1.Wer ist bei Unfällen, bei denen eine Gefährdung des Grundwassers
besteht, unverzüglich zu verständigen?
Die Wasserrechtsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat), bei Gefahr im Verzug der
Bürgermeister (Gemeindeamt) oder die nächste Dienststelle der Polizei, gegebenenfalls auch die
Straßenverwaltung.
2.Wie sind die Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren und Betriebsfeuerwehren im Einsatz- Übungsdienst und bei der Ausbildung
unfall-versichert?
Nach dem allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG).
3.In welchen Rechtsvorschriften werden in Oberösterreich die Brandverhütung und die Brandbekämpfung geregelt?
Oö. Feuer- und Gefahrenpolizeigesetz,
Oö. Feuerpolizeiverordnung,
Oö. Feuerwehrgesetz, Oö.
Feuerwehr-Ausrüstungs- und Planungsverordnung,
Feuerwehrabschnitts-verordnung,
Dienstordnungen für die öffentlichen Feuerwehren und den
Landes-Feuerwehrverband
4.Nenne vier Maßnahmen, zu denen die Gemeinde auf Grund des Oö. Feuer- und Gefahrenpolizeigesetzes verpflichtet ist:
Sorge dafür zu tragen, dass mindestens eine personell und sachlich ausreichend ausgestattete und
ausreichend geschulte, schlagkräftige, öffentliche Feuerwehr besteht die Brandbekämpfung durch-
geführt wird die erforderlichen Löschmittel in ausreichender Menge jederzeit zur Verfügung steht
Hindernisse für die Brandbekämpfung nicht entstehen.
5.Wie oft muss - nach den Vorschriften des Oö. Feuer- und Gefahrenpolizeigesetzes - die Feuerpolizeiliche Überprüfung bei Objekten der Risikogruppe in einer Gemeinde durchgeführt werden?
Alle drei Jahre, bei Vorliegen einer gewerbebehördlichen Betriebsanlagen- Genehmigung
jedoch alle 5 Jahre.
6.Wer trägt die Kosten einer Freiwilligen Feuerwehr oder einer
Berufsfeuerwehr?
Die Pflichtbereichsgemeinde
7.Welche Aufgaben hat, unbeschadet seiner Verpflichtung nach anderen Gesetzen, der Pflichtbereichskommandant im Wesentlichen?
die Koordinierung aller Feuerwehren im Pflichtbereich;
die Sorge für die Schlagkraft aller Feuerwehren des Pflichtbereiches
die Erstellung von Alarm- und Einsatzplänen
die Leitung der Einsätze im Pflichtbereich
die Beratung der Organe der Pflichtbereichsgemeinde(n) in allen Angelegenheiten der örtlichen
Feuerpolizei und des örtlichen Katastrophenhilfsdienstes
8. Worauf achtet der Feuerwehrkommandant bzw. dessen Vertreter als Sachverständiger bei der feuerpolizeilichen Überprüfung im Besonderen?
Zufahrt,
Löschwasser,
Aufstellflächen,
Zugänglichkeit,
Löscheinrichtungen,
besondere Gefahren
9.In welcher Gesetzgebung wird die Organisation der Feuerwehren Oberösterreichs grundsätzlich geregelt?
im Oö. Feuerwehrgesetz (OÖFWG 2015)
10. Wozu dient die Feuerpolizeiliche Überprüfung?
Zur Überprüfung der Feuersicherheit an Gebäuden mit dem Ziel Mängel zu beheben.
11. Sind Sie als Einsatzleiter berechtigt, Fahrleitungsabschaltungen und
Gleissperren zu verlangen?
Ja
12. Was versteht man unter „Vorbeugender Brandschutz“?
Bauliche und organisatorische Maßnahmen, die vorbeugend getätigt werden.
13. Was bedeutet „Abwehrender Brandschutz“?
Brandbekämpfung durch die Feuerwehren und Brandschutzgruppen
14. Wann dürfen in Betrieben, in denen ein Brandschutzbeauftragter
bestellt ist, brandgefährliche Tätigkeiten durchgeführt werden?
Nur mit dessen Zustimmung und nach seiner schriftlichen Freigabe
15. Wer gibt nach Bearbeitung einer Ölspur auf der Straße diese wieder
für den Verkehr frei?
