Buffl

Wirkprinzipien von Sensoren

SC
by Sinan C.

Was ist ein Thermoelement? Wo ist dieses nützlich und wo kann es Probleme bereiten?

Ein Thermoelement (Thermopaar) besteht aus zwei unterschiedlichen Metallen oder Legierungen, die an einer Stelle miteinander verbunden sind (die Messstelle).

  1. Diese Messstelle wird auf die zu messende Temperatur gebracht.

  2. Die anderen Enden bilden die Referenzstelle (Kaltstelle).

  3. Besteht eine Temperaturdifferenz zwischen Messstelle und Referenzstelle, entsteht eine Thermospannung.

  4. Aus dieser Spannung kann man die Temperatur der Messstelle berechnen.

Nützlich:

Sehr großer Temperaturbereich

  • Von ca. −200 °C bis über +1800 °C (je nach Typ, z. B. K, J, S, B …)

Robust und einfach aufgebaut

  • Unempfindlich gegen Vibrationen, Schmutz, raue Umgebungen

  • Ideal für Industrie, Motoren, Öfen, Abgase, Turbinen, Schmelzöfen

Schnelle Reaktionszeit

  • Kleine Messstelle → schnelle Temperaturänderungen gut messbar

Keine externe Versorgung nötig

  • Erzeugt die Messspannung selbst (passiver Sensor)


Probleme:

Geringe Messspannung

  • Nur wenige µV bis mV pro Kelvin

  • → empfindlich gegen Störungen, braucht gute Verstärkung und saubere Elektronik

Kaltstellenproblematik (Referenzstelle)

  • Man misst nicht die absolute Temperatur, sondern die Temperaturdifferenz

  • → Die Temperatur der Anschlussstelle muss bekannt oder kompensiert werden (Kaltstellenkompensation)

Begrenzte Genauigkeit (im Vergleich zu z. B. Pt100)

  • Drift durch Alterung, Oxidation, Materialveränderung

  • Für hochpräzise Labormessungen oft nicht die erste Wahl

Nichtlinearität

  • Zusammenhang Spannung ↔ Temperatur ist nicht perfekt linear

  • → braucht Tabellen oder Kennlinienkorrektur


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Sinan C.

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