Was ist PAMIRA und was ist dabei zu beachten?
PAMIRA = Packmittelrücknahme Agrar (!-> nur Verpackungen!)
-> Sytem zur sicheren und umweltgerechten Entsorgung von Planzenschutz- und Düngemittelverpackungen (Recycling)
Beachte:
Pamira-Logo auf der Verpackung (!)
KANISTER
Sorgfältig spülen
Restentleert, offen, trocken
Innen und außen sauber
Deckel separat sammeln
VERPACKUNGEN trennen nach
Kunststoff-Verpackungen,
Kunststoff-Verschlüssen,
Metall-Verpackungen und volumenflexible Verpackungen wie Säcke, Beutel und Schachteln aus Kunststoff und Papier
VERPACKUNGEN durchtrennen
Verpackungen über 50 Liter durchtrennen
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[PRE-SYSTEM = Pflanzenschutzmittel Rücknahme und Entsorgung -> sichere Rücknahme und Entsorgung von Chemikalien aus der Landwirtschaft]
was sind relevante Umweltfaktoren im Obstbau
-> Klima, Lage, Boden
Temperatur
Wärmemenge/warme Tage
Spätfrost
Winterfrost
Wasser
Bodenfeuchte
Blattfeuchte
Licht
Sonnenstunden
Lichtmangel
Beschattung
Nord-Süd-Ausrichtung
chemische Faktoren
Speicher- und Transformationsvermögen für Nährstoffe
Kalkgehalt
allgemeiner Bodenzustand
mechanische Faktoren
flach/steil
Festgestein/Sand
Wind
Hagel
Raureif
Schneedruck
was sind meristematische Zellen
undifferenzierte Zellen
verfügen über die gesamten genetischen Informationen der Mutterpflanze
ist am Wachstum durch Zellteilung beteiligt
was macht ein Weinbauklima aus?
Definition:
mind 9°C Jahresdurchschnittstemperatur
1300 - 1500 Sonnenstunden/Jahr
mind. 450l /Jahr Niederschlag
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Wärmesumme: > 1.200 °C·Tag (für frühe Sorten) bis > 1.600 °C·Tag (für spätere Sorten).
Niederschlag: 500–800 mm/Jahr mit trockener Reifezeit (Sept/Okt).
Sonnenschein: > 1.600 Stunden/Jahr, mit Fokus auf die Reifeperiode.
Temperaturamplitude: Ausreichend große Tag-Nacht-Schwankung in der Reife (> 10 °C) zur Säureerhaltung.
Frostsicherheit: Geringes Risiko von Spätfrösten durch günstige Topografie.
Wichtigster Unterschied zum allgemeinen Obstbau:
Beim Obstbau (Äpfel, Birnen) sind die Anforderungen an die Wärmesumme oft niedriger, und die Sorten sind robuster gegenüber Regen während der Reife.
Beim Weinbau ist die Balance zwischen Zucker und Säure durch die Temperaturamplitude und die Trockenheit im Herbst der entscheidende Qualitätsfaktor, der ein „Weinbauklima" von einem „normalen Agrarklima" unterscheidet.
welche verschiedenen Anbaugebiete gibt es in Deutschland und was sind deren klimatische Unterschiede
vier Hauptregionen für den kommerzielle Obstanbau (Äpfel, Birnen, Kirschen, Steinobst) in Deutschland
A. Bodenseegebiet (Konstanz, Überlingen, Lindau)
-> wärmste und mildeste Anbaugebiet
Sonnenstunden:
ca. 1.800 bis 1.900 Stunden/Jahr
Der Bodensee wirkt als gigantischer Wärmespeicher („See-Effekt"), der die Nachttemperaturen mildert und die Vegetationsperiode verlängert
Temperaturen:
Jahrestemperatur bei ca. 9–10 °C
Frostgefahr im Frühjahr ist geringer als im Binnenland (relevant Kirschen, Aprikosen)
Niederschlag:
Ca. 1.000–1.200 mm/Jahr
oft gleichmäßiger verteilt
Luftfeuchtigkeit ist hoch, was Pilzdruck (z. B. Schorf) erhöhen kann, aber auch die Verdunstung reduziert
Spezialisierung: Bekannt für frühe Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche und hochwertige Äpfel (z. B. Gala, Golden Delicious). Hier gedeihen auch wärmeliebende Sorten, die anderswo kaum reifen
B. Altmühltal und die Fränkische Schweiz (Bayern)
-> klassisches kontinentales Übergangsklima mit starken Tag-Nacht-Schwankungen.
Sehr hoch, oft über 1.700 Stunden/Jahr
da die Region oft wolkenärmer ist als das Nordwestdeutsche Tiefland
Heiße Sommer (oft >30 °C), aber kalte Winter
Die Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht ist groß ->fördert die Zuckerbildung und Farbentwicklung (Anthocyane) bei Äpfeln und Birnen
Relativ gering (ca. 700–800 mm/Jahr)
Trockenstress ist hier ein häufigeres Problem als in anderen Regionen, weshalb Bewässerungssysteme oft notwendig sind.
Spezialisierung: Stark auf Birnen (z. B. Conference) und Äpfel spezialigt. Die trockene Luft begünstigt die Haltbarkeit der Früchte nach der Ernte.
C. Rheintal (Rheinhessen, Pfalz, Baden)
-> warmes, trockenes Klima mit kontinentalem Einschlag
Ähnlich hoch wie am Bodensee, teils über 1.800 Stunden/Jahr
Sehr warme Sommer, milde Winter -> Region gilt als eine der wärmsten in Deutschland
Oft unter 600–700 mm/Jahr (besonders in der Pfalz)
eines der trockensten Gebiete, was den Bedarf an künstlicher Beregnung massiv erhöht
Spezialisierung: Neben Wein ist dies ein wichtiges Gebiet für Steinobst (Zwetschgen, Kirschen) und Äpfel. Die Trockenheit reduziert Pilzkrankheiten, erhöht aber das Risiko von Sonnenbrand an den Früchten
D. Das Norddeutsche Tiefland (Oldenburg, Ostfriesland, Schleswig-Holstein)
-> maritimes, kühles und feuchtes Klima.
Deutlich niedriger, oft nur 1.500–1.600 Stunden/Jahr.
Kühlere Sommer, milde Winter -> Vegetationsperiode beginnt später und endet früher.
Hoch und häufig (über 900–1.000 mm/Jahr)
Die hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Pilzkrankheiten (Apfelschorf, Monilia) massiv
Spezialisierung: Traditionell Äpfel (z. B. Boskoop, Elstar) und Beerenobst (Johannisbeeren, Himbeeren). Der Anbau von Steinobst (Kirschen, Pflaumen) ist hier riskanter wegen der Feuchtigkeit während der Blüte und Reife.
Nachfolgend eine Gegenüberstellung der Schlüsselfaktoren, wie sie in Studien des Julius Kühn-Instituts (JKI) und des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) diskutiert werden:
Faktor
Bodensee (Süd)
Rheintal/Pfalz (West/Süd)
Altmühltal (Ost/Süd)
Norddeutsches Tiefland (Nord)
Wärmesumme
Sehr hoch (hohe Nachttemp.)
Sehr hoch (hohe Tagestemp.)
Hoch (große Schwankung)
Mittel bis niedrig
Frostrisiko
Gering (durch See)
Mittel (kalte Nächte möglich)
Hoch (Spätfröste im Tal)
Mittel (häufige Nebelfröste)
Niederschlag
Hoch, gleichmäßig
Niedrig, trocken
Mittel, oft trocken
Hoch, häufig
Luftfeuchtigkeit
Hoch (Pilzdruck!)
Niedrig (geringer Pilzdruck)
Mittel
Sehr hoch (hoher Pilzdruck)
Bodenwärme
Durch See moderiert
Durch Sand/Kies gespeichert
Durch Lössböden gespeichert
Oft sandig/kühl
Hauptproblem
Pilzbefall (Schorf)
Trockenstress / Hitze
Spätfröste / Trockenheit
Pilzbefall / Kühle Sommer
Laut aktuellen Veröffentlichungen des Staatsinstituts für Obstbau und des DWD verändern sich diese Zonen durch den Klimawandel:
Verschiebung der Anbaugrenzen:
Regionen, die früher zu kalt waren (z. B. Teile Norddeutschlands), werden zunehmend für wärmeliebendere Sorten interessant.
Gleichzeitig leiden traditionelle Gebiete wie das Rheintal unter Hitzeextremen (>35 °C), die zu Sonnenbrand an Früchten führen und die Photosynthese hemmen.
Wasserstress als limitierender Faktor:
In den trockenen Regionen (Pfalz, Altmühltal) wird die Bewässerung zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor. Studien zeigen, dass ohne Bewässerung die Erträge bei Äpfeln und Birnen um bis zu 40 % sinken können.
Im Norden ist das Problem weniger Wasser, sondern die Verdunstung und die Notwendigkeit von Fungiziden gegen Pilze.
Blütezeit und Frost:
Durch mildere Winter blühen Obstbäume früher. Das erhöht das Risiko von Spätfrösten im April/Mai, besonders in Tallagen (Altmühltal, Neckartal). Der Bodensee bietet hier noch den besten Schutz.
Die Unterschiede in Deutschland sind weniger durch grobe Breitengrade bestimmt, sondern durch lokale Mikroklimata (Täler, Flussnähe, Höhenlagen).
Für frühes und wärmeliebendes Obst (Kirschen, Aprikosen) ist das Bodenseeklima unübertroffen.
Für hochwertige Äpfel und Birnen mit guter Lagerfähigkeit sind die trockenen, sonnigen Gebiete (Rheintal, Altmühltal) ideal, sofern bewässert werden kann.
Das Norddeutsche Klima erfordert intensive Pflanzenschutzmaßnahmen gegen Pilze, bietet aber stabile Erträge bei robusten Sorten.
was sind die unterschiedlichen Leitgewebesysteme
Xylem
-> reicht über den gesamten Pflanzenkörper
Transport von Wasser und Nährstoffen
speichert Nährstoffe
Stützt die pflanzlichen Organe
Phloem (Siebröhren)
Transport von Assimilaten, Aminosäuren, Spurenelemente, Proteine udn Hormonen
Kambium
für Dickenwachstum mehrjähriger Pflanzen
bildet nach innen den Holzteil (Xylem)
nach außen den Siebteil (Phloem)
welche Pflanzenfarbstoffe gibt es
Carotinoide -> gelb, orange, rot
bspw Hagebutte, gelbe Rose, Orange
Chlorophylle -> grün
bspw grüne Blätter, Kiwi,
Anthocyane -> rot, blau, violet, pink
bspw Heidelbeere, rote Rose, blaue Weintraube
Betalaine -> rot bis dunkelviolett
bspw Rote Beete
3 maßgebliche Klimafaktoren für den Obstbau und deren Auswirkungen
Temperatur -> Blütenbildung, Wachstum, Ausreifung/Farbe der Frucht, Hitzestress, Frostrisse (durch hohe Temperaturschwankungen im Frühling), Hitzerisse durch starke Sonneneinstrahlung, Transpiration
Licht -> Ausfärbung der Früchte, Energiequelle bei Photosynthese
Niederschlag -> Wasserversorgung, Nährstoffversorgung
was ist die
a) innere
b) äußere Verkehrslage
eines Obstbaubetriebes
a) Betriebsinterne Transportwege -> Ernte zum Lager, Lager in den Verkauf usw
b) Betriebsexterne Wege -> Erntegut zum Großhandel, Markt, Stände usw.
3 geschlossene Obstanbaugebiete in Deutschland
Bodensee
Altes Land
Voreifel/Niederrhein
a) Woran erkennt mensch frostgefährdete Lage (3 Nennungen)?
b) Was kann man dagegen tun (3 Nennungen)?
a) frostgefährdete Lagen
windarme Tal- oder Tieflagen wo sich Kälte staut/Kaltluft nicht abfließen kann
Nord- und Osthänge
kalte, windige Plateaulagen
feuchte Niederungsgebiete
begrünter, feuchter Boden/Wiese -> hemmt die Erwärmung des Bodens und kühlt zusätzlich durch Verdunstung
Schwerer Boden -> erwärmt sich auch langsamer
b) was tun
Frostberegnung
Bedachung
Windmaschinen
bessere Durchlüftung durch (teilweise) Entfernung von Hindernissen (Hecken, Bäume)
Welche Auswirkungen hat das Ballungsgebiet Rhein-Main auf einen Obstbaubetrieb vor Ort (5 Nennungen)
naher Absatzmarkt
Direktvermarktung gut möglich
guter Absatzmarkt durch städtische Gebiete und mehr Menschen
gute Infrastruktur
bedrohte Flächen durch Bau von Häusern/Infrastruktur
Schadstoffgefahr
Konkurrenz
Arbeitskräfte vorhanden
3 anerkannte Anbauverbände des ökologischen Landbaus
Bioland e.V.
Demeter
Naturland e.V.
Ecoland e.V.
Merkmal
EU-Bio (Grundstandard)
Bioland
Naturland
ecoland (Hinweis unten*)
Philosophie
Gesetzliches Minimum für Bio.
Ganzheitlicher Ansatz, Fokus auf geschlossene Kreisläufe.
Sozial-ökologischer Ansatz, Fokus auf Nachhaltigkeit & Fairtrade.
Biodynamisch: Hof als lebendiger Organismus, spirituell-ökologisch.
Oft regionaler Dachverband oder spezifische Initiative (siehe Hinweis).
Düngung
Kompost, Mist, pflanzliche Dünger. Strohmist bevorzugt.
Eigenbetriebliche Düngung bevorzugt. Externe Zufuhr stark begrenzt.
Ähnlich wie Bioland, strenge Regeln für externe Dünger.
Exklusiv eigene Hofdünger (Mist, Kompost). Keine externen mineralischen Dünger.
Folgt meist EU-Bio oder eigenen regionalen Standards.
Futter
Bio-Futter (mind. 60% vom eigenen Hof).
100% Bio-Futter. Max. 20% konventionelles Futter in Ausnahmefällen (nicht bei Demeter).
100% Bio-Futter. Strengere Regeln für Importfutter.
100% Bio-Futter vom eigenen Hof oder Partnerhöfen. Keine Importe von außerhalb der Region (sofern möglich).
Variabel, oft EU-Bio.
Tierhaltung
Stallfläche, Auslauf, kein Massentierhaltung.
Mehr Platz als EU-Bio (z.B. 20% mehr Stallfläche). Auslauf verpflichtend.
Soziale Aspekte: Faire Preise für Landwirte, strenge Tierschutzregeln.
Maximaler Tierschutz: Viel Platz, Weidegang verpflichtend, keine Kastration ohne Betäubung, Hörner bei Rindern.
Variabel.
Pflanzenschutz
Nur zugelassene natürliche Mittel.
Noch strengere Liste erlaubter Mittel.
Fokus auf Prävention und Biodiversität.
Keine chemisch-synthetischen Mittel. Einsatz von biodynamischen Präparaten (z.B. Hornmist, Hornsilber).
Verarbeitung
95% Bio-Zutaten, strenge Zusatzstoffliste.
Weniger Zusatzstoffe als EU-Bio.
Fokus auf faire Handelsbedingungen in der Lieferkette.
Sehr strenge Zusatzstoffliste. Keine künstlichen Aromen, keine Gentechnik, strenge Reinigungsmittelregeln.
Besonderheit
Basis für alle Bio-Siegel.
Größter deutscher Bio-Verband, stark in der Politik vertreten.
Fairtrade-Integration, globale soziale Standards.
Biodynamische Präparate, Mondrhythmus, Hoforganismus.
Siehe Hinweis.
Demeter (Der strengste Standard):
Unterscheidet sich fundamental durch die biodynamische Landwirtschaft. Der Hof wird als eigenständiger, lebendiger Organismus betrachtet.
Verpflichtender Einsatz von biodynamischen Präparaten (z. B. Präparat 500 aus Kuhhorn, Präparat 501 aus Quarz), die die Boden- und Pflanzenkraft aktivieren sollen.
Verzicht auf jegliche externe Zufuhr von Futtermitteln oder Dünger, wenn es im Rahmen des Hoforganismus möglich ist (stärkere Selbstversorgung als bei Bioland/Naturland).
Erhalt der Hörner bei Rindern ist Pflicht.
Naturland (Sozial & Global):
Legt besonderen Wert auf soziale Gerechtigkeit und faire Arbeitsbedingungen, auch in Entwicklungsländern (starker Fairtrade-Bezug).
Hat oft strengere Vorgaben zur Biodiversität (z. B. Anteil der Fläche für Naturflächen) und zum Gewässerschutz als Bioland.
Führt oft Projekte zur Förderung von Kleinbauern weltweit.
Bioland (Der etablierte Standard):
Setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz, ist aber oft pragmatischer als Demeter.
Fokus auf geschlossene Nährstoffkreisläufe innerhalb des Betriebs, erlaubt aber mehr Flexibilität bei der Futtermittelzufuhr als Demeter.
Sehr stark in der politischen Lobbyarbeit für den Bio-Sektor in Deutschland.
ecoland (Klärung):
Wichtig: "ecoland" ist kein großer, flächendeckender Bio-Verband in Deutschland wie die oben genannten drei.
Es gibt regionale Initiativen oder kleinere Verbände mit ähnlichem Namen (z. B. ecoland e.V. in einigen Regionen oder Vermarktungsinitiativen), die oft EU-Bio-Standards plus zusätzliche regionale Kriterien verfolgen.
Falls Sie einen spezifischen regionalen Verband meinen (z. B. in Österreich oder einer bestimmten Region Deutschlands), können die Kriterien variieren. Oft orientieren sie sich an Bioland oder Naturland, haben aber weniger eigene, strenge Richtlinien als Demeter.
welche Geräte und Maschinen dürfen nur nach Bescheinigung genutz werden?
jegliche Fahrzeuge mit Führerscheinpflicht
Kettensäge
Stapler
Bagger/Radlader
Was sind die 3 Wasserschutzgebietszonen und was bedeutet das für den Obstbau
W1 -> dient dem Schutz dem Nahbereich von Gewinnungs- oder Fassungsanlagen bspw mindestens 10m um einen Brunnen
= keine Zulassung für obstbauliche Nutzung!