Der Straßenerhalter
16. Was ist der Österreichische Bundesfeuerwehrverband und was ist
seine wichtigste Aufgabe?
Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband ist der Dachverband der Landes-feuerwehrverbände und der Städte mit Berufsfeuerwehren auf vereinsmäßiger Basis. Er vertritt und koordiniert gemeinsame Interessen der österreichischen Feuerwehren auf Bundesebene
17. Was ist das CTIF?
Eine internationale Vereinigung von Feuerwehrverbänden und Brandschutzorganisationen mit der Aufgabe, die Entwicklung des Vorbeugenden Brandschutzes und des Feuerwehrwesens zu fördern.
18. Wann darf nach einem Brandeinsatz mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden?
Nach Herstellung des Einvernehmens mit der Exekutive; Nach Sicherung der Brandstelle gegen
Einsturzgefahr. Nach Bereitstellung einer Löschleitung mit absperrbarem Strahlrohr (wenn
erforderlich).
19. Was versteht man unter Einsatztaktik?
Den planvollen und zweckmäßigen Einsatz von Mannschaft und Gerät an der Einsatzstelle
20. Welche taktischen Einheiten gibt es bei der Feuerwehr?
Den Trupp, die Gruppe, den Zug.
21. Nenne die drei Säulen des Führungssystems nach FSH Nr. 122?
Führungsverfahren
Führungsorganisation
Führungsmittel
22. Was ist ein Auftrag?
Anordnung eines bestimmten zu befolgenden Verhaltens, gegeben von einem Kommandanten/Vorgesetzten an seine taktische Einheit ohne feststehenden Wortlaut
23. Was ist ein Befehl?
Eine Anordnung mit nicht feststehendem Wortlaut, die an bestimmte Personen ergeht und die
Durchführung bestimmter Tätigkeiten zum Ziele hat
24. Was ist ein Kommando?
Anordnung mit feststehendem Wortlaut, der unverzüglich in der vorgeschriebenen Form
nachzukommen ist.
25. Was ist eine Brandsicherheitswache?
Eine Wache, gestellt durch eine Feuerwehr oder geschultes Personal, die z.B. aufgrund von
Rechtsvorschriften bei besonderen Risiken zur Brandverhütung und Brandbekämpfung vorgesehen
ist.
26. Was versteht man unter Kleinbrand?
Brand zu dessen erfolgreicher Bekämpfung ein C-Strahlrohr oder gleichwertiges Löschgerät ausreicht
27. Was versteht man unter Mittelbrand?
Brand zu dessen erfolgreicher Bekämpfung gleichzeitig 2-3 C-Strahlrohre oder gleichwertige
Löschgeräte eingesetzt werden müssen.
28. Was versteht man unter Großbrand?
Brand zu dessen erfolgreicher Bekämpfung gleichzeitig mehr als 3 C-Strahlrohre oder gleichwertige Löschgeräte eingesetzt werden müssen
29. Welche Schwerpunkte hat eine Übungsbesprechung zu enthalten?
Der gesamte Ablauf soll allen Teilnehmern erklärt werden. Alle positiven und negativen Punkte sollen aufgezeigt werden. Alle aufgezeigten Fehler müssen richtiggestellt werden.
30. Was bedeutet der Ausdruck „Schlagkraft“?
Als Schlagkraft gilt alles, was direkt oder indirekt mit der Vorbereitung oder der Durchführung von Feuerwehreinsätzen ursächlich in Zusammenhang steht, im Besonderen auch die Mannschaftsstärke, die Ausrüstung, sowie die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrmitglieder.
31. Wozu dient eine automatische Brandmeldeanlage?
Zur Früherkennung und somit zur sofortigen Alarmierung der Feuerwehr
32. Welche Faktoren sind grundsätzlich bei der Erstellung des Ausbildungs- und Übungsplanes einer Feuerwehr zu berücksichtigen?
