Drei Verschieden Entwicklungsbereiche
Reifung = genetisch gesteuert, kann nicht beeinflusst werden ( Angeboren, biologische Entwicklungsschritte z.B. Wachsen des Körpers, Reifung des Nervensystems )
Erziehung = direkt und indirekt Beeinflussung mit dem Ziel der langfristigen Verhaltensäderung ( Bezugspersonen z.B. Eltern, Lehrkräfte )
Lernen = ein Prozess, der durch Erfahrung und Übung beeinflusst wird und ein neues, dauerhaftes Verhalten zur Folge hat
Persönlichkeit
Persönlichkeit ist die Gesamtheit der individuellen Denk- Fühl- und Verhaltensmuster, die ein Mensch kennzeichnen und von anderen unterscheiden- und das relativ stabil über die Zeit. Die Persönlichkeit macht uns zum Individuum
Was macht die Persönlichkeit eines Menschen aus ?
Körper ( Sport, Ernährung - Einflüsse )
Seele ( Gefühle wie beispielsweise Optimismus, Freude, Vertauen, Angst )
Verstand ( Kenntnisse- Fähigkeiten und Fertigkeiten )
Sozialisation
Sozialisation ist der Prozess, bei dem ein Mensch lernt, sich an die Werte, Normen und Regeln seiner Umwelt anzupassen und sie zu verinnerlichen. Es geht darum, in die Gesellschaft hineinzuwachsen und angemessenes Verhalten zu erlernen.
Primäre Sozialisation
Die primäre Sozialisation findet in der frühen Kindheit statt und zwar vor allem in der Familie oder durch enge Bezugspersonen.
Sekundäre Sozialisation
Sekundärsozialisation : Schule, Freundeskreis, Medien- Werte und Rolenverhalten werden erweitert
Gruppenzwang, Ausgrenzung oder Mobbing
Leistungsdruck in der Schule oder im sozialen Umfeld
Tertiärsozialisation
Beruflicher Alltag, Betrieb, Gesellschaft- Anpassung an die Arbeitswelt
Schwierige Integration in ein neues Team oder Unternehmen
Identitätsunsicherheit bei beruflichen Rollenwechseln
Warum ist dieses theoretische Wissen für den Arbeitsalltag des Industriemeisters ?
Individuelle Stärken und Schwächen besser einschätzen
Führungsstile situationsgerecht anpassen
Motivationen gezielter ansprechen
Konflikte frühzeitig erkennen und konstruktiv lösen
Sowie Mitarbeitende in ihrer Entwicklung effektiv fördern
Welche Sozialisationsphase beeinflusst das Verhalten im Betrieb besonders- und woran erkennt man das ?
Die tertiäre Sozialisation, weil sie das Verhalten in der Arbeitswelt prägt- z.B. Umgang mit Autorität, Teamfährigkeit, Verantwortungsübernahme. Erkennbar wird das etwa daran, wie Mitarbeitende mit Feedback umgehen oder ob sie sich in Hierarchien zurechtfinden
Vererbungstheorie
Die Anlagen- Theorie geht davon aus, dass unsere Entwicklung und Perönlcihkeit hauptsächlich durch genetische Faktoren bestimmt wird- also durch das, was wir “mitbringen”, wie etwa
Intelligenz
Temperament
Talent
Milieu- Theorie
Die Milieu- Theorie betont die Bedeutung der Umwelt und Lebensbedingungen für die Entwicklung eines Menschen. Das Milieu umfasst:
soziale Schicht ( z.B. Arbeiter- oder Akademikerhaushalt )
Bildungschancen
Kulturelle Einflüsse
Emotionale Atmosphäre im Elternhaus
Wechselwirkungsmodell
Anlagen geben das Potenzial vor- die Umwelt entscheidet, ob und wie es sich entfaltet.
Einflüsse auf die Persönlichkeitsentwicklung
Entwicklungsfördernde Einflüsse = Stärken Selbstvertrauen, Lernbereitschaft
Entwicklungshemmende Einflüsse = behindern Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung
Phase des Lernens und Sozialverhaltens
Automatisierung
Regelmäßige Wiederholung so oft eingebübt wurden, dass sie schnell, fehlerfrei und ohne bewusste Steuerung ablaufen
Vorteil : spart Zeit und Energie, reduziert Fehlerquellen, erhöht die Prozesssicherheit
Phasen des Lernens und Sozialverhaltens
Habitualisierung
Habitualisierung bedeutet: Arbeitsverhalten wird zur stabilen Gewohnheit, z.B. sorgfältiges Arbeiten, Sicherheitskleidung anlegen, regelmäßige Pause einhalten.
schafft Routine und Verlässlichkeit
Fördert Qualität und Arbeitsdisziplin
Stabilisiert das Verhalten auch unter Stress
Einflüsse des Industriemeisters
Der Industriemeister ist nicht nur ANleiter, sondern auch Prägestempel für das Betriebsklima. Seine Haltung wirkt sich unmittelbar auf Motivation, Loyalität, Lernbereitschaft und Sozialverhaltens aus.
Gruppe Jugendliche
Jugendliche befinden sich in einem Entwicklungsprozess
Meister tragen zur Persönlichkeitsentwicklung bei
Relevante gesetzliche Grundlagen
Jugenarbeitsschutzgesetz
BBiG = Berufsbildungsgesetz ( für Ausbildung )
AGG = Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ( Gleichbehandlung- Diskrimierung )
SGB IX = Sozialgesetzbuch Neuntes Buch ( Integration von Menschen mit Behinderung )
Männer Frauen
AGG ( Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz )
MuSchG ( Mutterschutzgesetz ) Mutterschutzfrist = 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt bei Früh- oder Mehrlingsgeburt 12 Wochen
BEEG ( Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) = Elternzeit bis zu 3 Jahre pro Kind, auch für Väter.
Ältere Mitarbeiter
ältere Mitarbeiter langfristig zu fördern =
Teilzeitmodelle
Schrittweise Übergänge in den Ruhestand
Einbindung in strategische Projekte
alters gerechte Schulungen
Ergonomische Arbeitsbedingungen
Flexible Pausenregelungen
Ausländische Mitarbeiter
Bei Menschen mit Migrationshintergrund ist diese Entwicklung oft durch Migrationserfahrungen, Verlust, Neuanfang und kulturelle Umbrüche
Sprachbarrieren
Kulturelle Unterschiede
Diskriminierungserfahrung
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