(Folie 6) Warum gelten interaktionelle Fertigkeitsdefizite als Risikofaktor für psychische Störungen?
• Belastungen im privaten oder beruflichen Kontext können durch interaktionelle Schwierigkeiten entstehen
• Defizite in emotionalen, sozialen und kommunikativen Fertigkeiten
→ Können zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen beitragen
(Folie 7) Was ist das zentrale Ziel von Kompetenztrainings?
• Verbesserung spezifischer Fertigkeiten (abhängig vom Trainingsprogramm)
• Aufbau funktionaler Verhaltensweisen
Details merken:
• Durch regelmäßiges Üben
• Durch Anwendung von Lernprinzipien
(Folie 7) Welche Wirkprinzipien sind für Kompetenztrainings zentral?
• Motivationssteigerung durch Teilerfolge
• Ressourcenorientierung statt Defizitorientierung
(Folie 7) Welche Beispiele für Kompetenztrainings werden genannt?
• Soziale Kompetenztrainings (SKT)
• Training emotionaler Kompetenzen (TEK)
• Kommunikationstrainings
• Stressbewältigungstrainings
• Problemlösetrainings
(Folie 8) Wie ist das Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK) aufgebaut?
• Halbstandardisiertes Programm
• 7 Sitzungen
• 8–10 Teilnehmende
Ziel: Förderung sozialer Kompetenzen
(Folie 8) Welche Methoden werden im GSK eingesetzt?
• Erklärungsmodell sozialkompetenten Verhaltens
• Diskriminationsübungen
• Rollenspiele
• Entspannungsübungen / Selbstinstruktionen
(Folie 9) Welche drei Typen von Rollenspielsituationen gibt es im GSK?
• Typ R – Recht durchsetzen
• Typ B – Beziehungen
• Typ S – Um Sympathie werben
(Folie 10) In welchen Bereichen werden Kompetenztrainings eingesetzt?
• Prävention (Risikominderung)
• Therapie (bei Kompetenzdefiziten)
• Rehabilitation (Rückfallprophylaxe)
(Folie 10) Wie ist die Wirksamkeit von TEK und GSK einzuschätzen?
• TEK: Effektiv in Risiko- und klinischen Populationen
• GSK: Wirksamkeitsnachweise bei
Depression
Partnerschaftsproblemen
Schizophrenie
(Folie 12) Welche drei Entwicklungsphasen der Verhaltenstherapie werden unterschieden?
Behaviorismus (seit 50er Jahre) → Klassische & operante Konditionierung
Kognitive Wende / Kognitiv-behaviorale Phase (seit 70er Jahre) → Kognitive Modelle → Soziale Lerntheorien
„Dritte Welle“ (seit 90er Jahre) → Integrative Ansätze → Emotionen & Achtsamkeit
(Folie 13) Was versteht man unter der „Dritten Welle“ der Verhaltenstherapie?
• Begriff geprägt von Steven Hayes (2004)
• Seit den 90er Jahren Erweiterung der VT um bisher vernachlässigte Aspekte
• Heterogene Sammlung von Verfahren
• Ergänzt die „klassische“ KVT
Beispiele (Folie):
• Schematherapie
• Dialektisch-Behaviorale Therapie
(Folie 14) Was haben die Neuentwicklungen der „Dritten Welle“ gemeinsam? (Teil 1)
• Verbesserung von Fertigkeiten
• Orientierung an klassischen KVT-Traditionen:
Wissenschaftliche Fundierung
Empirische Validierung
(Folie 14) Welche inhaltlichen Erweiterungen kennzeichnen die „Dritte Welle“? (Teil 2)
• Integration neuer Konzepte:
Achtsamkeit
Akzeptanz
Emotionen
Beziehung
• Orientierung u.a. an Konzepten der humanistischen Psychotherapie (z.B. Werte)
(Folie 14) Was ist der zentrale funktionale Perspektivwechsel der „Dritten Welle“?