W2 -> dient dem Schutz des zufließenden Wassers zu Gewinnungsanlagen vor Verunreinigung (z.B. Bakterien, Viren, Parasiten usw.) und umfasst einen Raum indem das zufließende Wasser mindestens 50 Tage braucht
= es gelten Nutzungsbeschränkungen für Landwirtschaft -> keine flüssigen Wirtschaftsdünger und keinen Mist
W3 -> umfasst das ganze Einzugsgebiet von Wassergewinnungsanlagen und dient dem Schutz vor weitreichenden Beeinträchtigungen durch nicht oder schwerabbaubaren chemischen oder radioaktiven Verunreinigungen
= Nitratauswaschungen sollen vermieden werden, Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Terbutylazin sind verboten
Welche Möglichkeiten für Witterungsschutz gibt es für obstbauliche Anlagen?
Hagelschutznetz
Frostschutzberegnung
Windschutzhecke
Gewächshaus/Folientunnel
Abdeckungen wie Vlies
Beschattungsnetze
Möglichkeiten zur Vogelabwehr für welche Kulturen
-> Kirschen, Beeren (Erdbeeren, Johannis-, Heidel- Himbeeren) -> weiche Schale, süß
Netze
Schussanlagen/-apparate
Geräuschsimulatoren
Flugdrachen/Raubvogelimitationen
Spiegel- und Lasergeräte
Vogelscheuche
-> Diese Früchte sind für Vögel aufgrund ihres hohen Zuckergehalts und oft weichen Fruchtfleisches extrem attraktiv. Ohne Schutznetze sind Ernteverluste von 50–100 % üblich.
Kirschen (Süßkirschen):
Warum: Der höchste Zuckergehalt aller Obstarten, weiches Fruchtfleisch, keine Schale. Vögel (vor allem Drosseln, Stare und Kirschenfresser) picken die Früchte oft schon an, bevor sie vollreif sind, um an den Saft zu kommen.
Schadensbild: Oft wird nur ein kleiner Teil der Frucht angefressen, die ganze Frucht fällt jedoch ab oder ist unbrauchbar.
Schutz: Netze sind hier fast zwingend erforderlich für den kommerziellen Anbau.
Beerenobst (Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren):
Warum: Kleine, weiche, sehr süße Früchte, die leicht zu pflücken sind.
Besonderheit: Bei Heidelbeeren ist der Druck enorm, da die Früchte lange am Strauch hängen und die Reifung über Wochen verläuft. Stare und Drosseln können ganze Bestände leerfressen.
Schutz: Netze sind Standard im modernen Anbau.
-> Diese Früchte sind attraktiv, aber oft etwas härter oder haben eine Schale, die Vögeln etwas mehr Widerstand bietet. Dennoch sind die Verluste ohne Schutz wirtschaftlich nicht tragbar.
Pfirsiche & Nektarinen:
Warum: Sehr süß, saftig, weiches Fleisch. Vögel (Amseln, Drosseln) picken oft Löcher in die reifen Früchte.
Problem: Die Einstichstellen öffnen die Tür für Pilze und Fäulnis, was die Lagerfähigkeit zerstört.
Aprikosen:
Warum: Ähnlich wie Pfirsiche, aber oft noch süßer und weicher. Da sie früh reifen, sind sie eine der ersten "Leckerbissen" im Frühsommer.
Trauben (Weinbeeren):
Warum: Hoher Zuckergehalt, weiche Schale. Stare und Drosseln fressen gerne die reifen Beeren.
Schaden: Neben dem direkten Fraß führen die Einstichstellen zu Essigsäuregärung und Schimmel (Botrytis), was den gesamten Wein verderben kann.
-> Bei diesen Früchten ist der Schaden oft geringer oder betrifft nur einen Teil der Ernte, da die Früchte härter sind oder Vögel andere Präferenzen haben.
Äpfel:
Warum: Äpfel sind härter und haben eine dickere Schale. Vögel (vor allem Stare und Drosseln) fressen sie erst, wenn sie vollreif und weich sind, oder picken Löcher in die Schale, um an den Saft zu kommen.
Unterschied: Bei frühen Sorten ist der Druck geringer. Bei späten, sehr süßen Sorten (z. B. Gala, Fuji) steigt der Druck im Herbst, wenn andere Nahrungsquellen knapp werden.
Schutz: Oft werden nur Netze in sehr empfindlichen Hochwert-Produktionen eingesetzt; in vielen Betrieben wird der Schaden in Kauf genommen oder durch Abschreckung (Vogelscheuchen, Laser) versucht zu minimieren.
Birnen:
Warum: Ähnlich wie Äpfel, aber oft etwas weicher im Kernbereich. Vögel fressen sie, aber der Schaden ist oft geringer als bei Kirschen.
Pflaumen/Zwetschgen: Zwar süß, aber oft etwas festeres Fleisch und eine wachsartige Schicht (Käse), die Vögeln weniger zusagt als bei Kirschen. Dennoch können Schäden auftreten, besonders bei späten Sorten.
Sauerkirschen: Aufgrund des hohen Säuregehalts sind sie für viele Vogelarten weniger attraktiv als Süßkirschen.
-> Da der Vogelfraß bei Kirschen und Beerenobst existenzbedrohend sein kann, hat sich der Einsatz von Schutznetzen als wirtschaftlich notwendige Investition etabliert.
Netze: Wirksamste Methode (95–99 % Schutz). Kostenpunkt: Hohe Anfangsinvestition, aber langfristig amortisiert durch Ertragssicherung.
Akustische/Visuelle Abschreckung: (Ballons, Laser, Lautsprecher mit Vogelalarmrufen). Wirkt oft nur kurzzeitig, da Vögel sich daran gewöhnen (Habituation).
Chemische Mittel: In Deutschland und der EU für den Vogelfraßschutz im Freiland kaum noch zugelassen oder effektiv (z. B. Methionin-basierte Mittel, die den Magen von Vögeln reizen, sind stark reglementiert).
Zusammenfassend: Wenn Sie eine Obstart wählen, die ohne Netze wirtschaftlich angebaut werden soll, sind Äpfel und Birnen die sicherste Wahl. Kirschen und Beeren erfordern fast zwingend eine Netzinvestition, da der natürliche Fraßdruck zu hoch ist.
Was braucht es für Materialien für eine Apfelanlage (6 Nennungen)
Pflanzgut (Bäume)
Pfosten/Pfähle
Draht
Tonkinstäbe/Bambusstäbe
Klammern (für Tonkins)
Schlauchband
Pfahlramme
Maßband
Pflanzschnur
Spaten
Creppel/Drahtspanner
Spannzange
4 Verfahren zur
a) Verfrühung
b) Verzögerung
der Ernte
Abdeckung mit Lochfolie oder Vlies
Minitunnel ca 14 Tage
Hochtunnel ca 3-4 Wochen
Strohbedeckung +1Woche
Terminkulturen 8 Wochen nach Pflanzung (bspw Frigopflanzen)
Anbau von remontierenden Sorten -> Ernte bis Anfang Oktober (bspw Himbeeren)
Informationsmöglichkeiten bei obstbaulichen Problemen
Obstbau- /Pflanzenschutzberater
Internet
Fachliteratur
Kollegen
Versuchsanstalten
Was ist “Intersterilität” bei Süßkirschen und was heißt das für den Obstbau?
nicht jede Sorte kann eine andere Sorte befruchten = Kreuzungsunverträglichkeit
-> es muss sich über die passenden Befruchtersorteninformiert werden
a) Was braucht es für technische und bauliche Vorraussetzungen für ein Kühllager?
b) Welche Vorraussetzungen braucht es zusätzlich für ein CA-Lager?
a) Kühllager
Dämmung
Luftdicht
Generator
Temperaturmesser
b) CA-Lager
elektronische Messgeräte für CO2, O2, H2O
Ventil für den Druckausgleich
Gassperre
CO2-Adsorber
Bindung des von den Früchten ausgeatmeten CO2 an Aktivkohle
Luftseperator/Stickstoffgeneratoren
trennen die Luft in Stickstoff und Sauerstoff, wobei der Stickstoff in Tanks gesammelt wird
Lunge
Austausch von Sauerstoff nach außen und Stickstoff nach innen
Welche gasförmigen Stoffe werden im CA/ULO-Lager verwendet
Kohlendioxid (CO²)
Sauerstoff (O²)
was sind optimale Lagerbedingungen bei Äpfeln
Temperatur 1-3°
Luftfeuchtigkeit 95%
Sauerstoff 1-2%
Kohlendioxid <1-4%
-> das ist auch sortenabhängig
Hier sind die spezifischen Lagerbedingungen für die Top-Sorten im deutschen Anbau:
A. Gala (und Varianten wie Royal Gala, Brookfield)
Marktanteil: Eine der meistangebauten Sorten in Deutschland (früh bis mittlere Reife).
Lagerdauer: Kurz bis mittellang (ca. 3–5 Monate).
Temperatur: 0,5 °C bis 1,0 °C.
Hinweis: Empfindlich gegen Kälteschäden (Chilling Injury) bei zu niedrigen Temperaturen (< 0 °C) oder zu langer Lagerung bei 0 °C.
Relative Luftfeuchtigkeit (RLF): 90–95 %.
Wichtig zur Vermeidung von Gewichtsverlust (Schrumpfung).
CO₂-Gehalt (CA-Lager): 1,0–2,0 %.
Höhere CO₂-Werte (> 3 %) können zu CO₂-Schäden führen (braune Flecken im Fruchtfleisch, "Core Flush").
O₂-Gehalt: 2,0–3,0 %.
Besonderheit: Gala neigt bei zu warmer Lagerung schnell zur Mehlbrüchigkeit (Verlust der Knackigkeit). Die Lagerung sollte daher so kühl wie möglich, aber ohne Kälteschaden, erfolgen.
B. Elstar (und Varianten)
Marktanteil: Traditionelle deutsche Sorte, sehr beliebt, mittlere Reife.
Lagerdauer: Mittellang (ca. 4–6 Monate).
CO₂-Gehalt (CA-Lager): 1,5–2,5 %.
Elstar ist relativ robust gegenüber CO₂, aber zu hohe Werte können zu Braunfäule führen.
Besonderheit: Elstar hat eine hohe Ethylenproduktion. Sie sollte nicht zusammen mit sehr ethylenempfindlichen Sorten gelagert werden. Neigt bei zu warmer Lagerung zur Schwammigkeit des Fruchtfleisches.
C. Golden Delicious
Marktanteil: Weltweit und in Deutschland sehr wichtig, späte Reife.
Lagerdauer: Lang (ca. 6–9 Monate, unter idealen Bedingungen bis 10 Monate).
Temperatur: 0,0 °C bis 0,5 °C.
Hinweis: Sehr kältetolerant, aber bei zu langer Lagerung bei 0 °C kann Kälteschaden (bräunliche Flecken unter der Schale) auftreten.
Sehr empfindlich gegenüber hohen CO₂-Werten (Risiko von CO₂-Schäden und Innenfäule).
O₂-Gehalt: 1,5–2,5 %.
Besonderheit: Gold Delicious ist die "Königin der Lageräpfel". Sie behält ihre Qualität sehr lange, verliert aber bei zu warmer Lagerung schnell an Säure und wird mehlig. Oft wird 1-MCP (Ethylenblocker) eingesetzt, um die Haltbarkeit zu verlängern.
D. Braeburn
Marktanteil: Wichtige späte Sorte, sehr lagerfähig.
Lagerdauer: Sehr lang (bis 10–12 Monate).
Braeburn toleriert höhere CO₂-Werte besser als Golden Delicious, ist aber anfällig für Braunfäule bei zu hohen Werten.
Besonderheit: Sehr robust, aber neigt bei unsachgemäßer Lagerung zu Bitterfleck (eine physiologische Störung).
E. Fuji
Marktanteil: Wachsende Bedeutung, sehr spät reifend.
Lagerdauer: Extrem lang (bis 12 Monate und mehr).
Fuji ist sehr empfindlich gegenüber CO₂-Schäden (braune Flecken).
Besonderheit: Sehr hoher Zuckergehalt und feste Struktur machen ihn extrem lagerfähig. Oft wird 1-MCP eingesetzt, um die Reife zu verzögern.
Kontrollierte Atmosphäre (CA-Lager):
Die Reduzierung von Sauerstoff (O₂) auf 1,5–3,0 % und die Erhöhung von Kohlendioxid (CO₂) auf 1,0–3,0 % verlangsamen die Atmung drastisch.
Wichtig: Die genauen Werte müssen sortenspezifisch eingestellt werden. Zu viel CO₂ führt zu physiologischen Schäden (Flecken, Faulstellen), zu wenig O₂ führt zu Gärung.
Temperaturmanagement:
Die ideale Temperatur liegt knapp über dem Gefrierpunkt des Apfels (ca. -1,0 °C bis -1,5 °C, je nach Sorte und Zuckergehalt).
Temperaturschwankungen sind zu vermeiden, da sie Kondenswasserbildung fördern, was Pilzbefall (z. B. Graufäule) begünstigt.
Relative Luftfeuchtigkeit (RLF):
90–95 % ist der Standard.
Unter 85 % führt zu Gewichtsverlust (Schrumpfung) und Welke.
Über 98 % fördert Pilzwachstum.
Ethylen-Management:
Äpfel produzieren Ethylen, das die Reife beschleunigt.
In modernen Lagern wird Ethylen durch Aktivkohlefilter oder chemische 1-MCP-Behandlung (1-Methylcyclopropen) entfernt/blockiert. 1-MCP bindet an die Ethylenrezeptoren und stoppt die Reifung für mehrere Monate.
Erntezeitpunkt:
Die Lagerfähigkeit ist stark vom Erntezeitpunkt abhängig.
Zu früh geerntet: Schlechte Lagerfähigkeit, schmecken "grün", entwickeln keine Aromen.
Zu spät geerntet: Schnelle Alterung, mehlige Textur, hohe Anfälligkeit für Lagerfäule.
Indikatoren: Stärke-Charts, Festigkeitsmessung, Amylase-Test, Schaumtest.
Fehler
Ursache
Betroffene Sorten
Mehlbrüchigkeit
Zu warme Lagerung, zu lange Lagerung, zu spätere Ernte
Gala, Elstar, Jonagold
CO₂-Schaden
Zu hoher CO₂-Gehalt (> 3 %), zu niedriger O₂-Gehalt
Golden Delicious, Fuji, Gala
Braunfäule
Zu hoher CO₂-Gehalt, zu niedrige Temperatur
Elstar, Braeburn
Kälteschaden
Zu niedrige Temperatur (< 0 °C) über längere Zeit
Gala, Granny Smith
Bitterfleck
Calciummangel im Baum, zu lange Lagerung bei zu hoher Temp.
Braeburn, Fuji
Graufäule
Hohe Luftfeuchtigkeit, Pilzinfektion bei der Ernte
Alle Sorten (besonders bei Beschädigung)
Für die wirtschaftlich relevantesten Sorten in Deutschland (Gala, Elstar, Golden Delicious, Braeburn, Fuji) gilt:
Temperatur: Fast immer 0,0–1,0 °C.
Feuchtigkeit: 90–95 %.
Atmosphäre: CA-Lagerung mit O₂ 1,5–3,0 % und CO₂ 1,0–2,5 % (sortenspezifisch anpassen!).
Ethylenkontrolle: Einsatz von 1-MCP ist in der modernen Lagerung Standard, um die Haltbarkeit zu maximieren.
Methoden zur Bestimmung des Erntezeitpunkts
Ausfärbung (optisch)
Fruchtgröße bestimmen (Schablone, Schieblehre)
Brix-Test/Refraktometer -> Zuckergehalt
Jod-Stärke-Test -> Stärkeabbau
Fruchtfleischfestigkeit (Penetrometer)
eine Standardbodenanalyse auf einem Erdbeerfeld ergibt (ohne Stickstoff):
7,5 (5/15/5)
Was bedeutet das und wie ist es zu beurteilen?
7,5 pH-Wert
5 mg/100gr Phosphor
15 mg/100gr Kalium
5 mg/100gr Magnesium
Bewertung:
optimaler pH-Wert für Erdbeeren 5-6pH (schwach-sauer)
5-10mg Phosphor ausreichend
14-24mg Kalium ausreichend
4-7,5mg Magnesium niedrig (-> 7,6-13,5mg ausreichend)
!-> Boden zu kalkhaltig, Magnesium kann aufgedüngt werden
Welche Möglichkeiten gibt es im Erdbeeranbau Spätfröste zu vermeiden?
