eine Coping-Strategie: Konsumenten discounten Werbung, wenn sie persuasive Absichten erkennen.
Was untersuchen die Autoren?
Welche konkreten Konsequenzen Skepsis für Werbereaktionen, Informationsverarbeitung und Verhalten hat.
Was wurde in Study 1 untersucht?
140 Studierende
13 Printanzeigen
Messung von:
Likeability
Believability
Influence
Wahrgenommene Unwahrheit.
a. Welche Hauptergebnisse zeigte Study 1?
b. Welche Rolle spielte Produktinvolvement (Product Category Involvement)?
a. Höhere Skepsis →
Ads weniger liked
weniger glaubwürdig
weniger beeinflusst
mehr Claims als falsch bewertet.
b. Hohe Involvierung kann negative Effekte von Skepsis abschwächen — Skeptiker reagieren positiver, wenn Produkt relevant ist.
a. Was testete Study 2?
b. Was zeigte Study 2?
a. Ob Skepsis unterschiedlich auf informative vs emotionale Werbeappelle wirkt.
b.
Hohe Skeptiker reagieren negativ auf informative Werbung.
Emotionale Appeals funktionieren relativ besser: Skeptiker reagieren besser auf emotionale Appeals, da emotionale Appeals die kritische Prüfung von Informationsclaims umgehen.
a. Was wurde in Study 3 untersucht?
b. Ergebnisse: Welche behavioral consequences wurden gefunden?
a. Verhaltenskonsequenzen von Skepsis (Ad Avoidance, Informationssuche, Kaufverhalten).
mehr Zapping/Zipping
weniger Aufmerksamkeit für Werbung
weniger Kaufentscheidungen aufgrund von Ads
stärkere Überprüfung von Claims.
Warum ist diese Unterscheidung wichtig?
Skeptiker lehnen nicht alle Werbestile ab; sie sind nicht generell zynisch, sondern primär misstrauisch gegenüber Informationsclaims.
a. Was ist der Hauptbeitrag der Studie?
b. Was ist die zentrale Erkenntnis dieser Studie?
a. Ad Skepticism wird als stabile Moderatorvariable etabliert, die erklärt, warum Werbung unterschiedlich wirkt.
b. Werbewirkung hängt stark davon ab, ob Konsumenten Werbung grundsätzlich glauben — Skepsis wirkt als vorgelagerter Filter der Persuasion.
Was bedeutet das für Werbetreibende?
Informationsbasierte Claims funktionieren schlecht bei Skeptikern.
Emotionale Appeals können Widerstand umgehen.
Warum ist die Studie Teil des Werbereaktanz-Themas?
Skepsis ist eine Form kognitiven Widerstands gegen Persuasion und reduziert Werbewirkung bereits vor der Verarbeitung.
Nein — Skepsis ist Disposition, Reactance situativ.
Falsch — emotionale Appeals funktionieren besser.
Nein — Produktrelevanz kann Effekte abschwächen.
Last changeda day ago