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Biopsychologische Aspekte der Motivation

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by nils R.

Grenzen Sie die homöostatische Motivation von der nicht-homöstatischen Motivation ab.

Es werden homöostatische und nicht-homöostatische biogene Bedürfnisse unterschieden. Zu den homöostatischen Bedürfnissen werden zum Beispiel Hunger, Durst, Schlaf oder das Wärmebedürfnis gezählt und zu den nicht-homöostatischen Bedürfnissen Schmerz, Sexualität oder Neugier. Homöostatische Motivation resultiert aus internen Veränderungen beziehungsweise aus Abweichungen von optimalen physiologischen Bedingungen im Sinne eines Gleichgewichtzustands. Ungleichgewichtszustände motivieren den Organismus zu Aktivitäten, die den Gleichgewichtszustand wiederherstellen sollen. Ist der Gleichgewichtszustand erreicht, ist die Motivation nicht mehr vorhanden. Nicht-homöostatische Motivation resultiert dagegen aus externen Veränderungen der Umwelt und wird in der Regel auch durch diese befriedigt. Diese Motivation wird auch als stimulusinduzierte Motivation bezeichnet. Sie ist nicht auf die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts hin ausgerichtet, sondern findet ihr Ziel in erregenden oder entspannenden Befriedigungen. Beim Durst existiert neben offensichtlicher homöostatischer Motivation auch eine nicht-homöostatische Regulation. So modulieren bestimmte Qualitäten der Flüssigkeit das Trinkverhalten. Im Rahmen von Tierversuchen lässt sich zeigen, dass schmackhafte Lösungen mit Fruchtaroma die Flüssigkeitsaufnahme steigern, während aversive Lösungen, die Chinin oder Zitronensäure enthalten, die Flüssigkeitsaufnahme senken.


Umreißen Sie knapp die Phasen des sexuellen Reaktionszyklus und schätzen Sie die Bedeutung des Hormons Testosteron für die sexuelle Motivation des Mannes ein.

Masters und Johnson (1966) beschrieben folgende vier Phasen des sexuellen Reaktionszyklus:

1.               Erregungsphase

2.               Plateauphase

3.               Orgasmusphase

4.               Entspannungs- beziehungsweise Rückbildungsphase

Beim Mann spielt das Hormon Testosteron eine bedeutsame Rolle im Rahmen der sexuel-len Motivation, da Testosteron beim Mann notwendig für die sexuelle Erregung und die Ausführung des Geschlechtsaktes ist. Männer, die in einer längerfristigen Beziehung leben, haben einen geringeren Testosteronspiegel als solche, die gerade auf Partnersuche sind. Es zeigt sich, dass Männer einen höheren Testosteronspiegel aufweisen, wenn sie an einem T-Shirt rochen, das von einer Frau getragen wurde, die dieses in den Tagen um den Eisprung getragen hatten, als wenn das T-Shirt von Frauen stammte, die es an anderen Tagen getragen hatten. Bei Männern haben (durchaus übliche) Schwankungen des Testosteronspiegels keine Auswirkungen auf das sexuelle Verlangen. Fluktuationen im Testosteronspiegel entstehen in Abhängigkeit von sexuellen Stimuli in der Umwelt. So ist der Testosteronspiegel von Männern in Anwesenheit einer attraktiven Frau erhöht. Sexuelle Erregung kann also sowohl Ursache als auch Ergebnis eines erhöhten Testosteronspiegels sein.

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nils R.

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