Strohabdeckung
Abdeckung mit Vlies
Gewächshauskulturen
bewegliche Folientunnel aufstellen
Welche Witterungsfaktoren verhindern Spätfröste?
kalter Winter und Frühjahr -> Knospen gehen nicht so früh auf
Bewölkte Nächte
trockene, klare, windstille und wolkenlose Nächte -> führen zu Strahlungsfrösten
vom Boden abgestrahlte Wärme geht ungehindert nach oben ab, kalte Luft sinkt auf den Boden
vs Advektivfrost = vertikale Zuströmung von Kaltluft
Wind in Tallagen
Wind aus Süd-West
Nach welchen Prinzipien arbeiten Sortiermaschinen
Farbsortierung mit Kamera/Video
Größensortierung, mechanisch nach Gewicht und Durchmesser
was gibt es für verschiedene Verpackungen für Obst
a) im Endverkauf
b) für die Lagerung
a) Beutel, Kisten, Schalen
b) Großkisten, Bodenseekisten (20kg)
3 Vermarkungswege
Direktvermarktung -> Hofladen, Stände
Wochenmärkte
Einzelhandel/Großmarkt
5 wichtige Faktoren für Direktvermarktung
Lage
Verkaufsraum
Sortimentsvielfalt
Werbung
Wirtschaftlichkeit
Konkurrenz einschätzen
Was braucht es für eine Erdbeer-Selbstpflücke
Wegweiser
Verkaufshäuschen
Parkplätze
Waage am Acker
Einweiser
Nach welchen Kriterien werden Äpfel sortiert
Farbe
Größe
Beschädigungen
Welche Vorraussetzungen muss Obst der Handelsklasse 1 erfüllen
Allgemein:
Handelsklasse extra - höchste Qualität
-> frei von jeglichen Fehlern
-> gut geformt
-> einheitliche Farbbeschaffenheit
-> gleiche Größe
Handelsklasse 1 - gute Qualität
-> leichte Abweichungen möglich
-> leichte Form- und Entwicklungsfehler
-> leichte Farbfehler
-> sehr leichte Quetschungen
-> ausreichende Festigkeit
Handelsklasse 2 - mittlere Qualität
-> gröbere Fehler
-> gröbere Farbabweichungen möglich
-> mindesteigenschaften müssen eingehalten werden
-> die meisten Bio-Artikel haben diese Klasse
6 Möglichkeiten menschliche Arbeitskraft zu rationalisieren
Ki-gesteuerte Erntemaschinen
Ernten in Großkisten
Erntezug
Pflückschlitten
Arbeitsbühne
Auflesegerät bei Verwertungsobst
Welche Kosten gehen in den Preis für Direktvermarktung ein
Arbeitskraft
Strom
Versicherung
Maschinennutzung
Einkaufspreis bei Zukäufen
Für was stehe die Zahlen bei einer Bodenanalyse (ohne Stickstoff):
6,5 /5/15/5
Die Zahlen geben den prozentualen Wert eines vorhandenen Stoffs im Boden an:
pH Wert = 6,5
P/Phosphor = 5%
K/Kalium = 15%
Mg/Magnesium = 5%
Nach welchem physikalischen Prinzip funktioniert Frostschutzberegnung
Die Änderung des Aggregatzustandes von Wasser zu Eis setzt Energie (Erstarrungswärme) frei, dadurch fällt die Temperatur innerhalb der Eishülle nie unter 0°
Dies schützt die Blüte vor dem Zelltod.
6 Bodenbearbeitungsmaßnahmen
Hacken, fräsen, pflügen, wenden, lockern, zerkleinern, ebnen, walzen, umbrechen, Mulchen, krümeln
Hacken
oberflächliche Bearbeitung
brechen der Bodenkapillare um eine Verdunstung zu verhindern
mechanische Unkrautentfernung
Fräsen
Lockerung, Krümelung und intensive Durchmischung von organischen Substanzen
Bearbeitungstiefe ist zwischen 15-25 cm
-> problematisch kann dabei Hummusabbau, Strukturverschlechterung und Abnahme von MIkroorganismenaktivität sein, wenn zuviel gefräßt wird
(Zerstörung der Krümmelstruktur, Verlust des Bodenschlusses, Unterbrechung der Kapillare, Abtöten von größeren Bodentiere)
-> gröbere Alternative ist eine Rotoregge
Pflügen
tiefe, wendende Bodenbearbeitung (25-35 cm tief)
nachhaltiges Lockern, Krümmeln und Durchlüften der gesamten Krumentiefe
unterpfügen von Ernteresten, Wildkräutern oder organischer Düngung
grobschollige Pflügen im Winter führt zur Frostgare und Verkrümmelung vor allem von schweren Böden
-> Problem ist die Pflugsohle, die durch pflügen in unterschiedlichen Tiefen vermieden werden kann
Spaten/Spatenmaschine
wendende Bodenbearbeitung (Schollen werden aus dem Boden gestochen, gewendet und wieder abgelegt)
gut gelockerter Boden mit grober Krümelung
Egge/Kreiselegge
Krümeln, mischen und ebnen (ohne Schichtung zu verändern)
Saatbeetbereitung
Scheibenegge
Krümelung und Mischung
-> gut zur Einarbeitung von Gründüngung oder Erntereste
Grubber
-> Gerät mit Grubberzinken an denen Schare befestigt sind
Bearbeitungstiefe 10 - 30cm
Lockerung und Krümelung
bessere Alternative zum Pflug -> bessere Wasseraufnahme durch den Boden und weniger Erosion
Tiefenlockern
bspw. Hubschwenklockerer, Wippscharlockerer, Tiefpflüge, Heckaufreißer
Lockerungstiefen von 60 - max 100cm
zur Beseitigung von Verdichtungen unterhalb des Oberbodens
[-> Was machen diese Geräte???]
Möglichkeit der Bodenfeuchtemessung und Erklärung
Tensiometer
punktuelle Messung über Saugspannung
wassergefüllte Keramikspitze (max. Porendurchmesser 1 Mükrometer)
durch den austrocknenden Boden wird Wasser durch die Keramik gezogen und als Unterdruck über das Manometer/elektronisch angezeigt
Angabe in Hektopascal
Bspw. Äpfel ab 300 hPa in 30cm Tiefe
Volumetrische Bodenfeuchtemessung
Messung des Wasseranteils im Bodenvolumen
Sensoren messen die elektrische Leitfähigkeit des Bodens
Wasser hat eine höhere Leitfähigkeit als Mineralien oder Luft
daraus kann dann das Wassservolumen im Boden bestimmt werden
Angaben sind in Prozent
ein vollständig gesättigter lockerer Mineralboden erreicht dabei typischerweise etwa 45–60 Prozent
Sandige Böden liegen etwa bei 30–45 Prozent
die Genauigkeit der Messung hängt jedoch von der bodenspezifischen Kalibrierung ab, da Faktoren wie Textur, Salzgehalt und Temperatur das Messsignal beeinflussen können
2 Bewässerungssysteme mit Vor- und Nachteilen
Überkronenbewässerung
schnelle Montage
Frostschutzberegnung möglich
hoher Wasserverbrauch
Risiko für Verbrennungen der Blätter und Blüten bei Sonne
erhöhtes Risiko von Pilzerkrankungen
Tröpfchenbewässerung
geringe Verdunstung
weniger Wasserverbrauch
gute Anpassung an den Bestand (Durchlauf, Tropfer individuell setzbar)
höhere Kosten
ungleichmäßige Wasserverteilung
Beschädigung durch Tiere
was ist mit Nmin gemeint und wie lässt sich daraus eine Düngeempfehlung ableiten
Nmin = der pflanzenverfügbare (mineralisierte) Stickstoff im Boden
-> die Differenz zwischen Nmin und dem pflanzennotwendigen Stickstoff muss gedüngt werden
Was sind jeweils vier Vor- und Nachteile von begrünten Obstanlagen
Vorteile:
weniger Verdunstung
besseres Nährstoff- und Wasserhaltevermögen
bessere Befahrbarkeit der Anlage
verminderte Erosion und Auswaschung
dauerthafte Zufuhr von organischem Material
mehr ökologische Vielfalt/Bienenfreundlich
Nachteile:
zusätzliche Mäharbeiten
evtl erhöhter Mäusedruck
Unkräuter -> mehr Pflegeaufwand
Boden erwärmt sich weniger schnell
Welche Bestimmungen müssen laut Düngemittelverordnung beachtet werden
nicht auf überschwemmten Böden
nicht auf gesättigten Böden
3m Abstand zur Böschungskante eines Gewässers
eine Anwendung darf nicht die Gesundheit von Mensch und Tieren schädigen und nicht den Naturhaushalt gefährden
Düngemittel müssen geeignet sein Wachstum, Ertrag und Qualität von Nutzpflanzen zu verbessern !
Dm müssen geeignet sein die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten oder nachhaltig zu verbessern
Warum ist bei einer Begrünungseinsaat eine Mischung aus Gräsern und Kräutern einer reinen Grasmischung vorzuziehen
mehr Biodiversität
vielfältiger auch für Bodenleben und Nützlinge
unterschiedliche Wurzeln bieten bessere Befahrbarkeit und Bodenfruchtbarkeit
4 bauliche Vorraussetzungen die ein Raum für PSM haben muß
Abschließbar
Belüftet
Auffangwanne
Brandschutzgesichert
Kennzeichnung
5 wichtige Bauteile eines maschinengezogenen Pflanzenschutzgeräts
Wassertank
Filter
Düsen
Manometer (Druckanzeige)
Lichterleiste hinten
welche Bauteile prüfe ich vor Benutzung einer Anbauspritze
Schläuche
Hydraulikanschlüsse
Manometer
was wird beim TÜV für Pflanzenschutzgeräte geprüft
Durchlaufmenge
Antrieb
Pumpe
Rührwerk
Spritzflüssigkeitsbehälter
Armaturen
Leitungssystem
Düsen (Einzeldüsenausstoß)
Spritz- & Sprühgestänge
Gebläse
-> alle 3 Jahre! vom JKI
was sind Bekämpfungsmöglichkeiten für den Apfelwickler und wann?
Pheromon-Verwirrung
-> vor Beginn Falterflug (Mitte April)
Ende April-Mitte Juli bei einer Generation
Ende April - Anfang September bei zwei Generationen
Chemische PSM
-> vor/ab Eiablage (ab Mitte Mai) oder Larvenschlupf (Anfang Juni) ,je nach Mittel
Granuloseviren/Bacillus thuringiensis
-> ab Larvenschlupfbeginn (ab Anfang Juni)
Fruchtmumien entfernen -> im Herbst
a) Warum werden Äpfel ausgedünnt und
b) welche Maßnahmen gibt es da und wann werden sie angewendet?
a)
gute Fruchtqualität, Größe und Geschmack
bessere Blütenbildung fürs nächste Jahr (weniger Alternanz)
b)
chemische Ausdünnung mit ATS
-> wenige Tage nach geöffneten Zentral- und Königsblüten
verätzt die Blütenorgane und verhindert die Befruchtung
biologische Ausdünnung mit Pflanzenhormonen (Cytokinine)
s. Chemische Ausdünnung
mechanische Ausdünnung mit Darwin
-> Blühbeginn - Vollblüte
Handausdünnung -> nach Junifall
Was sind wesentliche Gesichtspunkte der integrierten Produktion (IP)
-> chemische/synthetische PSM reduzieren
vorbeugende Maßnahmen
biologische Bekämpfung
mechanische Unkrautbekämpfung
Nützlinge einsetzen
Angebote für Nützlinge schaffen
Wie unterscheiden sich biologische und integrierte Produktion
Integriert -> es werden alle anderen Methoden ausgeschöpft bevor zum chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel gegriffen wird
Biologisch
-> die zugelassenen chemischen Bekämpfungsmittel sind stark reduziert
-> es dürfen nur natürlich vorkommende Stoffe eingesetzt werden
Ordne den Schädlingen Pflanzenschutzmittelgruppen zu
a) Mehltau
b) Grauschimmel/Botrytis
c) Quecke
d) kleiner Frostspanner
e) Wühlmaus
f) Schnecke
g) Spinnmilbe
(Stand 2025)
a) Fungizid -> Kumulus WG
b) Fungizid -> Flint
c) Herbizid -> Fusilade Max
d) Insektizid -> NeemAzal TS; Xentari (Bacillus thuringiensis)
e) Rodentizid -> Ratron
f) Molluskizid -> Schneckenkorn Biomol
g) Akarizid -> Neudosan Neu (Bio); Kanemite SC (IP/Konventionell)
Welche persönliche Schutzausrüstung braucht es für das Spritzen einer Kernobstanlage mit offenem Schlepper
Vollmaske mit Filter
Pflanzenschutzanzug
Pflanzenschutzhandschuhe
Gummistiefel
Was wird durch die Bienenschutzverordnung geregelt
B1 = bienengefährlich
B2 = bienengefährlich, erst nach Beendigung des Bienenflugs nach 23 Uhr
B3 = bienenungefährlich bei richtiger Anwendung
B4 = bienenungefährlich
Welche Beschaffenheit/Ausstattung muss eine Maschinen-/Lagerhalle haben
Saubere Lagerung
Belüftung
Feuerlöscher
Gerüst
Traktor
Anbaugeräte
Anweisungen für die Geräte
Welche Kriterien sollten beim Kauf eines Schleppers beachtet werden (6 Nennungen)
Fahrgassenbreite -> Schmalspurschlepper
PS
Preis
Bereifung
Gewicht
Zustand
Alter
Hydraulikanschlüsse (Anzahl und Art)
Ausstattung (Computer-/GPS-steuerbar)
Kabine (offen/geschlossen)
3 den Obstbau betreffende Gesetze und deren Auswirkungen
Pflanzenschutzverordnung
regelt den Einsatz, Anwendungsbereich und Zulassung/Verbot von PSM
Gewässerschutzverordnung
regelt die Rahmenbedingungen von landwirtschaftlicher Nutzung in der Nähe von Gewässern
Jugendschutzgesetz
bei jugendlichen Auszubildenden oder Arbeiter*innen
Arbeitsschutzgesetz
Maßnahmen zur Unfallvermeidung
welche Pflanzennährstoffe gibt es und wie werden sie unterteilt
Hauptnährstoffe:
Stickstoff (N)
Phospor (P)
Kalium (K)
Magnesium (Mg)
Calcium (Ca)
Spurenelemente:
Eisen (Fe)
Mangan (Mn)
Zink (Zn)
Kupfer (Cu)
Bor (B)
Molybdän (Mo)
Weitere aufnehmbare Elemente:
Chlor (Cl)
Nickel (Ni)
Natrium (Na)
Silicium (Si)
Kobalt (Co)
-> können toxische Effekte anderer Elemente mildern und manche Nährstoffe bei weniger spezifischen Funktionen ersetzen
Woran erkennt man Stickstoffmangel
-> chlorotische ältere Blätter mit chlorotischen Blattadern
Gelbe bis bronzefarbene weisen auf starken Stickstoffmangel hin
!-> kann aber auch auf vernässte, kalte Böden hinweisen!
mäßiger Wuchs
dünne Triebe
kleine, gelblich-grüne Blätter
kleine, festfleischige und intensiv gefärbte Früchte
fördert Alternanz
verschiedene Nährstoffmangelerscheinungen an Blättern und Ursachen
Nährstoff
Mangelerscheinungen
Ursachen
Mangel beseitigen
Starke Gelbfärbung der jungen Triebe und Blätter mit grünen Blattadern
Zu hoher pH-Wert im Boden; zu nasses Wurzelwerk oder zu viel Lichteinstrahlung
Blatt mit Eisenchelat düngen und/oder dem Substrat zufügen
Verwelken und austrocknen jüngerer Blätter; kräuselnde Blätter mit leicht bläulichem Farbton
Zu niedriger Kupfergehalt im Boden; zu hoher pH-Wert, Eisen-, Aluminium-, Mangan- oder Calciumgehalt
Kupferreiche Blumenerde verwenden; Kupfer durch Düngen hinzufügen
Blatt- und Blütenknospen sind schlecht entwickelt; Blätter sind klein und verformt
Moorboden oder leichter, sandiger, saurer bzw. trockener Boden
Borhaltigen Dünger verwenden, Feuchtigkeitsgehalt des Bodens prüfen
Zwergwuchs; Missbildung der Blätter (unvollständige Entwicklung); kleine gelb-gefleckte Blätter
Alkalischer oder sehr saurer Boden; pH-Wert zu hoch; Überwässerung
Mit pH-neutralem Wasser spülen; Blattdüngung mit mineralischem Dünger
Junge Blätter sind hellgrün bis gelb verfärbt zwischen den Blattadern; braune, kleinere Flecken an der Blattoberfläche
Alkalischer Boden; Böden mit hohem Grundwasserspiegel
Blattdüngung; sauer physiologischen Dünger verwenden
Mangelnder Wuchs; gelb oder braun verfärbte Blattränder; einzelne Blätter sind am Rand orange, rosa oder rot
Niedriger pH-Wert im Boden: Wurzeln können Molybdän nicht aufnehmen
Entwässerung; pH-Wert erhöhen; Blattdüngung
Was ist Apomixis
-> die Entwicklung von Samen ohne Befruchtung = vegetative Samenbildung
apomiktisch entstandene Samen sind genetisch identisch zur Mutterpflanze
es gibt allerdings kaum apomiktische Apfelumnterlagen, da eine starke Unverträglichkeit besteht
viele Walnußsorten fruchten apomiktisch
-> daher können auch isolierte Bäume gute Erträge bringen
Pflanzenhormone und deren Aufgaben
Auxine
-> Wachstumshormon
fördert die Zellteilung, Zellstreckung, Bildung der Phloem- und Xylemleitgewebe, Wurzelbildung und -verzweigung, Fruchtansatz sowie Fruchtwachstum
hemmt den Blatt- und Fruchtfall, Wachstum von Seitenknospen und verursacht damit Apikaldominanz
es wird hauptsächlich in Blattanlagen, jungen Blättern der Triebspitzen und Samenanlagen der Früchte aus der Aminosäure Tryptophan gebildet
-> Gegen unerwünschte Auxinwirkung können Cytokinin und Trijodbenzoesäure wirksam sein
Gibberelline
fördert das Trieb- und Fruchtwachstum über vermehrte Zellteilung und Zellstreckung
fördert den Fruchtansatz und die Produktion samenloser (parthenokarper) Früchte
die Blütenbildung wird gehemmt -> aufgrund des übermäßigen Wachstums andere Blüten = andere Blüten fallen ab
wirtschaftlicher Einsatz für:
Veringerung der Fruchtschalenberostung
Förderung des Fruchtansatzes (besonders bei schlecht ansetzenden Birnensorten)
bei Blütenschäden nach Spätfrost durch die Anregung parthenokarper Früchte
Chemische Ausdünnung
-> um die Wirkung von Gibberreline bei Pflanzen (zu starkes Triebwachstum) zu verhindern, können synthetische Wachstumsregler eingesetzt werden
bei Apfel -> Daminozid /Alar
bei Birne -> Chlorcholinchlorid
neueres Mittel -> Prohexadion-Ca
Cytokinine
fördert die Zellteilung und den Nährstofftransport
Förderung der Seitenknospenentwicklung -> mildert die Apikaldominanz
verzögert das Altern und Abfallen von Blättern
wird in den Wurzeln gebildet
befindet sich bevorzugt in Organen mit hoher Zellteilungsaktivitat, wie junge Blätter und Früchte
-> wirtschaftlicher Einsatz von synthetischen Cytokininen (Kinetin, Benzyladenin)
Föderung der Seitentriebe
Fruchtausdünnung (?)
