Muffelfleck
Heller Fleck oberhalb des Windfangs von Rehwild.
Der Muffelfleck ist nicht bei jedem Stück angelegt.
Der Name leitet sich davon ab, dass der Windfang früher auch als Muffel bezeichnet wurde.
ACHTUNG:
Das Muffelwild hat keinen Muffelfleck!
Muffelwild hat einen Sattelfleck auf der Seite, der vor allem in der WInterdecke weithin sichtbar ist.
Dieser wird auch Schabracke oder Schneefleck genannt.
Kolbenhirsch
Rothirsch, während sein Geweih im Bast wächst.
Daher wird die Zeit bis zum Fegen auch als Kolbenzeit bezeichnet.
Trughirsche
Unterfamilie der Cerviden, zu der das Rehwild (und das Elchwild) zählt.
Die übrigen Cerviden sind “echte Hirsche”.
Von diesen unterscheiden sich die Trughirsche u.a. dadurch, dass
der Überrest des 2./5. Mittelhandknochens nur unten erhalten ist (bei´den echten Hirschenoben und unten),
das Erstlingsgeweih bereits im ersten Lebensjahr kommt (bei den echten Hirschen im zweiten Lebensjahr)
keine Tränengrube vorhanden ist (im Gegensatz zu den echten Hirschen).
EIssprossenzehner
Rothirsch mit 10 Enden, der anstelle einer Krone eine Gabel an der Spitze hat.
Zusätzlich besitzt er eine Augsprosse, Eissprosse und Mittelsprosse.
Er wird daher auch als Gablezehner bezeichnet.
Der Kronenzehner hat zwar eine Augsprosse und Mittelsprosse, es fehlt ihm jedoch die Eissprosse. Dafür hat er eine Krone mit 3 Enden und kommt so auf die insgesamt 10 Enden (5 an jeder Stange).
Die Eissprosse liegt zwischen Aug- und Mittelsprosse und ist nicht immer angelegt.
Sattelfleck
Seitlicher, weißer Flankenfleck bei einigen Muffelwiddern.
Dieser wird auch Schneefleck oder Schabracke genannt.
Nicht zu verwechseln mit dem Muffelfleck, einem hellen Fleck oberhalb des Windfanges beim Rehwild.
Jährlicher Zuwachs beim Schwarzwild
200-300% des Gesamtbestandes p.a.
Anpassungsfähigkeit, vielerorts nahezu optimale Nahrungsbasis (Mais und Mast) und milde Temperaturen
Frischlingsbachen können (oft) Nachwuchs bereits vor Abschluss des ersten Lebensjahres zur Welt bringen (“Kinder bekommen Kinder”)
Nahezu ganzjährig rauschige/führende Bachen
Federn (Schwarzwild)
Längste Borsten des “Saubarts” auf dem Kamm (Rücken) des Keilers.
Gebisse beim Schalenwild
Schwarzwild: 44 Zähne
3-1-4-3
Rotwild: 34 Zähne
0-1-3-3
3-1-3-3
Rehwild: 32 Zähne
0-(1)-3-3
Einstand
Platz, an dem sich Schalenwild territorial aufhält.
Es wird zwischen Sommer- und Wintereinstand unterschieden.
Wer hat eine Gallenblase?
Die Cerviden haben keine Gallenblase, die Boviden haben sie.
“Wer das Geweih abwirft, wirft auch die Gallenblase ab.”
Wann findet der Wechsel von P3/P4 statt?
Die dritte Prämolar (eigentlich P4, da der P1 sämtlichen Wiederkäuern fehlt) ist
als Milchzahn (noch) dreiteilig,
als Dauerzahn zweiteilig.
Der Wechsel des P4 findet statt
beim Rehwild nach 12-16 Monaten
beim Rotwild nach 23-27 Monaten.
Kahlwild
Weibliches Wild zusammen mit den Kälbern bei allen Hirscharten (z. B. Rotwild) wird als Kahlwild bezeichnet.
Die Rudel aus Muttertieren und Jungtieren werden deshalb auch Kahlwildrudel genannt.
Sie werden von einem Alttier mit Kalb geführt, das als Leittier bezeichnet wird.
Im zweiten Lebensjahr trennen sich die männlichen Tiere vom Kahlwildrudel und treten dem Hirschrudel bei.
Warum sind 36 Stunden beim Rehwild wichtig?
Die Ricken sind im Unterschied zu weiblichem Rot- oder Damwild monoöstrisch.
Das bedeutet, dass die Ricken nur einmal im Jahr für ca. 36 Stunden paarungsbereit sind.
Entsprechend suchen beim Rehwild die Böcke nach den Geißen UND umgekehrt.
Gebrech vs. Gebräch
Gebrech:
Ober- und Unterkiefer (Schnauze) beim Schwarzwild
Gebräch:
Aufgewühlter Boden, den das Schwarzwild mit seiner Schnauze beim Wühlen nach Nahrung hinterlässt.
Verinselung
Isolation von Tierpopulationen, die einen Austausch von Erbmaterial erschwert.
Diese wird durch Flurbereinigungsmaßnahmen, Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmende Bebauung (z.B. Straßen) hervorgerufen.
Stichwort: “Inzucht”
Blattzeit
Besondere Phase während der Brunft des Rehwildes, in der die Blattjagd erfolgreich ausgeübt werden kann (Ende Juli/Anfang August)
Diese beginnt später als die eigentliche Brunft, nämlich dann, wenn bereits viele weibliche Rehe, wie Schmalrehe und Ricken, beschlagen sind.
In dieser Zeit lassen sich Rehböcke leichter durch das Blatten anlocken, da es nur noch wenige brunftige, weibliche Rehe gibt.
Dorn
Hinteres, unterstes Ende einer Schaufel, wenn es von dieser durch eine Rille abgesetzt ist.
Auch Sporn oder Schauflerhaken genannt.
“Brandige Enden”
Stumpfe, teils bröselig wirkende Sptzen der Geweihenden beim Rotwild.
Sie gelten als Merkmal für eine gute Geweihentwicklung (hohe Masse).
Das Gegenteil sind sog. spitze Enden, die eher als Zeichen einer schlechteren Entwicklung gewertet werden.
Plätzstellen
Reviermarkierungen der Rehböcke, die von diesen mit den Vorderläufen in den Boden geschlagen werden.
Mit dem Sekret der Klauensäckchen erfolgt die Duftmarkierung.
Häufig befinden sich die Plätzstellen unmittelbar vor den Fegestellen.
Hexenringe
Kreisförmige Ringe in der Vegetation, die durch das Treiben des Rehwildes in der Brunft entstehen.
SIe entstehen, wenn während des Treibens Ricke/Schmalreh und Bock vorübergehend im kreis laufen.
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