Vorgeschriebene Übungszahl lt. Dienstordnung
Aufgaben der Feuerwehr
Fahrzeuge, Geräte, Ausrüstungen
Mannschaft und Mitglieder sowie Zeitraum bzw. Zeitrahmen
33. Welche Funktion hat der Stab gegenüber Ihnen als Einsatzleiter?
Ausschließlich eine beratende Funktion
34. Welche Aufgaben hat der S3 im Einsatzstab zu erfüllen?
Beurteilung der Gesamtlage,
Formulieren des Zieles der Maßnahmen,
Planung des Einsatzes und der Maßnahmen,
Koordinierung der Einsatzkräfte,
Entscheidungsvorschlag für EL erstellen, …
35. Welche Punkte müssen Sie bei der Errichtung von
Bereitstellungsplätzen beachten?
günstige Zu- und Abfahrtswege
mögliche Ausbreitungsgefahr berücksichtigen / nicht im Gefahrenbereich
möglichst keine gegenseitige Behinderung der Einsatzorganisationen
Nutzen der örtlichen Gegebenheiten (Garagen, Hallen, befestigte Flächen, …)
Einen verantwortlichen Kommandanten (EAL) für den Bereitstellungsplatz bestimmen
36. Was sind die beiden Ziele der Führungsorganisation?
Festlegung der Zuständigkeiten und Schnittstellen (z.B. zu anderen Organisationen) um die Führungsarbeit für den Einsatzleiter zu erleichtern
37. Sie werden zu einem „Brandmelderalarm“ alarmiert. Als Auslösegrund, stellen Sie Abgase eine stark rauchenden Dieselkraftwagens fest. Wie wird dieser Alarm bezeichnet?
Täuschungsalarm
38. Wann endet die Tätigkeit des Einsatzleiters?
Wenn der Einsatzgrund beseitigt ist und keine weitere Gefährdung vorhanden ist. Wenn die Einsatzstelle an die zuständige Stelle, Behörde, o.ä. übergeben worden ist
39. Wie gliedert sich die Stabsgruppe der TEL?
S1 Personal/Betreuung
S2 Gefahren- und Schadenslage
S3 Einsatzführung
S4 Versorgung
S5 Öffentlichkeitsarbeit
S6 Kommunikation/Information
40.1 Erläutern Sie folgenden Begriff
Brand unter Kontrolle
Ein weiteres ausbreiten des Brandes kann mit den am Einsatzort vorhanden Einsatzmittel
sichergestellt werden.
40.2 Erläutern Sie folgenden Begriff
Brand aus:
Zustand, bei dem der Brand so weit gelöscht ist, dass die Löschkräfte abgezogen werden können oder die weitere Beaufsichtigung der Brandstelle einer Brandwache überlassen werden kann
41. Erklären Sie die G A M S - Regel bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen!
Gefahr erkennen
Absperren/Absichern
Menschenrettung
Spezialkräfte anfordern
42. Woraus setzt sich die Hilfsfrist zusammen?
Meldezeit
Alarmierungszeit
Ausrückezeit
Anfahrtszeit
Entwicklungszeit
43. Was bedeutet die AUTO-Regel?
Austretende Betriebsstoffe
Unterboden, Kofferraum, Motorraum
Tankdeckel öffnen
Oberfläche absuchen
44. Welche Länge darf ein Fluchtweg maximal haben?
40m
45. Wie groß darf der Pelletsbehälter sein, wenn dieser gemeinsam mit der Feuerstätte in einem Heizraum aufgestellt wird?
15m³
46. Aus welchen Mitgliedern setzt sich eine Technische Gruppe
zusammen?
GRKDT
ME
MA
Gerätetrupp
Sicherungstrupp
Rettungstrupp
47. Was versteht man unter Erster Löschhilfe?
Ist die Gesamtheit jener Löschmaßnahmen, die vor Eintreffen der Feuerwehr mit den vorhandenen Löschmittel (z.B. tragbare Feuerlöscher, Löschdecke, …) von jedermann durchgeführt werden kann
48. Wo sind Wandhydranten angeschlossen?
An nasse Löschwasserleitungen.
49. Was ist die Ausrückeordnung?
Festlegung der Anzahl und Art von Feuerwehreinheiten für den Einsatz aufgrund eines bestimmten Alarmierungsstichwortes, ggf. in eine zeitliche Reihenfolge gegliedert
50. Was ist der Unterschied zwischen Bergen und Retten?
Bergen: leblose Personen, leblose Tiere oder gefährdete Sachwerte aus dem Gefahrenbereich
bringen.