Erzeugung hochgebauter Früchte
Ethylen
-> das einzige gasförmige Pflanzenhormon
ist ein Reife- und Alterungshormon
fördert die Blütenbildung, den Blatt- und Blütenfall
fördert die Fruchtreife
wirkt als Wachstumsregler durch Hemmung des Zellwachstums
wird von reifendem alterndem Gewebe gebildet, das unter Stress steht
bspw durch Schnittwunden, Reibe- oder Biegeschäden, Einwirkung von Schadorganismen, Trockenheit oder extremen Temperaturen
-> Wirtschaftlicher Einsatz mittels Ethephon/Präparat Ethrel
gegen übermäßiges Wachstum
Förderung der Blütenbildung
chemische Ausdünnung
Reifebeschleunigung von Früchten
Erleichterung der mechanischen Ernte von Kirschen, Johannisbeeren und Nüssen -> der Abschluß vom Baum wird gefördert
Verminderung von Spätfrostschäden bei Kirsche und Pfirsich durch Herbstbehandlung und späterer Blüte
Abscisinsäure (ABA)
Stresshormon bspw zur Anpassung an Kälte oder Trockenheit
Steuerung von Hemmung oder Einstellung des Pflanzenwachstums und Stoffwechelsprozesse
Hemmung der Zellteilung, Zellstreckung, Photosynthese und Transpiration
Erhöhung der Frostresistenz
Förderung des Fruchtansatzes
Verzögerung des Vorerntefruchtfalls
die größten Mengen sind in alten Blättern, Knospen, ruhenden Samen und Fruchten zu finden
Was ist Apikaldominanz
-> Dominanz der Terminalknospe/Triebspitze
= die Unterdrückung der Seitentriebe und Verzweigungen durch den Haupttrieb
bspw. bei Pflanzen die im Schatten stehen
-> das Pflanzenhormon Auxin produziert die Apikaldominanz
es wird in den Sprossspitzen produziert und den Pflanzenkörper abwärts transportiert
dadurch hemmt es das Wachstum der Seitentriebe
durch Wegschneiden der primären Sprossspitze durchbrechen die Seitentriebe ihre Dormanz und wachsen
auch durch Unterbrechen der Zuleitung des Auxins durch Anritzen des Kambiums kann das Wachstum eines Seitentriebes gefördert werden
Wodurch unterscheiden sich geschütze Arten, von Arten die mit einem Sammelverbot belegt sind
geschütze Arten Schutz von bedrohten Pflanzen und deren Lebensraum
Sammelverbot Pflanzen die unter Naturschutz stehen oder in einem Naturschutzgebiet wachsen
Was ist unter dem Begriff “Artenschutz” zu verstehen
Die Pflanzen dürfen nicht aus der Natur entnommen werden
-> um seltene Arten zu schützen
3 Ursachen des Artensterbens in Deutschland
Zerstörung von Lebensraum
Versiegelung von Flächen durch Bebauung
Umweltverschmutzung
veränderte klimatische Bedingungen durch den Klimawandel
4 Qualitätskriterien für einen Spindelbusch
pyramidales Wachstum bzw Erziehungsschnitt
nicht höher als 2,50 m
keine Verletzungen
zertifiziert virusfrei
(!) Sortiere folgende Obstarten nach Blühzeitpunkte:
Apfel, Himbeere, Aprikose, Süßkirsche
1) Aprikose
2) Süßkirsche
3) Apfel
4) Himbeere
Nenne jeweils 3 nach Reifezeitpunkt geordnete Marktsorten für
a) Erdbeere
b) Himbeere
c) Rote Johannisbeere
Clery (sehr früh)
Senga Sengana (mittelspät)
Malwina (sehr spät)
Glen Ample (früh)
Tulameen (mittel)
Autumn Bliss (spät)
Jonkheer van Tets (sehr früh)
Tenah (mittelfrüh)
Rovada (spät)
a) Erdbeere -> Elvira (früh), Korona (mittelfrüh), Senga Sengana (mittelspät)
Reifezeit
Sorte
Eigenschaften
Früh
Honeoye
Sehr frühe Sorte, robuste Früchte, gute Lagerfähigkeit, hoher Ertrag
Korona
Deutsche Züchtung, aromatisch, feste Früchte, gute Krankheitsresistenz
Mitte
Murano
Mittlere Reife, sehr aromatisch, feste Konsistenz, lange Ernteperiode
Senga Sengana
Klassiker, intensiv aromatisch, dunkle Farbe, gute Lagerfähigkeit
Spät
Malwina
Sehr spät, lange Ernteperiode, feste Früchte, gute Qualität
Polka
Späte Sorte, aromatisch, gute Transportfähigkeit
b) Himbeere -> Glen Ample (früh), Tulameen (mittel), Autumn Bliss (spät)
Glen Ample
Sehr frühe Sommerhimbeere, große Früchte, hoher Ertrag, robust
Glen Moy
Frühe Sorte, sehr feste Früchte, gute Transportfähigkeit
Tulameen
Mittlere Reife, sehr aromatisch, große Früchte, hoher Zuckergehalt
Heritage
Sommer- und Herbstsorte (remontierend), gute Lagerfähigkeit
Späte Sommerhimbeere, aromatisch, feste Früchte
Autumn Bliss
Herbsthimbeere (remontierend), Ernte August–Oktober
c) Rote Johannisbeere -> Jonkheer van Tets (sehr früh), Rovada (mittel), Heinemanns Spätlese (sehr spät)
Jonkheer van Tets
Sehr frühe Sorte, große Beeren, hoher Ertrag, klassische Sorte
Red Lake
Frühe Sorte, sehr ertragreich, feste Beeren, gute Lagerfähigkeit
Rovada
Mittlere Reife, sehr große Beeren, hohe Festigkeit, lange Haltbarkeit
Star of the North
Mittlere Sorte, aromatisch, gute Krankheitsresistenz
Versailles
Späte Sorte, sehr große Beeren, hoher Ertrag
Rote Versailles
Späte Sorte, aromatisch, gute Qualität
(!) Ordne folgende Sorten nach Reifezeitpunkt
a) Birne: Alexander Lucas, Clapps Liebling, Conference, Williams Christ
b) Apfel: Braeburn, Elstar, Gala, Delbar
c) Süßkirschen: Burlat, hedelfinger, Regina, Souvenir de Charmes
a) Clapps Liebling, Williams Christ, Conference, Alexander Lucas
b) Delbar, Elstar, Gala, Braeburn
c) Souvenir de Charmes, Burlat, Hedelfinger, Regina
(!) welches Pflanzmaterial gibt es bei Erdbeeren und was sind die typischen Pflanzzeitpunkte dafür
Frigopflanzen -> Mai - Juni
Frigo-Standard (10-14mm Rhizom)
Frigo-A+ (>15mm)
Frigo-A++ (>18mm)
Frigo-B (<15mm)
Traypflanzen -> Mai - Juni ( wie Frigo)
Grünpflanzen -> Ende Juli - Mitte August
Topfpflanzen -> Ende Juli - mitte August (wie Grünpflanzen)
4 Erdbeersorten nach Reifezeit geordnet
Clery (früh)
Darselect (mittelfrüh)
Elsanta (mittelspät)
Malwina (spät)
neuere gegen Schorf robuste/resistente Apfelsorten
Deljonca
Ladina
Allurel
Karneval
Admiral
Natyra
———————————————————————————————
Herkunft: Baumschulen Delbard (Frankreich/Deutschland); Kreuzung aus zwei Nummernsorten des Delbard-Züchtungsprogramms.
Erntezeitpunkt: Frühsommer bis Frühsommer (frühe Spätsaison). Erntebeginn meist Anfang August (ca. 3.–5. August-Woche).
Resistenzen: Hochresistent gegen Apfelschorf (Venturia inaequalis).
Anfälligkeiten: Geringe Anfälligkeit für Apfelmehltau
Herkunft: Schweiz (Agroscope); Kreuzung aus Topaz × Fuji (1999 gezüchtet).
Erntezeitpunkt: Mitte bis Ende September (ca. eine Woche nach Gala).
Resistenzen: Resistent gegen Apfelschorf (Vf-Gen), wenig anfällig für Apfelmehltau und Feuerbrand.
Anfälligkeiten: Wie bei vielen modernen Sorten ist eine regelmäßige Beobachtung ratsam, gilt aber insgesamt als sehr robust. Keine starken Anfälligkeiten dokumentiert.
Herkunft: Deutschland (Institut für Obstbau Dresden-Pillnitz / Universität Hohenheim); 2005 eingeführt.
Erntezeitpunkt: Spätherbst (Anfang bis Mitte Oktober). Gute Lagerfähigkeit (bis ca. 6 Monate).
Resistenzen: Resistent gegen Apfelschorf (Vf-Gen), Feldresistenz gegen Mehltau (leichter Befall möglich).
Anfälligkeiten: Anfällig für jonathanspotartige Flecken (Pseudomonas syringae). Die Resistenz gegen Feuerbrand ist weniger ausgeprägt als bei anderen robusten Sorten.
Herkunft: Deutschland (Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg, LWO); Kreuzung aus Discovery × Elstar.
Erntezeitpunkt: Frühsommer (Ende Juli bis Anfang August).
Resistenzen: Resistent gegen Apfelschorf.
Anfälligkeiten: Wie viele alte Kreuzungen mit Elstar-Anteil kann eine gewisse Anfälligkeit für Mehltau bestehen, ist aber insgesamt eine robuste Frühsorte für den Hausgarten und Direktvermarktung.
Herkunft: Deutschland (LWO Weinsberg); Kreuzung aus Discovery × Elstar (ähnliche Abstammung wie Karneval, oft als weitere robuste Frühsorte geführt).
Anfälligkeiten: Geringe Anfälligkeit für Mehltau. Insgesamt als robuste Sorte für den ökologischen Anbau und Hausgarten eingestuft.
Herkunft: Deutschland (LWO Weinsberg); Kreuzung aus Discovery × Elstar.
Anfälligkeiten: Geringe Anfälligkeit für Mehltau. Wird oft als sehr geschmackvolle Frühsorte für den Bio-Anbau empfohlen.
Vf-Gen: Die meisten dieser Sorten tragen das Vf-Gen (von Malus floribunda). Dieses Gen ist gegen den "normalen" Schorfpilz (Venturia inaequalis) sehr wirksam.
Neue Rassen: Es gibt jedoch neue Schorfrassen (z. B. R4, R6), die das Vf-Gen überwinden können. In Regionen mit hohem Infektionsdruck (z. B. feuchte Lagen) kann es daher trotzdem zu leichten Schorfsymptomen kommen, die aber meist oberflächlich bleiben und die Lagerfähigkeit nicht beeinträchtigen.
Mehlttau: Die Resistenz gegen Mehltau ist bei diesen Sorten oft ebenfalls gegeben, aber nicht immer 100%ig. In sehr feuchten Jahren kann ein leichter Befall auftreten.
Ökologischer Anbau: Diese Sorten sind die Basis für den ökologischen Apfelanbau in Deutschland, da sie den Einsatz von Kupfer und Schwefel (die im Bio-Anbau erlaubt, aber umweltschädlich sind) minimieren.
welche Apfelbäume mit welchen Unterlagen eignen sich für
a) kleiner Hausgarten, frühe Reifezeit
b) Streuobstwiese, mittlere Reifezeit
c) Spalier, späte Reifezeit
-> Delbarestival (Ende August) + M7
Wuchstärke:
schwach bis mittelstark wachsend
Bodenanspruch:
gering, wächst sowohl auf leichten, aber auch auf schweren Böden
Ertrag:
mittlere Erträge
Standfestigkeit:
gut, benötigt keinen Pfahl
geeignet für:
vor allem Buschobst
Besonderheiten:
gute Verträglichkeit mit fast allen Sorten, gute Frosthärte
b) Streuobstwiese, mittlere RZ
->Topaz (Mitte - Ende September) + Bittenfelder Sämling
stark wachsend
sehr anspruchslos
spät einsetzend, schwankend
sehr gut
Halb- und Hochstämme
Äpfel auf dieser Unterlage können sehr alt werden
c) Spalier, späte RZ
-> Fuji (Ende Oktober), M9
schwach wachsend
benötigt, gute, mittelschwere Böden mit optimaler Nährstoffversorgung
sehr früh einsetzende und hohe Erträge
gering, benötigt einen Pfahl
Buschobst, sehr häufig im Erwerbsobstanbau eingesetzt
benötigt viel Pflege und richtigen Schnitt, kaum Alternanz, Unterlagen besitzen in der Regel sehr wenig Wurzeln
mögliche Befruchtersorten für Boskoop (2 Nennungen)
James Grieve
Delbarestival
Cox Orange
Braeburn
3 triploide Apfelsorten
Boskoop
Holsteiner Cox
Jonagold
7 Apfelsorten nach Reifezeit sortiert
Delbarestivale
Ende August
Santana
Ende August - Mitte September
Elstar
Gala
Mitte September
Wellant
Mitte - Ende September
Topaz
Ende September - Mitte/Ende Oktober
Pinova
Anfang Oktober
Mitte - Ende Oktober
Fuji
Ende Oktober
Pink Lady
Ende Oktober - Anfang November
5 Apfelsorten und deren Mutationen
Fuji - Kiku
Jonagold -> Jonagored
Boskoop -> Red Boskoop
Gala -> Schniga
Braeburn -> Mariri Red
Elstar -> Dalistar
3 schwachwachsende Unterlagen für Apfel für Dichtpflanzung auf guten Böden
M27
M9
B9
Geneva 11
M27 (M9 x M13)
sehr schwacher Wuchs (50% von M9!)
nicht standfest, Stützpfahl unbedingt lebenslang nötig
oft für Kübelkultur verwendet
fruchtbare, reiche Böden sehr hohe Ansprüche
stark verfrühter Produktionseintritt (ab 2. Jahr)
empfindlich gegen Frost, Trockenheit, Feuerbrand, Kragenfäule
M9 (Paradis Jaune de Metz)
schwacher Wuchs
Stützpfahl unbedingt lebenslang nötig
fruchtbare und feuchte Böden, geringe Wurzelbildung, hohe Ansprüche an Boden
stark verfrühter Produktionseintritt
hohe Erträge
resistent gegen Kragenfäule
anfällig für Feuerbrand
verbessert Fruchtgröße, -geschmack und -farbe
kurze Lebenserwartung
B9 (Budagovski 9)
Ersatz von M9 - etwa gleicher bis leicht stärkerer Wuchs
Standfester als M9 (Stützpfahl trotzdem emfehlenswert)
geringere Ansprüche an den Boden wie M9
sehr frosthart und angeblich resistenter gegen Krankheiten
geringerer Ertrag als M9
schlechter zu vermehren
rötliches Laub, wodurch Unterlagentriebe leicht zu erkennen sind
G11 (Geneva 11)
schwacher Wuchs (110% von M9)
Stützpfahl lebenslang nötig
verbessert Fruchtqualität
feuerbrand-, phytophtora- und blutlausresistent
gleiche oder bessere Fruchgrößen als ´M9´
Was muss beachtet werden wenn Apfelsorten auf M27 gepflanzt werden in Bezug auf Standort und Sorte?
-> sehr schwachwachsende Unterlage, es braucht:
nährstoffreiche Böden
ein Gerüst, da nicht standfest
stark wachsende Sorten
wenig frosthart
empfindlich gegenüber Trockenheit
3 Unterlagen für Birnen
Quitte C
Quitte A
Pyrodwarf
Kirchensaller Mostbirne
Quitte C (Cydonia oblonga Mill.)
schwacher-sehr schwacher Wuchs
bei wuchsfreudigen Standorten
evtl Zwischenveredelung (Williams Christ)
verfrühter Produktionseintritt, noch früher als Quitte A
verbessert Fruchtgröße und -geschmack
empfindlich gegen Staunässe und Trockenheit und Winterfrost
anfällig für Chlorose in stark kalkhaltigen Böden und Feuerbrand
mittel anfällig für Birnenverfall
resistent gegen Phytophtora, Nematoden und Wurzelkropf
nur für intensiven Anbau auf besten Standorten
Quitte A (Cydonia oblonga Mill.)
schwacher-mittlerer Wuchs
frühe und hohe Erträge, gute Fruchtgrößen
empfindlich gegen Staunässe und Trockenheit
anfällig für Chlorose in stark kalkhaltigen Böden, Feuerbrand und Viruserkrankungen
weniger anfällig gegen Birnenverfall
resistent gegen Nematoden und Wurzelkropf
gut vermehrbar, auch durch Steckholz
Pyrodwarf (Pyrus communis L.)
mittelstarker Wuchs
verträglich mit allen Birnensorten
Fruchtgröße etwas kleiner als auf Quittenunterlagen
alle Böden
frostresistent
anfällig für Birnenverfall
mittel anfällig für Feuerbrand
Birnen auf dieser Unterlage können sehr alt werden, sehr anpassungsfähig
welche Zwetschgenunterlagen eigenen sich für
a) leichten, sandigen Boden
b) mittelschweren Boden (Lehm/Löß)
WaVit
Myrobalane
St. Julien „A“
Brompton
Myrobalanensämling -> für alle Böden, besonders gut für trockene und sandige
sehr starker Wuchs
schnelles Wachstum
robust
später Ertragsbeginn, Erträge mittel bis hoch
bildet manchmal Wurzelausläufer
sehr langlebig
inkompatibel mit manchen Sorten (v.a. Renekloden) was langfristig zum Absterben der Bäume führt, oft erst nach Jahren
„WaVit“ -> für alle Böden
Auslese von „Wangenheimer“ Sämlingen der LWG Bayern
schwacher bis mittelstarker Wuchs
ähnlich wie „Wangenheimer“
gute Verträglichkeit mit Edelsorten
meristemvermehrt
bildet potentiell Wurzelausläufer
St. Julien „A“ -> nicht für trockene oder arme Böden geeignet
anspruchlos an den Boden
verträgt keine Staunässe
durch Steckholz vermehrbar
mittlere bis hohe Produktivität
bildet angeblich wenig Wurzelausläufer
früher Produktionseintritt
standfest
gute Frosthärte
Brompton -> besonders für schwere Böden empfohlen
mittlere Produktionseintritt, für den starken Wuchs relativ früh
sehr standfest
gute Frostresistenz
langlebig
anfällig gegenüber Virosen
3 Rote Johannisbeersorten nach Reifezeit geordnet
3 Himbeersorten nach Reifezeit sortiert
Autumn Bliss (Herbst)
Typ
Hauptmerkmal
Wirtschaftliche Rolle
Sommerhimbeere
Groß, fest, hoher Ertrag
Saisonöffner, Standard
Sehr groß, aromatisch, Premium
Frischmarkt, Qualität
Herbsthimbeere
Remontierend, robust
Saisonverlängerung
Reifezeit: Früh (Mitte bis Ende Juni).
