Angstfunktion
- Ursprünglich Alarmsignal Ziel Überleben Sichern
o Keine Angst kein Sinn als Therapieziel
o 3 Ebenen: Körper, Denken, Verhalten
- Direkter Weg (automatische Stressreaktion)
o Über den Thalamus direkt in Amygdala
o Ungenau Fehlalarme
- Langsamer Weg
o Thalamus Kortex Amygdala
o Weiterführende Verarbeitung/ Gedächtnisabgleich
o Bei Bedrohung 2 Stresswelle bewusste Angst
- Körperliche Ursache der Angstsymptome
o Herzrasen + Atemnot Verbesserung Blut/Sauerstoffzufuhr
o Schwindel/Unwirklichkeit + Übelkeit/Magendarm Umleitung der Durchblutung zu Extremitäten (Weg von Hirn und Magen-Darm)
o Kribbeln Hoher Sauerstoffgehalt überreizt Nerven
o Zittern Hohe Muskelanspannung
Angststörungsprävalenz/Epidemiologie
- Eine der häufigsten Störungen (12Monatsprävalenz 15%)
- Beginn oft in Kindheit
- Unbehandelt oft chronisch Risiko weiterer Erkrankungen
Definition/DSM Panikstörung
- Über einen Monat
o Unerwartete Panikattacken (Wiederholt)
o Signifikante Verhaltensänderung
o Befürchtungen bezüglich Bedeutung/Konsequenzen der Attacken
o Symptome nicht anderweitig Erklärbar
- Jahresprävalenz 2-3% (Frauen 2:1)
Definition/DSM Panikattacke
- Mindestens 4 Angstsymptomen
o Abruptes auftreten und innerhalb von 10 Minuten Höhepunkt
- Keine Diagnose, sondern Symptom
- Jahresprävalenz 10%
Definition/DSM Agoraphobie
- Deutliche/anhaltende Furcht/Vermeidung von mindestens 2
o Menschenmengen
o Öffentliche Plätze
o Alleine Reisen
o Weit Reisen
- Auftreten von mindestens zwei Angstsymptomen (eins vegetativ)
o Vegetativ
o Thorax und Abdomen
o Psychisch
o Allgemein
- Emotionale Belastung durch Angst/Vermeidung übertrieben/unvernünftig
Unterscheidung der Diagnosestellung ICD10 vs DSM
Kategorisierung Sicherheits und Vermeidungsverhalten
- Vermeidung/Verlassen
- Ablenkungsverhalten
- Sicherheitssignale
o Alle verhindern Neulernen
- Kognitives Modell der Panikstörung
o Kernannahme: Fehlinterpretation unklarer Körpersymptome Panikattacken (Teufelskreis der Angst)
o Vulnerabilität durch Biologisch stärkere Fluktuation der körperlichen Veränderungen und Responsibiliät des adrenergen Systems
o Studie: Interpreteationsbias (uneindeutige internale Stimuli= bedrohlich) sagt Auftreten (spezifisch das Onset) von Panikstörungen vorher
§ Ergebnisse auch über Angstsensitivität und angst vor Körpersymptomen hinweg signifikant
§ scheinbar relevanter kausaler Prädiktor
- Lerntheoretisches Modell
o Klassische Konditionierung
§ Natürliche Angstreize (zb starke Schmerzen) werden an Situationen oder interozeptive Wahrnehmungen( zb. eigener Herzschlag) gekoppelt
o Konditionierung muss nicht bewusst wahrgenommen werden und kann auch anhand von lebhaften Vorstellungen von Situationen passieren
- Zweifaktoren Modell (Mowrer)
o Zuerst Klassische Konditionierung dann operante Aufrechterhaltung
o Studie zur Rolle von Vermeidungsverhalten
§ Konditionierung zwei Reize(A und C) Elektroschock
§ Erlernen Vermeidungsverhalten Anhand Reiz A
§ Wenn Reiz C in extinktionsphase vermieden werden konnte Erwartung dass C aversiv
- Therapiebestandteile/Ablauf nach S3 Empfehlung
o Psychoedukatiom
o Individuelles Störungsmodell
o Expositon in situ/vivo am wirksamsten
o Ggf modifikation dysfunktionaler Kognition
o Rückfallprophylaxe
- Gedankenexperimente mit Angstkurve
o Ziel dass die Angst nicht unendlich steigt, sondern wenn man nicht stirbt irgendwann abnimmt
o Und dass die Angstkurve wahrscheinlich flacher wird wenn öfter nichts passiert ist
- Interozeptive Exposition
Ziel
o Ziel: Körperempfindung/Angst explorieren, Akzeptanz der Körpersymptome Rückgang der Angst
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