• Fokus auf Veränderung der Funktion psychologischer Ereignisse
(nicht primär auf Veränderung der Inhalte)
Beispiel laut Folie:
→ Statt Denkinhalte zu verändern: Akzeptanz der Gedanken üben
(Folie 14) Wie wird Verhalten und inneres Erleben in der „Dritten Welle“ verbunden?
• Verbindung von Verhaltensänderung
mit
• Förderung von Akzeptanz gegenüber innerem Erleben
• Zusätzlich: stärkerer Fokus auf die therapeutische Beziehung
(Folie 16) Wie werden Emotionen definiert?
Nach Hamm (2012):
• Emotionen sind Reaktionsmuster auf auslösende Ereignisse
• Sie bereiten den Organismus darauf vor, möglichst effektiv in einem bestimmten Kontext zu handeln
→ Emotionen haben eine handlungsbezogene Funktion
(Folie 17) Welche zentralen Komponenten haben Emotionen?
Emotionen bestehen aus mehreren Komponenten:
• Ausdruck
• Subjektives Erleben
• Neurophysiologische Veränderungen
• Kognitive Bewertung/Bedeutung (nicht notwendigerweise bewusst)
• Motivation (Bedürfnisse/Ziele)
• Aufmerksamkeit
• Handlungstendenz
(Folie 17) Welche zwei übergeordneten Funktionen von Emotionen werden genannt?
• Handlungsvorbereitende Funktion
• Kommunikation von Gefühlszuständen
(Folie 19) Wie wird Emotionsregulation definiert?
Emotionsregulation ist die Fähigkeit:
• Emotionen zu tolerieren
• sich ihrer gewahr zu sein
• sie in Worte zu fassen
• sie adaptiv zu nutzen, um
emotionale Belastung zu regulieren
Bedürfnissen und Zielen gerecht zu werden
(Folie 19) Warum ist Emotionsregulation klinisch relevant?
• Bei psychischen Störungen oft gestört
• Defizite sind assoziiert mit
psychischer Belastung
geringerem Wohlbefinden
Ziel der Therapie:
→ Funktionale und adaptive Emotionsregulation
(Folie 20) Wie definiert Kabat-Zinn Achtsamkeit?
Achtsamkeit ist:
• Bewusstsein, das entsteht, indem man
• der sich entfaltenden Erfahrung
• von Moment zu Moment bewusst Aufmerksamkeit widmet
• im gegenwärtigen Augenblick
• ohne Urteil
(Folie 20) Welche drei Merkmale kennzeichnen Achtsamkeit?
Gegenwartsorientierung → Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment → weder Zukunft noch Vergangenheit
Absichtsvoll → Aufmerksamkeit wird bewusst ins Hier und Jetzt zurückgeführt (z.B. Atem als Anker)
Nicht wertend → Offenheit und Akzeptanz gegenüber der aktuellen Erfahrung
(Folie 22) Warum ist Achtsamkeit wichtig?
• Wirkliches Leben findet nur im Hier und Jetzt statt
• Vergangenheit ist vorbei
• Zukunft ist noch nicht da
• Nur im gegenwärtigen Augenblick können wir das Leben wirklich berühren
(Folie 23) Worauf richtet sich Achtsamkeit in der Praxis?
Bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit auf:
• Atem
• Körperempfindungen
• Gedanken
• Gefühle
• Geräusche
(Folie 23) Welche formellen Übungen aus MBSR werden genannt?
• Body-Scan
• Yoga
• Sitzmeditation
• Gehmeditation
(Folie 24) Welchen therapeutischen Nutzen hat Achtsamkeit? (Teil 1)
• Wahrnehmen, was gerade da ist
(z.B. Belastungs- und Gefühlszustände in der DBT)
• Distanz zu Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen schaffen
→ „Ich bin nicht ein Gefühl, ich habe ein Gefühl“
(Folie 24) Welchen therapeutischen Nutzen hat Achtsamkeit? (Teil 2)
• Gedanken und Gefühle aus einer Metaebene beobachten
• Automatische Bewertungen erkennen
→ ohne ihnen zu folgen
• Automatische Vermeidungstendenzen erkennen
Hinweis laut Folie:
Leid entsteht oft erst im Bewertungsprozess
(Folie 25) Wie wird Akzeptanz definiert?
