Buffl

wichtige Begriffe der VWL

SZ
by Sandra Z.

Was ist das wirtschaftliche Gleichgewicht?

Wirschaftl. Gleichgewicht = Angebot und Nachfrage sind im Ausgleich

  • ist wichtig, um zu verstehen, wann der Markt optimal und stabil ist, warum wann Inflation etc. auftreten

  • wenn Ungleichgewicht, dann wirtschaftspol. Maßnahmen erforderlich zur Abmilderung/Beseitigung; Problem: welche Maßnahme und zu welchem Zeitpunkt und wie die Wirtschaftssubjekte darauf reagieren

  • Gegenmaßnahmen bei Ungleichgewicht über Zinsen, Steuern, Ausgaben oder Regeln, z.B. durch Abwrackprämie, Zinsanpassung EZB, Schulungen Arbeitslose, Mindestlohn oder Eingriffe gegen Monopolisten

  • versch. Arten (beziehen sich jeweils auf Gütermarkt, Arbeitsmarkt, Geldmarkt oder Kapitalmarkt):

    • Gesamtwirtschl. Gleichgewicht: betrachtet nur die beiden Makromärkte Güter- und Geldmarkt. So kann man mögliche fiskal- und geldpol. Maßnahmen diskutieren.

      • Ausgaben (E) = Einkommen (Y) sowie

      • Geldnachfrage (Dm) = Geldangebot (Sm)

    • monetäres Gleichgewicht: wird von der EZB gesteuert

      • Geldangebot (Sm) = Geldnachfrage (Dm)

    • langfristiges Gleichgewicht: Schnittpunkt zwischen aggregierter Nachfrage- und aggretierter Angebotskurve, Produktmenge findet zum herrschenden Preis Abnehmer. So wird das natürliche Produktionsniveau verwirklicht

    • Gleichgewichtslohn = jener Lohn/Gehalt, bei dem Arbeitskräfteangebot = Arbeitskräftenachfrage; sonst Arbeitslosigkeit oder Fachkräftemangel

    • Gleichgewichtszinssatz (Liquiditätspräferenztheorie nach Keynes): spielt sich so ein, dass Sm und Dm übereinstimmen, also angebotene entspricht der nachgefragten Geldmenge; wenn aus dem Gleichgewicht, werden Wirtschaftssubjekte ihre Vermögensbestände umdisponieren, Folge: bewegt sich hin zum Gleichgewichtsniveau


Was ist eine Konjunktur?

  • lat. Conjunctura = Verbindung

  • Konjunktur = mittelfristige Schwankung (oft über mehrere Jahre) der Auslastung der vorhandenen Kapazitäten bzw. der gesamtwirtschl. Entwicklungen, dauert länger als saisonale Schwankungen

  • korrelliert mit kurzfristigen Schwankungen, wie BIP, Arbeitslosigkeit und Inflation

  • Konjunkturindikatoren zur Messung z.B.: Bestelleingänge Industrie, Geschäftsklimaindex, Einkaufsmanagerindex (PMI), Anträge auf Baugenehmigungen, Aktienkurse

  • Konjunkturzyklus: beinhaltet 4 Phasen

    • Aufschwung: weniger Arbeitslose, mehr Bestellungen, Produktion nimmt zu, Preise und Zinsen steigen, Löhne steigen, mehr Investitionen, mehr Kaufkraft

    • Boom: Nachfrage und Produktionsleistung sehr hoch, fast jeder arbeitet, Zinsen und Preise steigen. Einkommen steigt nicht mehr, weil höhere Preise hier die Kaufkraft schwächen. Produktion erhöht bis zur Marktsättigung. Mehr Kredite und Fehlinvestitionen.

    • Rezession: Wirtschaft schrumpft, Erwartung schlechterer Wirtschaftslage, Lager voll, fehlende Nachfrage, Überstundenabbau, mehr Kurzarbeit, weniger Investitionen, manche Produktionen stehen still, Preise, Löhne und Zinsen stagnieren oder fallen, Aktienkursrückgang

      • Indikator: fehlendes Wachstum in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen stagniert mind. oder sinkt oder kleinere Wirtschaft

    • Depression: lat. deprimere=niederdrücken; Abschwung der Wirtschaft


    • Wirtschaftskrise:

      • Wirtschaftswachstum lässt stark nach, entweder in Rezession oder Depression

      • zu viele ungenutzte Produktionsmittel, BIP sinkt über längeren Zeitraum, Vertrauen in Wirtschaft sinkt

      • weniger Kaufkraft

      • mehr Sparen und Angst vor der Zukunft

      • fallende Aktienkurse, hohe Arbeitslosigkeit

      • es kann zu Deflation kommen

    • Konjunkturtheorien:

      • u.a. Überinvestitionstheorie, Unterkonsumtheorie, Schocks auf Angebots- und Nachfrageseite

      • erklären oft die Trends in eine Richtung, aber kaum Trendumkehr, Aspekte für die Trendumkehr: Investionen, psycholog. Faktoren, monetäre Einflüsse

      • es gibt nicht die eine Konjunkturtheorie, diese wäre zu stark vereinfachend und daher kaum empirisch und prognostisch zu erklären


Was ist Wirtschaftswachstum?

= Zunahme des Produktionspotentials einer Volkswirtschaft

  • gemessen als prozentualer Anstieg Pro-Kopf-Realeinkommen

  • Lebensstandard hängt hauptsächlich davon ab, wie produktiv Arbeitnehmer in einer Stunde sind, wie viele Waren/Dienstleistungen sie herstellen können

  • Gründe für unterschl. Ergebnisse weltweit: Bildung, Ausstattung, technolog. Ausstattung, stabile Rechtsordnung, Infrastruktur, Ressourcen vor Ort (Mensch, Güter, Maschinen)

  • Wachstumsarten:

    • nominelles vs. reales Wachstum (mit/ohne Inflationsbereinigung)

    • Nullwachstum: Stagnation, wenn gleichzeitig Inflation herrscht = Stagflation

    • intensives vs. extensives Wachstum (Zunahme BIP mit/ohne Zunahme BIP pro Kopf)

  • Warum Wachstum?

    • vorteilhaft für Wohlfahrt und Konsum

    • höhere Steuereinnahmen

    • Sicherung/Zunahme Arbeitsplätze

    • Erleichterung und Sicherung Umverteilung

    • höherer sozialer Frieden

  • ABER nur quantitatives Wachstum hat viele negative Folgen (ökologisch, sozial)

  • ABER nur Anhaltspunkt, denn tatsächliches Geschehen wird auch beeinflusst durch:

    • Nicht-Markt-Produktion (Care-Arbeit Kinder und Haushalt) und Schattenwirtschaft (Schwarzarbeit, Produktion illegale Güter)

    • staatliche Beiträge werden unterbewertet: z.B. Gehalt Lehrer

    • fraglich, ob BIP wirklich als Wohlfahrtsindikator tauglich ist: nicht alle positiven Effekte (Bildung, Forschung, technologischer Fortschritt) und negative Effekte (Verkehrslärm, Luft-/Wasserverschmutzung, CO2-Emmissionen) werden hier berücksichtigt

  • wachstumsfördernde Faktoren sind:

    • Bildung

    • Investitionen

    • Infrastrukturverbesserungen

    • stabile rechtliche und politische Rahmenbedingungen

    • offene Märkte

    • Unternehmensgründungen und Wettbewerb

    • staatliche Anreize (Subventionen)


Author

Sandra Z.

Information

Last changed