Kosten- und Leistungsrechnung
nur zu Teilen rechtlich geregelt
Dient der betriebswirtschaftlichen Analyse und Gebührenkalkulation
Betriebsergebnisrechnung (Betriebsverlust / Gewinn)
Internes Rechungswesen (WERTE: Kosten und Leistungen)
Erträge werden nicht abgebildet + kalkulatorische Abschreibung und Zinsen)
Finanzbuchhaltung
ist gesetzlich geregelt (HGB, Steuerrecht, GemHVO)
Informiert über die Liquidität der Kommune
Externes Rechnungswesen (richtet sich an Außenstehende)
WERTE: Aufwendungen, Erträge
Ergebnisrechnung (Jahresüberschuss, Jahresfehlbetrag)
Jegliche Erträge werden erfasst + Abschreibungen und Zinsaufwendungen
Benutzungsgebührenkalkulation (§6 1-3 KAG)
Kostendeckung (Gebüren sollen die angefallenen Kosten decken, aber nicht überschreiten)
Basiert auf Ist-Kosten: tatsächlich angefallene Kosten
Ziel: Große Gebührensprünge vermeiden, realistische Kostendeckung erreichen
Grundsätze der KLR
Vollständigekeitsprinzip
Verständlichkeitsprinzip
Wirtschaftlichkeitsprinzip KISS
Verursacherprinzip
Vollständigkeitsprinzip (§6 Abs.1 S.3 KAG)
alle Kosten und Leistungen müssen vollständig erfasst werden (Sonst falsche Kalkulation)
Opportunitätskosten (entgangener Gewinn) ist zu berücksichtigen
Verständlichkeitsprinzip (§28 Abs.1 KomHVO)
KLR soll für Entscheidungsträger (Politik, Verwaltung) transparent und nachvollziehbar sein
Gegliederte Darstellung von Rechenwegen, Belegen, gegliederte Darstellung
Wirtschaftlichkeitsprinzip (KISS- Prinzip)
so einfach und übersichtlich wie möglich “keep it small and simple”
Nur so regelmäßig effizient erfassbar (Kosten)
Verusacherprinzip
Die Kosten müssen dem Ort oder Produkt zugeordnet werden, welches sie auch tatsächlich verursacht hat (dem Kostenträger)
Für realistische Kalkulation
Einzahlung
Erhöht den Zahlungsmittelbestand einer Kommune (bspw. Kasse oder Bank)
Auszahlung
Abfluss von Zahlungsmitteln aus den liquiden Mitteln (bspw. Bank oder Kasse)
Einnahmen
Geldvermögen Summe der liquiden Mittel (+ Forderungen - Verbindlichekeiten)
Führt zu Geldverlustmögenwanderung
Ausgaben
Geldvermögenwanderung
Geldvermögen = Summe der liquiden Mittel (+ Forderungen - Verbindlichkeiten)
Erträge
Erhöhung des Eigenkapitals
Gesamter Wertezuwachs innerhalb einer bestimmten Periode
Aufwendungen
Senkung des Eigenkapitals
Wert aller verbrauchten Güter innerhalb eines bestimmten Zeitraums
Kosten
betriebsbedingter Werteverzehr
Verbrauch von Gütern, Dienstleistungen und Produktionsfaktoren die zur Erstellung von Produkten anfallen
Materialverbrauch, Löhne, Miete, Abschreibung
Voraussetzung: Erträge, Aufwendungen
Leistungen
betriebsbedingter Wertezugang
Produzierter Output einer Gemeinde / Umsatzerlöse
Voraussetzung: Ertrag und Aufwand
Neutrale Aufwendungen “Nichtkosten”
betriebsfremde Aufwendungen ( bspw Verluste aus Aktienverkäufen, Spenden)
Betriebsbedingte Aufwendungen, periodenfremd (bspw Gehaltsrückzahlung rückwirkender Vertrag)
Betriebsbedingte Aufwendungen, außergewöhnlich (bspw Verluste aus unversicherten Schadensfällen)
Neutrale Erträge
betriebsfremde Erträge (Zinserträge, Aktienverkäufe, Mieterträge)
Betriebsbedingte Erträge, periodenfremd (Steuererstattung aus anderer Periode)
Betriebsbedingte Erträge, außergewöhnlich (Steuererlass, Verzicht Gläubiger auf Forderungen, Entschädigung Versicherung)
Grundkosten
aufwandsgleiche Kosten
Sowohl in Fibu als Aufwand, als auch in Kostenrechnung in gleicher Höhe
Bspw: Löhne, Miete, Energiekosten, Materialverbrauch
Anderskosten
aufwandsungleiche Kosten
Treten in Fibu als Aufwand auf, werden in KLR mit anderem Betrag angesetzt
Bspw: kalkulatorische Abschreibung oder Zinsen
Zusatzkosten
Kosten ohne Aufwand in der Fibu
Nur in der KLR
Bspw. Kalk. Zinsen auf EK
Finanzierungsarten
Innenfinanzierung
Außenfinanzierung
Eigenfinanzierung
Fremdfinanzierung
Mittel aus dem betrieblichen Umsatzprozess
Selbstfinanzierung: nicht Ausschüttung von Gewinnen, sondern Erhöhung Eigenkapital