Akzeptanz ist:
• Bewusstes Annehmen einer
absichtsvoll offenen
empfänglichen
flexiblen
nicht urteilenden Haltung
• Gegenüber dem Erleben im gegenwärtigen Augenblick
(Folie 25) Was bedeutet Akzeptanz im Umgang mit innerem Erleben?
• Offenheit für alle Dimensionen des inneren Erlebens
• Ohne eigene schmerzhafte
Gefühle
Gedanken
Erinnerungen bekämpfen oder beeinflussen zu müssen
(Folie 25) Welche innere Haltung ist mit Akzeptanz verbunden?
• Offenheit
• Gegenwartsorientierung
• Mitgefühl
• Güte
• Bereitschaft gegenüber eigenen Erfahrungen
(Folie 26) Wie stehen Akzeptanz und Veränderung zueinander?
Die Folie stellt beide Konzepte gegenüber:
• Akzeptanz
• Veränderung
→ In der „Dritten Welle“ stehen sie nicht im Widerspruch,
sondern bilden eine Balance.
(Folie 28) Welche transdiagnostischen Verfahren der „Dritten Welle“ werden genannt?
• Acceptance & Commitment Therapy (ACT)
• Compassion Focused Therapy
• Mindfulness-based Stress Reduction (MBSR)
• Emotionsfokussierte Therapie (EFT)
(Folie 28) Was sind die Kerninhalte der ACT?
• Achtsamkeit
• Wertefokussierung
(Folie 28) Worauf fokussiert die Compassion Focused Therapy?
• Umgang mit Scham und Selbstkritik
(Folie 28) Was ist der Schwerpunkt von MBSR?
• Achtsamkeitstraining
(Folie 28) Was ist das Ziel der Schematherapie?
• Heilung maladaptiver Schemata
(Folie 28) Was fördert das Training emotionaler Kompetenzen (TEK)?
• Emotionsregulation
(Folie 28) Worum geht es in der Emotionsfokussierten Therapie (EFT)?
• Veränderung dysfunktionaler emotionaler Prozesse
• Orientierung an der humanistischen Tradition
(Folie 29) Welche Verfahren sind speziell für chronische Depression entwickelt worden?
• CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy)
• Behavioral Activation (BA)
(Folie 29) Für welche Störungen ist die DBT indiziert?
• Borderline-Persönlichkeitsstörung
• Essstörungen
• PTBS
• u.a.
(Folie 29) Wofür wird MBCT eingesetzt?
• Depression
• insbesondere Rückfallprophylaxe
(Folie 29) Bei welchen Störungen wird die Metakognitive Therapie angewendet?
• Generalisierte Angststörung
• Zwangsstörung
(Folie 30) Welche zentralen Neuerungen bringt die „Dritte Welle“ gegenüber klassischer KVT?
Je nach Methode Integration von:
• Wertebezug
• Selbst-Mitgefühl
• Schemamodell
• Übertragung (psychodynamische Sicht)
• Metakognitive Fertigkeiten
• Erlebnisorientierung
(Folie 32) Welche grundlegende Annahme trifft ACT über menschliches Leiden?
• Menschliches Leiden und psychischer Schmerz sind normale Prozesse
→ Universalität des Leidens
(Folie 32) Wie unterscheidet ACT zwischen Schmerz und Leiden?
• Schmerz ist normal
• Leiden entsteht durch den Kampf gegen den Schmerz
→ Nicht der Schmerz selbst erzeugt Leiden,
sondern der Widerstand dagegen.