Charakteristik:
Frucht: Groß, fest, hellrot bis rot, sehr gut transportfähig.
Ertrag: Sehr hoch, zuverlässig.
Geschmack: Mild-süß, gutes Aroma.
Wirtschaftliche Bedeutung: Die wichtigste frühe Sommerhimbeere in Deutschland. Sie eröffnet die Saison und ist aufgrund ihrer großen Früchte und hohen Erträge sehr beliebt im Handel.
Besonderheit: Sehr robuste Sorte, relativ resistent gegen Krankheiten. Die Früchte halten sich gut nach der Ernte.
Reifezeit: Mittlere Reife (Ende Juni bis Mitte Juli).
Frucht: Sehr groß, fest, dunkelrot, exzellente Qualität.
Ertrag: Hoch, aber etwas geringer als Glen Ample.
Geschmack: Intensiv aromatisch, süß, gilt als eine der geschmacklichsten Sorten.
Wirtschaftliche Bedeutung: Die Premium-Sorte für den Frischmarkt. Wird oft für Direktvermarktung und hochwertige Supermärkte angebaut.
Besonderheit: Die Früchte sind sehr fest und haben eine gute Lagerfähigkeit. Benötigt einen Pollenspender (z. B. Glen Ample).
Reifezeit: Spät (August bis Oktober).
Frucht: Mittelgroß, fest, rot, gute Transportfähigkeit.
Ertrag: Zweimal tragend (leichter Ertrag im Sommer, Hauptertrag im Herbst).
Geschmack: Ausgewogen, säuerlich-süß, gutes Aroma.
Wirtschaftliche Bedeutung: Die wichtigste Herbsthimbeere in Deutschland. Sie verlängert die Ernteperiode bis in den Herbst hinein, wenn keine Sommerhimbeeren mehr verfügbar sind.
Besonderheit: Sehr robust gegen Krankheiten und Frost. Die Ernte erfolgt am einjährigen Trieb, was die Pflege vereinfacht.
3 Süßkirschensorten
Burlat (früh)
Kordia (mittelspät)
Regina (spät)
3 schwachwüchsigen Unterlagen für Süßkirschen
GiSelA 3 -> sehr schwach
GieSelA 5 -> Schwach
Piku 1 -> Mittelschwach
GiSelA 3 -> Pflanzabstand 4 x 1,5m
sehr schwacher Wuchs
verfrühter Produktionsbeginn
hohe Produktivität bei trotzdem guter Fruchtgröße
nur für sehr gute Standorte mit Bewässerung geeignet
GiSelA 5 -> Pflanzabstand 4 x 2m
schwacher Wuchs (bis zu 50% von Sämling)
relativ standfest
für gute Standorte mit Bewässerung geeignet
recht frosthart
PiKu 1 ->Pflanzabstand 4 x 2m
mittelschwach
für warme, sandige Böden
sehr Standortabhängig
jeweils 3 Gründüngungspflanzen mit botanischem Namen
a) Stickstoffsammler
b) organische Substanz
Sommerwicke - Vicia sativa
Lupine - Lupinus albus (weiße), Lupinus angustifolius (blaue), Lupinus luteus (gelbe)
Inkarnat-Klee - Trifolium incarnatum
Erbsen - Pisum sativum
Rheinfarn - Phacelia tanacetifolia
Lupinen - Lupinus angustifolius (blaue), Lupinus luteus (gelbe)
Ölrettich - Raphanus sativus var oleiformis
Sonnenblume - Helianthus annuus
3 negative Wirkungen von Unkräutern auf Kulturpflanzen
Nährstoffkonkurrenz
Ansiedlung von Schädlingen (Mäuse, weiße Fliege)
Platzmangel
Wassermangel
Langsamere Bodenerwärmung
welche Unkräuter zeigen eine gute Nährstoffversorgung des Bodens an
Hirtentäschelkraut - Capsella bursa-pastoris
Rote Taubnessel - Lamium purpureum
Gewöhnliche Quecke - Elymus repens
welche Unkräuter zeigen einen feuchten Boden an
Ackerschachtelhalm - Equisetum arvense
Breitwegerich - Plantago major subsp major
welche Unkräuter zeigen Bodenverdichtung an
Weißklee - Trifolium repens
Gänseblümchen - Bellis perennis
Feucht und verdichtet:
Zwei Obstarten der Familie Rosaceae
Malus domestica
Prunus persica
Rubus idaeus
Botanische Namen nennen von
Sauerkirsche
Quitte
Tafeltraube
Walnuss
Haselnuss
Himbeere
Pfirsich
Kiwi
Zwetschge
Rote Johannisbeere
Prunus cerasus
Cydonia oblonga
Vitis vinifera subsp vinifera
Juglans regia subsp regia
Corylus avellana
Actinidia deliciosa
Prunus domestica
Ribes rubrum
Botanischer Name der Gartenerdbeere
Fragaria x ananassa
Botanischer Name Kulturapfel
Botanischer Name Kulturbirne
Pyrus communis
Nennung jeweils drei Obstarten zu:
A) Kernobst
B) Steinobst
C) Beerenobst
D) Schalenobst
A) Malus domestica, Pyrus communis, Cydonia oblonga
B) Prunus persica, Prunus domestica, Prunus avium
C) Ribes-Arten, Rubus-Arten, Vaccinum corymbosum, Hippophae rhamnoides, Fragaria x ananassa
D) Juglans regia subsp regia, Corylus avellana, Prunus dulcis, Castanea sativa
5 Gründüngungspflanzen (deutscher Name)
Inkarnatklee - Trifolium incarnatum
(Feld-)Erbsen - Pisum sativum
Ölrettich - Raphanus sativus var. oleiformis
Gelbsenf -Sinapis alba
Gemeiner Rainfarn - Phacelia tanacetifolia (Bienenfreund)
Buchweizen - Fagopyrum esculentum
Bitterlupine - Lupinmus micranthus
Jeweils zwei Pflanzen (botanischer Name) die am Einjährigen oder zweijährigen Holz tragen
Am einjährigen Holz:
Prunus armeniaca
Ribes nigrum
Vitus vinifera subsp vinifera
Am zwei- oder mehrjährigen jährigen Holz:
…
Obstgehölze für Weinbauklima
Vitis vinifera supsp vinifera
Castanea sativa
Diospyros kaki
Ficus carica
Prunus dulcis
4 Wildobstarten mit botanischen Namen
Rosa rugosa - Kartoffelrose
Crataegus spina alba - Weißdorn
Prunus spinosa - Schlehe
Vaccinum myrtillus - Waldheidelbeere
Amelanchier lamarckii - Felsenbirne
Hippophae rhamnoides - Sandddorn
Cornus mas - Kornelkirsche
5 Birnensorten nach Reifezeitpunkt geordnet
Clapps Liebling
Anfang August
Williams Christ
Abate Fetel
Conference
Mitte September - Anfang Oktober
Concorde
Mitte September - Ende September
Alexander Lucas
Ende September - Anfang Oktober
Xenia
Oktober
Vereinsdechant
Mitte Oktober - Anfang November
2 Obstarten die zur Familie Rosaceae gehören
Prunus
Beispiele für Artbastarde
Jostabeere -> Ribes x nidigrolia
Tayberry -> Rubus sect rubus x idaeus (Brombeere - Himbeere)
Pluot, Plumcot, Apriums, Apriplums -> Aprikose x verschiedene Pflaumenarten
Die Gattung Prunus ist bekannt für ihre Fähigkeit, sich leicht zu kreuzen.
Aprikose × Pflaume = Pluot (und Aprium)
Herkunft: Kreuzung aus Prunus armeniaca (Aprikose) und Prunus domestica (Pflaume).
Unterscheidung:
Pluot: Enthält mehr Pflaumen-Genetik (ca. 60–75 % Pflaume). Sie sind oft größer, saftiger und haben eine glattere Haut.
Aprium: Enthält mehr Aprikosen-Genetik (ca. 60–75 % Aprikose). Sie sind oft kleiner, haben mehr Flaum und ein intensiveres Aprikosenaroma.
Verbreitung: In Deutschland noch eine Nische, aber im internationalen Handel (USA, Südeuropa) sehr beliebt.
Kirsche × Pflaume = Plumcot (Urvater der Pluots)
Herkunft: Erste Kreuzungen von Prunus avium/serrulata und Prunus domestica.
Status: Oft steriler oder weniger stabil als moderne Pluots, aber die genetische Basis für viele neue Sorten.
Pfirsich × Nektarine
Hinweis: Technisch gesehen sind Nektarinen keine Hybride, sondern eine Mutation des Pfirsichs (Prunus persica), die durch ein rezessives Gen die flaumlose Haut verursacht. Sie werden aber oft fälschlicherweise als Bastard wahrgenommen.
Zitrusfrüchte sind die Champions der Hybridisierung. Fast alle kommerziellen Sorten sind Bastarde.
Orange = Mandarine × Pampelmuse (oder Grapefruit)
Wissenschaftlich: Citrus × sinensis.
Herkunft: Eine natürliche Kreuzung zwischen der Mandarine (Citrus reticulata) und der Pampelmuse (Citrus maxima).
Bedeutung: Die weltweit wichtigste Zitrusfrucht.
Grapefruit = Pampelmuse × Orange
Wissenschaftlich: Citrus × paradisi.
Herkunft: Eine zufällige Kreuzung in Barbados im 18. Jahrhundert zwischen Pampelmuse und Orange.
Bedeutung: Wichtige Frucht für Säfte und Frischverzehr.
Limoncello / Citrange = Orange × Zitrone
Wissenschaftlich: Citrus × limon (die Zitrone selbst ist ein Bastard aus Pampelmuse × Mandarine).
Citrange: Kreuzung aus Orange und der wilden Poncirus trifoliata (Bitterorange), um Frostresistenz zu gewinnen.
Yuzu = Mandarine × Ichang-Papeda
Wissenschaftlich: Citrus × junos.
Bedeutung: Wichtige Zutat in der asiatischen Küche, gewinnt in Europa an Bedeutung.
Hier sind die Kreuzungen oft komplexer und werden als "Loganberry" oder "Boysenberry" bezeichnet.
Loganbeere = Himbeere × Brombeere
Wissenschaftlich: Rubus × loganobaccus.
Herkunft: 1881 in Kalifornien von James Harvey Logan gezüchtet.
Eigenschaften: Länger als Himbeeren, dunkler, aromatischer, aber weniger fest.
Boysenbeere = Himbeere × Brombeere × Loganbeere
Wissenschaftlich: Rubus × ursinus (Komplexer Hybrid).
Herkunft: Eine Kreuzung, die die Loganbeere mit weiteren Brombeer- und Himbeer-Sorten kombinierte.
Eigenschaften: Sehr groß, dunkelrot bis violett, intensives Aroma, sehr saftig.
Tayberry = Himbeere × Loganbeere
Wissenschaftlich: Rubus × taylorii.
Eigenschaften: Längere Früchte als Himbeeren, robuster, spät reifend.
Marionbeere = Brombeere × Loganbeere
Wissenschaftlich: Rubus × marion.
Bedeutung: Sehr wichtig in den USA (Oregon), in Deutschland selten im Freiland, aber in der Verarbeitung bekannt.
Feige × Maulbeere = Maulbeerfeige (selten)
Es gibt Versuche, aber keine große kommerzielle Bedeutung.
Apfel × Quitte = Pineapple Quince (selten)
Es gibt Züchtungsversuche, aber keine etablierte Marktsorte.
Birne × Quitte = Quittenbirne (selten)
Oft als Veredelungsunterlage genutzt, weniger als Frischobst.
Kiwibeere (Kiwi-Strawberry) = Actinidia arguta × Actinidia chinensis
Wissenschaftlich: Actinidia × kolomikta (oder Hybriden daraus).
Eigenschaften: Kleine, essbare Kiwis ohne Flaum, die man wie eine Weintraube essen kann.
Resistenz: Oft wird eine wilde Art (z. B. Poncirus bei Zitrus) gekreuzt, um Frost- oder Krankheitsresistenz zu gewinnen.
Geschmack: Die Kombination von zwei Aromaprofilen (z. B. Himbeere + Brombeere) erzeugt neue, komplexe Geschmacksnoten.
Festigkeit & Lagerfähigkeit: Hybriden wie die Pluot sind oft fester und lagerfähiger als die reine Aprikose.
Größe: Viele Hybriden (z. B. Boysenbeere) sind größer als ihre Elternarten.
Süßkirsche botanischer Name und drei Sorten
Prunus avium
Sorten:
Burlat -> Reifezeit 2.-3. Kirschwoche
Bellise -> 3.-4. Kirschwoche
Samba -> 4.-5. Kirschwoche
Kordia -> 6. Kirschwoche
Regina -> 7. Kirschwoche
5 Pflaumen und Zwetschgensorten jeweils, nach Reife sortiert
Zwetschgen -> Erntezeit Anfang Juli - Ende September
Katinka -> Reifezeit 3.-4. Zwetschgenwoche (Mitte - Ende Juli)
Cacaks Schöne -> 5.-7. Zwetschgenwoche (Ende Juli - Mitte August)
Topfive -> 6.-8. ZW (Anfang - Mitte August)
Große Hauszwetschge -> Ende August - Mitte September
Toptaste -> 8.-10. ZW (Anfang - Mitte September
Presenta -> 12.-13. ZW (Mitte - Ende September)
Pflaumen ->
Ontariopflaume -> Anfang August - Anfang September
Avalon -> Mitte August
Königin Victoria -> Mitte August - Mitte September
Löhrpflaume -> 3. Augustwoche
Haferpflaume -> Ende August
Ontario:
Avalon:
Königin Victoria:
Löhrpflaume:
Haferpflaume:
3 essbare Wildfruchtobstgehölze
Crataegus succulenta - Saftweißdorn
Mespilus germanica - Mispel
Aronia melanocarpa - Apfelbeere, Aronia
Lonicera caerulea var kamtschatka - Maibeere, sibirische Blaubeere
Sambucus nigra - Holunder
Prunus spinosa - Schlehe, Schwarzdorn
Rosa canina - Hundsrose, Hagebutte
Hippophae rhamnoides - Sanddorn
Berberis vulgaris - Berberitze
3 Apfelsorten für genossenschaftlicher Anbau
Allgemeine Kriterien: nicht ganz unbekannte Sorten, gut lager- und transportfähig, robuste Bäume, guter Absatz
Topaz -> gute Fruchtqualität, bekannte Sorte, hohe regelmäßige Erträge, relativ robust (Mono-Schorfresistenz, mittel Mehltau, Lentizellenfäule!, Kragenfäule/Zwischenveredelung) -> Lagerung bis Mai
Bonita -> guter Geschmack, bekannte Sorte (Mono-Schrofresistenz) gleichmäßige Reife -> lagerfähig bis Juni
Wurtwinning/Bloss -> Clubsorte, saftig knackig süß mit leichter Säure aromatisch (empfindliche Schale, Mono-Schorfresistenz, wenig Mehltau, geringe Anfälligkeit für Fäulnis und Lagerkrankheiten ) -> lagerfähig bis Mai
SQ 159/Natyra -> zwar Clubsorte, aber gut und bekannt, robust, saftig knackig süßlich (Mono-Schorfresistenz, wenig Mehltau, mittelmäßig Feuerbrand und Obstbaumkrebs) -> Lagerfähig bis Juli/August
Rustica/Rusticana -> hohe Festigkeit, knackig, säuerlich aromatisch (Mono-Schorfresistenz, wenig mehltauanfällig, !anfällig für Feuerbrand!) -> Lagerung bis Juli
Xeleven/Swing -> Clubsorte, saftig knackig süsslich (Mono-Schorfresistenz, wenig Mehltau) -> lagerfähig bis Juli/August
3 Süßkirschen-Unterlagen und Auswirkungen
Starkwachsend:
Vogelkirschensämling (Prunus avium) -> Pflanzabstand 7 x 5m
Starkwüchsig
Später eintretender Ertragsbeginn
Mittlere Fruchtleistung
Für alle Böden
Langlebig
Frosthart
Gute Kompatibilität
Mittelstarkwachsend:
MaxMa Delbard 14 -> Pflanzabstand 5 x 3m
Mittelstarker bis starker Wuchs (60% von Sämling)
Gut belüftete Böden -> keine Staunässe
Früher Ertragsbeginn
Hoher Ertrag bei guter Fruchtgröße
tolerant gegen Bakterienkrebs!