Retten: Menschen oder Tiere aus einer Zwangslage befreien
51. Wie groß ist die Sicherheitszone beim Ausfließen von brennbaren
Flüssigkeiten der Gefahrenklasse 1?
Mindestens 30 bis 60 Meter, Windrichtung, Windgeschwindigkeit und Gelände sind zu berück-
sichtigen
52. Wann sind Schutzanzüge der Schutzstufe 3 einzusetzen?
Wenn der Verdacht auf Vorhandensein von Hautgiften, ätzenden oder radioaktiven Stoffen besteht.
53. Wie werden Versandstücke gefährlicher Güter beim Transport
gekennzeichnet?
Durch Gefahrzettel in der Form eines auf die Spitze gestellten Quadrates
54. Was bedeutet es, wenn der Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr
auf Warntafeln an Fahrzeugen zum Transport gefährlicher Güter der
Buchstabe "X" vorausgesetzt wird?
Der Stoff darf nicht mit Wasser oder wasserhältigen Löschmitteln in Berührung gebracht werden, da dieser Stoff mit Wasser in gefährlicher Weise reagiert.
55. Was versteht man unter einem Einsatzabschnitt?
Die einsatzmäßige Zusammenfassung von mehreren Einheiten unter ein Kommando, das dem
Einsatzleiter unterstellt ist.
56. Welche Einsatzformen sind für den Einsatz eines Löschzuges
möglich?
Einsatz getrennt
Einsatz nebeneinander (gemeinsam)
Einsatz hintereinander (gestaffelt)
Einsatz der Löschgruppen mit verschiedenen Aufgaben (gemischt)
57. Nenne die 4 Phasen der Erkundung (Lagefeststellung)?
Frontalansicht
Befragung anwesender Personen
Innere Erkundung
Gesamtübersicht, Umrundung
58. Was ist ein Bereitstellungsraum?
Jener Raum, aus welchem der eigentliche Einsatz einer taktischen Einheit erfolgt
59. Was zählt zur „Beurteilung der Lage“?
Das Abwägen der Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr.
Was müsste ich tun? (Beurteilung der Schadenslage)
Was kann ich tun? (Beurteilung der eigenen Lage)
60. Was bedeuten die Ziffern im unteren Feld der orangefarbenen Gefahrgut-Warntafel?
Sie bezeichnen den Stoff, um den es sich handelt
61. Was bedeutet die Gefahrennummer 86?
Giftig ätzender Stoff
62. Was bedeutet die Gefahrennummer 99?
Verschiedene gefährliche erwärmte Stoffe
63. Was bedeutet die Gefahrennummer 46?
Entzündbarer oder selbsterhitzungsfähiger fester Stoff, giftig
64. Was bedeutet die Gefahrennummer 50?
oxidierend wirkender (brandfördernder) Stoff
65. Welche Gefahrennummer hat ein tiefgekühltes, verflüssigtes, entzündbares Gas?
223
66. Wann soll bei einem Brandeinsatz mit der taktischen Belüftung begonnen werden?
so früh wie möglich, Voraussetzung Brandherd ist lokalisiert, Abluftöffnung ist geschaffen und
Brandbekämpfung ist eingeleitet.
67. Was hat der Kommandant einer Einheit beim Eintreffen am Einsatzort als erstes zu tun, wenn vor ihm bereits eine Gruppe anwesend ist?
Er meldet sich und seine Gruppe bei der Einsatzleitung, die Mannschaft bleibt im Fahrzeug
68. Wie viele Einsatzkräfte und Mittel sollen Sie an der Einsatzstelle als Reserve, z.B.: in einem zugewiesenen Bereitstellungsraum, einplanen?
1/3
69. Wie lauten die 4 taktischen Grundsätze?
Retten, Sichern, Ausbreitung verhindern, Gefahr beseitigen
70. Was verstehen Sie unter „Kontrolle“ im Führungsverfahren?
regelmäßiger Soll-Ist-Vergleich
die Umsetzung der befohlenen Aufträge sowie deren Wirksamkeit überprüfen
Überwachen der Sicherheit an der Einsatzstelle
71. Wie können Sie eine „Ordnung des Raumes“ gestalten?
Durch eine Abstimmung aller beteiligten Einsatzorganisationen.
Durch eine räumliche Gliederung der Einsatzstelle.