(Folie 32) Was verdeutlicht die „Chinese Finger Trap“-Metapher?
• Je mehr wir gegen etwas ankämpfen oder es vermeiden,
desto stärker wird das Leiden
→ Kampf verstärkt das Problem
(Folie 33) Was beschreibt psychische Inflexibilität?
• Mentale Ereignisse nehmen starken Einfluss auf Verhalten
• Versuch, unangenehme innere Erfahrungen zu kontrollieren oder zu vermeiden
Merksatz laut Folie:
→ „Je weniger du sie willst, desto mehr bekommst du sie.“
(Folie 35) Was bedeutet „Experiential Avoidance“?
• Versuch, Schmerz oder unangenehme Gefühle zu vermeiden
• Führt paradoxerweise zu mehr Schmerz
Alternative laut ACT:
→ Bereitschaft und Akzeptanz
statt Kontrolle und Bekämpfung
(Folie 36) Was ist nicht das primäre Ziel der ACT?
• Nicht die Reduzierung von Symptomen oder Störungen im engeren Sinne
(Folie 36) Was ist das zentrale Ziel der ACT?
• Entwicklung einer von Offenheit und Mitgefühl geprägten Haltung
• Aufbau eines engagierten und sinnerfüllten Lebens
(Folie 36) Wodurch wird dieses Ziel laut ACT erreicht?
Durch Entwicklung von psychischer Flexibilität
→ Mit schmerzlichen Gedanken und Gefühlen
ein erfülltes Leben führen
(Folie 37) Welche drei therapeutischen Prinzipien stehen im Zentrum der ACT?
Commitment & Werteorientierung
(Folie 37) Was bedeutet Achtsamkeit im ACT-Kontext?
• Gedanken, Gefühle und Empfindungen bewusst wahrnehmen
• Ohne sie verändern oder vermeiden zu wollen
(Folie 37) Was bedeutet Akzeptanz im ACT-Kontext?
• Gedanken, Gefühle und Empfindungen im gegenwärtigen Augenblick akzeptieren
Leitfragen laut Folie:
• Wo kann ich etwas verändern, wo nicht?
• Was kostet es mich zu kämpfen?
(Folie 37) Was bedeutet Commitment & Werteorientierung?
• Klärung der persönlichen Werte
→ Was ist mir wichtig?
• Committed Action
→ Handeln entsprechend dieser Werte
(Folie 38) Welche sechs Behandlungsschritte umfasst das ACT-„Hexaflex“?
Kognitive Defusion
Selbst-als-Kontext
Persönliche Werte formulieren
Engagiert Handeln (Commitment)
(Folie 39) Was bedeutet Akzeptieren im ACT-Sinne nicht?
Akzeptieren heißt nicht:
• Dass wir etwas gut finden
• Dass wir immer alles akzeptieren
(Folie 39) Was bedeutet Akzeptieren im ACT-Sinne?
• Einer Empfindung erlauben, da zu sein
• Nicht gegen sie kämpfen
Begründung laut Folie:
→ Kämpfen würde sie nur stärker machen
Zusätzlich:
• Energie kann für anderes als Kämpfen eingesetzt werden
(Folie 40) Was sind Werte im ACT-Kontext?
Werte sind:
• Kompass → geben dem Leben Richtung
• Quelle von Energie/Motivation
• Quelle von Sinn
(Folie 40) Warum ist es wichtig, die eigenen Werte zu kennen?
• Zur Orientierung
• Vor dem Hintergrund vielfältiger Möglichkeiten
(Folie 41) Was ist das Ziel der Übung „Die Geburtstagsrede“?
Reflexion über:
• Was im Leben wirklich wichtig war
• Wofür man gekämpft hat
• Wie andere über einen sprechen sollen
Zweiter Teil:
• Welche „verborgenen“, aber wichtigen Werte ebenfalls bedeutsam sind
(Folie 42) Welche zwei weiteren Werteübungen werden genannt?