PiKu 1 -> Pflanzabstand 4 x 2m
Mittlerer Wuchs (etwas mehr als GiSelA 5)
Für trockene, leichte Böden
Sehr fruchtbar
Bei reichtragenden Sorten, wo die Fruchtgröße auf GiSelA 5 zu klein ist
Schwacher Wuchs:
Mittlerer Wuchs (< als 50% von Sämling)
Gut belüfteter Boden, sonst viele Typen
Früher Ertragseinsatz
Relativ standfest
Recht frosthart
Bewässerung notwendig bei Trockenheit
Schwacher Wuchs
Sehr früher Ertragsbeginn
Bewässerung bei Trockenheit
Nur für sehr gute Standorte!
5 marktgängige Zwetschgen nach Reifezeit geordnet
Katinka -> Mitte-Ende Juli
Cacaks Schöne -> Anfang - Mitte August
Topfive -> Mitte August
Hanita -> Mitte - Ende August
Toptaste -> Ende August - Anfang September
Hauszwetschge -> Anfang - Mitte September
Presenta -> Mitte - Ende September
3 Pflanzmaterialien für Erdbeeren und deren typische Pflanzzeitpunkte
Topfgrünpflanzen (getopfte Jungpflanzen)
-> Ende Juli bis MItte August, fruchttragend im nächsten Jahr (besser zu transportieren und lagern)
Wurzelnackte Grünpflanzen
-> Ende Juli bis spätestens Mitte August, fruchttragend im nächsten Jahr (sehr empfindlich, wenig bis gar nicht lagerfähig)
Frigopflanzen (im Winter gerodet und tiefgekühlt gelagert)
-> Frühjahr (ab Ende April) pflanzen, ermöglicht Ernte bereits 8-10 Wochen später
5 Wildobstarten zur Erneuerung des Sortiments
Rosa canina - Hagebutte
Lonicera caerulea var kamtschatica - sibirische Blaubeere, Maibeere
Sambucus nigra - Schwarzer Holunder
Morus rubra - Rote Maulbeere
Amelanchier lamarckii- Felsenbirne
Aronia melanocarpa - Apfelbeere
Lycium barbarum - Goji
Was ist bei einer Boskoop-Pflanzung bei den Befruchtungsverhältnissen zu berücksichtigen
Boskoop ist Triploid -> kann keine anderen Sorten bestäuben, geringe Pollenzahl (5-10%, im Vgl 90-95% bei diploiden Sorten)
Die Blüte ist früh -> keine Spätfrostgefährdeten Lagen, frühblühende Bestäubersorten
-> Vorraussetzung für die Bestäubersorten sind gleiche oder minimal frühere Blühzeit und mindestens eine, besser zwei unterschiedliche Allele (Eine Sorte wird durch zwei Allele gekennzeichnet die auf die Entwicklung des Pollenkorns einwirken)
Befruchtersorten:
Alkmene
Arlet
Berlepsch
Danziger Kantapfel
Discovery
Idared
Ontario
Zuccalmaglio
Malus floribunda (Wildapfel) -> geringere Anfälligkeit für Krankheiten und Alternanz, längere Blühzeit
-> Pflanzung von Befruchtersorten nicht weiter als 50m entfernt, am besten in Reihen dazwischen (ca 7-10% der Baumgesamtzahl)
-> idealerweise zwei verschiedene Befruchtersorten pflanzen
Bienenfreundliche Umgebung (2 Bienenstöcke/ha bei Apfel; 4 Bienenstöcke/ha bei Birnen)
Apfelanlage in meiner Region anlegen mit 10 Sorten - nach Reifezeitpunkt ordnen
Mitte August
Wurtwinning
Mitte-Ende September
September - Oktober
https://bergischer-streuobstwiesenverein.de/alte-und-neue-apfelsorten/h-j-banniers-apfelsorten-geordnet-nach-pflueckreife/
Je 2 Süßkirschensorten Erntezeitpunkte
A) früh
B) mittelfrüh
C) spät
KW = Kirschenwoche, meist in der Zeit Ende Mai - Ende Juni/Anfang August
Prim 1.9 (1.KW)
Nimba (1,5.-2,5. KW)
Burlat (2.-3. KW) -> 14. Juni
Bellise (3.-4. Kw)
Samba°/Sumste (4.-5. KW) -> 26. Juni
Kordia (5.-6. KW)
Regina (7. KW)
Final 12.1 (8. -9. KW) -> 10 Tage nach Regina
Kir Rosso (10.KW) -> 2-3 Wochen nach Regina
Ordne nach Blühzeiten:
Apfel, Himbeere, Pfirsich, Birne, Zwetschge, Aprikose, Süßkirsche
Rang
Obstart
Typische Blühzeit
1
Aprikose
März
Sehr Hoch
2
Ende März / Anfang April
3
April
Hoch
4
Kirsche
Mitte April
5
Birne
Mitte bis Ende April
6
Apfel
Ende April bis Mai
Mittel (geringer als Steinobst)
7
Mai bis Juni
Niedrig (blüht zu spät für Spätfröste)
(Mandel: Mitte Februar - MitteMärz)
Aprikose: März
Pfirsich: März
Zwetschge: März-Mai
Kirsche: April/Mai
Birne: April/Mai
(Mirabelle: April - Mai)
Apfel: Mitte April - Mitte Mai
(Walnuß: April/Mai)
(Feige: Mai-September)
(Quitte: Mai/Juni)
Beeren:
Erdbeeren: März - Juni
Johannisbeeren: April/Mai
Stachelbeeren: April/Mai
Brombeeren: Mai/Juni
Sommerhimbeeren: Juni?
Herbsthimbeeren: später
Zeitpunkt: März (oft Mitte bis Ende, bei warmem Wetter auch Anfang).
Besonderheit: Die Aprikose blüht als erstes Steinobst. Genau wegen dieser sehr frühen Blüte ist sie extrem frostgefährdet. Ein Spätfröste im April kann die gesamte Ernte vernichten.
Zeitpunkt: Ende März bis Anfang April.
Pfirsich: Blüht sehr früh, oft gleichzeitig mit der Aprikose oder kurz danach. Auch hier ist die Frostgefahr sehr hoch.
Süßkirsche: Blüht typischerweise im April (oft "Kirschblüte" als Volksfest). Sie blüht etwas später als die Aprikose, aber deutlich vor dem Apfel.
Zeitpunkt: Mitte April.
Besonderheit: Steinobst wie die Zwetschge blüht meist etwas später als die Kirsche und ist dadurch etwas weniger frostgefährdet als Aprikose oder Pfirsich, aber immer noch im Risikobereich der Spätfröste.
Zeitpunkt: Mitte bis Ende April.
Besonderheit: Die Birne blüht in der Regel etwas später als der Apfel. Das ist ein wichtiger Vorteil: Wenn ein Spätfröste die frühen Apfelblüten trifft, ist die Birne oft schon vorbei oder im fortgeschrittenen Stadium, wo sie weniger empfindlich ist.
Zeitpunkt: Ende April bis Anfang Mai.
Besonderheit: Der Apfel blüht typischerweise nach der Birne. Die Hauptblütezeit ist oft im Mai ("Mai ist der Apfelmonat"). Da er später blüht, ist er etwas besser vor den schweren Aprilfrösten geschützt als die Steinobstarten, aber immer noch gefährdet.
Zeitpunkt: Mai bis Juni (je nach Sorte).
Besonderheit: Im Gegensatz zu den Baumsorten blüht die Himbeere (ein Strauch) deutlich später.
Sommerhimbeeren: Blühen im Mai, die Früchte reifen im Juni/Juli.
Herbsthimbeeren: Blühen erst im Juni/Juli an den einjährigen Trieben und tragen im Spätsommer/Herbst.
Sie ist damit die letzte auf dieser Liste, die blüht.
Himbeersorten
A) 3 Sommerhimbeeren
B) 2 Herbsthimbeeren
A) Sommerhimbeeren
Willamette -> robust, intensiver Geschmack
Glen Ample -> mittelfrüh süß-Saüerlich, guter Ertag
Tulameen -> spätere Sorte, süß, konisch
B) Herbsthimbeeren
Autumn Bliss -> großfrüchtig, hohe Erträge
Aroma Queen -> intensiver Geschmack, hohe Erträge
Himbo-Top -> großfrüchtig, leuchtend, intensiver Geschmack
6 Kirschsorten nach Blühzeit ordnen
Prim 1.9
Sumste/Samba -> 4.-18.April
Nimba
Bellise
Burlat -> 6. -24. April
C) mittelspät
Kordia -> 11. - 28. April
D) spät
Regina
Kir Rosso
3 Himbeersorten nach Reifezeit ordnen
Juni
Willamette
Elida
Juli
Herbst (August - Oktober)
Aroma Queen
Himbo Top
Drei negative Effekte von Unkräuter in einem Pflanzenbestand
-> vor allem bei Jungbäumen problematisch!
Konkurrenz für Wasser (besonders bei flachwurzelnden Unkräuter und Tröpfchenbewässerung)
Wachstumsdepression
längere Dauer zur Bodenerwärmung
Mäuse
Krankheiten u.a. durch Kragenfäule (Phytophtera cactorum) und Obstbaumkrebs (Neonectria ditissima) durch schlechte Belüftung bzw anhaltende Feuchte am Stammbereich
5 Wurzelunkräuter deutsch und botanischer Name
-> Ausdauernde/mehrjährige Pflanzen, die einen Wurzelstock oder Speicherwurzeln besitzen (können sich generell aber auch über Samen vermehren)
Cirsium arvense - Acker-Kratzdistel
Equisetum arvense - Ackerschachtelhalm
Plantago major subsp major - Breitwegerich
Elymus repens - Gewöhnliche Quecke
Urtica dioica subsp dioica - Große Brennessel
Taraxacum sect Ruderalia - Löwenzahn
5 Samenunkräuter deutsch und botanischer Name
-> i.d.R. 1jährige Pflanzen, die sich über Samen vermehren
Galinsoga parviflora - Kleinblütiges Knopfkraut
Capsella bursa-pastoris - Hirtentäschelkraut
Stellaria media - Vogelmiere
Lamium purpureum - Rote Taubnessel
Trifolium repens - Weißklee
Senecio vulgaris - Gewöhnliches Kreutzkraut
Jeweils 4 marktfähige Sorten nach Reifezeitpunkt
A) Birnen
B) Zwetschgen
C) Kirschen
Novembra/Xenia
Cacaks Schöne
Topfive
Hauszwetschge
Toptaste
Presenta
Burlat
Samba
Kordia
Nach Blühzeiten ordnen:
Aprikose (März/April)
Pfirsich (März/April)
Zwetschge (April/Mai)
Süßkirsche (April oder Mai)
Birne (April/Mai -> ca 2 Wochen vor Äpfeln)
Apfel (Mitte April/Mitte Mai)
Himbeere (Sommerh. -> Mai/Juni, Herbsth. Juli/August)
Wozu dient eine Zwischenveredelung bei Birne
Inkompatabilität mit gängiger Quitten-Unterlage umgehen
Krankheitsresistenz
Stammbildner -> gerader Stamm
Jeweils zwei Arten (deutsch und botanischer Name)
A) Samenunkräuter
B) Wurzelunkräuter
Elymus repens - Gemeine Quecke
Welche Apfelsorten sollten auf Standorten, ohne vorigen Anbau von Kernobst auf EM 27 gepflanzt werden?
M27:
sehr schwachwachsend
benötigt fruchtbare, reiche Böden
Fruchtgröße und - geschmack insgesamt nur gut
-> starkwachsende, evtl. triploide Sorten
Jonagold/Jonagored
Wie wirken sich Unterlagen auf die Edelsorte auf
Baumgröße
Fruchtgröße
Standfestigkeit
Ertragsbeginn
Welche Zwetschgen-Unterlagen sind für sandige Böden geeignet
Schwachwachsend:
WaVit -> anspruchslos für leichte wie für schwere Böden geeignet
Myrobalane -> für alle Böden, besonders für trockene, sandige Böden
Unterlagen Obstarten zuordnen
A) M9
B) St. Julien A
C) F12/1
D) Ribes aureum
A) Apfel
B) Pflaume/Zwetschge, Pfirsich, Aprikose
C) Kirsche
D) Rote und schwarze Johannisbeere, Stachelbeere
Je 2 gebräuchliche Unterlagen
B) Kirsche
C) Zwetschge
D) Birne
M27 -> sehr gute Böden ohne Nachbau
M9, G11 (110% M9)-> schlechtere Standorte
GiSelA 5 -> schwachwachsend, braucht Bewässerung
PiKu 1 -> mittelschwachwachsend, für warme sandige Böden
Prunus avium (Vogelkirsche) -> starkwachsend
St Julien A -> mittelstarkwachsend, keine Wurzelausläufer (weniger Scharka anfällig)
Brompton -> starkwachsend
Myrobalane (Kirschpflaum) -> starkwachsend
Quitte C -> schwachwachsend
Quitte A -> mittelschwachwachsend
Pyrodwarf -> sehr gute Verträglichkeit, mittelstarkwachsend
Je eine stark- und schwachwachsende gebräuchliche Unterlage
c) Pflaume
Bittenfelder Sämling
GieSelA 5
Prunus avium (Vogelkirsche)
C) Pflaume
St Julien A
Myrobalane (Kirschpflaume)
Eine stark- und schwachwachsende Unterlage für Malus domestica mit Eigenschaften
schwachwachsend
nicht standfest, brüchige Wurzeln
schlechte Frosthärte
Trockenheitsempfindlich
Anfällig für Feuerbrand, Kaninchen und Wühlmäusen
frühe und hohe Ertragsleistung
kaum Alternanz
gute Fruchtqualität
Starkwachsend
hohe Standfestigkeit
gute Bodenanpassung
Langlebigkeit
geringe Anfälligkeit für Krankheiten (frosthart, trockenheitstolerant, kaum Obstbaumkrebs)
Später ertragseintritt
Sortenbedingte Alternanz
3 Süßkirschenunterlagen und deren Eigenschaften
GieSelA 5 -> Pflanzabstand 4x2m
schwachwachsend (ca. 50% von P.avium)
für gute Böden
braucht Zusatzbewässerung
sehr verträglich mit Edelsorten
begünstigt bei ‘Kordia’ und ‘Regina’ einen spindelförmigen Baumaufbau
früher Ertragsbeginn
virustolerant
frosthart
kaum Wurzelausläufer
PiKu 1 -> Pflanzabstand 4x2m
mittelschwachwachsend (50-60% von Prunus a.)
hohe Verzweigungsdichte
Wuchs und Ertragsverhalten sehr stark vom Standort abhängig
Prunus avium (Vorgelkirsche) -> Pflanzabstand 7x5m
starkwachsend
für weniger gute oder steinige Böden
Später Ertragsbeginn
hohe Verträglichkeit mit Edelsorten
-> Industriekirschen oder Streuobst
Was wird unter ‘Artenschutz’ verstanden?
-> Schutz bedrohter Arten
Erhaltung ihrer Lebensräume (Biotope) und Pflege ihrer Population
3 Ursachen für Artensterben in Deutschland
Klimawandel
Vernichtung natürlicher Lebensräume
bspw Moore durch Trockenlegung
maximale Landwirtschaftliche Nutzung (statt Hecken und Baumreihen)
jeweils 2 Zeigerpflanzen für
A) feuchten Boden
B) Bodenverdichtung
C) hohe Nährstoffversorgung
A) Was versteht mensch unter Zeigerpflanzen?
B) 2 typische Zeigerpflanzen und was sie anzeigen
A) Durch Standortbedingungen entwickeln sich ohne Eingriffe typische Pflanzengesellschaften, die wiederum Rückschlüsse auf die Standort- und Bodenbedingungen geben können
B)
Trifolium repens - Weißklee -> nährstoffarme Böden
Senecio vulgaris - Gewöhnliches Kreutzkraut -> nährstoffreiche Böden
Klare Mitte/Stammverlängerung
Kegelform - 4 längere Leitäste und darüber Fruchtäste an der Stammmitte die nach oben hin kürzer werden
Gleichmäßige spindelartige Astverteilung an der Stammitte
Verzweigung auf 40-60 cm
Flache Seitenäste -> leicht nach außen ansteigend
5 Wildobstarten für Nischenproduktion
Lonicera cearulea var kamtschatka - Sibirische Blaubeere, Maibeere
Eleagnus multiflora - Ölweide
4 Auswirkungen der Unterlage auf die Edelsorte
Wuchseigenschaften (Größe, Wuchsform)
Fruchtgröße- und Qualität
Krankheitsresistenz bzw -anfälligkeit
Was sind 4 Qualitätskriterien für eine schlanke Spindel bei einer Neupflanzung
gerade und klare Stammverlängerung
flach abgehende Leitäste
Leitäste auf ca 40-60cm
gut verteilte Fruchtäste an der Stammverlängerung
6 Apfelsorten die unter Sortenschutz stehen
Pia 41
Re- Sorten aus Pillnitz
Was bedeutet Sortenschutz
-> kommerzielle Nutzung, Vermehrung und Verkauf ist nur mit Zustimmung des Züchters erlaubt
Schutz der Züchtungsarbeit
Lizenzgebühren und Marktexklusivität
Qualitätsssicherung
Förderung von Innovation durch Schutz
Unterscheidbarkeit von Sorten
5 Punkte die in einem Ausbildungsvertrag festgelegt werden
Dauer des Ausbildungsverhältnisses
Arbeitswochenstunden
Urlaubstage
Ausbildungsvergütung (Gehalt)
Probezeit
Kündigungsfrist
Was ist das duale Ausbildungssystem und was sind Vor- und Nachteile gegenüber einer rein schulischen
-> duale Ausbildung heißt, es gibt einen schulischen (Berufschule) und einen praktischen Teil (Ausbildungsbetrieb)
Vorteile: direkte Berufserfahrung, betriebliche Einblicke, finanzielle Unabhängigkeit
Nachteil: evtl keine Einheitlichkeit, durch Unterschiede im Ausbildungsbetrieb (Kulturen, Anbau, Verkauf usw), Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb, mehr Zeitaufwand
Jeweils Pflichten und Rechte in einem Arbeitsvertrag
Arbeitnehmer:
Erbringung der Arbeitspflicht
keine weitere Anstellung ohne Zustimmung
Befolgen von Weisungen + Betriebsordnung
Arbeitgeber:
Zahlung des Lohns nach gesetzlichen Bestimmungen (Mindestlohn, Tariflohn)
Beiträge zur Sozialversicherung
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
Was sind Einsatzmöglichkeiten von Wachstumsreglern/Pflanzenhormonen im Obstbau
5 Punkte die im Ausbildungsvertrag festgelegt werden
Wochen-Arbeitszeit
Anfang und Ende des Ausbildungsverhältnisses
Lohnhöhe
Probezeitdauer
Welche Bedeutung hat das Berichtsheft im Rahmen der Ausbildung
1. Nachweis der Ausbildungsinhalte (wöchentliche
Tätigkeiten)
2. Prüfungsvoraussetzung: muss vollständig geführt sein
(§ 43 BBiG)
3. Reflexion + Selbstkontrolle des eigenen Lernfortschritts
Welchen persönlichen Nutzen gibt es von einer angeschlossenen Ausbildung
besseren Lohn
Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Weiterbildungsmöglichkeiten (Meister, Techniker)
Wer ist im Betrieb zuständig für die Arbeitssicherheit
Vorgesetze
Sicherheitsbeauftragte (ab 20 Arbeitskräften)
Ersthelfer
der Betriebs-/Personalrat kann bei Verstößen die behördlichen Aufsichten einschalten
4 Möglichkeiten der Beendigung des Ausbildungsverhältnisses
1. Ablauf der Ausbildungszeit (reguläres Ende)
2. Bestehen der Abschlussprüfung (auch vor Zeitablauf)
3. Kündigung (durch Ausbilder oder Auszubildenden)
4. Aufhebungsvertrag (beiderseitige Einigung)
Beendigung Ausbildungsverhältnis: je 2 Möglichkeiten für Ausbildenden und Azubi
Durch Ausbildenden:
Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (z.B.Diebstahl)
Kündigung während Probezeit (ohne Begründung)
Durch Auszubildenden:
Kündigung mit 4-Wochen-Frist (Beruf aufgeben /wechseln)
Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (z.B. keine Lohnzahlung)
Welche Möglichkeiten hat der Auszubildende zur Lösung des Ausbildungsverhältnisses?