Durch das Festlegen von: Einsatzabschnitten, Bereitstellungsplätzen, Atemschutzsammelplatz, …
72. Welcher Führungsgrundsatz wird durch folgende Worte beschrieben? „Prioritäten setzen“, „verfügbare Kräfte konzentrieren“, „Verteidigung / Angriff“, „nicht kleckern, sondern klotzen“
Schwergewichtsbildung
73. Welcher Führungsgrundsatz wird durch folgende Worte beschrieben? „Einsatz der Kräfte nach ihrer Leistungsfähigkeit, Ausrüstung, …“, „erfüllbare Aufträge erteilen“, „Versorgung / Ablöse rechtzeitig sicherstellen“
Ökonomie der Kräfte
74. Welche Kriterien sind bei der Standortauswahl der Einsatzleitstelle
zu beachten?
Die Einsatzstelle soll nach Möglichkeit einsehbar sein.
Außerhalb des Gefahrenbereichs
Eine möglichst gute Erkennbarkeit für nachrückende Kräfte
75. Welche Vorteile hat eine mobile Führung durch den Einsatzleiter?
Ein rasches Erkennen von Lageveränderungen ist möglich.
Ein sofortiges Reagieren auf Lageveränderungen ist möglich.
Persönlicher Kontakt zu den EAL bzw. GRKDT
Man kann sich situativ dort befinden, wo man am dringendsten benötigt wird.
Aktuelles Lagebild aufgrund der eigenen Rückmeldungen an die Einsatzleitstelle
76. Welche Sofortmaßnahmen triffst du bei einem Unfall von Fahrzeugen mit Elektroantrieb?
Sichern gegen Wegrollen, Zündung ausschalten, Schalthebel in Parkstellung, Feststellbremse
betätigen, prüfen ob elektrisches System funktionsfähig ist – ggf. ausschalten, bei starker
Beschädigung HV-System außer Betrieb setzen, Rettungsdatenblatt miteinbeziehen
77. Wie verhältst du dich, wenn eine Stromleitung gerissen ist?
Abstand halten
Absperren
Elektroversorgungsunternehmen verständigen
Stromabschaltung beantragen und bestätigen lassen
78. Wie werden brennbare Flüssigkeiten nach der ADR unterteilt?
Stoffe mit einem Flammpunkt unter 23 °C
Stoffe mit einem Flammpunkt zwischen 23 °C und 60 °C
Stoffe mit einem Flammpunkt über 60 °C
79. Aus welchen Bestandteilen setzt sich atmosphärische Luft
21 % Sauerstoff,
78 % Stickstoff,
0,96 % Edelgase,
0,04 % CO2
80. Was ist Kohlenmonoxid?
Ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht. Es ist ein brennbares gefährliches Atemgift und leichter als Luft.
81. Was ist Kohlendioxid?
Ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, schwerer als Luft. Wirkt bei höherer Konzentration
erstickend, entsteht bei vollkommener Verbrennung und bei Gärung und ist nicht brennbar.
82. Warum dürfen Atemluftflaschen nicht vollständig entleert werden?
Damit gewährleistet ist, dass keine Feuchtigkeit, Schmutz und Schadstoffe in die Atemluftflaschen gelangen kann
83. Welche baulichen und betrieblichen Einrichtungen stellen eine besondere Gefahr für die Ausbreitung eines Brandes dar?
Durchbrochene Brandwände, Aufzugschächte, Kabelschächte, Stiegenhäuser, Lüftungsschächte, Lichthöfe, Transportbänder u. ä
84. Welche Gefahren entstehen bei einem Rauchfangbrand?
Beschädigung des Rauchfangmauerwerkes und der Reinigungsöffnungen
Entzündung von brennbaren Stoffen und Bauteilen in Rauchfangnähe
Funkenflug
85. Wie hat der Abbau von Schlauchleitungen bei Temperaturen unter
0° C zu erfolgen?
Unter Fortdauer der Wasserförderung bei geringem Druck werden die Schläuche vom Strahlrohr aus beginnend einzeln abgekuppelt, jeder Schlauch wird sofort entleert und gerollt
86. Woran erkennt man ein Greifzugseil und was ist beim Arbeiten
damit zu beachten?