Ein idealer Tag → Wie würde ich einen freien, energiegeladenen Tag gestalten?
Dinge, die ich noch tun will, bevor ich sterbe → Was wäre mir bei begrenzter Lebenszeit wichtig?
(Folie 43) Wie erfolgt der Übergang von Werten zu konkretem Handeln?
• Entwicklung eines Veränderungsplans
• Ableitung konkreter Ziele aus persönlichen Werten
(Folie 44) Für welche Störungen wird ACT eingesetzt?
Breiter Einsatzbereich, u.a.:
• Chronische Schmerzen
• Körperliche Erkrankungen
• u.v.m.
(Folie 44) Wie ist die empirische Evidenz für ACT?
• Breite empirische Belege für verschiedene Erfolgskriterien
• Laut APA Division 12:
Starke Evidenz: Chronische Schmerzen
Moderate Evidenz:
Gemischte Angststörungen
Zwangsstörungen
Psychose
• Gleich wirksam, ggf. sogar wirksamer als „klassische“ KVT
(Folie 45) Auf welcher Grundannahme basiert ACT?
• Universalität des menschlichen Leidens
(Folie 45) Worauf richtet sich der Fokus der ACT?
• Fokus auf Reduktion des Leidens
• Nicht primär auf Reduktion der Beschwerden
(Folie 45) Wie wird Krankheitsbewältigung in ACT gefördert?
Durch:
• Akzeptanz der persönlichen Realität
• Bindung an individuell wichtige Werte und Ziele
(Folie 47) Für welche Zielgruppe wurde die DBT ursprünglich entwickelt?
• In den 80er Jahren von Marsha Linehan entwickelt
• Für chronisch suizidale Patientinnen mit Borderline-Störung
(Folie 47) Was ist das zentrale Spannungsfeld der DBT?
• Balance zwischen
Verstehen (Akzeptanz)
Veränderung
(Folie 47) Was ist das therapeutische Ziel im Umgang mit extremen Reaktionen?
• Extreme Reaktionen sollen durch
→ ausgeglichenere Reaktionen ersetzt werden
(Folie 47) Aus welchen Bausteinen besteht DBT in der Regel?
• Einzeltherapie
• Skillstraining (Gruppe)
• Telefonkontakte in Krisen
• Supervisionsgruppe für Therapeut:innen
• ggf. Pharmakotherapie
(Folie 47) Für welche weiteren Störungen wurde DBT inzwischen erweitert?
Für Störungen mit gestörter Emotionsregulation, u.a.:
• Sucht
(Folie 48) Welche Probleme der Affektregulation sind typisch?
• Unangemessene starke Wut
• Schwierigkeiten, Ärger zu kontrollieren
• Affektive Instabilität
• Chronisches Gefühl der Leere
(Folie 48) Welche Formen von Impulsivität werden genannt?
Impulsivität in selbstschädigenden Bereichen:
• Sexualität
• Substanzmissbrauch
• Rücksichtsloses Fahren
• Essanfälle
• Wiederkehrende Suiziddrohungen/-versuche
• Selbstschädigendes Verhalten
(Folie 49) Welche kognitiven Symptome werden beschrieben?
• Stressabhängige paranoide Vorstellungen
• Schwere dissoziative Symptome
• Identitätsstörung
→ Instabilität des Selbstbildes oder Selbstgefühls
(Folie 49) Welche interpersonellen Muster sind typisch?
• Verzweifeltes Bemühen, reales oder imaginäres Alleinsein zu verhindern
• Muster von instabilen und intensiven Beziehungen
(Folie 50) Was bedeutet „dialektische Haltung“ in der DBT?
• Denken und Arbeiten mit gegensätzlichen Standpunkten
• Ziel: Balance und lebendiges Gleichgewicht zwischen Extremen
(Folie 50) Welche beiden Pole stehen sich in der DBT gegenüber?
