wie hoch ist die Erkrankungsrate an ein Zervixkarzinom?
10.000 pro Jahr
mittleres Erkrankungsalter: 45 Jahre
was sind die Ursachen für das Zervixkarzinom?
überwiegend infektiös
was sind Risikofaktoren eine Zervixkarzinom?
frühe intensive sexuelle Aktivität
mangelnde Genitalhygiene
häufig wechselnde Partner
Vitamin A und C Mangel
Rauchen
wann sollte am besten die HPV-Impfung stattfinden?
vor dem ersten Geschlechtsverkehr
welche Reihenfolge ist richtig?
was sind Symptome eines Zervixkarzinoms?
im Frühstadium: keine
vaginaler Ausfluss, Blutung
untere Einflussstauung
Harnstau
sekundäre Urämie
Ischiaschmerz
Verstopfung
vesiko- und rektovaginale Fisteln
Gewichtsabnahme
Anämie
welche Therapie-Optionen gibt es?
Konisation: Entfernung eines kegelförmigen Gewebsstückes aus der Portio
OP: Konisation, bei pathologischen Papanicolaou
Strahlentherapie
Chemotherapie
was wird in der OP gemacht?
Radikalität je nach Ausdehnung
Hysterektomie
Entfernung des Uterus, Parametrien und pelvine LK
in höheren Stadien: abdominelle radikal OP
was liegt im PTV?
Tumor bzw Tumorbett mit pelvine LK
welche zwei Therapien werden kombiniert?
Brachytherapie und perkutane Strahlentherapie (fraktioniert)
was ist das Ziel der Kombi aus Brachytherapie und perkutaner Strahlentherapie?
eine maximale lokale und regionäre Tumorkontrolle zu erreichen, bei möglichster Schonung der umliegenden Risikoorgane
wann wird eine primäre Strahlentherapie gemacht?
wenn OP nicht möglich, da Zervix-Ca strahlensensibel
was ist alleiniger Strahlentherapie überlegen?
Radio-Chemotherapie
wann wir primäre Brachytherapie gemacht?
kurativ: bei Stadien mit geringem infiltrativem Wachstum
palliativ: zervikale Tumorblutungen
ab welchem Stadium wird eine postoperative Radio-Chemo-Therapie gemacht?
immer ab Stadium pT2b, pN0!
bei Risikofaktoren wie R1, G3, L1 —> auch schon ab pT2a!
was umfasst das Zielvolumen bei einer postoperativen Radio-Chemo-Therapie?
die Primärtumorregion
nenne die 3 Säulen der adjuvanten Strahlentherapie:
perkutane Strahlentherapie
Brachytherapie
simultane Chemotherapie
was ist Voraussetzung für eine Chemo?
intakte Nierenfunktion!
welches Zytostatikum wird verwendet und warum?
Cisplatin: erhöht signifikant die Überlebensrate
wie sind die ED und GD bei der perkutanen Strahlentherapie?
ED: 2 Gy
GD: 46 Gy
wann wird die Brachytherapie gemacht?
nach Abschluss der perkutanen Bestrahlung
wo wird die Strahlenquelle in der Brachytherapie angebracht?
möglichst nah an den Tumor —> hohe Dosis im Tumorbereich
wovon ist die Dosis in der Brachytherapie abhängig?
abhängig von der Belastung der Risikoorgane durch die perkutane Bestrahlung
wofür ist die Rektumsonde da?
sie misst die Strahlung, die das Rektum abbekommt
welche Nebenwirkungen können nach Bestrahlung bei der Haut auftreten und was kann Patientin dagegen tun?
Reaktionen der Vulva- und Analfalte, Trockenheit, Fibrosierung und Stenosierung der Vagina, Schmerzen beim Wasserlassen und Intimpflege
--> schonende Pflege, ggf entzündungshemmende und antibakteriell wirkende Medikamente, Kortikoide
welche Nebenwirkungen können nach Bestrahlung beim Darm auftreten und was kann Patientin dagegen tun?
Diarrhö —> auf Flüssigkeits- und Elektrolytezufuhr achten
Proktitis: Schmerzeen bei Stuhlgang, Schleim- und Blutabsonderung
schwere Spätfolgen: Schleimhautulzeration, Stenosen, Fisteln, ggf Anus praeter
welche Nebenwirkungen können nach Bestrahlung beim Harnweg auftreten?
Blasenentzündung
Schmerzen bei Wasserlassen
vermehrtes nächtliches Wasserlassen
Hämaturie
Harnleiterstenose
Blasenschrumpfung
Fistelbildung
welche Nebenwirkungen können nach Bestrahlung beim Lymphabfluss nach radikaler Lymphonodektomie auftreten?
Lymphabflussstörungen
Lymphödem in den Beinen
welche Nebenwirkungen können nach Bestrahlung beim Blut auftreten?
Leuko- und Thormbozytopenien: wöchentliche BB-Kontrolle + Infusion
Blutungen
Embolien der Beckenvenen: Schwellung der Beine, LAE
welche Nebenwirkungen können nach Bestrahlung im Unterleib/Uterus auftreten und was kann Pat dagegen tun?
Ovarieninsuffizienz: Substitution bei Zervix- und Vulvakarzinome —> Östrogengabe
Verklebung der Vagina zB Vaginitis, Trockenheit, Fibrosierung, Stenosierung der Vagina, Östrogenhaltige Salbe, Dilatationsbehandlung
wie sieht die Nachsorge aus?
gynäkologische Untersuchungen
Sono
ggf CT, MRT, PET-CT zur Erkennung asymptomatischer Rezidive
Labor: Ausschluss Anämie, Niereninsuffizienz
wie werden Rezidiv-Patientinnen therapiert?
bei nicht vorbelasteten Pat: Therapie wie solche mit primär fortgeschrittenem Karzinom: perkutane Radiatio, AL und Chemo
bei strahlentherapeutisch vorbelastete: alte Bestrahlungsgrenzen müssen mitbeachtet werden --> ED und GD muss bekannt sein um Grenze nicht zu überschreiten
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