Einführung/Grundsatz
Die Ausführung der Straßenverkehrsanlagen richtet sich immer nach den Randbedingungen aus dem System, Straße - Fahrzeuge - Nutzer. Straßen und Kruezungsbereiche müssen die erforderliche Leistungsfähigkeit besitzen.
Notwenigkeit einer Fachsprache zur definition der Bestimmungskenngrößen.
Straßen müssen für den Verkehrs sicher befahrbar sein. D. h. zuverlässig bremsen, nicht aus kurven fliegen, unter Brücken und Tunnel hindurchfahren.
2.1 Verkerhserhebungen und Verkerhsaufkommensschätzung: Kenngrößen der Verkehrsschätzung
Physikalische Größen des Verkehrsstroms
querschnittsbezogene Daten, lokale, an einem Messpunkt
abschnitssbezogene Daten, momentan, über einen Abschnitt
Verkehrsstärke Q ist die Summe der Fahrzeuge in einem Zeitinterval durch einen Querschnitt der Straße
Q=N/T [Kfz/h]
Verkerhsstärke wird häufig noch in Fahrzeugklassen unterschieden, so kann der Einfluss voN Schwerlastverkehrs (SV) berücksichtigt werden.
Lokale Geschwindigkeit v(l) ist die Geschwindigkeit des Einzelfahrzeuges am Querschnitt
Aus den Geschwindigkeiten der Einzelfahrzeuge bildet sich die mittlere lokale Geschwindigkeit. Kann man nutzen um festzustelln ob eine Geschwidnigkeitsüberwachung sinnvoll ist.
Verkerhsdichte D ist die Anzahl an Fahrzeugen in relation zum Streckenabschnitt. D = N/L [kfz/km]
Die mittlere abschnittsbezogene GEschwindigkeit v(F) ist die durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeuges innerhalb eines Abschnittes Abschnittslänge / Durchfahrtszeit
darstellung der grundlegenden Kenngrößen in Weg-Zeit-Diagramm möglich.
2.1 Verkerhserhebungen und Verkerhsaufkommensschätzung: Erhebungsmethoden
Verkerhskennzahlen sind für die Verkerhsplanung unerlässlich.
Es wird unterteilt in Methoden der Kurzzeitigen und Dauerhaften Verkerhsdatenerfassung
Manuelle Zählung (Kurzzeitig)
Zählpersonal das Fahrzeuge zählt und Klassenzuteilt
typischerweise zu Zeiten der Spitzenbelastung, Außerorts 07-09 Uhr und 15-18 Uhr. Typische Verkehrssituation gibt es Dienstags bis Donnerstag. Wochenende und Vorher nacher weicht meistens ab. Von Kurzzeitzählungen wird auf den Tagesverkehr hochgerechnet.
Induktionsschleifen (dauerhaft)
dünnerleiterdraht wird in die Straßenoberfläche eingelassen. Dieser kann durch Induktion auf überfahrende Fahrzeuge schließen. durch Verstimmungskurven in der Auswerteeinheit st selbst auf die Fehrzeugtypen zurückzuschließen wodurch eine 8+1 auswertung möglich ist.
geschwindigkeiten über zwei schleißen mit bekannten abstand und zeitmessung
Radarerfassung (kurzzeitig oder dauerhaft)
Geschwindigkeitserfassung über auswertung des Doppler-effektes. Stauchung bzw. Dehnung je nach Fahrtrichtung und geschwidnigkeit des Fahrzeuges in Relation zum Radargerät
Erfassung per Video (Kurzzeitig oder dauerhaft)
Bildverarbeitung, mit referenzierung des aufgenommenen Bildes in ein entsprechendes koordinatensystem zur Auswertung von virtuellen schleifen.
Liefert Verkerhsstärke und Geschwindigkeit
Mit KI kann auch in Fahrzeugklassen unterschiden werden
Bei einfachen temporären Auswärtungen wird mit manuellen zähler ausgewertet.
Verkehrsdichte nur schwirig zu erfassen, aber beispielsweise durch überfliegung möglich. nicht dauerhaft oder automatisiert
Weitere Methoden
Floating Car Data(FCD)/Floating Phone Data(FPD)
Mobiltelephone und GPS-systeme als Sonden im Straßenverkehr
Bluethooth-Erfassung
Erfassung bei Querschnitssdurchfahrt durch Bluethoothsignal des Fahrzeuges oder Bilderkennung. heirbei werden individual fahrzeuge erkannt.
durch wiedererkennung an unterschiedlichen punkten kann die Fahrtzeit bestimmt werden
Kennzeichenerfassung
bilderkennung des kennzeichens, vergleichbare auswertung wie bei Bluethootherfassung
generell ist bei diesen Drei auswerte verfahren ein hoher anspruch an den Datenschutz erforderlich. Personenzuordnung muss ausgeschlossen sein
2.1 Verkerhserhebungen und Verkerhsaufkommensschätzung: Prognoseverfahren
Offensichtlhc um zukunftszustände zu bewerten. SO nahm die Durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke über alle Autobahnen von 1996 zu 2019 um 19% zu.