An der angeschmiedeten Spitze und einem Haken am anderen Seilende. Es darf nicht als
Anschlagmittel verwendet werden.
87. Welche Gefahren treten bei ungeschützten Stahlkonstruktionen im
Brandfall auf?
Einsturzgefahr durch Verminderung der Tragfähigkeit bzw. Verformung, Sekundärbrände durch
Wärmeleitung
88. Was ist ein „Flash Over“?
schlagartiges Übergreifen (Durchzünden) eines Brandes auf die Oberfläche aller brennbaren Stoffe eines Brandraumes.
89. Was ist ein „Backdraft“?
Eine Unterart der Rauchdurchzündung, wobei der Brand in einem geschlossenen Raum mangels
Sauerstoffzufuhr erlöscht bzw. nur noch als Schwelbrand vorhanden ist. Durch die vorangegangene Verbrennung sind jedoch genügend sogenannte pyrolyse Gase vorhanden, die bei einer Öffnung des Raumes in Verbindung mit dem eintretenden Sauerstoff schlagartig (explosionsartig) zur Entzündung kommen.
90. Was ist der Flammpunkt?
niedrigste, unter festgelegten Bedingungen ermittelte Temperatur, bei der eine brennbare Flüssigkeit oberhalb des Flüssigkeitsspiegels mit Luft eine zündbare Dampfkonzentration bildet, die bei kurzzeitiger Einwirkung einer Zündquelle zur Entflammung führt
91. Was ist die Zündtemperatur?
niedrigste, unter festgelegten Bedingungen ermittelte Temperatur, bei der sich ein brennbarer Stoff in Luft selbst (ohne Zündquelle) "
92. Welche Löschpulverarten verwendet man in Pulverlöschern?
Flammbrandpulver (BC-Pulver),
Glutbrandpulver (ABC-Pulver),
Metallbrandpulver
93. Nenn Sie Beispiele für Atemgifte!
z.B. Propan,
Butan,
Schwefelwasserstoff (H 2S),
Ammoniak (NH 3),
Chlor (Cl)
94. Wo liegt der hauptsächliche Unterschied zwischen Erd- und
Flüssiggas?
Erdgas ist leichter als Luft (z.B. Methan)
Flüssiggas ist schwerer als Luft (z.B. Propan, Butan)
95. Welcher Sicherheitsabstand ist zu unter Spannung stehenden Hochspannungsfreileitungen (bis max. 110.000 Volt) einzuhalten?
Im Bereich von Hochspannungsfreileitungen muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 5 m
eingehalten werden. Dieser Abstand darf mit keinem Körperteil oder Geräteteil (z.B. Leiter oder
Einreißhaken) unterschritten werden.
96. Welcher Sicherheitsabstand ist zu einer gerissenen und den Boden berührenden Hochspannungsfreileitung oder zu Gegenständen (Fahrzeug, Bauwerk, Baum, etc.), die mit der Leitung in unmittelbarer Verbindung stehen, einzuhalten?
Es ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 20 m, rund um die Schadensstelle einzuhalten. In diesem Bereich bildet sich, aufgrund der Stromableitung gegen Erde, ein sogenannter Spannungstrichter, der zu einer lebensgefährlichen Schrittspannung führt.
97. Welche allgemeinen Verhaltensregeln beim Einsatz mittels Löschpulver sind Ihnen bekannt?
Brand in Windrichtung angreifen
Flächenbrände vorne beginnend ablöschen
Tropf- und Fließbrände von oben nach unten löschen
Genügend Löschmittel auf einmal einsetzen, nicht hintereinander
Vorsicht vor Wiederentzündung
98. Welchen Flammpunkt hat Dieselkraftstoff?
über 55 °C
99. Welchen Flammpunkt hat Benzin?
Unter 23 °C
100. Auf welche Zumischrate wird der Zumischer bei Mittelschaum und
synthetischem Mehrbereichsschaummittel eingestellt?
Je nach Herstellerangabe. In der Regel 1 % oder 3 %
101. Welche Löschwirkung besitzt CO2?
Erstickende Löschwirkung
102. Wie wird ein Schaumrohr mit einer Verschäumungszahl von 15 und
einer Wasserdurchflussmenge von 200 l/min bezeichnet?