Finanzierung durch Abschreibung: Werteverlust als Kosten verbucht, bei bleiben im Unternehmenm (es fließt kein Geld bei Abschreibung ab)
Finanzierung durch Rückstellungen: insbesondere Pensionsrückstellungen (Verbuchung als Aufwand, Zahlung jedoch später)
Fremdfinanzierung: Kredite durch Banken
Einlagenfinanzierung: Ausgabe von Aktien, Kapitalerhöhung
Kapital und Gewinn fließen ins Unternehmen selbst
Einlagenfinanzierung, Selbstfinanzierung
Kapital gehört dem Geldgeber
Bankkredit, Anleihen
Müssen zurückgezahlt werden (Zinsen fallen an)
Personalkosten berechnen
Lohtabelle
+Sachkosten (9700€)
+Gemeinkosten
= Gesamtkosten eines Arbeitsplatzes
Formeln Personalkosten pro Stunde / pro Minute
Kosten pro Stunde: Gesamtkosten / Arbeitsstunden
Kosten pro Minute: Kosten pro Stunde / 60
Daumenwertregel
100.000€ / Pers. Arbeitsplatz
Pro Minute 1€
Auswirkung auf Gebührenhöhe (Abschr. Anschaffungswert)
Abschreibung niedriger, da alte Preise oft niedriger sind
Gebühren fallen dadurch geringer aus
Inflation wird nicht berücksichtigt
Auswirkung auf Gebühren (Abschr. WBZ)
Abschreibungen sind höher (wegen Preissteigerung)
Gebühren fallen daher höher Aus
Inflation wird berücksichtigt
Unterschied Betriebsergebnis / Gesamtergebnis
Betriebsergebnis (Wie gut läuft das Kerngeschäft? - Umsätze und betriebliche Kosten)
Gesamtergebnis (Wie Gesamter Gewinn oder Verlust durch Erträge / Aufwendungen - kalk. Zinsen / Abschreibungen werden berücksichtigt)
Durchschnittswertmethode (Kalk. Zinsen)
Anschaffungswert + Restwert (Verkaufserlös) /2
dieses Ergebnis * kalk. Zinssatz / Jahr
Kostenträger Rechnungen
Divisionskalkulation
Äquivalenzziffernkalkulation
Wiederbeschaffungszeitwert (Tabelle)
Jahr
Preisanstieg
WB-Zeitwert
Abschreibung
Insgesamt Abschreibung
Restwert
Kostenstelleneinzelkosten
Kosten, die einer bestimmten Kostenstelle direkt zugeordnet werden können
(Gehälter / Verwaltung; Miete / Lager)
Kostenstellengemeinkosten
Kosten, die nur indirekt über Verteilungsschlüssel auf die Kostenstellen verteilt werden
Heizkosten, Energiekosten
Kosten pro Stück = Gesamtkosten der Abrechnungsperiode / Produktionsmenge der Abrechnungsperiode
Wenn nur ein Produkt hergestellt wird oder mehrere fast identische
Produkte sind sich ähnlich (Unterschied in Größe, Qualität, Material)
Kosten können nicht direkt gleich verteilt werden
Äquivalenzziffernkalkulation (Schritte 1-3)
Äquivalenzziffern ermitteln (Basisprodukt /100)
Produkte mit Menge und Äquivalenzziffern in Tabelle eintragen
Recheneinheit ermitteln (Äquivalenzziffern * Menge)
Äquivalenzziffernkalkulation (Schritte 3-6)
Ermittlung Kosten einer RE (Gesamtkosten / Recheneinheiten)
Selbstkosten pro Produkt (Kosten einer RE * Recheneinheiten)
Selbstkosten pro Produkt ermitteln (Selbstkosten pro Produkt / tatsächliche Produktionsmenge)
Aufbau Tabelle Äquivalenzziffern
Produkt
Menge
Äquivalenzziffern
Recheneinheiten
Selbstkosten / Produkt
Selbstkosten / Ausleihe
Schritte Äquivalenzziffernkalkulation (1-3)
Tabelle erstellen (Produkt, Menge eintragen, Äquivalenzziffern berechnen)
Recheneinheiten (Menge * Äquivalenzziffern)
Recheneinheiten gesamt drunter schreiben
Äquivalenzziffern (4-6)
Kosten pro RE berechnen (Gesamtkosten / gesamte RE)
Selbstkosten / Produkt (Kosten pro RE * jeweilige Einheiten)
Selbstkosten pro Ausleihe (Selbstkosten pro Produkt / tatsächliche Menge)
Kosten Funktion
K(x)=vk*x+kfix
Erlösfunktion
Preis pro Stück * Stück
Gewinnfunktion
G(x) = E(x) - K(x)
Gewinn berechnen
G= E-K
Deckungsbeitragsrechnung (Schritte)
Erlöse / Stück - variable Kosten = Deckungsbeitrag
Gesamtdeckungsbeitrag (bei mehreren) - fixe Kosten = Gesamterfolg
Break-Even Point
Kf / p-kv
Kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze
kv = p kurzfristig sind nur die variablen Kosten gedeckt
Kv * x + kf / x = p (langfristig sowohl variable als auch fixe Kosten gededckt)
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