• ordentliche Kündigung mit 4-Wochen-Frist (Beruf aufgeben/ anderen ergreifen, § 22 BBiG)
• Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (z.B. Mobbing, Gesundheitsgefährdung, ausbleibende Vergütung)
• Aufhebungsvertrag mit dem Ausbilder
Was ist der Sinn einer Kündigungsfrist?
Gibt beiden Seiten Zeit sich vorzubereiten:
• Arbeitnehmer: kann neue Stelle suchen
• Arbeitgeber: kann Ersatz finden und einarbeiten
→ dient Planungssicherheit und sozialem Schutz des AN
Ist eine mündliche Kündigung nach der Probezeit rechtswirksam?
NEIN. Gemäß § 623 BGB muss die Kündigung SCHRIFTLICH erfolgen.
Schriftform ist gesetzlich vorgeschrieben.
Mündliche Kündigungen sind nichtig.
→ Arbeitnehmer muss diese nicht akzeptieren.
Gesetzliche Kündigungsfrist durch Arbeitnehmer / Azubi nach der Probezeit
Arbeitnehmer: 4 Wochen zum 15. des Monats oder zum Monatsende (§ 622 BGB)
Azubi: 4 Wochen (§ 22 BBiG) wenn Berufsausbildung aufgegeben oder anderer Beruf ergriffen werden soll.
Hinweis: Für Arbeitgeber gelten längere Fristen je nach Betriebszugehörigkeit
4 Gründe für fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (§ 626 BGB)
1. Diebstahl / Unterschlagung von Betriebseigentum
2. Arbeitsverweigerung (beharrlich, grundlos)
3. Tätlichkeiten gegenüber Vorgesetzten oder Kollegen
4. Schwerwiegender Vertrauensbruch (z.B. Weitergabe von Betriebsgeheimnissen, Betrug)
Welche Unterlagen erhält der Azubi nach Beendigung der Ausbildung? (3 Angaben)
1. Ausbildungszeugnis (qualifiziertes Zeugnis über die Ausbildung)
2. Prüfungszeugnis der zuständigen Stelle (z.B. LLH, Kammer)
3. Berichtsheft (zurückgegeben an den Auszubildenden)
Was steht in einem einfachen Arbeitszeugnis? (4 Angaben)
1. Name und Geburtsdatum des Arbeitnehmers
2. Art der Tätigkeit (Berufsbezeichnung, Aufgaben)
3. Dauer der Beschäftigung (Beginn und Ende)
4. Ort, Datum und Unterschrift des Arbeitgebers
Nennen Sie 2 Gruppen mit besonderem Kündigungsschutz.
1. Schwangere und Mütter in der Schutzfrist (Mutterschutzgesetz – MuSchG)
2. Schwerbehinderte Menschen (SGB IX – Zustimmung des Integrationsamtes erforderlich)
3. Betriebsratsmitglieder
Was kommt zusätzlich in ein qualifiziertes Arbeitszeugnis?
1. Leistungsbeurteilung (Qualität und Quantität der Arbeit)
2. Verhaltensbeurteilung (Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Kunden)
Nennen Sie je 3 Regelungen aus JuSchG (Jugendschutzgesetz) und JArbSchG (Jugendarbeitsschutzgesetz)
JuSchG (Öffentlichkeit):
Alkohol-/Tabakverbot unter 16/18 Jahren
FSK/USK-Altersgrenzen für Filme/Spiele
Aufenthaltszeiten in Gaststätten/Diskotheken
JArbSchG (Arbeit):
Max. 8 h/Tag, 40 h/Woche
Nachtruhe 20:00–06:00 Uhr
Mindesturlaub 25–30 Werktage
Jugendarbeitsschutz: Gesetz + 3 konkrete Regelungen
Gesetz: Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) Regelungen:
1. Max. 8 Stunden täglich, 40 Stunden wöchentlich
2. Nachtruhe 20:00–06:00 Uhr (keine Arbeit)
3. Mindesturlaubsanspruch 25–30 Werktage (je nach
Alter)
Nennen Sie 2 Versicherungen für Maschinen und Geräte im Betrieb.
1. Maschinenversicherung
(Schäden durch Bedienungsfehler, Kurzschluss etc.)
2. Betriebshaftpflichtversicherung
(Schäden durch Maschinen gegenüber Dritten
Frau Schneider verschweigt ihre Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch. Rechtslage?
Die Frage nach Schwangerschaft ist UNZULÄSSIG (AGG-Verstoß).
Frau Schneider darf die Frage VERNEINEN – keine arglistige Täuschung. Arbeitsverhältnis ist voll rechtswirksam.
Kündigung wegen Schwangerschaft wäre nach MuSchG NICHTIG.
Wer ist verantwortlich für Arbeitssicherheit im Betrieb?
Der Arbeitgeber / Betriebsinhaber.
Gesetzliche Pflichten (ArbSchG, DGUV-Vorschriften):
• Gefährdungsbeurteilung durchführen
• Sicherheitsunterweisungen
• Persönliche Schutzausrüstung bereitstellen
• Unfallverhütungsvorschriften einhalten
Berufsständische Organisationen:
a) Arbeitgeberverband Hessen
b) 3 Aufgaben
a) Gartenbauverband Rhein-Main-Neckar e.V.
(Bundesebene: Zentralverband Gartenbau e.V. – ZVG)
b) Aufgaben:
Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften
Interessenvertretung gegenüber Politik und Behörden
Beratung der Mitgliedsbetriebe (Recht, Steuern, Wirtschaft)
Gewerkschaft im Gartenbau:
a) Vollständiger Name
a) Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
Tarifverhandlungen (Lohn- und Rahmentarifverträge)
Rechtsschutz für Mitglieder bei Streitigkeiten mit AG
Politische Interessenvertretung
(Arbeits-/Sozialgesetzgebung)
Nennen Sie 4 berufsständische Organisationen + je eine Aufgabe.
• ZVG – Interessenvertretung Gartenbau Bundesebene (Zentralverband Gartenbau)
• IG BAU – Tarifverhandlungen für Arbeitnehmer (Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt)
• SVLFG – Träger der gesetzl. Unfallversicherung im Gartenbau (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau)
• BLE – Förderung und Koordination in der Agrarwirtschaft (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)
Abkürzungen: ZVG, IG BAU, SVLFG, BLE, LLH
• ZVG = Zentralverband Gartenbau e.V.
• IG BAU = Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
• SVLFG = Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten
und Gartenbau
• BLE = Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
• LLH = Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
3 Aufgaben des Betriebsrats / Personalrats
1. Mitbestimmung bei sozialen Angelegenheiten (Arbeitszeit, Urlaubspläne, Betriebsordnung)
2. Mitwirkung bei personellen Maßnahmen (Einstellungen, Kündigungen, Versetzungen)
3. Interessenvertretung der Arbeitnehmer gegenüber dem AG
Nennen Sie 4 Regelungen im Rahmentarifvertrag.
1. Allgemeine Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Überstunden)
2. Urlaubsanspruch und Urlaubsregelungen
3. Kündigungsfristen
4. Lohngruppen und Eingruppierungsmerkmale
3 Beratungsinstitutionen bei Problemen in
der Ausbildung
1. Berufsschule / Lehrer (pädagogische + fachliche Probleme)
2. Zuständige Stelle (LLH / Landwirtschaftskammer) (Schlichtung, Ausbildungsberatung, Vermittlung)
3. Gewerkschaft (IG BAU) (rechtliche Beratung, Unterstützung bei Vertragsverstößen)
Welche Abzüge gibt es vom Lohn
Arbeitslosenversicherung
Pflegeversicherung
Rentenversicherung
Krankenkassenbeiträge
Lohnsteuer
Evtl Kirchensteuer
Welche Pflanzenhormone gibt es
Absicinsäure
Erklären Sie 3 Tarifrecht-Begriffe
Friedenspflicht: Während Tarifvertragslaufzeit kein Streik
erlaubt.
Streik: Kollektive Arbeitsniederlegung zur Durchsetzung
von Tarifforderungen.
Warnstreik: Kurzer befristeter Streik als Druckmittel in
Verhandlungen.
Schlichtung: Neutrale Vermittlung bei gescheiterten
Tarifverhandlungen.
Urabstimmung: Abstimmung über Streik (mind. 75 % Ja
nötig).
Tarifvertragsparteien im Gartenbau
Arbeitgeberseite:
Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) / Landesverbände
Arbeitnehmerseite:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
Wann gilt ein Tarifvertrag für einen
Arbeitnehmer?
Wenn:
AN ist Mitglied der tarifschließenden Gewerkschaft UND
AG ist Mitglied des tarifschließenden Arbeitgeberverbands
ODER:
Tarifvertrag wurde für allgemeinverbindlich erklärt
→ gilt dann für alle Branchenangehörigen
Erklären Sie Lohntarifvertrag und Rahmentarifvertrag.
Lohntarifvertrag:
Regelt die Höhe der Löhne/Gehälter für alle Lohngruppen.
Wird regelmäßig (ca. jährlich) neu verhandelt.
Rahmentarifvertrag:
Regelt allgemeine Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Urlaub,
Kündigungsfristen, Eingruppierung)
Läuft mehrere Jahre.
Typische Laufzeiten:
a) Lohntarifvertrag
b) Rahmentarifvertrag
c) Begründung
a) Lohntarifvertrag: ca. 1 Jahr
b) Rahmentarifvertrag: mehrere Jahre (3–5 Jahre)
c) Begründung:
Löhne müssen öfter angepasst werden (Inflation,
Produktivität).
Rahmenbedingungen (Urlaub, Arbeitszeit) sind stabiler.
Erklären Sie den Begriff Ecklohn.
Ecklohn = Tariflohn für Facharbeiter der Lohngruppe 4
(gelernter Gärtner ohne Zusatzqualifikation).
Dient als Bezugsgröße für alle anderen Lohngruppen.
Andere Gruppen = prozentualer Zu-/Abschlag vom Ecklohn.
-> Ergebnis der Tarifverhandlungen, steht im Lohntarifvertrag
Negative Auswirkungen der Schwarzarbeit:
a) Staat
b) Auftraggeber
c) Schwarzarbeiter
a) Staat:
Steuerausfälle
Ausfall von SV-Beiträgen
b) Auftraggeber:
Kein Gewährleistungsanspruch bei Mängeln
Haftung bei Arbeitsunfall des Schwarzarbeiters
c) Schwarzarbeiter:
Kein Versicherungsschutz bei Unfall
Keine Rentenbeiträge
Strafrecht bei Entdeckung
Welche Sozialversicherung hat einen Sonderbeitrag allein für AN?
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV):
Kassenindividueller Zusatzbeitrag wird allein vom Arbeitnehmer getragen.
(Der reguläre Grundbeitrag wird paritätisch geteilt.)
-> Hinweis: Bei der Pflegeversicherung zahlen Kinderlose einen Zusatzbeitrag.
Gesetzliche Abzüge vom Lohn bei evangelischem Arbeitnehmer
1. Lohnsteuer
2. Kirchensteuer (9 % der Lohnsteuer; in BY/BW: 8 %)
3. Solidaritätszuschlag (falls anfallend)
4. Rentenversicherung (AN-Anteil)
5. Krankenversicherung (AN-Anteil inkl. Zusatzbeitrag)
6. Pflegeversicherung (AN-Anteil)
7. Arbeitslosenversicherung (AN-Anteil)
3 weitere Abzüge vom Bruttolohn (außer
SV-Beiträgen)
2. Solidaritätszuschlag (für bestimmte
Einkommensgruppen)
3. Kirchensteuer (für Kirchenmitglieder)
Ecklohn 11,95 EUR + 3,5 % Erhöhung:
a) neuer Stundenlohn
a) Erhöhung: 11,95 x 3,5 % = 0,42 EUR
Neuer Stundenlohn: 11,95 + 0,42 = 12,37 EUR
b) Mehrverdienst/Monat:
0,42 EUR x 170 h = 71,40 EUR
Erklären Sie direkte und indirekte Steuern
(je 2 Beispiele).
Direkte Steuern: Steuerschuldner = Steuerträger
• Einkommensteuer / Lohnsteuer
• Körperschaftsteuer
Indirekte Steuern: Unternehmer zahlt, gibt aber weiter an
Verbraucher
• Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)
• Energiesteuer / Mineralölsteuer
Nennen Sie die 5 gesetzlichen Sozialversicherungen.
1. Rentenversicherung (RV)
2. Krankenversicherung (KV)
3. Pflegeversicherung (PV)
4. Arbeitslosenversicherung (AV)
5. Unfallversicherung (UV)
→ UV wird allein vom AG getragen!
Wie viel zahlt der Arbeitgeber an Sozialversicherungen?
Ca. 50 % (Hälfte) der Beiträge zu:
RV + KV + PV + AV (paritätisch geteilt)
Unfallversicherung (SVLFG/BG):
→ Der AG trägt sie zu 100 % allein!
Wie bekommt man zu viel gezahlte Einkommensteuer zurück?
Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen
(bis 31. Juli des Folgejahres bei Pflichtveranlagung)
Finanzamt prüft und erstattet Differenz.
-> Beratung: Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein
In welche Steuerklasse kommt ein lediger
Steuerklasse I
Sozialversicherungen:
a) 5 nennen
b) Welche trägt der AG allein?
c) Welche trägt AN alleine
a) RV, KV, PV, AV, UV
b) Unfallversicherung (SVLFG / Berufsgenossenschaft)
c) Gesetzliche Krankenversicherung:
kassenindividueller Zusatzbeitrag, allein vom AN
Warum stellt der Betrieb 60 EUR/h in Rechnung obwohl der Lohn nur 21 EUR/h beträgt?
1. Lohnnebenkosten: AG-Anteile zur SV (~20 % auf
Bruttolohn)
2. Betriebskosten (Fixkosten): Miete, Energie, Maschinen,
Versicherungen
3. Gewinn: Unternehmer muss Gewinn erwirtschaften
→ für Investitionen und Existenzsicherung
3 Aufgaben der SVLFG
1. Prävention: Unfallverhütung, Beratung, Schulungen
2. Rehabilitation: medizinische + berufliche Reha nach
Unfall/Berufskrankheit
3. Entschädigung: Verletztengeld, Verletztenrente,
Hinterbliebenenleistungen
Zeitlohn vs. Leistungslohn (Akkordlohn): je
2 Vorteile
Zeitlohn:
Planbare, gleichmäßige Entlohnung (sicheres
Einkommen)
Fördert sorgfältige Arbeit ohne Stückzahldruck
Leistungslohn (Akkord):
Leistungsanreiz: wer mehr leistet, verdient mehr
Kostenkontrolle: Lohnkosten korrelieren mit
Produktionsmenge
5 Sozialversicherungen mit je einer Leistung
• Rentenversicherung → Altersrente
• Krankenversicherung → Arztbehandlung + Medikamente
• Pflegeversicherung → Pflegegeld bei häuslicher Pflege
• Arbeitslosenversicherung → Arbeitslosengeld I
• Unfallversicherung → Verletztenrente nach Arbeitsunfall
Nennen Sie 2 soziale Notlagen und staatliche Gegenmaßnahmen.
Arbeitslosigkeit:
→ ALG I (SGB III), Bürgergeld/ALG II (SGB II),
Umschulungen
Pflegebedürftigkeit im Alter:
→ Pflegeversicherungsleistungen, Sozialhilfe (SGB XII)
Brutto 2.700 EUR, SV 21 %, Lohnsteuer 250
EUR, KiSt 9 %: Netto berechnen
Bruttolohn: 2.700,00 EUR
./. SV (21 %): 2700 x 0,21 = –567,00 EUR
./. Lohnsteuer: –250,00 EUR
./. KiSt (9 % v. 250): –22,50 EUR
= Nettoverdienst: 1.860,50 EUR
Erklären Sie den Generationenvertrag in der Rentenversicherung.