Durch bekannte anstiegen kann eine Trendprognose abgebildet werden.
DTV(p) = DTV(0) * (1+(p/100))^(N)
DTV(P) DTV im Prognosejahr
DTV(0) DTV im Basisjahr
p mittlere jährliche Zunahme in [%]
N prognosezeitraum in [a]
Trendprognose hat begrenzte einsatzmöglichkeiten, z.B. nur bei bestand möglich und keine Neu Bauten, des weiteren nicht bei
veränderter Verkehrsnachfrage
verändertes Verkehrsnetz
verändertes Mobilitätsverhalten
disruptive Veränderungen in Technologie, Politik und Gesellschaft
Modellprognose durchsequenzielle Vier-Stufen-Alogrithmus
Verkerhserzeugung
wie viele Wege werden von Personen in einem Bestimmten gebiet zurückgelegt
Verkerhsverteilung
QUelle und Ziel der Mobilitätswünsche der Personen
Verkehrsaufteilung
Welche Verkerhsmittel wählen die Personen
Verkerhsumlegung
projizierung der Fahrtwünsche auf die Vekerhsnetze. Routenwahrverfahren wird durchgeführt (Wo lang) dabei auch berücksichtigung der Verkerhsmittel
2.2 Verkerhsablauf und Leistungsfähigkeit:
Bei der Dimensionierung von Verkerhsanlagen ist es das Ziel diese so auszulegen das sie auch bei zukünftigen Verkersstärken ohne übermäßige Stauereignisse funktionieren. Die Leistungsfähigkeit erfolgt mithilfe definierter Verkerhskenngrößen und wird in sechs Qualitätsstufen unterteilt.
QSV A
fließender Verkehr: individuell nahzu nicht beeinträchtigt, Fluss ist frei
Wartender Verkehr: sehr kurze
QSV B
Fließend: individuell nur geringes Maß eingeschränkt
warten: kurz
QSV C
Fließend: individuell spürbar eingeschränkt
warten: spürbar
QSV D
fließen: individuell deutlich beeinträchtigt
warten: beträchtlich
QSV E
fließend: Individuell nahezu ständig, Funktionsfähigkeit an der Grenze
warten: lang, erheblich an grenze der Funktionsfähigkeit
QSV F
fließen: ständig beeinträchtigt, Funktionsfähigkeit nicht merh gegeben
warten: sehr lang, funktionsfähigkeit nicht merh gegeben
im Bemessungsverfahren soll mindestens die Qualitätsstufe D eingehalten werden.
Gegleidert nach Strecken, Knotenpunkten und Netzabschnitten. Für alle teilbereiche teilweise eigene Qualitätsparameter
2.2 Verkerhsablauf und Leistungsfähigkeit: Grundlagen der Verkerhstechnik
Lokale und streckenbezogene Verkerhskenngrößen zur beurteilung der Verkerhsanlagen über das Fundamentaldiagramm der Verkerhstechnik
Q-v-Diagramm
Freier Verkerhsfluss lässt die Fahrer ihre Geschwindigkeit bis die mittlere geschwindigkeit v(0) beträgt, Mit Mehr Verkehr wird die geschwindigkeit niedriger. Bei Qmax ist die Maximale verkehrsstärke erreicht, hier ist die Geschwindigkeit v(opt). Steigt die Verkerhsmenge weiter an kommt es zum Verkerhszusammenbruch udn zu Stau.
Q-D-Diagramm
bei freien Verkehrsfluss sind wenige Fahrzeuge unterwegs und somit sind Dichte und Stärke gering. Mit steigenden Verkerhs werden die Abstände der VFahrzeuge geringer udn die Verkerhsdichte nimmt zu Bei Überschreitung von Qmax sinkt die Verkerhsstärke wieder währned die Verekrhsdichte weiter zunimmt. Bei Dmax stehen die Fahrzeuge dicht aneinander und Q ist gleich 0
v-D-Diagramm
Die Geschwindigkeit sinkt linear mit zunehmender Verkerhsdichte bis Dmax v zu 0 wird
Kontinuitätsgleichung
Q = v*D
Qmax wird auch als Kapazität C einer Verkehrsanlage bezeichnet.
2.2 Verkerhsablauf und Leistungsfähigkeit: Leistungsfähigkeit vo Strecken
Die Maßgebliche Verkerhsnachfage innerhalb eines Jahres, der Bemessungsverkehrsstärke q(B). Diese ist die 50. häächstbelastete Stunde des Jahres. IN 49 Stunden des Jahres wird eine Überstauung der Verkerhsanlage akzeptiert, in den restlichen 49 Stunden muss der Verkehrsfluss gesichert sein.
Bei Autobahnen ist das Bemessungskriterium der Auslastungsgrad
a = q(B) / C
a auslastungsgrad
q(B) Bemessugnsverkerhssträrke
C Kapazitöt (Qmax)
QSV nach Auslastungsgrad
QSV A <= 0,3
QSV B <= 0,55
QSV C <= 0,75
QSV D <= 0,9
QSV E <= 1,0
QSV F >1,0
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