• Akzeptanz von Schmerz und Leid
• Drängen auf Veränderung
→ Beide sind gleichzeitig notwendig.
(Folie 51) Woraus besteht DBT laut Grundprinzipien?
DBT besteht aus:
• Haltung
• Techniken
(Folie 52) Welche Grundannahme gilt in der DBT über das Verhalten der Patient:innen?
• Jedes Verhalten macht im subjektiven Kontext Sinn
• Patient:innen versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen
(Folie 52) Welche Annahme besteht bezüglich Veränderungsmotivation?
• Borderline-Patient:innen wollen sich verbessern
(Folie 52) Welche besondere Belastung betrifft Borderline-Patient:innen laut DBT?
• Sie müssen sich stärker anstrengen, härter arbeiten und motivierter sein
• Das ist ungerecht
(Folie 52) Wie wird Verantwortung in der DBT gesehen?
• Patient:innen haben ihre Probleme meist nicht alle selbst verursacht
• Müssen sie jedoch selbst lösen
(Folie 52) Welche zwei wichtigen Aussagen betreffen Therapieprozess & Therapeut:innen?
• Patient:innen können in der DBT nicht versagen
• Therapeut:innen brauchen Unterstützung
(Folie 53) Was steht an erster Stelle der Therapieziele in der DBT?
1️⃣ Verringern von lebensbedrohlichem Verhalten
oder Verhalten, das andere gefährdet
(Folie 53) Was ist das zweite Ziel in der Zielhierarchie?
2️⃣ Verringern von therapiezerstörendem Verhalten
(Folie 53) Was folgt als drittes Ziel?
(Folie 53) Welche weiteren Ziele folgen?
4️⃣ Verhalten verringern, das Fortschritte in der Therapie gefährdet
5️⃣ Verhalten verringern, das die Lebensqualität beeinträchtigt
(Folie 54) Was bedeutet „Validieren“ in der DBT?
• Reaktionen der Patient:innen sind nachvollziehbar
• Sie ergeben im jeweiligen Kontext Sinn
→ Zielt zunächst auf Akzeptanz,
erst später auf Veränderung
(Folie 54) Was umfasst Problemlösen als Basisstrategie?
• Prioritäten setzen
• Entscheidungen treffen
• Lösungsprozesse
• Verhaltensanalysen
(Folie 54) Was bedeutet Kontingenzmanagement?
• Raum-zeitlicher Zusammenhang zwischen
Reaktion und Konsequenz
(Folie 54) Welche weitere zentrale Strategie wird genannt?
• Fertigkeitentraining (Skillstraining)
(Folie 56) Wie wird ein „Skill“ in der DBT definiert?
Ein Skill ist:
• Jedes Verhalten,
• das kurzfristig wirksam ist
• und dabei langfristig nicht schadet
(Folie 56) Welche Module umfasst das DBT-Skilltraining?
• Stresstoleranz
• Umgang mit Gefühlen
• Zwischenmenschliche Fertigkeiten
• Selbstwert
(Folie 57) Wie wird Anspannung in der DBT eingeschätzt?
Skala von 0–100
• 0 = keine Anspannung
• 100 = maximale Anspannung
(Folie 57) Welche drei Anspannungsbereiche werden unterschieden?
• 0–30 → niedrige Anspannung
• 30–70 → mittlere Anspannung
• 70–100 → Hochspannung
→ Je nach Level werden unterschiedliche Skills eingesetzt
(Folie 59) Welche Skillbereiche werden je nach Anspannungsniveau eingesetzt?
Je nach Spannung werden kombiniert:
(Folie 60) Was ist der „Skillskoffer“ in der DBT?
Sammlung individueller Strategien (Skills),
die in Belastungssituationen eingesetzt werden.
(Folie 60) Welche Zugangskanäle für Skills werden unterschieden?
• Sinnesbezogene Skills
• Gedankenbezogene Skills
• Handlungsbezogene Skills
• Körperbezogene Skills
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