Maßgeblichkeitsprinzip
sorgt für Einheitlichkeit der Bilanzen (Handelsbilanz) nach dem HGB und dem EStG (Steuerbilanz)
Handelsrechtliche Ansatzwahlrechte
Aktivierungswahlrecht für Entwicklungsergebnisse nach §248 Abs. 2 HGB —> selbsgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des AV, Forschungskosten dürfen nicht angesetzt werden, Entwicklungskosten dürfen aktiviert werden
—> Aktivierung bedeutet es wird auf der Aktiv / Vermögensseite der Bilanz aufgenommen und dadurch weise ich einen höheren Gewinn auf = Gut für die Finanzbuchhaltung
Steuerbilanz: Aktivierungsverbot gem. § 5 Abs. 2 EStG, kommt uns zum Vorteil, da die Bemessungsgrundlage nierdriger ist
Wenn dies unterschiedlich behandelt wird, dann handelt es sich um latente Steuern
Prüfungsaufgabe
—> Wahlrecht besteht aus dem Gesetz, da es selbst geschaffen wurde
Auswirkungen:
höherer Gewinn
weniger Aufwand
höhere Kreditwürdigkeit / Bonität
Vertrauen von Banken
besser an Finanzierungsmittel ran zu kommen
-> Durch die Aktivierung wird der Aufwand nicht in der GuV erfasst, sondern als Vermögensgegenstand zum AV gerechnet
Aktive Rechnungsabgrenzung
A kommt vor P -> Zahlung vor Leistung
Aktivierungswahlrecht für den Unterschiedsbetrag bei VBK
Passive Rechnungsabgrenzung
P kommt nach A -> Leistung kommt vor Zahlung
Disagio / Damnum
Das Disagio wird häufig als Instrument zur Zinsvorauszahlung genutzt, da es die effektive Verzinsung des Kredits erhöht und zugleich eine konstante Zinsbelastung über die vereinbarte Zinsbindungsfrist sicherstellt
Beispiel aktive latente Steuern
Beispiel passive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern
Progressive Bilanzpolitik
Ergebnisverbesserung des JAhresergebnisses
-> Nicht in der Gesetzessammlung
Beispielaufgabe
HGB wird durch das internationale Recht ersetzt bei Kapitalgesellschaften
Unterschiede Handels- und Steuerrecht
Zu zwei: Saldierung = Plus/ Minusrechnung
Zu drei: Nach Gesetz “kann”: Es wäre so dumm es nicht zu nutzen und zu aktivieren, da die AKtivierung folgende Effekte mit sich bringt: Bonität wird stärker dargestellt, Gewinn fällt kleiner aus, weniger Steuern fallen an (Soll = Haben, Aktiva = Passiva)
Zu vier: steuerrechtlich führt es dazu, dass der Abschreibungsbetrag geringer ausfällt, aufgrund des längeren Zeitraumes. Eine Folge von geringen Abschreibungsbeträgen ist aus steuerlicher Sicht meist schlechter für Sie, da Abschreibungen (AfA - Absetzung für Abnutzung) als Betriebsausgaben den steuerpflichtigen Gewinn mindern. Niedrigere Abschreibungen führen somit zu einem höheren steuerpflichtigen Gewinn und einer höheren Steuerlast
Wann muss eine Steuerbilanz aufgestellt werden zu den typischen Bilanzen nach HGB
Eine steuerrechtliche Bilanz (Steuerbilanz) muss aufgestellt werden, wenn Sie zur doppelten Buchführung verpflichtet sind, sei es durch das Handelsgesetzbuch (HGB) oder bei Überschreiten von 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn. Sie ist zwingend zum Ende des Wirtschaftsjahres (meist 31.12.) fällig, sofern keine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ausreicht.
Rechtsformübersicht:
Aufwandsrückstellungen
z.B. Kulanzerstattungen
Zielkonflikt Bilanz- und Steuerpolitik
Eine steuerlich anzustrebende Gewinnminimierung steht im Widerspruch zu einem möglichst hohen Vermögensausweis
Wahlrechte
Grundsatz: Handelsbilanzwerte = Steuerbilanzwerte.
Ziel: Vereinfachung der Buchhaltung, da keine separate Steuerbilanz von Grund auf erstellt werden muss.
Das Maßgeblichkeitsprinzip (§ 5 Abs. 1 EStG) besagt, dass die handelsrechtliche Buchführung und der Jahresabschluss (Handelsbilanz) grundsätzlich für die steuerliche Gewinnermittlung (Steuerbilanz) maßgebend sind. Es verbindet beide Bilanzen, indem handelsrechtliche Wertansätze übernommen werden, sofern keine steuerlichen Sonderregelungen abweichende Ansätze erzwingen.
Latente Steuern
Stille Reserven:
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