Erwerbstätige Generation zahlt Beiträge → finanziert
JETZT Renten der Rentner.
Im Gegenzug haben Beitragszahler Anspruch auf spätere Rente
durch die nächste Generation
-> Kein Kapitalaufbau – Umlageverfahren (Beiträge werden
sofort ausgezahlt)
2 empfehlenswerte private Versicherungen für Arbeitnehmer
1. Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)
→ Absicherung bei dauerhaftem Verlust der Arbeitsfähigkeit
2. Private Haftpflichtversicherung
→ Absicherung bei unbeabsichtigten Schäden gegenüber Dritten
Nennen Sie eine Sozialversicherung + 3 ihrer Aufgaben.
Beispiel: Deutsche Rentenversicherung (DRV)
1. Altersrente ab Renteneintrittsalter
2. Erwerbsminderungsrente bei dauerhafter
Berufsunfähigkeit
3. Rehabilitation (medizinisch + beruflich) zur Erhaltung
der Erwerbsfähigkeit
3 Gründe für Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre
1. Demografischer Wandel:
immer weniger Beitragszahler,
immer mehr Rentner → wachsende Belastung des
Umlageverfahrens
2. Gestiegene Lebenserwartung:
längerer Rentenbezug → höhere Ausgaben
3. Rentenstabilität:
längere Beitragszeiten halten Rentenniveau stabil
3 Möglichkeiten zur objektiven Information
vor Handykauf
1. Stiftung Warentest / test.de (unabhängige Tests)
2. Verbraucherzentrale (unabhängige Beratung)
3. Fachzeitschriften / unabhängige Testportale (CHIP, c't)
Erklären Sie Existenz- und
Luxusbedürfnisse.
Existenzbedürfnisse:
Grundbedürfnisse ohne die man nicht (würdevoll) leben
kann
Nahrung, Kleidung, Wohnung, medizinische Versorgung.
Luxusbedürfnisse:
Über das lebensnotwendige Minimum hinaus
z.B. Sportwagen, Designerkleidung, Luxusreisen.
Erklären Sie Pacht-, Darlehens-, Leih- und
Mietvertrag.
Pachtvertrag:
-> Nutzung + Fruchtziehung gegen Entgelt (z.B. Ackerpacht)
Darlehensvertrag:
-> Geld wird geliehen, Rückzahlung + Zinsen
Leihvertrag:
-> UNENTGELTLICHE Überlassung zur Nutzung
Mietvertrag:
-> Nutzung (ohne Fruchtziehung) gegen Entgelt
Unterschied Rechtsfähigkeit und
Geschäftsfähigkeit
Rechtsfähigkeit:
Fähigkeit, Träger von Rechten + Pflichten zu sein
Beginn: Geburt / Ende: Tod (natürliche Person)
Geschäftsfähigkeit:
Fähigkeit, wirksame Willenserklärungen abzugeben
(Verträge schließen).
Voll ab 18 J. / beschränkt 7–17 J. / nicht geschäftsfähig <7 J.
Warum sind folgende Rechtsgeschäfte nichtig:
a) Testament ohne Datum + Unterschrift
b) 5-j. Paul kauft Spielzeugauto
a) Formmangel:
handschriftliches Testament MUSS Datum + Unterschrift haben
(§ 2247 BGB) → Formvorschrift verletzt = NICHTIG
b) Geschäftsunfähigkeit:
Kinder unter 7 Jahren sind geschäftsunfähig
(§ 104 BGB) → Willenserklärung nichtig
Warum sind folgende Rechtsgeschäfte anfechtbar:
a) die Verlangung einer Gehaltserhöhung unter Drohung der Anzeige wegen Steuerhinterziehung
B) Unfallwagen als unfallfreies Fahrzeuig verkauft
a) Widerrechtliche Drohung (§ 123 BGB)
→ Gehaltserhöhung anfechtbar
b) Arglistige Täuschung (§ 123 BGB)
→ Kauf anfechtbar (wissentlich falsche Angaben)
4 Störungen bei der Erfüllung eines Kaufvertrags
1. Lieferverzug:
Ware nicht zum vereinbarten Termin geliefert
2. Annahmeverzug:
Käufer nimmt Ware nicht entgegen
3. Sachmangel / Schlechtleistung:
Ware entspricht nicht der Beschaffenheit
4. Falschlieferung:
andere als bestellte Ware geliefert
Herr Müller bekommt seine Ware nicht. 3 Rechte bei Lieferverzug.
1. Nachfrist setzen und auf Lieferung bestehen
2. Rücktritt vom Vertrag nach Ablauf der Nachfrist
3. Schadensersatz wegen Nichterfüllung
(z.B. Mehrkosten für anderweitige Beschaffung)
Frau Klein reklamiert nach 5 Monaten. Hat sie Recht?
-> JA – sie kann reklamieren.
Gesetzliche Gewährleistungsfrist = 2 Jahre ab Übergabe (§ 438 BGB).
Zusätzlich: In den ersten 6 Monaten gilt Beweislastumkehr
Händler muss beweisen, dass Mangel nicht bei Übergabe vorlag.
Rechnung wird nicht bezahlt. 3 Möglichkeiten an Geld zu kommen.
1. Mahnung (außergerichtlich, schriftlich, mit Fristsetzung)
2. Mahnbescheid (gerichtliches Mahnverfahren)
3. Klage vor Gericht → rechtskräftiges Urteil →
Zwangsvollstreckung
Erklären Sie:
Gläubiger, Schuldner,
Zwangsvollstreckung, Lieferverzug,
Annahmeverzug, Gewährleistung
Gläubiger:
Person die eine Leistung zu fordern hat
Schuldner:
Person die eine Leistung erbringen muss
Zwangsvollstreckung:
staatl. erzwungene Durchsetzung eines Urteils (Pfändung)
Lieferverzug:
Verkäufer liefert nicht zum vereinbarten Termin
Annahmeverzug:
Gewährleistung:
Anspruch auf Nachbesserung/Ersatz/Minderung/Rücktritt (2 J.)
Leasingvertrag: ein Vor- und ein Nachteil
Vorteil:
Kein großes Startkapital nötig
monatliche Raten schonen Liquidität
immer modernes Fahrzeug.
Nachteil:
Kein Eigentümer
Gesamtkosten oft höher als Kauf
Kilometerbeschränkungen.
Listenpreis 25.000 EUR netto, 8 %
Rabatt, 2 % Skonto, 19 % MwSt. → Endpreis
Listenpreis netto: 25.000,00
./. Rabatt 8 %: 25000x0,08 = –2.000,00
= nach Rabatt: 23.000,00
+ MwSt 19 %: 23000x0,19 = +4.370,00
= Brutto: 27.370,00
./. Skonto 2 %: 27370x0,02 = –547,40
= Endpreis: 26.822,60 EUR
Kredit 8.000 EUR, 5 Jahre, 4 % Zinsen:
1) Jährl. Zinsen: 8.000 x 4 % = 320,00 EUR
2) Gesamtrückzahlung: 8.000 + (320 x 5) = 9.600,00 EUR
3) Mehrkosten durch Kredit: 9.600 – 8.000 = 1.600,00
EUR
Düngerrechnung: 20 Sack à 42 EUR, 7 %
Rabatt, 2 % Skonto, 19 % MwSt. →
Überweisungsbetrag
20 x 42 EUR = 840,00
./. Rabatt 7 %: 840x0,07 = –58,80
= nach Rabatt: 781,20
+ MwSt 19 %: 781,20x0,19 = +148,43
= Brutto: 929,63
./. Skonto 2 %: 929,63x0,02 = –18,59
= Überweisung: 911,04 EUR
Primelrechnung: 10.000 St. à 0,20 EUR, 7 %
MwSt., 5 % Rabatt, 2 % Skonto → Endpreis
10.000 x 0,20 EUR = 2.000,00
./. Rabatt 5 %: 2000x0,05 = –100,00
= nach Rabatt: 1.900,00
+ MwSt 7 %: 1900x0,07 = +133,00
= Brutto: 2.033,00
./. Skonto 2 %: 2033x0,02 = –40,66
= Endpreis: 1.992,34 EUR
Düngerrechnung:
Wieviel ist der Gesamtbetrag?
Organischer Dünger 20x48 EUR (–7 %Rabatt)
Mineralischer Dünger 15x83 EUR
Spurenelemente 3x188 EUR
19% MwSt, 2 % Skonto
Org. Volldünger: 20x48=960, –7%=–67,20 → 892,80
Min. Volldünger: 15x83 = 1.245,00
Spurenelement: 3x188 = 564,00
Nettosumme: 892,80+1245+564 = 2.701,80
+ MwSt 19 %: 2701,80x0,19 = +513,34
= Brutto: 3.215,14
./. Skonto 2 %: –64,30 → Überweisung: 3.150,84 EUR
Rechnung 400 EUR inkl. 7 % MwSt. →
Nettobetrag: 400 / 1,07 = 373,83 EUR
MwSt.-Anteil: 400 – 373,83 = 26,17 EUR
(Probe: 373,83 x 1,07 = 400,00 EUR)
3 Verhaltensregeln bei Transportschäden
1. Schaden sofort dokumentieren (Fotos) und Lieferanten
informieren
2. Schaden auf Lieferschein vermerken + vom Fahrer
bestätigen lassen
3. Schadensersatz geltend machen (Minderung oder
Ersatzlieferung fordern
2 formale Möglichkeiten eines Kaufvertrags
1. Mündlich (z.B. Kauf auf dem Wochenmarkt)
2. Schriftlich (Brief, E-Mail, Bestellformular)
(auch: stillschweigend / durch schlüssiges Handeln)
a) natürliche Person: Beginn + Ende
b) juristische Person: Beginn + Ende
a) Natürliche Person:
Beginn: Vollendung der Geburt (§ 1 BGB)
Ende: Tod
b) Juristische Person:
Beginn: Eintragung ins Handels-/Vereinsregister
Ende: Löschung aus dem Register (Auflösung)
Jährl. Kosten PKW: AP 32.000 EUR, AfA 20
%, Verzinsung 6 %, Versicherung 650 EUR,
Reparatur 750 EUR
Abschreibung (20 %): 32.000 x 0,20 = 6.400,00
Verzinsung (6 % v. halbem AP): 16.000 x 0,06 = 960,00
Versicherung/Steuern: 650,00
Reparaturen/Wartung: 750,00
= Jährl. Gesamtkosten: 8.760,00 EUR
Jährl. Fixkosten Fräse: AP 8.500 EUR, AfA
20 %, Verzinsung 5 %
Abschreibung (20 %): 8.500 x 0,20 = 1.700,00
Verzinsung (5 % v. halbem AP): 4.250 x 0,05 = 212,50
Reparaturen/Wartung: 350,00
= Jährl. Fixkosten: 2.262,50 EUR
Nennen Sie 2 Zahlungsmöglichkeiten.
1. Banküberweisung (bargeldlos)
2. Lastschriftverfahren (Einzugsermächtigung)
(auch: Barzahlung, Nachnahme, Dauerauftrag,
EC-/Kreditkarte)
3 Zahlungsarten mit je 2
Zahlungsmöglichkeiten
a) Bar: Kassenbar / Handkasse
b) Halbbar: Postanweisung / Nachnahme
c) Bargeldlos: Überweisung / Lastschrift oder
Dauerauftrag
Unterschied Lastschrift-Einzugsverfahren
und Dauerauftrag
Lastschrift:
Gläubiger zieht Betrag vom Konto des Schuldners ein.
Betrag kann variieren (z.B. Stromrechnung).
Dauerauftrag:
Kontoinhaber erteilt Bank festen, regelmäßigen Überweisungsauftrag.
Betrag und Intervall sind fest.
3 Formen der Geldanlage
1. Tagesgeldkonto (flexibel, niedrige Zinsen)
2. Festgeldkonto / Sparbuch (gebunden, etwas höhere
Zinsen)
3. Aktien / Investmentfonds (höhere Rendite, höhere
Risiken)
Begriff Dispositionskredit erklären + Vor- und Nachteil
Begriff: Eingeräumter Überziehungsrahmen auf dem
Girokonto
→ Konto kann bis zu festem Betrag ohne Antrag ins Minus
gezogen werden.
Sofort verfügbar
keine Antragstellung
Sehr hohe Zinsen (oft 8–12 % p.a.) → teuer bei längerer Nutzung
Erklären Sie: Rabatt, Bonus, Skonto
Rabatt:
Preisnachlass sofort beim Kauf (z.B. Mengen-,
Treuerabatt)
Bonus:
Nachträglicher Preisnachlass am Ende einer
Periode (Jahresumsatz)
Skonto:
Preisnachlass bei schneller Zahlung innerhalb
einer Frist (z.B. 2 % bei Zahlung innerhalb 10 Tagen)
Fräse: Listenpreis 10.000 EUR, gezahlter Preis 8500€ ..wieviel ist der Rabatt in %
Rabattbetrag: 10.000 – 8.500 = 1.500 EUR
Rabatt in %: (1.500 / 10.000) x 100 = 15 %
Nennen Sie 3 Rabattarten.
1. Mengenrabatt (bei Abnahme größerer Mengen)
2. Treuerabatt (für Stammkunden)
3. Saisonrabatt (z.B. Winterschlussverkauf)
(auch: Barzahlungsrabatt, Händlerrabatt)
2 Gründe für Anstieg der Privatinsolvenzen
1. Überschätzung der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit (zu hohe Kreditaufnahmen, Ratenkäufe)
2. Schicksalsschläge: Jobverlust, Krankheit, Scheidung
→ plötzliche Zahlungsunfähigkeit
Privatinsolvenz:
a) 4 Gründe
b) 2 Beratungsinstitutionen
a) Gründe:
Arbeitslosigkeit / Einkommensverlust
Scheidung + Unterhalts-/Ausgabenverpflichtungen
Übermäßige Kreditaufnahme / Kaufsucht
Krankheit und hohe Folgekosten
b) Beratung:
Schuldnerberatungsstellen (kommunal, kirchlich, AWO)
Verbraucherzentrale
Anwaltskanzleien
Einzelunternehmung: Vor- und Nachteil + 3 weitere Rechtsformen nennen
Alleinige Entscheidungsfreiheit
einfache Gründung
kein Mindestkapital
UNBESCHRÄNKTE persönliche Haftung mit dem Privatvermögen
3 weitere Rechtsformen:
• GmbH
• AG
• GbR
Erklären Sie den Produktionsfaktor Arbeit
mit Bedeutung für den Gartenbau.
Arbeit = alle menschlichen Tätigkeiten zur Erzeugung von
Gütern und DL
Im Gartenbau besonders wichtig weil:
• Viele Tätigkeiten (Pflanzung, Ernte) noch nicht voll automatisiert
• Fachkenntnisse entscheiden über Qualität und Wirtschaftlichkeit
• Verfügbarkeit von Fachkräften bestimmt Wettbewerbsfähigkeit
GmbH: Vor- und Nachteil
Beschränkte Haftung
Gesellschafter haften nur mit dem
Gesellschaftsvermögen, nicht mit Privatvermögen
Mindestkapital 25.000 EUR erforderlich
aufwändigere Gründung + Buchführungspflichten
Abkürzungen: GmbH, OHG, AG, KG, GbR
• GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
• OHG = Offene Handelsgesellschaft
• AG = Aktiengesellschaft
• KG = Kommanditgesellschaft
• GbR = Gesellschaft bürgerlichen Rechts
2 Vorteile der GbR
1. Einfache und formlose Gründung (kein Mindestkapital, kein Notar, kein Handelsregistereintrag)
2. Flexible Gestaltung der Zusammenarbeit der Gesellschafter (Gewinnverteilung frei im Gesellschaftsvertrag regelbar)
4 Merkmale einer Demokratie + eines
erläutern
Merkmale:
Volkssouveränität (alle Staatsgewalt geht vom Volk aus)
Gewaltenteilung (Legislative, Exekutive, Judikative)
Grundrechte (unveräußerliche Bürgerrechte)
Freie, gleiche + geheime Wahlen
z.B. Grundrechte:
Schutz vor staatl. Willkür
Koalitionsfreiheit (Art.9 GG)
Berufsfreiheit (Art.12 GG)
Begriff Subvention erklären (+ Beispiel
Gartenbau)
Subvention = finanzielle Unterstützung des Staates ohne
direkte Gegenleistung
Ziel:
Wirtschaftszweige fördern
erwünschtes Verhalten unterstützen.
Beispiele im Gartenbau:
• EU-Agrarsubventionen (GAP-Zahlungen)
• Förderung des ökologischen Landbaus
• Investitionsförderungen für Betriebe
Mindestlohn: je 2 Vor- und Nachteile
Schutz vor Lohndumping, sichert existenzsichernde Löhne
Stärkt Kaufkraft → belebende Wirkung auf Binnennachfrage
Kostenbelastung für arbeitsintensive Branchen (z.B. Gartenbau)
Verdrängungs-/Automatisierungseffekte (Betriebe investieren eher in Maschinen)
Wer formuliert die AGB und welche Inhalte haben diese?
-> formuliert vom Anbieter von Waren und Dienstleistungen
Inhalte:
Zahlungsbedingungen
Liefer- und Versandbedingungen
Gewährleistungen & Garantie
Widerrufsbelehrung
Was sind Leistungen der Unfallversicherung?
Verhütung
-> Versicherungsfälle (Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten) sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten,
Gesundheitsversorgung
-> nach Eintritt von Versicherungsfällen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Versicherten wiederherzustellen und
Entschädigung
-> die Versicherten oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen
Reduzierung des Befallsdrucks bei Kirschessigfliege
befallene Früchte direkt aus der Anlage entfernen und entsorgen (mehrere Tage in abgeschlossene Plastikfässer)
Obstkulturen vollständig abernten
Köderfallen am Rand der Obstanlage (alle 1-3m)
Netze (komplete Einnetzung mit max 0,8mm Machenbreiten)
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