S 2 – 15
103. Bei welcher Brandklasse ist Löschschaum anwendbar?
Brandklasse A
Brandklasse B
104. Wann darf umluftabhängiger Atemschutz (Filter) verwendet werden?
Wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist
Wenn der Schadstoffanteil nicht zu hoch ist
105. Wie erkenne ich einen drohenden Flash Over?
starke Rauchentwicklung und Wärmestrahlung, Rauchschicht senkt sich, Flammenzungen unter
Rauchschicht
106. Welche Arten von Waldbränden unterscheidet man?
Erdfeuer,
Bodenfeuer,
Vollfeuer
107. Mit welcher Faustregel können Sie den erforderlichen Löschwasserbedarf, bei einem Brand eines größeren Brandabschnittes im Einsatzfall grob abschätzen?
2 – 3 l / (m² * min)
108. Welche Probleme können bei Unfällen mit Elektrofahrzeugen
entstehen?
freigelegte HV-Kabel, bzw. Batterie kann Spannung führen
Betriebsbereitschaft bei E-Fahrzeugen oft nicht erkennbar
HV-Batterie kann beschädigt sein – Reaktion oft erst nach Stunden
Höheres Eigengewicht und tiefer Schwerpunkt sind zu beachten
Arbeiten im Bereich der Batterie mit erhöhter Vorsicht wegen weiterer Beschädigung
109. Welche zusätzliche Schutzbekleidung ist bei technischen Einsätzen
(Verkehrsunfall) zu verwenden?
Gesichtschutz und Einmaluntersuchungshandschuhe
110. Welche Besonderheit ist beim Sichern und Stabilisieren bei einem
LKW-Unfall zu berücksichtigen?
Die Fahrerkabine ist auf dem LKW-Unterwagen zu fixieren, da in sehr vielen Fällen die Haltepunkte auf Grund des Unfalls abgerissen sind und die Kabine kippen könnte.
111. Wodurch kann die Zugkraft eines Greifzuges/Seilwinde erhöht
werden?
durch Einscheren von losen Rollen
112. Welche Aufgabe hat die Umlenkrolle?
die Zugrichtung umzulenken
113. Welche 5 Faktoren sind notwendig, um die erforderliche Zugkraft für eine Fahrzeugbergung zu ermitteln und die Bergung durchzuführen?
Fahrzeuggewicht ermitteln
Steigung ermitteln
Untergrund ermitteln
Rollenanzahl ermitteln
Verankerungen suchen
114. Was ist beim Anschlagen von Lasten besonders zu beachten?
Abschätzen von Gewicht und Schwerpunktlage
scharfe Kanten vermeiden
Tragfähigkeit der Anschlagmittel beachten
115. Wozu wird der HMS Knoten verwendet?
als Bremsknoten zum Sichern von Personen
116. Was bedeutet der Begriff dynamische Sicherung?
Ist eine Sicherungsart, bei der die gesicherte Person „weich“ aufgefangen wird z.B.: durch
ausreichend dämpfende Leine, Bandfalldämpfer und Bremsknoten
117. Welche Sicherheitsmaßnahmen sind beim Heben von Lasten immer
zu berücksichtigen?
nie unter die gehobene ungesicherte Last greifen
angehobene Last immer sichern
Gewicht und Schwerpunkt der Last vor dem Heben abschätzen
118. Was versteh man unter dem Begriff „Nennförderstrom“ einer
Pumpe?
Festgelegter Förderstrom beim Nennförderdruck, Nenndrehzahl und geodätischer Nennsaughöhe
119. Was versteht man unter dem Begriff geodätische Nennsaughöhe?
Für den Nennförderstrom festgelegte Höhendifferenz zwischen der Eintrittsmitte des ersten Laufrades (in Strömungsrichtung) und dem saugseitigen Wasserspiegel bei 1013mbar und einer
Wassertemperatur von 4 °C
120. Welches ist die zu bevorzugende Nennlänge für 2-teilige
Schiebleitern?
9m
121. Welche Nennlängen haben 3-teilige Schiebleitern?
12 und 14 m
122. Welche Wasserfahrzeuge werden bei der Feuerwehr hauptsächlich
verwendet?
Feuerwehrzillen,
Arbeitsboote,
Feuerwehrrettungsboote,
Schlauchboote
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